Hallo zusammen,
ich bin kein Profi, habe jedoch einiges an Ausrüstung und Grundkenntnisse.
Bei meinem Toyota Yaris funktionierte zunächst eine LED nicht, dann ist die ganze Leiste ausgefallen. Ich habe in der Zwischenzeit Ersatz eingebaut.
Wie kann ich den defekt erkennen und evtl. reparieren? Ich möchte hier Wissen für andere Projekte gewinnen, um LED-Streifen reparieren zu können.
Ich habe ein Bild in den Anhang gepackt. Evtl. könnt Ihr mir Tipps geben.
Multimeter und 12 Volt Versorgung (Akku) ist vorhanden. Ein Lötgerät ist auch da.
Wie kann ich den defekt erkennen und evtl. reparieren?
Messen ?
Wenn es eine Aluplatine ist, führen die Krokoklemmen so zum Kurzschluss.
Ausserdem lassen sich defekte Bauteile auf ihr schwer auslöten.
Und dann sind dort hübsche PLLC4 Duo-LED verbaut, meinst du, die bekommst du als Ersatzteil ?
Zu den 14 Widerständen, 2 Keramikkondensatoren und 1 Halbleiter kann man wenig sagen.
Der Halbleiter könnte eine TVS Überspannungsschutzdiode sein oder eine Konstantstromregeldiode.
Im schlechtesten Fall sind auf einer weiss lackierten Pertinaxplatine wirklich bloss 6 LED in Reihe mit Vorwiderständen drauf, jeweils ein Strang für Rücklicht und Bremslicht. Das geht unter 12V gar nicht und bei 14.4V ist es hell.
Besser waren 2 Stränge je 3 LED, dann braucht man 2 x n + 2 x m Widerstände, 2 x 3 und 2 x 4 oder 2 x 2 und 2 x 5, wäre merkwürdig, zumal nur eine TVS nur von einem Strang Überspannung abfangen könnte.
Vielleicht leuchten die LED aber auch alle immer und werden für das Bremslicht nur heller durch mehr Strom.
Messung mit Diodentest hat die Dioden nicht zum Leuchten gebracht.
Die Dioden fangen an zu leuchten, wenn ich diese herunterdrücke. Ist es evtl. ein Wackelkontakt oder ein Bruch auf der Platine? Biegen der Platine hat nichts gebracht. Nach Alu sieht es nicht aus. Das ist so eine Art Harz. Von der Seite sieht es nach Pertinaxplatine aus.
Krokoklemmen haben tatsächlich einen Kurzschluss hervorgerufen, als diese zusammen kamen. Ich bin echt ein Amateur.
Was soll ich dann machen. LED's auslöten und wieder anlöten?
/Zitat
Im schlechtesten Fall sind auf einer weiss lackierten Pertinaxplatine
wirklich bloss 6 LED in Reihe mit Vorwiderständen drauf, jeweils ein
Strang für Rücklicht und Bremslicht. Das geht unter 12V gar nicht und
bei 14.4V ist es hell.
/Zitat
Wahrscheinlich ist es so. Der Hybrid liefert eine recht konstante Spannung, da der kleine Akku vom NiMH geladen wird. Die klassische Lichtmaschine gibt es nicht.
Könnte es sein, daß es ausfallsicher gebaut ist ? Daß also bei Ausfall einer Led, der Strom über parallele Widerstände weiterläuft ? Warum fällt erst nur eine Led aus, Lampe funktioniert aber noch teilweise ? Woran erkennt das Auto, daß das Rücklicht ausgefallen ist ?
Magst Du den Preis für das Ersatzteil verraten? Mich interessiert, ob Toyota hier fair ist (ich hörte jüngst im Morgenmagazin, dass die Kfz-Versicherer Verluste machen würden wegen der exorbitant gestiegenen Preise für Kfz-Teile, ein kompletter Hauptscheinwerfer etwa könne durchaus 3.000,00 Euro kosten).
/Zitat
Das ist doch nur ein LED Streifen einer "3. Bremsleuchte", da ist
definitiv nichts mit Rückleuchte.
Alex K. schrieb:
Die Dioden fangen an zu leuchten, wenn ich diese herunterdrücke.
Wo genau drückst Du? Diesen Bereich solltest Du Dir genauer ansehen.
/Zitat
Das ist eine "3. Bremsleuchte". Die Dioden leuchten weiter, wenn eine ausfällt. Bei Ausfall von zwei Dioden, wie jetzt, leuchtet die Leiste nicht mehr. Es gibt hier wahrscheinlich keine Überwachung. Es gibt hier nur ein Plus und Minus. Die Überwachung müsste über einen Spannungssprung überwacht werden. Es liegen einfach konstant 12.4 Volt an.
