Bin gelernter Elektroniker (1995), war 2.5 Jahre auf dem Beruf, danach Informatik. Also lange her...
Ich habe bei meinem Werkzeugvoreinstellgerät folgendes Problem.
Seit ein paar Wochen funktioniert die Tastatur nicht mehr richtig. Problem; einige Tasten "prellen", sprich einmal drücken gibt 2-4 mal die Taste(optisch sieht man dies vorallem bei der Zahleneingabe). Dies nicht bei allen, aber bei ca 50% der Zahlen. Es ist mittlerweile nicht mehr möglich eine Koordinate einzugeben ohne dass zum Beispiel wenn man die 2 drückt gleich 22 oder 222 kommt.
Die MessAnzeige selbst funktioniert einwandfrei. Die beiden Zählerkarten für 11uA Heidenhain Glasmassstäbe für X und Z Achse scheinen somit in Ordnung zu sein. Also es sind diese CPU-Karte mit 2 Zählerkarten verbaut, verbunden über Rückwandbus.
Ich habe das Gerät (Microset DPS) die letzten Tage mal unter die Lupe genommen. Leider so eng dass man kaum mit Osci im Betrieb hinkommt.
Nachdem ich nun die Tastaturplatine herausgenommen habe um zu sehen was verbaut ist und wieder eingebaut habe, ist die Tastatur nun komplett tot.
Hatte den Tantal "BMK-Kondensator" der die Entprell-Zeit bestimmt, mal prophylaktisch ersetzt.
An den beiden IC der Tastatur liegt normal Spannung an, mehr konnte ich nicht messen.
Ich habe nun die beiden IC auf der Tastaturplatine bestellt. Alle Drucktaster funktionieren einwandfrei und sind nicht "am ende"!
Ich werde diese TastenMatrix Driver 74c923 und 74HCT05 mal ersetzen.
Vielmehr ist auf dieser Platine auch nicht drauf.
Aber auf der CPU Steuerplatine weiss ich nicht so recht wo anfangen.
Könnt ihr mir eine Richtung angeben wo zu suchen? Ev. PIO oder SIO ersetzen?
Aber eben Zählerkarten und Display sind io...
Ich kann das Gerät auch nicht abschrauben um besser zu messen, weil die Glasmasstäbe angeschlossen sein müssen, aber logischerweise nicht demontiert werden können.
Um ein paar Tips wäre ich sehr dankbar. Mir gefällt diese Anzeige und ich möchte Sie reparieren.
Das Übel würde ich jetzt noch gründlicher auf der Tastaturleiterplatte suchen. In vielen Fällen wird aus x und y die Koordinate der Taste gebildet. Wenn z.B. eine hängt, gibt es Ärger, weil 2 mal x dann Unsinn ergibt! Alle Tasten einzeln drücken und messen!
Irgendwie kann das nicht stimmen mit den Tasten, dass Sie nicht mehr funktionieren.
Im Gegenteil, sauberer Druckpunkt und mit Durchgangsprüfer sauberer ein/aus.
Da hängt kein Schalter. Das Gerät ist auch dem Alter entsprechend "neuwertig"
Ich kenne schon Schalter / Folientastatur wenn Sie durch sind..
Ich weiss nicht wie man diese Taster nennt. Ich kann morgen mal ein Bild vom Original einstellen. Im Bild ein ähnliche Membran
Das sind eine Art Microswitch. Zwei vergoldete Bleche, eins flach und eins mit einer kleinen Kuppel.
Würde einer nicht lösen, würde das Display das mit unkontrolliertem Menu-aufruf oder Zahleneingabe im Display anzeigen/flackern. Aber es passiert nichts mehr, wie tot.
Das Übel würde ich jetzt noch gründlicher auf der Tastaturleiterplatte
suchen. In vielen Fällen wird aus x und y die Koordinate der Taste
gebildet. Wenn z.B. eine hängt, gibt es Ärger, weil 2 mal x dann
Unsinn ergibt! Alle Tasten einzeln drücken und messen!
Stecker an der Tastaturplatine und auf dem Prozessorboard in Ordnung?
Nicht geöffnet, nicht teil-Lose, nicht verkehrt herum drauf gesteckt?
Led leuchten.
Stecker auch io.
Das Teil hat ja Jahrelang funktionert, aber mit wenig Betriebstunden.
Und dann hat die Tastatur angefangen zu prellen - was nicht zwangsläufig heissen muss, dass es die Tastatur sein muss.
Warum kann es nicht der Matrix-Driver sein..? Oder der Z80 PIO/SIO
Das hatte ich schonmal an einer Poselesta CNC Steuerung...
Kannste ja mal messen. Schnapp dir dein Oszi und miss die Matrixsignale.
Und ja, diese Knackfrösche sind oft unzuverlässig. Im Moment ist es aber unwahrscheinlich, das alle gleichzeitig in den Knackfroschhimmel aufgestiegen sind.
Kannste ja mal messen. Schnapp dir dein Oszi und miss die Matrixsignale.
