ich habe in meinem Auto eine Fußraumleuchte eingebaut, es handelt sich um eine LED-Leuchte vom Schrottplatz - sie hat 12 Volt und zieht dabei 0,05 A. Diese Leuchte hat zwei Anschlüsse (+ und -). Soweit ich weiß benötigen LEDs immer Vorwiederstände. Da ich die Stromversorgung von der Innenbeleuchtung abgefriffen und direkt an die Leuchte angeschlossen habe, gehe ich davon aus, dass der Vorwiderstand schon direkt in der Leuchte eingebaut ist.
Nun möchte ich, dass die Fussraumleuchte immer noch etwas nachleuchtet (gern so um die 60 Sekunden), wenn die Innenbeleuchtung schon aus ist.
Meine Fragen:
Kann ich dies mit einem Kondensator realisieren und genügt es da, wenn ich nur an den Plus und Minus Anschluss komme (Leuchte ist ein geschlossenes Bauteil).
Wie berechne ich die richtige Größe vom Kondensator?
Wie müsste der Anschluss aussehen? Habe mal gelesen, dass hier noch ein Widerstand und eine Diode rein müsste. Bin zwar mit Lötkolben usw. rutiniert, habe aber keine Erfahrungen mit Schaltungen und kann diese auch nicht lesen, daher habe ich hier mal eine Zeichnung gemacht. Wäre es so richtig?
Nun möchte ich, dass die Fussraumleuchte immer noch etwas nachleuchtet
(gern so um die 60 Sekunden), wenn die Innenbeleuchtung schon aus ist.
Früher gab es massenhaft Schaltungen, um Nachleuchten der Innenleuchte
zu erreichen. Vielleicht findet man die eine oder andere davon noch
im Internet. Für Deine Einfachschaltung wirst Du wohl einen recht
grossen Elko benötigen.
Einfach nur mit einem Kondensator geht nicht. Der müsste gewaltig groß sein und würde die Schaltkontakte (bzw. das Steuergerät) zerstören. Da muss schon ein bisschen Elektronik drumherum. Mir fällt dazu der Begriff "Nachlauf Schaltung" ein.
Allerdings wirst du dann merken, dass diese Steuerung völlig unpraktikabler Blödsinn ist.
Die Fussraumbeleuchtung geht klugerweise ganz genau dann und nur dann an, wenn die jeweilige Tür geöffnet ist. Und das geht einfachst über den jeweiligen Türkontakt.
Als Doppelschichtkondensator hätte der noch eine akzeptable Grösse,
aber 12V-Doppelschicht-Cs sind unüblich und mit mehreren in Reihe
hätte man ein Problem mit der Symmetrierung.
Kann man schon so machen. Die Diode entkoppelt den "Strombedarf" vom retslichen Auto von dem deiner zusatzleuchten. Der Vorwidertstand in der Leuchte bildet zusammen mit dem Eklo eine zeitkonstante. 60 Sekunden sind aber schon arg viel, auch wenn die LED nur 50mA benötigen. Kann man ausrechnen.
müsste ich auch erstmal googlen. Ausgangsspannung, die Spannung, die am Ende noch übrig sein darf, den Strom der fliesst und die Zeit (logisch) die an am Ende haben will.
1Farad sind 1AmpereSekunde durch Volt 1F= 1As/1V.
Wenn wir also 1A Strom fliessen lassen, ist in einer Sekunde die Spannung am Kondensator um 1Volt gesunken. wir haben (ca.)12V, wir haben 60Sekunden und wir haben 0.05A und erlauben dem Kondesator am Ende noch 9V an seinen Beinchen, weil dann die LED-Leuchte ganz sicher aus ist. Das ganz mal irgendwas, weil am Ende die LED schon ziemlich schwach leuchten wird.
1
(0.05A x 60s)/(12V-9V) <-AmpereSekunde durch Volt
2
3 x 9 = 27(As/V)F
fehlt mir jetzt die Erfahrung? 27Farad klingen utoptisch viel, meine Rechnung sieht jetzt aber auch schlüssig aus. ;)
Vielleicht kanna sich nen 9Volt-Block drannmachen, der für die 60 Sekunden den Strom liefert. Dann mitm Relais für die 60Sekunden umschalten. Wenns Auto fährt, muss man ja die Spanung nicht aus dem kleinen Block ziehen. Auch blöd. ich weis. 9Volt werden auch nicht reichen...
Oder macht dies genau das Gegenteil (also später einschalten). Verstehe
die Beschreibung nicht.
Auch die Anschlüsse verstehe ich evtl. nicht.
Ich würde so anschließen.
Rot: Dauerplus
Schwarz: Dauerminus
1x Weiß: an den Plus der Innenraumbeleuchtung
1x Weiß: an den Plusanschluß der neuen Fußraumleuchte
LG Werner
Das wäre, wie zu versuchen, ohne Finger zu popeln.
Wenn die Innenraumbel. <aus> ist, sind auch keine 12V mehr da.
Jaa - gut: Dauerplus. hab ich zu spät gelesen ...