Ich drücke genau auf die eine oder andere Diode. Nach stärkerem Druck funktioniert diese ohne Druck weiter.
Zum Preis:
Die Toyota-Preise sind sehr hoch. Ich habe den Preis bei Toyota nicht angefragt, da ich immer noch unter Preisschock stehe. Eine Zubehör-Leiste kostet 70-100 Euro.
Beispiel:
Eine von zwei Kennzeichenleuchten mit Sockel kostet 100 Euro. Das ist ein wenig Plastik und eine kleine Lampe. Den Sockel hat ATU gebrochen, als die Werkstatt versucht hat, die Lampe zu wechseln. Ich habe es erst nach Monaten entdeckt. Da fehlte einfach die Abdeckung.
Ich hab das Gefühl, dass ich die Dioden abdecken muss. Dann genügt ein leichter Druck.
Oder ich erhöhe die Leitfähigkeit, wenn ich meinen Finger drauf lege? Wenn ich einen Stift zum herunterdrücken benutze, dann funktioniert es nicht. Es leuchtet nichts.
Die Dioden, die unter Strom stehen, leuchten ganz leicht. Der kleine rote Punkt.
Zum Preis:
Die Toyota-Preise sind sehr hoch. Ich habe den Preis bei Toyota nicht
angefragt, da ich immer noch unter Preisschock stehe. Eine
Zubehör-Leiste kostet 70-100 Euro.
Beispiel:
Eine von zwei Kennzeichenleuchten mit Sockel kostet 100 Euro. Das ist
ein wenig Plastik und eine kleine Lampe.
Danke Dir für die Nachricht. Das habe ich befürchtet. :(
Bei den defekten LEDs hat sich der Bonddraht gelöst, deshalb reagieren die so sensibel auf Druck.
Auf den Nahaufnahmen kann man ja die Leiterbahnen ganz gut erkennen, allerdings gibt es Lücken zwischen den Aufnahmen und die Krokoklemmen verdecken wesentliches.
Die schwarze Diode ist ein SMAJ120A von Vishay.
Und die LEDs sind mit nur einem Die, nicht wie von Michael vermutet mit zweien. Als Hersteller hab ich bei denen Osram im Auge, und die Baugröße wird 3528 sein. Das kannst du ja mal nachmessen: 3,5mm lang, 2,8mm breit, mit den Anschlüssen gemessen. Und schau mal dem Marking auf den LEDs, ganz in der Ecke.
Bei den defekten LEDs hat sich der Bonddraht gelöst, deshalb reagieren
die so sensibel auf Druck.
Ok, verstanden. Die ersten beiden Aufnahmen sind die kaputten. Die letzte LED ist funktionsfähig.
Auf den Nahaufnahmen kann man ja die Leiterbahnen ganz gut erkennen,
allerdings gibt es Lücken zwischen den Aufnahmen und die Krokoklemmen
verdecken wesentliches.
Ich habe jetzt ein Bild nachgereicht.
Die schwarze Diode ist ein SMAJ120A von Vishay.
Hier muss ich nichts tun, außer Doku zu lesen, schätze ich. Also eine Sicherung, zwei Kondensatoren, die die Spannung glätten und einige Vorwiderstände. So viel zu Theorie, richtig?
Und die LEDs sind mit nur einem Die, nicht wie von Michael vermutet mit
zweien. Als Hersteller hab ich bei denen Osram im Auge, und die Baugröße
wird 3528 sein. Das kannst du ja mal nachmessen: 3,5mm lang, 2,8mm
breit, mit den Anschlüssen gemessen. Und schau mal dem Marking auf den
LEDs, ganz in der Ecke.
3,5 & 2,8 mm check. Die Bezeichnung ist auf dem Bild zu sehen.
Also 2 LEDs sollen also getauscht werden. Und die Leistung der LEDs, die ich kaufen soll?
Beim Auslöten unbedingt alle 4 Pins gleichzeitig erhitzen!
Achte auf die Pin 1 Markierung!
Die schwarze Diode ist ein SMAJ120A von Vishay.
Hier muss ich nichts tun, außer Doku zu lesen, schätze ich. Also eine
Sicherung, zwei Kondensatoren, die die Spannung glätten und einige
Vorwiderstände. So viel zu Theorie, richtig?
Wow, geht doch, nur ein Bonddraht drin, der andere Anschluss nicht verwendet.
Und sogar das schwarze Ding kann man lesen.
Nir warum nicht gleich so, hätte jede Menge Rumraterei erspart.
Jetzt fehlt nur noch eine klare Aussage ob es eine Aluplatine ist, und ob du löten von Aluplatinen überhaupt beherrscht, denn sonst ist eine Ersatz-LED eh überflüssig.
Wow, geht doch, nur ein Bonddraht drin, der andere Anschluss nicht
verwendet.
