Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Websites um passenden MCU zu finden


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von Petra S. (Firma: Studentin) (peddes)


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Hallo zusammen,

ich suche verzweifelt den günstigsten MCU, der ein 8.192 MHz Clock 
ausgeben kann (braucht vermutlich also eine interne PLL) und eine 
UART-Kommunikation bietet.

Data-Memory min. : 50kbytes
Programm-memory min.: 25kbytes

Kennt ihr eine gute Seite wo ich danach filtern kann und suchen kann?

Viele Grüße,
Peddes

von Monk (roehrmond)


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Ist alles "günstig", was selber gebaut teurer wäre? Oder was ist dein 
Kriterium?

von Petra S. (Firma: Studentin) (peddes)


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günstig bedeutet die MCU, die alle Anforderungen erfüllt und bei "Preis 
aufsteigend" als erstes erscheint :-)

von Monk (roehrmond)


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: Bearbeitet durch User
von Martin H. (mahi)


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Wenn man von Preisen spricht, muss man immer auch die Stückzahl nennen.
Bitte den Aufwand, den man in das Erlernen des "Umgangs" mit einem 
(noch) unbekannten Controller stecken muss, mit einberechnen.

Warum soll der µC eigentlich einen Takt ausgeben? Dafür nimmt man 
üblicherweise eher einen Oszillator.

von Monk (roehrmond)


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Die Tabelle auf http://stefanfrings.de/stm32/stm32l0.html hilft 
vielleicht bei der Auswahl. Wobei ich gerade sehe, dass bei der L0 Serie 
maximal 20 kB RAM zu haben sind. Die neuete G0  Serie bietet vielleicht 
mehr. Ansonsten hat ST ja nich viele andere. Die F3 haben zum Teil viel 
RAM, kosten allerdings auch mehr.

: Bearbeitet durch User
von Petra S. (Firma: Studentin) (peddes)


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Das ist mir durchaus klar, aber irgendwo muss man ja anfangen. Und da 
halte ich es für sinnvoll erstmal die "günstigen" Modelle 
herauszufinden, bevor man voll ins Pricing geht.

Warum Taktausgabe: Damit ich mir ein Quarz für die eingesetzte 
Peripherie spare. Ich möchte internen Oszillator im MCU haben der dann 
für die Peripherie den Clock erzeugt, damit ich mir dieses Quarz aus 
Platzgründen sparen kann.

von Monk (roehrmond)


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Petra S. schrieb:
> Und da halte ich es für sinnvoll erstmal die "günstigen" Modelle
> herauszufinden, bevor man voll ins Pricing geht.

Bei ST geht der

von Monk (roehrmond)


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Petra S. schrieb:
> Und da halte ich es für sinnvoll erstmal die "günstigen" Modelle
> herauszufinden, bevor man voll ins Pricing geht.

Bei ST geht der Spaß ungefähr ab 2€ los.
https://www.mouser.de/c/?q=stm32G070kb

von Rainer W. (rawi)


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Petra S. schrieb:
> Ich möchte internen Oszillator im MCU haben der dann
> für die Peripherie den Clock erzeugt, damit ich mir dieses Quarz aus
> Platzgründen sparen kann.

Genauigkeit der Taktfrequenz spielt dann bei dir keine Rolle?

von Wastl (hartundweichware)


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Petra S. schrieb:
> ich suche verzweifelt den günstigsten MCU, der ein 8.192 MHz Clock
> ausgeben kann

Nimm irgendeinen Controller der dir am Besten passt und
verwende für die Clock-Erzeugung einen DDS, zum Beispiel
einen AD9833 oder einen AD9850. Beides gib es als
"Arduino-Module" sodass man damit leicht spielen kann.

von Martin H. (mahi)


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Ich würde einen kleinen NXP µC nehmen (da haben sehr viele einen 
konfigurierbaren CLKOUT Pin) und ggf. ein billiges EEPROM für die Daten 
dran kleben.

von Motopick (motopick)


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Das beste Preis-Leistungsverhaeltnis haben bei Einzelstueckzahlen
immer noch Samples. :)

von Klar P. (Gast)


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Petra S. schrieb:
> günstig bedeutet die MCU, die alle Anforderungen erfüllt und bei "Preis
> aufsteigend" als erstes erscheint :-)

So macht das eine Hausfrau aber kein Ingenieur.