Und ja, diese Knackfrösche sind oft unzuverlässig. Im Moment ist es aber
unwahrscheinlich, das alle gleichzeitig in den Knackfroschhimmel
aufgestiegen sind.
Habe ja oben geschrieben dass es Platzbedingt kaum möglich ist was an dem laufendem Gerät zu messen. Das ist das Blöde an der Sache. Ich kann auch nicht das Gerät abschrauben, da die Glasmassstäbe angeschlossen sein müssen, damit das Gerät funktioniert.
Es könnte gut am keybounce mask Kondensator liegen - siehe DB. Hat erst Kapazität verloren, daher das Prellen, dann ganz defekt (in welcher Weise auch immer). Laut Datenblatt im uF-Bereich. Je nach Technologie lebt der nicht ewig.
Es könnte gut am keybounce mask Kondensator liegen - siehe DB. Hat erst
Kapazität verloren, daher das Prellen, dann ganz defekt (in welcher
Weise auch immer). Laut Datenblatt im uF-Bereich. Je nach Technologie
lebt der nicht ewig.
Genau, das war auch einer meiner ersten Gedanken. Darum habe ich den auch grad ersetzt...an dem kanns nicht mehr liegen..
Habe ja oben geschrieben dass es Platzbedingt kaum möglich ist was an
dem laufendem Gerät zu messen. Das ist das Blöde an der Sache.
Aber so lassen willst du es ja auch nicht. Du musst dir also was ausdenken, um Diagnose zu betreiben. Wie wäre z.B. eine Verlängerung für das 14-polige Anschlusskabel, um das Tastenfeld bequemer zu erreichen?
Habe ja oben geschrieben dass es Platzbedingt kaum möglich ist was an
dem laufendem Gerät zu messen. Das ist das Blöde an der Sache.
Aber so lassen willst du es ja auch nicht. Du musst dir also was
ausdenken, um Diagnose zu betreiben. Wie wäre z.B. eine Verlängerung für
das 14-polige Anschlusskabel, um das Tastenfeld bequemer zu erreichen?
Ja du hast schon recht. Mein Gedanke war, die beiden IC grad ersetzen. Das geht rasch und viel mehr ist nicht drauf. Aber wenn das nicht hilft muss Osci angeschlossen werden.
Wenn es nicht der Kondensator ist, könnte auch ein CMOS-Schaltkreis
durch statische Aufladung gelitten haben? Ohne Oszi wird das nix.
Dachte ich auch. Im Datenblatt vom Encoder/Matrix Driver steht explizit, dass Interne Dioden vorhanden sind und somit dieses IC nicht anfällig ist auf statische Aufladung....aber ich habe ja trotzdem beide IC schon bestellt.
Aber auch die CPU Platine könnte betrofen sein....nur die Anzeige und Zählung funktioniert, macht die CPU Platine richtig.
Vielen Dank an alle, die hier mitschreiben/helfen!!
Das würde ich von der Wahrscheinlichkeit her weiter hinten vermuten. Oft sind die Anschlüsse nach außen die ersten Opfer. Der PIO ist wahrscheinlich für die Auswertung der Eingaben zuständig. Mal prüfen, ob da noch etwas ankommt?
Der Debounce Kondensator scheint ein Tantal Tropfen zu sein.
Wenn der beim Austausch verpolt wurde kann das auch dazu führen, dass die Schaltung nicht mehr funktioniert.
Der Debounce Kondensator scheint ein Tantal Tropfen zu sein.
Wenn der beim Austausch verpolt wurde kann das auch dazu führen, dass
die Schaltung nicht mehr funktioniert.
Ja, da habe ich schon geschaut und vorher eine Seite markiert und dann unter Mikroskop nach + geschaut…
Mir fällt auf, dass das EEPROM-Fenster nicht abgeklebt ist. Ist das IC auch normalerweise dem Umgebungslicht ausgesetzt? Dann könnten über die Jahre schon ein paar Speicherzellen gelöscht worden sein, z.B. Teile der Tastatur-Poll-Routine.
Klebe das Fenster besser ab, wenn Du noch Freude dran haben möchtest.
leider zeigen deine Fotos nicht, wie die Tastatur-Platine (IMG_2917.JPG) mit der CPU Platine (IMG_2919.JPG) verbunden ist.
Das 14-polige Kabel findet ja auf der CPU-Platine keinen passenden Stecker!
Insofern ist unklar, ob die Pio überhaupt was mir zu tun hat, denn der 74C923 kann auch direkt am Bus liegen. Dazu eine Beispielanschaltung anbei, 74c923_Z80-interface.jpg
Der 74c923 funktioniert normalerweise sehr gut, wenn die beiden Kondensatoren ok sind (und der Baustein selbst natürlich auch). Ein plötzliches Tastenprellen ist recht unwahrscheinlich. Eine spezielle Entprellroutine der Software ist hier gar nicht erforderlich. Da wird auch kein "Bit gekippt" sein, genau dort im Eprom, zufällig. Das wäre Wahrsagerei.
