Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Stereo nach Mono Adapter


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von T.M .. (max)


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Wer weiß warum man tip und ring mit einem Widerstand bei der Schaltung 
brückt?


https://gearspace.com/board/showpost.php?p=15111914&postcount=2

: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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T.M .. schrieb:
> Wer weiß warum man tip und ring mit einem Widerstand bei der Schaltung
> brückt?

Der Entwickler, der diese Schaltung entworfen hat. Der weiß das 
bestimmt. Hoffentlich.

von T.M .. (max)


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Gut..vielleicht gibts hier jemand mit Ahnung auch

von Maxim B. (max182)


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T.M .. schrieb:
> vielleicht gibts hier jemand mit Ahnung auch

Dann solltest du den Entwickler nicht fragen: wer Ahnung hat, wird 
bestimmt zwei Ausgänge aufeinander nicht kurzschließen.

von John B. (craftsman)


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T.M .. schrieb:
> Wer weiß warum man tip und ring mit einem Widerstand bei der Schaltung
> brückt?

Damit beide Kanäle zusammen gefasst werden, aber die beiden Endstufen 
nicht gegen ein ander arbeiten, wenn sie unterschiedliche Signale 
ausgeben.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Der Schaltplan ist irgendwie merkwürdig. Entweder, man hat eine 
Stereo-Klinkenbuchse als Eingang oder zwei Mono-Buchsen.

Der dritte Widerstand sitzt dann zwischen Mono-Summe und GND, um einen 
Bezugspegel für entkoppelte Aus- und Eingänge zu schaffen (bei 
Serienkondensatoren im Eingang und im Ausgang z.B.).

John B. schrieb:
> Damit beide Kanäle zusammen gefasst werden, aber die beiden Endstufen
> nicht gegen ein ander arbeiten, wenn sie unterschiedliche Signale
> ausgeben.

Dafür sind doch die beiden 470R-Widerstände.

: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


Angehängte Dateien:

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T.M .. schrieb:
> Gut..vielleicht gibts hier jemand mit Ahnung auch

Selber versuchen zu verstehen, und zu jemanden mit "Ahnung" werden, 
bringt dir mehr.

Als Startpunkt: Schau dir so Klinkenstecker an, und zeichne dir in 
diesen 2×Stereo zu 1×Mono Schaltplan ein, wo Signale reingehen, wo sie 
rauskommen, welche Eingangs-Pins gegeneinander arbeiten und welche 
Ausgangs-Pins kurzgeschlossen werden, weil dem Mono-Stecker ein Ring 
fehlt.

von Εrnst B. (ernst)


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Sebastian R. schrieb:
> Entweder, man hat eine
> Stereo-Klinkenbuchse als Eingang oder zwei Mono-Buchsen.

>> Making a Stereo to Mono Summing Cable

hätte ich jetzt als: Zweimal Stereo auf einmal Mono interpretiert, also 
vier Signale zusammensummiert.

von Matz (Gast)


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von John B. (craftsman)


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Sebastian R. schrieb:
> Dafür sind doch die beiden 470R-Widerstände.

Ja. Ich habe die Frage mangels ausreichend Kaffee falsch verstanden. :)

von Wolfgang S. (wolfgang_s278)


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2 x stereo eingang
1 x stereo ausgang

eine Seite (L) von 2 x Stereo wird über 2 x 470 Ohm entkoppelt
der andere Seite (R) von 2 x Stereo wird ohne Entkopplung parallel 
geschaltet

Der Ausgang ist ebenfalls Stereo und nicht Mono !

von Wolfgang S. (wolfgang_s278)


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Andere Anwendung dieses Steckers:
Man betrachtet den einen Kontakt als Abschirmung,.

Dann hat man zwei Mono-Eingänge welche über die gegenseitige Entkopplung 
mit 2 x 470 Ohm zu einem Mono-Ausgang verbunden werden.

Der 10k Widerstand ist ein Abschlusswiderstand welcher eine "ganz 
offene" hochohmige Leitung verhindert wenn die Eingänge offen sind, um 
Störeinflüsse für den nachfolgenden Verstärker zu vermeiden.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Εrnst B. schrieb:
> weil dem Mono-Stecker ein Ring fehlt.
Aber wenn man den Mono-Stecker in die obige Schaltung einsteckt, dann 
ist alles im sattgrünen Bereich: das Monosignal von der Spitze wird 
summiert und die Masse sowohl über den Ring wie auch zusätzlich über den 
Schirm verbunden.

Wolfgang S. schrieb:
> 2 x stereo eingang  ... 1 x stereo ausgang
Wolfgang S. schrieb:
> zwei Mono-Eingänge welche ... zu einem Mono-Ausgang
Diese Schaltung ist die eierlegende Wollmilchsau: sie kann Stereoklinken 
summieren und sie kann Monoklinken summieren.

