Forum: Haus & Smart Home Warum Mehrfachsteckdosen nicht in Reihe schalten?


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von Fritz G. (fritz65)


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Immer wieder liest man, das Mehrfachsteckdosen nicht kaskadiert werden 
dürfen. Angeblich soll das die Brandgefahr erhöhen. Mir ist jedoch 
unklar, was das mit der Hintereinanderschaltung zu tun hat.
Das Einzige, was zählt, ist doch die Gesamtleistung der angeschlossenen 
Geräte und nicht deren Anzahl. Diese kann ich schon mit einem einer 
Steckdosenleiste erreichen, wenn dort z.B. Wasserkocher, Kaffeemaschine 
und Mikrowelle eingesteckt werden. 10 oder auch 20 Handyladegeräte 
sollten eher unkritisch sein.

von Marcel V. (mavin)


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Selbst wenn man 10 Dreiersteckdosen hintereinander schaltet, ist das 
überhaupt nicht schlimm, denn die Übergangswiderstände der einzelnen 
Stecker verteilen sich ja auf eben diese 10 Stecker. Hinzu kommt noch, 
dass sich die Übergangswiderstände addieren und sich dadurch der 
Gesamtstrom verringert!

Also je mehr Steckdosen ich hintereinander schalte, umso harmloser wird 
die ganze Sache.

von Michael B. (laberkopp)


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Fritz G. schrieb:
> Das Einzige, was zählt, ist doch die Gesamtleistung der angeschlossenen
> Geräte

Nein.

Es geht um den Strom der im Kurzschlussfall fliesst. Der muss hoch genug 
sein, dass der Leitungsschutzschalter 'sofort' trennt und nicht etst 
nach 1 Minute.

Daher gibt es auch Maximallängen für Kabel bis zur Steckdose, und 
Maximallängen für Verlängerungskabel.

https://library.e.abb.com/public/edc51e83d85231d8c1257845002a4a8f/2CDC400027D0101.pdf

Und mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander könnten durch addierte 
Übergangswiderstände zu einem zwar hohen Strom, z.B. 48A im 
Kurzschlussfall führen, bei dem die Sicherung erst mit Verzögerung 
reagiert, die Steckdosen aber abbrennen.

von Kay-Uwe R. (dfias)


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Michael B. schrieb:
> ... die Steckdosen aber abbrennen.
Dagegen hilft dann nur noch:
https://hager.com/de/loesungen/energieverteilung/brandschutzschalter-afdd

von H. H. (hhinz)


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Michael B. schrieb:
> Daher gibt es auch Maximallängen für Kabel bis zur Steckdose, und
> Maximallängen für Verlängerungskabel.
>
> 
https://library.e.abb.com/public/edc51e83d85231d8c1257845002a4a8f/2CDC400027D0101.pdf

"–  Die Grenzlängen, resultierend aus den Abschaltzeiten,
  brauchen nicht beachtet werden, wenn der Fehlerschutz
nach DIN VDE 0100-410 durch eine Fehlerstrom-Schutz-
einrichtung  sicher gestellt wird."

von Rainer W. (rawi)


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H. H. schrieb:
> "–  Die Grenzlängen, resultierend aus den Abschaltzeiten,
>   brauchen nicht beachtet werden, wenn der Fehlerschutz
> nach DIN VDE 0100-410 durch eine Fehlerstrom-Schutz-
> einrichtung  sicher gestellt wird."

Ein Fehlerstromschutzeinrichtung schützt nur vor Fehlerstrom aber nicht 
vor Überstrom.
Wie stellt sich der Herausgeber der Norm im Kurzschlussfall den 
Leitungsschutz vor?

von H. H. (hhinz)


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Rainer W. schrieb:
> Wie stellt sich der Herausgeber der Norm im Kurzschlussfall den
> Leitungsschutz vor?

Wenn die Strippe so lang ist, dann kann ja eh kein besonders hoher Strom 
fließen. Der LS macht das schon.

von Michael B. (laberkopp)


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H. H. schrieb:
> Die Grenzlängen, resultierend aus den Abschaltzeiten,
> brauchen nicht beachtet werden,

Mehrfachsteckdosen sind auch fur Installationen ohne FI gedacht.

von Norbert (der_norbert)


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Ich empfehle bei Aufkommen von heftiger ›German Angst‹ immer gerne das 
Video von Dave.

