Nein, das ist ein keramischer Scheibenkondensator mit ganz-normal-zwei-Drahtanschlüssen.
Der hat keine weiteren Anschlüsse.
Er sitzt in der Schaltung als Funkenlöschkondensator über dem Schaltkontakt des Netzschalters Typ TV-3 direkt daneben. In einigen japanischen Schaltplänen extra so als "spark killer cap" (capacitor) so angegeben.
Aufgrund der geringen Kapazität kann sich über diesem eine hohe Abschaltspitze aufbauen (vom klassischen Netztrafo), daher wird an dieser Stelle generell Klasse Y benutzt. Obwohl er hier kein Ableitkondensator zum Gehäuse ist.
Der Schrumpfschlauch wird so angeliefert, die beiden "Hosenbeine" müssten spätestens ab dem "Knie" abgeschnitten werden, um überhaupt die langen Anschlussdrähte des Scheibenkondensators hindurchfädeln zu können (die "Beine").
Zwei Arbeitsschritte zuviel, befand man in der fernöstlichen Fertigungsstätte.
Also einfach die "Hose" verkehrt herum draufgesteckt, kein Saitenschneider, kein Drähte-reintüddeln, nichts.
Der bedrahtete Kondensator kann aber beim Massenfertigungsvorgang: Löten mit Welle beliebig kippen. Dann liegt er am metallischen Haltewinkel an, die Blechkante sorgt für eine Konzentration der elektrischen Feldlinien auf einen Punkt. Dem Berührpunkt des Kondensator-Tauchlacks an der Blechkante des Haltewinkels darüber.
Nun kamen viele Geräte mit einem kleinen, goldenen Extra-Aufkleber daher, auf dem steht:"Hi Pot Tested".
High potential tested.
Eine elektrische Isolationsprüfung mit je nach Ziel-Absatzland geforderter Prüfspannung von 2500 bis 4000 Volt AC.
Daher die Notwendigkeit des Überziehers an sich.
Das Verhüterli gabs als Original-Ersatzteil bei einem japanischen Gerätehersteller.