Ich würde auch unbedingt die Betriebsspannung (5 Volt) mit dem Scope (!) prüfen, nicht nur mit Voltmeter. Kapazitätsverlust an Kondensatoren im Netzteil sind gut denkbar, in der langen Zeit, egal ob lineares oder Schaltnetzteil.
Mir fällt auf, dass das EEPROM-Fenster nicht abgeklebt ist. Ist das IC
auch normalerweise dem Umgebungslicht ausgesetzt? Dann könnten über die
Jahre schon ein paar Speicherzellen gelöscht worden sein, z.B. Teile der
Tastatur-Poll-Routine.
Klebe das Fenster besser ab, wenn Du noch Freude dran haben möchtest.
Beim Ausblasen mit Pressluft ist der Kleber mit Firmware Nummer abgefallen. Da der nicht mehr gut klebte, habe ich ihn an einen sicheren Ort versorgt und das Fenster wieder abgeklebt.
Die Bilder sind halt grad als ich alles geöffnet hatte.
leider zeigen deine Fotos nicht, wie die Tastatur-Platine (IMG_2917.JPG)
mit der CPU Platine (IMG_2919.JPG) verbunden ist.
Das 14-polige Kabel findet ja auf der CPU-Platine keinen passenden
Stecker!
Insofern ist unklar, ob die Pio überhaupt was mir zu tun hat, denn der
74C923 kann auch direkt am Bus liegen. Dazu eine Beispielanschaltung
anbei, 74c923_Z80-interface.jpg
Der 74c923 funktioniert normalerweise sehr gut, wenn die beiden
Kondensatoren ok sind (und der Baustein selbst natürlich auch). Ein
plötzliches Tastenprellen ist recht unwahrscheinlich. Eine spezielle
Entprellroutine der Software ist hier gar nicht erforderlich. Da wird
auch kein "Bit gekippt" sein, genau dort im Eprom, zufällig. Das wäre
Wahrsagerei.
Ich würde auch unbedingt die Betriebsspannung (5 Volt) mit dem Scope (!)
prüfen, nicht nur mit Voltmeter. Kapazitätsverlust an Kondensatoren im
Netzteil sind gut denkbar, in der langen Zeit, egal ob lineares oder
Schaltnetzteil.
Gruss
Hallo Klaus
Danke für deine Ausführungen.
Der Stecker geht direkt auf die Backplane und kann gut möglich direkt am Bus hängen. Das habe ich noch nicht evaluiert. Das ist auch der Grund warum ich den so oder so, ohne viel Zeit verbringen mit Osci, zuerst wechseln will. Neuer Chip kommt morgen. Für den Chip wechseln brauche ich ein paar Minuten. Ein Verlängerungskabel mit passenden Stecker und Osci anhängen geht schnell 1-2 Stunden weg…
Und es ist ein Schaltnetzteil, das 24V und 5V liefert. Ich denke aber das ist io. Kann ich immernochmal schauen.
Woher der „LED-Driver“ seine 3.6V bekommt, konnte ich noch nicht herausfinden.
Den OSC Kondensator habe ich nicht überprüft nur den BMK Kondensator ersetzt.
So…was soll ich schreiben…?
IC kommt morgen..daher ging ich heute Nachmittag in die Werkstatt um das IC auszulöten. Macht mehr Spass wenn man sofort loslegen/loslöten kann…
Alles etwas aufgeräumt und bevor die Tastatur Platine abmontiert wird kurz das Gerät einschalten um die schöne Alte LED Anzeige zu begutachten. Sie funktioniert ja bis zum Punkt wo man die Tastatur zum kalibrieren braucht…
Natürlich die Ref Taste gedrückt um zu sehen dass alles wie beim Alten ist…
Doch jetzt geht alles????
Die Tastatur funktioniert ohne prellen und zwar alle Tasten…also ich weiss nicht…2 Stunden daran herumgespielt..alles einwandfrei.
Also ausser dem bmk Kondensator(siehe Datenblatt)der für die entprell Zeit verantwortlich ist, habe ich nichts getauscht oder verändert etc.
Ich werde dann mal noch wenn das geht, vom Eeprom eine Kopie machen.
Muss aber einen Brenner kaufen. Habe noch einige alte Geräte die auch eine Kopie der Firmware gut tun würden.
Hier noch der „Knackfrosch“ sollte jemand ein Ersatztyp kennen wäre ich dankbar. Diese Taste war zum Etiktten drucken…brauche ich nicht. Vorerst.
Ich danke allen für die Antworten!!!
Ich werde aber auf jedenfall berichten wenn es was neues gibt…
Könnte ja morgen schon wieder anders sein.
Jetzt kommt mir in den Sinn, dass ev. gestern ein zwei Tropfen Isopropylalkohol noch nicht verdampft waren. Ich hatte (und nur) die Tastatur Platine damit gereinigt und mit Pressluft/Warmluft getrocknet.
Aber der bmk Konddnsator zu ersetzen scheint sowieso sinnvoll zu sein.