EEVblog 1526 - I put 283 Double Adapters in Series with a 2kW Load!

https://www.youtube.com/watch?v=4cp28hIMP94

von R. L. (roland123)


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Rainer W. schrieb:
> Ein Fehlerstromschutzeinrichtung schützt nur vor Fehlerstrom aber nicht
> vor Überstrom.
> Wie stellt sich der Herausgeber der Norm im Kurzschlussfall den
> Leitungsschutz vor?

ein Kurzschluss mit zu langer Leitung ist für die Steckdose ein Fall von 
Überlast. Davor sollte der LS schützen, bevor die Steckdose abfackelt.
Anders bei einem Erdschluss. Hier liegt die halbe Netzspannung auf dem 
Gehäuse, bis der LS auslöst. Blöd wenn der Strom zu klein zum auslösen 
ist, da hilft dann der FI.

von Rolf (rolf22)


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H. H. schrieb:
>> Kurzschlussfall

> Wenn die Strippe so lang ist, dann kann ja eh kein besonders hoher Strom
> fließen. Der LS macht das schon.

Der Kurzschlussfall ist nicht das Problem.

Problem ist lokale Erwärmung durch Überlast oder durch schlechte 
Kontakte.
Da kann es in der Steckdose hinter dem Sofa im Wollmäuse-Haufen ziemlich 
lange kokeln, bevor der LS reagiert.
Bei schlechten Kontakten reagiert der LS gar nicht, er sieht ja wegen 
des höheren Widerstands eher weniger Strom. Da gibt es bestenfalls 
begrenzten Schutz durch einen AFDD.

von Wolf17 (wolf17)


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Je mehr Mehrfachverteiler hintereinander gesteckt werden, desto größer 
wird die Gefahr, dass irgendwann unbeabsichtigt doch zu viel Leistung 
angeschlossen ist und ein schlechter Kontakt kokelt, besonders in 
Küchen.

Jeder Stecker hat ein gewisses Risiko, einen schlechten Kontakt zu 
haben. Besondes wenn dann am Kettenende eine hohe Last eingesteckt ist, 
ist das Kokelrisiko n mal höher.

Dazu kommt das Risiko billiger Mehrfachsteckdosen mit zu geringem 
Leitungsquerschnitt, die ein Laie nicht erkennt.

Beitrag #7670054 wurde vom Autor gelöscht.
von Uwe (neuexxer)


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> Dazu kommt das Risiko billiger Mehrfachsteckdosen mit zu geringem
> Leitungsquerschnitt, die ein Laie nicht erkennt.

Ja, dieses Risiko wird mit mehr Mehrfachsteckdosen ggf. größer.
Aber es ist schon bei nur einem solchen China-Equipment da, auch
an dem können schon 3 oder 4 Wasserkocher, E-Grills etc. hängen ...

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Wolf17 schrieb:
> Dazu kommt das Risiko billiger Mehrfachsteckdosen mit zu geringem
> Leitungsquerschnitt, die ein Laie nicht erkennt.

dieses Risiko ist in den letzten Jahren immerhin geringer geworden, da 
(neu verkaufte) Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel seit 2009 
einen Mindestquerschnitt von 1,5 qmm haben müssen.

von Michi S. (mista_s)


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Michael B. schrieb:
> Und mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander
> könnten durch addierte Übergangswiderstände zu
> einem zwar hohen Strom, z.B. 48A im Kurzschlussfall
> führen, bei dem die Sicherung erst mit Verzögerung
> reagiert, die Steckdosen aber abbrennen.

Und diese Verzögerung unterscheidet sich dabei wie genau von der 
Verzögerung, die auftritt, wenn an dieser Steckdose nur ein 3fach 
Verteiler hängt, dem 3 Geräte gleichzeitig die für Schuko-Stecker 
zulässigen 16A abverlangen?

Oder anders rum, wenn der LSS für jede einzelne mit 3x16A belasteten 
3fach Dose rechtzeitig abschaltet um einen Brand zu verhindern, dann 
schaltet er auch dann rechtzeitig ab, wenn ich aus ausreichend vielen 
solchen 3fach Dosen eine Kaskade bilde, an deren Ende selbst  ein 
Kurzschluß nur 48A fließen ließe.