Die "billigsten" haben immer irgendwelche Nachteile wie schwierig zu 
lötendes Gehäuse, ungünstiger Spannungsbereich der levenshifter 
erfordert, kein ESD-Schutz an IO, ...

Hinzu kommt, das eine Auswahl immer eine Wette auf die Zukunft ist, also 
das der Chip (bspw. wegen Währungsfluktuationen) teuerer wird, die 
Lieferbarkeit schlecht wird etc. Also sucht man nach einem bei dem es 
Alternativen (2nd source) gibt.

Letzlich schaut man sich zuerst nach den bekannten Marken um und nimmt 
deren Preis als Richtwert/ obere Schranke.

Dann kann man mal kurz nach einen billigeren Suchen und ermittelt durch 
Multiplikation mit der Stückzahl die mögliche Kostenersparnis. Die ist 
dann bei den üblichen Kleinserien von 100 bis 1000 meist so gering, das 
es sich in der Gesamtbetrachtung nicht lohnt ein weiteres 
Controller-Programmier Eco-system einzuführen.

von Frank K. (fchk)


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Petra S. schrieb:

> Warum Taktausgabe: Damit ich mir ein Quarz für die eingesetzte
> Peripherie spare. Ich möchte internen Oszillator im MCU haben der dann
> für die Peripherie den Clock erzeugt, damit ich mir dieses Quarz aus
> Platzgründen sparen kann.

Das ist eine ausgesprochen dumme Idee.

1. Per PLL erzeugte Taktsignale sind meist nicht so sauber und 
frequenzstabil.
2. Die internen RC-Oszillatoren von Mikrocontrollern sind nicht so genau 
und nicht so temperaturstabil.
3. Oszillatoren gibts auch in klein Der hier ist z.B. nur 2.0mm*1.6mm 
groß. Da erledigt sich das Platzproblem.
https://www.digikey.de/de/products/detail/txc-corporation/8NJ-8-192MBE-T/17129498

Der hier ist nur 1.6mm*1.2mm groß.
https://www.digikey.de/de/products/detail/ecs-inc/ECS-1612MV-081-92-CN-TR/22464812

fchk

von Monk (roehrmond)


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Petra S. schrieb:
> Data-Memory min. : 50kbytes
> Programm-memory min.: 25kbytes

Oha, ich merke gerade, dass ich diese beiden Größenangaben vertauscht 
habe. Du wolltest ja gar nicht 25 kB RAM, sondern 50 kB - verstehe ich 
das nun richtig?

Da bist du beim STM32G0B0 gut aufgehoben. Den gibt es mit 32 bis 100 
Pins und ist ab 3 Euro zu haben (bei 100 Stk). Mir ist kein billigerer 
Mikrocontroller mit so viel RAM bekannt.

Mir ist keine Hersteller-übergreifende Liste von Mikrocontrollern 
bekannt. Bei ST ist dies der Einstiegspunkt:
https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32-32-bit-arm-cortex-mcus.html

Wenn man sich an das Wording von ST gewöhnt hat und weiß, dass so viel 
RAM früher selten war, kommt man mit wenigen Klicks von "Mainstream" 
über "G0" und "Value Line" nach

https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32g0x0-value-line.html

Und da siehst du in dem Bildchen in der obersten Reihe die vier Modelle, 
die für dich in Frage kommen.