Oder macht dies genau das Gegenteil (also später einschalten)? Verstehe
die Beschreibung nicht.
Auch die Anschlüsse verstehe ich evtl. nicht.
Ich würde so anschließen.
Rot: Dauerplus
Schwarz: Dauerminus verbunden mit Minusanschluß der neuen Fußraumleuchte
1x Weiß: an den Plus der Innenraumbeleuchtung
1x Weiß: an den Plusanschluß der neuen Fußraumleuchte
27Farad klingen utoptisch viel, meine Rechnung sieht jetzt aber auch
schlüssig aus. ;)
Die 50mA fließen in dem Moment, wo ein 240 Ohm Widerstand an 12 Volt angeschlossen ist. Nach 60 Sekunden soll die LED aus gehen. Also rechnet man 60 Sekunden geteilt durch 240 Ohm. Das sind exakt 0,25 Farad. So wie Ralf G. das schon weiter oben vorausgesagt hat.
Das gilt natürlich nur für ein Tau (63%). Der Kondensator ist zwar offiziell erst nach 5 Tau leer, aber nach einem Tau ist die Spannung schon so niedrig, dass die Flussspannung der LED bereits unterschritten wird.
Ich bin ja eher nicht so der Autobastler, aber die Türkontakte schalten Masse, der Manu/Aus/Auto-Schalter an der Lampe schaltet auch Masse, zumindest bei meinem Japaner.
Das vereinfacht die ganze Verstrippung und spart Gewicht.
Mein Opel, mein Polo, und mein Renault hatten das auch so, auch mit dazwischenliegendem Steuergerät.
Da würde ich erstmal ganz vorsichtig messen, ob das hier nicht auch so ist.
Passendes Dauerplus für die Fusslampe kann man evtl. am Zigarettenanzünder abnehmen, oder am Radio. Besser wäre von der originalen Lampe, aber die ist ja im Dach, da kommt man nicht so leicht runter... Kommst du an die Sicherung?
Wenn das Auto voller Steuergeräte steckt, besteht die Gefahr das da Verlustströme gemessen werden und Fehler im Speicher sind.
Und Innenbeleuchtungsverzögerer kann man für um 10€ kaufen, evtl. ist man damit schon bedient.
Ich bin ja eher nicht so der Autobastler, aber die Türkontakte schalten
Masse, der Manu/Aus/Auto-Schalter an der Lampe schaltet auch Masse,
zumindest bei meinem Japaner.
Dann wäre es ja noch einfacher. Dauerplus und Türkontakt kann man dann direkt von der LED-Lampe beziehen, und Masse findet man ja überall.
Da könnte man es mit zwei FWW Transistoren, zwei Widerständen und einem Kondensator aufbauen. Hier mal ein Beispiel für 10 Sekunden, für längere Zeit einfach R1 und/oder C1 vergrößern.
Zum Anschluss habe ich aber noch Fragen, wobei ihr mir hoffentlich helfen könnt.
Ich würde die Anschlüsse des Moduls so belegen:
IN: Plusleitung die ich von der Innenraumbeleuchtung abzweige
GND: Masse von einem geeingneten Fahrzeugpunkt (daran würde ich dann auch den MINUS der neuen Leuchte anschließen)
V+: Dauerplus
Frage 1: ist das soweit richtig?
Frage 2: Wo schließe ich den PLUS der der neuen Fussraumleuchte an?
Ich glaube das Wort "Fussraumleuchtennachlaufverzoegerungsschaltung" ist das längste Wort das jemals hier im Forum benutzt wurde. Es passt noch nicht einmal in die Smartphoneansicht rein und hängt deshalb zwangsläufig rechts aus dem Smartphone raus.
Ich kriege meine Füße auch bei Dunkelheit noch sortiert.
Mein Arbeitskollege ist Fußprothesenträger. Der hat auch eine Fußraumbeleuchtung, schaltet sie aber im Bedarfsfall per Schalter einfach nur ein und aus.
Mosfet mit Widerstand und Elko parallel, beides zur zur Masse und ans
Gate. Die Zeit berechnet sich über die Zeitkonstante R*C.
Schaltplan. Sind nur Beispielwerte und das Ganze ist natürlich reichlich primitiv, aber völlig ausreichend. Sobald der Schalter geöffnet wird, fängt die Gatespannung an zu sinken und der Mosfet langsam zu sperren. Wie schnell, hängt von der Kombi R*C an, wobei bei den Werten dort Tau als Zeikonstante bei 22s liegt, das heißt, dass nach 22s die Spannung dort bei 37% von der Versorgungsspannung angekommen ist, also bei 12V bei 4,44V. Nach 44s bei etwa 15% bzw. 1,8V.
Bei 4,44V Gatespannung werden selbst normale Mosfets (also keine Logiclevel) noch ausreichend niederohmig sein, dass so eine LED-Beleuchtung ohne große Stromaufnahme kaum an Helligkeit verliert. Danach geht es aber relativ zackig mit der Abnahme.