R. L. schrieb:
> Anders bei einem Erdschluss. Hier liegt die halbe
> Netzspannung auf dem Gehäuse, bis der LS auslöst.

Diese Begründung klingt mir da schon weitaus schlüssiger. Solange es in 
der Wildnis da draußen noch jede Menge Steckdosen-Stromkreise ohne 
FI-Schutz gibt, ist der Hersteller mit diesem Hinweis in der 
Gebrauchsanweisung natürlich auf der sicheren Seite, denn auch nur 
wenige Sekunden halbe Netzspannung am Gehäuse sind natürlich eine 
wesentliche Gefährdung von Gesundheit und Leben; vor allem nachdem der 
Weg vom Einschalter bis zum Gehäuse oft sehr klein ist.

von Uwe (neuexxer)


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> ...dieses Risiko ist in den letzten Jahren immerhin geringer geworden,
> da (neu verkaufte) Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel seit 2009
> einen Mindestquerschnitt von 1,5 qmm haben müssen.

Wobei wohl diverse Brände nicht unterwegs wg. zu dünner Schnur,
sondern eher direkt bei den zu mickrigen Kontaktierungen in den
Dosen verursacht wurden/werden?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Uwe schrieb:
> Wobei wohl diverse Brände nicht unterwegs wg. zu dünner Schnur,

Dagegen helfen nur diese neumodischen "schnurlos" Steckdosen.

mfg

von (prx) A. K. (prx)


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Christian S. schrieb:
> Dagegen helfen nur diese neumodischen "schnurlos" Steckdosen.

Power-Over-Magic?

von H. H. (hhinz)


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Christian S. schrieb:
> Uwe schrieb:
>> Wobei wohl diverse Brände nicht unterwegs wg. zu dünner Schnur,
>
> Dagegen helfen nur diese neumodischen "schnurlos" Steckdosen.
> mfg

Kaskadierung von Power over WLAN ist nicht ungefährlich.

von Peter M. (r2d3)


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Anbei eine Mehrfachsteckdose mit Verlängerungsanschluss:

https://www.bueromarkt-ag.de/steckdosenleiste_kopp_powerversal,p-226220013,l-google-css,pd-b2c.html

Wenn die unzulässig wären, gäbe es sie doch nicht, oder?

von (prx) A. K. (prx)


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Mit diesem System minimiert man mögliche Kontaktprobleme, indem man die 
Anzahl kaskadierter Steckkontakte verdoppelt. :)

: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Hallo A. K.,

(prx) A. K. schrieb:
> Mit diesem System minimiert man mögliche Kontaktprobleme, indem
> man die
> Anzahl kaskadierter Steckkontakte verdoppelt. :)

Spock: Faszinierend!
Loriot: Ach!
Hausmeister Krause: Sicha, sicha.

Na dann verkauf' ich meine 25m-Trommel auf µc und hol' mir von Tedox, 
Temu und Konsorten 17 Stück 3-fach-Verlängerungen (alle in 1 mm^2) und 
schalte die in Reihe. :)

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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H. H. schrieb:
> "–  Die Grenzlängen, resultierend aus den Abschaltzeiten,
>   brauchen nicht beachtet werden, wenn der Fehlerschutz
> nach DIN VDE 0100-410 durch eine Fehlerstrom-Schutz-
> einrichtung  sicher gestellt wird."

Ach was. Häng mal 10 Steckdosenleisten hintereinander und miss die 
Schleifenimpedanz. Vor allem wenn die Dinger schon etwas älter werden. 
Du wirst Dich wundern! Die nötigen Ströme werden im Kurzschlussfall 
nicht mehr erreicht!
Mit nem FI hat das garnix zu tun. Vor allem wenn im Altbau keiner 
vorhanden ist (Nullung).

von Mani W. (e-doc)


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Marcel V. schrieb:
> Selbst wenn man 10 Dreiersteckdosen hintereinander schaltet, ist das
> überhaupt nicht schlimm, denn die Übergangswiderstände der einzelnen
> Stecker verteilen sich ja auf eben diese 10 Stecker. Hinzu kommt noch,
> dass sich die Übergangswiderstände addieren und sich dadurch der
> Gesamtstrom verringert!

Und sonst gehts Dir gut?

Wenn Leute wie Du den Menschen, die keine Ahnung vom Strom haben,
solche schwachsinnigen Tipps geben, dann können sie gleich die
Feuerwehr vor der Tür postieren!

Für so einen Blödsinn, der tödlich verlaufen kann, gehörst Du
aus diesem Forum ausgeschlossen!

Weitere Kommentare erspar ich Dir...

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Marcel V. schrieb:
> Also je mehr Steckdosen ich hintereinander schalte, umso harmloser wird
> die ganze Sache.