Bei der Stereoklinke wird dann eben der linke Kanal (auf dem Ring) nur 
über die Innenwiderstände der treibenden Verstärker summiert. Das ist 
ein bisschen unschön, es geht aber in den allermeisten Fällen 
trotzdem...

T.M .. schrieb:
> Stereo nach Mono Adapter
Das ist die obige Schaltung eigentlich nicht, es sei denn, das 
Stereosignal würe auf 2 Monoklinken angeliefert.

Eine Stereoklinke auf Monoklinke-Adapter sieht so aus:
1
Stereo                                         Mono
2
       .--------1k-----.                       
3
 ###   V               |                       ###
4
  S    R  T            |                 T      S 
5
 ###      ^            |                 ^     ###
6
  |       '-----1k-----o-----------------'      |
7
  '---------------------------------------------'

: Bearbeitet durch Moderator
von Klaus H. (hildek)


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Lothar M. schrieb:
> Diese Schaltung ist die eierlegende Wollmilchsau: sie kann Stereoklinken
> summieren und sie kann Monoklinken summieren.

Keine eierlegende Wollmilchsau, sondern einfach nur falsch, bzw. nur 
brauchbar, wenn man sicherstellen könnte, dass auf der Eingangsseite nur 
Monostecker angeschlossen werden.
Da es am Eingang Stereobuchsen sind, könnte man auch zwei Stereostecker 
mit Stereosignalen anschließen, also wären an beiden Kanälen die 470Ω 
sinnvoll.
Steckt man Monostecker ein, stören die zusätzlichen Widerstände nicht. 
Zudem: Mono kommt hinten eh nicht raus, nur die (ungleich aufsummierte) 
Summe zweier Stereosignale. Und steckt man am Ausgang einen Monostecker 
ein, das soll es ja leisten, schließt man den rechten Kanal mit Masse 
kurz, falls eine Stereoquelle angeschlossen wurde.

Auch wenn fast alle derartigen Quellen gegen Kurzschlüsse zueinander 
oder nach Masse geschützt sind, so macht man es trotzdem nicht.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Klaus H. schrieb:
> dass auf der Eingangsseite nur Monostecker angeschlossen werden.
Und sinnigerweise auch am Ausgang...

Und wenn man dem Link folgt, wird klar: dafür ist die Schaltung 
ursprünglich vorgesehen.

> Auch wenn fast alle derartigen Quellen gegen Kurzschlüsse zueinander
> oder nach Masse geschützt sind
Das ist ein generelles Problem, denn man kann auch an Monoklinken 
Eingängen Stereoklinken einstecken. Das mus ein Entwickler 
berücksichtigen, sonst ist er ein schlechter Entwickler.

So wie die Spezialisten, die zur Versorgung von Geräten Klinkenstecker 
verwenden und sich wundern, dass es beim Einstecken jedesmal Funken 
schlägt.

> so macht man es trotzdem nicht.
Aber vor man eine Veranstaltung mit einigen hundert Personen absagt 
macht man es doch  ;-)

> Zudem: Mono kommt hinten eh nicht raus, nur die (ungleich aufsummierte)
> Summe zweier Stereosignale.
Die ja auch noch von "Ausgangswiderstand" der vorgeschalteten Quellen 
abhängt...

: Bearbeitet durch Moderator
Beitrag #7650720 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mark S. (voltwide)


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Also 2 Mono Klinke rein zu 1 Mono Summe raus - die Beschaltung von Ring 
ist in diesem Fall völlig Banane, am besten mit GND verbinden.
Der 10kOhm Widerstand ist überflüssig.
Halt der übliche BS von selbsternannten Internet Experten.

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Matz schrieb:
> unkastriert:
>
> 
https://gearspace.com/board/low-end-theory/1332457-making-stereo-mono-summing-cable-unbalanced.html#post15111914

Wenn man den Kontext dazu sieht, dann merkt man ganz schnell, daß die 
gezeigte Ver-"Schaltung" nicht das macht, was man anhand der Bezeichnung 
erwarten würde.

Die Stereo-Buchsen werden nämlich nur für Mono-Stecker verwendet. Besser 
wäre es gewesen, den Ring (rechter Kanal) gar nicht anzuschließen. Oder 
halt gleich Mono-Buchsen zu zeichnen.

von Klaus H. (hildek)


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Lothar M. schrieb:
> Das mus ein Entwickler
> berücksichtigen, sonst ist er ein schlechter Entwickler.

Genau. Er baut sinnvollerweise am Eingang Stereobuchsen ein und lässt 
den rechten Kanal (Ring) unbeschaltet.
Oder er summiert beide, Ring und Tip, mit zwei Widerständen auf und 
braucht nur eine Buchse, muss aber dann ein Stereosignal über einen 
Stereostecker anliefern.
Und am Ausgang eine Mono-Buchse. Falls ein Stereo-Amp gespeist werden 
soll, bleibt halt der rechte Kanal stumm.