: Bearbeitet durch User
von Uwe B. (Firma: TU Darmstadt) (uwebonnes)


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Irgendeine MCU mit 8.192 Mhz Quarz geht nicht? Oder ein MCU mit 
fraktionellem Baudrate Teile. Z.B. 128 /8.192 gibt einen Teiler 15 5/8

von Uwe B. (Firma: TU Darmstadt) (uwebonnes)


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Eine MCU sucht man erst in zweiter Linie nach den Webseiten aus. Man 
nimmt erst einmal etwas, mit dem man schon Erfahrung hat oder womit 
Kollegen/Freunde schon Erfahrung haben.

von Rolf (rolf22)


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Petra S. schrieb:
> günstig bedeutet die MCU, die alle Anforderungen erfüllt und bei
> "Preis aufsteigend" als erstes erscheint :-)

Tja, die Amazon-Generation. ;-)

Du möchtest ein Produkt designen, bei dem ein Euro mehr oder weniger für 
einen µP eine Rolle spielen, weil es um riesige Stückzahlen geht?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Petra S. schrieb:
> günstig bedeutet die MCU, die alle Anforderungen erfüllt und bei "Preis
> aufsteigend" als erstes erscheint :-)
Das gilt nur, wenn man eine sehr hohe Stückzahl ansetzen kann. Denn 
sonst ist der µC "günstig", mit dessen Toolchain/Entwicklungsprozess man 
das gewünschte Ziel am schnellsten erreicht.

Klar P. schrieb:
> Die "billigsten" haben immer irgendwelche Nachteile wie schwierig zu
> lötendes Gehäuse
Oder es ist sogar der "bare die", den man dann nach dem Bonden mit einem 
schwarzen Plastikkleks versiegelt. Aber dessen Preis verhandelt man dann 
auch nicht mit dem Katalogdistributor, sondern mit dem Hersteller.

Petra S. schrieb:
> und eine UART-Kommunikation bietet.
Und jetzt kommt der Knackpunkt: was soll dann da wie schnell 
kommuniziert werden und was soll mit den kommunizierten Daten passieren? 
Denn allein mit "Zuhören" wird es ja wohl nicht getan sein...

von Purzel H. (hacky)


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Ich wuerd einen AVR mit (RC-)kalibrierbarem Oszillator nehmen. Dann 
einen festen clock der auch vorhanden ist mit einem counter messen und 
den Oszillator nachregeln. Das sind ein paar Zeilen software

Ich hab so auch schon die 8MHz oder so von einen 32kHz Quarz abgeleitet

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Petra S. schrieb:
> Damit ich mir ein Quarz für die eingesetzte
> Peripherie spare.

Erste den Wert auf 4 Stellen genau angeben und dann davon träumen, daß 
es ohne Quarz ginge.
Also wie genau konkret?

Immer diese Samalischeibenfragen, statt erstmal seine Gedanken zu 
ordnen.

von Monk (roehrmond)


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Peter D. schrieb:
> Erste den Wert auf 4 Stellen genau angeben und dann davon träumen, daß
> es ohne Quarz ginge.

Ich finde den Einwand albern, denn "8,192 MHz" ist eine Katalog-Typische 
Angabe. Warum sollte man diese verkürzen?

Beitrag #7648287 wurde vom Autor gelöscht.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Peter D. schrieb:
> Petra S. schrieb:
>> Damit ich mir ein Quarz für die eingesetzte
>> Peripherie spare.
> Erste den Wert auf 4 Stellen genau angeben und dann davon träumen, daß
> es ohne Quarz ginge.
Ich sehe das so, dass da nur der (zusätzliche) Quarz für die Peripherie 
gespart werden soll.

> Samalischeibenfragen
Ja, das allerdings.

Petra S. schrieb:
> ich suche verzweifelt den günstigsten MCU, der ein 8.192 MHz Clock
> ausgeben kann (braucht vermutlich also eine interne PLL)
Nein. Du kannst auch einen Takt mit 32,768 MHz in den µC einspeisen, den 
dann da drin durch mit einem Zähler durch 4 teilen lassen und an einem 
Portpin ausgeben.
- https://de.rs-online.com/web/p/quarz-oszillatoren/1782676

: Bearbeitet durch Moderator
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