Ohne Worte!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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H. H. schrieb:
> Kaskadierung von Power over WLAN ist nicht ungefährlich.

Nennt sich in dem Falle Mikrowelle.

von Sim (Gast)


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Fritz G. schrieb:
> nicht kaskadiert werden dürfen

Mögen hättest schon wollen, aber dürfen nicht getraut?

> Selbst wenn man 10 Dreiersteckdosen hintereinander schaltet, ist das
> überhaupt nicht schlimm

strom- und sinnlos lustig die Steckdosenkette um den Elefantenhals...

Perpetuum nobile ;)

von René H. (mumpel)


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Uwe schrieb:
> an dem können schon 3 oder 4 Wasserkocher, E-Grills etc. hängen ...

Also mehr als 3500 Watt!? Das kann auch bei teuren Steckdosenleisten 
problematisch werden.

von Uwe (neuexxer)


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>> an dem können schon 3 oder 4 Wasserkocher, E-Grills etc. hängen ...

> Also mehr als 3500 Watt!?

Das bekommen nicht nur MenschiNNen locker hin (im doppelten Sinn)...

(Der oft verwendete Sicherungsautomat B16 löst, im ungünstigsten Fall,
bei 24 A -entsprechend ca. 5,5 kW- nach 10 min aus.
Und bei 80 A erst nach 8 s !)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Uwe schrieb:
> (Der oft verwendete Sicherungsautomat B16 löst, im ungünstigsten Fall,
> bei 24 A -entsprechend ca. 5,5 kW- nach 10 min aus.
> Und bei 80 A erst nach 8 s !)

Vorher glühen die Leitungen ja auch nicht, also alles gut. Wenn es 
anders wäre, würde ich viele Geräte gar nicht in Betrieb nehmen können 
wegen des hohen Stromstoßes beim Einschalten. Ich denke da an 
Mikrowellentrafos etc.

In der Sache hast Du natürlich Recht. Mancher denkt, er sei vor Strömen 
über 16 A sicher...

von Mani W. (e-doc)


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René H. schrieb:
> Also mehr als 3500 Watt!? Das kann auch bei teuren Steckdosenleisten
> problematisch werden.

Und die Steckdosen im Zimmer sind meist auch nicht die besten,
sondern die billigsten aus dem Baumarkt...

Viele davon werden schon bei 2 KW heiß genug um sich mit dem
angeschlossenen Gerät oder Steckdosenleiste zu verschweißen...

von H. H. (hhinz)


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Mani W. schrieb:
> Und die Steckdosen im Zimmer sind meist auch nicht die besten,
> sondern die billigsten aus dem Baumarkt...
>
> Viele davon werden schon bei 2 KW heiß genug um sich mit dem
> angeschlossenen Gerät oder Steckdosenleiste zu verschweißen...

Die aus dem Baumarkt gehen ja noch, aber im 1€ Shop gibts auch welche 
mit 0,3qmm CCS. Bis die Gewerbeaufsicht reagiert sind die schon alle 
verkauft...

von Mani W. (e-doc)


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H. H. schrieb:
> Bis die Gewerbeaufsicht reagiert sind die schon alle
> verkauft...

Und dann werden 3 fach Steckdosenverlängerungen 10 fach hintereinander
gesteckt...

von H. H. (hhinz)


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Mani W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Bis die Gewerbeaufsicht reagiert sind die schon alle
>> verkauft...
>
> Und dann werden 3 fach Steckdosenverlängerungen 10 fach hintereinander
> gesteckt...

Im Kreis!

von René H. (mumpel)


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Hier bei uns in der Nachbarschaft haben das mal welche gemacht, die 
haben damit die Wohnung abgefackelt. Der Wohnblock musste dann 
abgerissen werden (Sanierung war unwirtschaftlich).

von (prx) A. K. (prx)


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H. H. schrieb:
> Im Kreis!

Das dürfte immerhin erlaubt sein.

von Rainer D. (rainer4x4)


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(prx) A. K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Im Kreis!
> Das dürfte immerhin erlaubt sein.
Und wenn man dann einen der Schukostecker verpolt gibts sogar die 
doppelte Spannung!

von Teo D. (teoderix)


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Rainer D. schrieb:
> Und wenn man dann einen der Schukostecker verpolt gibts sogar die
> doppelte Spannung!