Ja genau, also sehr simpel.
Und sogar das schwarze Ding kann man lesen.
Nir warum nicht gleich so, hätte jede Menge Rumraterei erspart.
Ja, sorry. Ich habe mein Mikroskop rausgeholt.
Jetzt fehlt nur noch eine klare Aussage ob es eine Aluplatine ist, und
ob du löten von Aluplatinen überhaupt beherrscht, denn sonst ist eine
Ersatz-LED eh überflüssig.
Es ist eine Pertinaxplattine. Ich erkenne kein Alu. Ich beherrsche weder das eine noch das andere :-). Ich löte sehr selten. Es fehlt mir an Übung. Ich habe jedoch eine Lötstation, ich kann Temperatur einstellen. Flux, Entlötlitze, Entlötpumpe, etc.
Jetzt die Preisfrage: Welche LEDs soll ich kaufen?
Ich muss die Spannung kennen und die Leistung. Noch etwas?
Beim Auslöten unbedingt alle 4 Pins gleichzeitig erhitzen!
Brauche ich dann eine Zange oder soll ich es mit einem Fön machen? Ich würde einen Lötkolben auf jede Seite hin halten und nach oben mit einer Pinzette abgehoben die LED abnehmen.
Achte auf die Pin 1 Markierung!
Ja, die schräge Ecke, wie ich verstehe. Das hilft gegen Verpolung, nehme ich an.
Wäre aber nur bei Fahrern sinnvoll die mit einem Fuß auf dem Gaspedal und mit den anderen auf der Bremse stehen. Ja solch spezialisten gibt es. Sonst dürfte das dritte Bremslicht eher selten dauerleuchten.
Da sind jeweils zwei LEDs direkt parallel geschaltet,
Oha, sehe ich bei IMG_3287.JPG auch. Unglaublich welche Inkompetenz. Kein Wunder, dass sie kaputt gegangen ist. Gebaut vor 2022, also zur Hälfte Siemens. Deutsche Automobilzulieferer schaffen es gründlich auch noch chinesischen Tand zu unterbieten.
Da das neu-einlöten derselben LED kaum was verbessert, selbst wenn man alle durch dieselbe charge (eigentlich: aus demselben Vf-bin) ersetzt, sollte man die Platine als Aluplatine bei jlcpcb nachfertigen lassen, das löst auch das Problem mit der verbrannten Stelle. Mit denselben LED (und damit derselben Abstrahlcharacteristik so dass der TÜV nicht meckern kann) aber 2 Strängen a 3 LED mit eigenem Vorwiderstand zur besseren Stromverteilung. Dann sollte das Ding dank besserer Wärmeabfuhr haltbar sein.
...
sollte man die Platine als Aluplatine bei jlcpcb nachfertigen lassen,
das löst auch das Problem mit der verbrannten Stelle. Mit denselben LED
(und damit derselben Abstrahlcharacteristik so dass der TÜV nicht
meckern kann) ...
Den TÜFF gar nix sagen, schon Nerven auf allen Seiten. Erst recht, wenn das Leuchtbild 1:1 nachgebaut ist.
Da das neu-einlöten derselben LED kaum was verbessert, selbst wenn man
alle durch dieselbe charge (eigentlich: aus demselben Vf-bin) ersetzt,
sollte man die Platine als Aluplatine bei jlcpcb nachfertigen lassen,
das löst auch das Problem mit der verbrannten Stelle. Mit denselben LED
(und damit derselben Abstrahlcharacteristik so dass der TÜV nicht
meckern kann) aber 2 Strängen a 3 LED mit eigenem Vorwiderstand zur
besseren Stromverteilung. Dann sollte das Ding dank besserer Wärmeabfuhr
haltbar sein.
Jetzt verstehe ich, warum die Teilnehmer hier nach einer Alu-Platine gefragt haben. Ja, Alu wäre aus technischer Sicht viel besser gewesen, treibt die Kosten jedoch in die Höhe. Die Platine darf nichts kosten. Der Ersatz kostet nur 225,06 Euro bei unserem Toyota-Händler. Die Gewinnmarge wäre bei einem ordentlichen Design zu gering. ;-)
Hier kommt ein Update.
Ich habe eine LED getauscht. Mit einem Lötkolben ist mir das Entlöten nicht leicht gefallen. Das Leuchtbild stimmt nicht ganz überein, aber der rote Reflektor davor macht gute Arbeit. Im zusammengebauten Zustand sieht man keinen Unterschied. Ich werde wohl die restlichen LEDs mit einem Föhn entlöten.
Vielen Dank. Ihr habt mir alle wirklich gut geholfen. Ich habe jetzt mehr Mut gewonnen, um kompliziertere Projekte machen zu können.