Lothar M. schrieb:
> Aber vor man eine Veranstaltung mit einigen hundert Personen absagt
> macht man es doch  ;-)

Bei Notlösungen ist alles erlaubt, was funktioniert. Der Frager hat dazu 
nichts gesagt. Bei PA hat man R und L üblicherweise getrennt. Im 
heimischen Bereich eher auf einem Stereostecker.
Eine Standardlösung ist es halt nicht ...

von Klaus H. (hildek)


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Mark S. schrieb:
> die Beschaltung von Ring
> ist in diesem Fall völlig Banane, am besten mit GND verbinden.

Eher offen lassen oder, falls jemand symmetrisch anliefert, über einen R 
mit GND verbinden.

von Maxim B. (max182)


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Meiner Meinung nach hat die Schaltung Fehler:
Am Eingang sollten von Tip und Ring Widerstände sein, die Ausgang der 
Quelle schützen. 470 Ohm könnte gehen. Ohne Widerstände zwei Ausgänge 
zusammen zu schließen heißt Pfuscherei. Sie wird irgendwann 
funktionieren, irgendwann auch nicht, und man riskiert Ausgänge zu 
beschädigen. Deshalb so geht das nicht!

Ob man für Mono Tip und Ring (über Widerstände) zusammen schließt oder 
nur Tip nimmt und Ring frei läßt, das hängt von Stereovariante ab.
Für Stereo ohne Phasenanteil, wo Stereoeffekt nur durch Lautstärke 
gemacht wird (XY-Stereo, typisch für Pop) sollte man Tip und Ring 
zusammen mischen, sonst wird Balance zwischen Schallquellen verloren.
Für Stereo mit Phasenanteil darf man das aber so nicht machen: gemischte 
Ausgang wird (durch Kammfiltereffekt) nicht schön klingen. Das betrifft 
AB-Stereo und Derivate (z.B. Decca Tree), aber auch, wenn auch weniger, 
ORTF. Hier sollte man nur L-Kanal, d.h. Tip, nehmen und Ring frei lassen 
(übrigens, mit ORTF ist alles nicht so einfach. Beide Varianten von 
Mischung bringen Nachteile. Deshalb läßt man ORTF-Stereo besser als 
Stereo. Obwohl ursprüngliche Idee war gerade, mit Mono kompatible 
Phasenstereo zu schaffen :) ).

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Das sieht für mich eher so aus, also ob ein Verstärkereingang mit 
Mono-Ton an Tip, Speisung an Ring und GND an Sleeve zu 2 
Mono-Mikrofonanschlüssen werden sollte, oder zwei Gitarren-Tonabnehmer 
oder so.

Für Line-Signale ist das jedenfalls sehr unsauber, mit 
Beschädigungsgefahr und R/L ungleich laut.

von T.M .. (max)


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Also meine eigentliche Anforderung war:
Ein Stereosignal aus einem Bluetooth Audio Empfänger soll auf einen Mono 
Lautsprecher ausgegeben werden.

Anwendungszweck ist keine HiFi, sondern Hörbücher, Podcast etc 
hören..und zwar mit nur einem Lautsprecher.

von Klaus H. (hildek)


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T.M .. schrieb:
> Also meine eigentliche Anforderung war:
> Ein Stereosignal aus einem Bluetooth Audio Empfänger soll auf einen Mono
> Lautsprecher ausgegeben werden.

Und am Bluetooth-Ausgang hast du wahrscheinlich eine simple 
Stereobuchse.
Also: zwei 470Ω-Widerstände, je einen an Tip und Ring und die am anderen 
Ende verbinden. Da ist dann Mono.

: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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T.M .. schrieb:
> Anwendungszweck ist keine HiFi, sondern Hörbücher, Podcast etc
> hören..und zwar mit nur einem Lautsprecher.

Das ist sicher XY (für Sprache wäre AB zu verschwommen). Eingänge: alle 
Tip und Ring über ~470 Ohm Widerstände zusammen führen und an Tip von 
Ausgang geben.

: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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T.M .. schrieb:
> Ein Stereosignal aus einem Bluetooth Audio Empfänger soll auf einen Mono
> Lautsprecher ausgegeben werden.

Hättest du das mal am Anfang geschrieben, hätten wir uns 20 Posts zu 
Steckerformen, Gitarren-Tonabnehmern, und zur Frage ob "zweimal Stereo" 
4 Kanäle ergibt sparen können...

Beachte: bei den meisten Bluetooth-Empfängern ist der Audio-Bezugspunkt 
nicht Schaltungs-GND. Also entweder Vorsicht beim Verbinden mit 
Verstärker-GND, oder einen Verstärker mit differentiellem Input wählen, 
oder Audio-Übertrager zwischenschalten, oder ...,  etc...

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