Ja aber der Strom geht gegen Null! Das ergibt nämlich ne Möbiusschleife, 
da fehlt dann der Rückleiter, da ist nur die Spannung um 180° 
verschoben! Jaja, so ist das.

von Klaus (feelfree)


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Teo D. schrieb:
> Ja aber der Strom geht gegen Null!

Echt jetzt? Ich dachte der Strom wird an einer Stelle eingekoppelt, 
läuft dann einmal im Kreis, und in der zweiten Runde addiert sich der 
alte Strom, der schon eine Runde hinter sich hat, zu dem neuen.
Nach wenigen Runden kann so etwas ein AKW ersetzen, man darf nur den 
passenden Kabelquerschnitt nicht unterschreiten.

von Joachim B. (jar)


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H. H. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> Und dann werden 3 fach Steckdosenverlängerungen 10 fach hintereinander
>> gesteckt...
>
> Im Kreis!

und dazu das hier schon gezeigte Einspeisekabel mit 2 Schukostecker!

von Teo D. (teoderix)


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Klaus schrieb:
> Ich dachte der Strom wird an einer Stelle eingekoppelt,
> läuft dann einmal im Kreis, und in der zweiten Runde addiert sich der
> alte Strom, der schon eine Runde hinter sich hat, zu dem neuen.

Gegenbeweis -> Wir sind alle noch da. :)
Das paradoxe ist ja, das es eben nur noch eine Runde gibt!

von H. H. (hhinz)


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Teo D. schrieb:
> Ja aber der Strom geht gegen Null!

Wehe es kommt ein Wechselmagnetfeld daher...

von Rolf (rolf22)


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H. H. schrieb:
> Wehe es kommt ein Wechselmagnetfeld daher...

Das Erdmagnetfeld polt sich alle Viertelmillion Jahre um. Aber die 
Regierung tut nichts dagegen.  :-(

von H. H. (hhinz)


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Rolf schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Wehe es kommt ein Wechselmagnetfeld daher...
>
> Das Erdmagnetfeld polt sich alle Viertelmillion Jahre um. Aber die
> Regierung tut nichts dagegen.  :-(

Dafür sind doch die Polen zuständig.

von (prx) A. K. (prx)


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Rolf schrieb:
> Das Erdmagnetfeld polt sich alle Viertelmillion Jahre um. Aber die
> Regierung tut nichts dagegen.  :-(

Und es wird mal wieder fällig.

von Thomas R. (thomasr)


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Es ist bekannt, daß bei den diversen elektrischen 
(Wiederholungs)Prüfungen 702/BGV A3 etc. an Steckdosenleisten fast immer 
die erforderlichen Höchstwiderstände der PE Verbindungen überschritten 
werden. Der "Schutzkontakt", also bei uns die beiden seitlichen Federn, 
ist so schlecht ausgeführt, daß der Übergangswiderstand schon bei nur 
einer Steckdosenleiste grenzwertig ist.

Zusammen mit der Oxidation der Stanzgitterteile im Inneren fallen diese 
Steckdosen regelmäßig nach nur wenigen Jahren bei diesen Prüfungen 
durch. Es kann einfach nicht mehr genug Ableitstrom fließen. Ein zu 
großer Übergangswiderstand bei den PE Kontakten birgt dann die Gefahr 
bei einem SK1 Gerät im Fehlerfall (Gehäuseschluß) eine zu hohe 
Berührungsspannung zuzulassen.

Das wird durch die Hintereinanderschaltung von mehreren Leisten 
verschlimmert. Die reine Strombelastung ist ein anderes Thema. Dafür 
sind schon seit vielen Jahren nur noch Mehrfachleisten mit mindestens 
1,5mm² Anschlußleitung zulässig. Der höhere Querschnitt leitet die Wärme 
besser aus den Kontakten des Anschlußsteckers ab.

In unserem Betrieb habe ich das zwanzig Jahre lang mit überwachen 
dürfen.

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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Thomas R. schrieb:
> Die reine Strombelastung ist ein anderes Thema. Dafür
> sind schon seit vielen Jahren nur noch Mehrfachleisten mit mindestens
> 1,5mm² zulässig.

Ich bin schon froh, wenn mehr als drei Fasern der Litze, an den 
Stanzteilen angeschweißt ist...


Thomas R. schrieb:
> Der höhere Querschnitt leitet die Wärme aus den
> Steckkontakten besser ab.

Von solch Träumereien, halte ich mich lieber fern.

von Monk (roehrmond)


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Übertreibt ihr es nicht ein bisschen mit der Schwarzmalerei?

Auf der Arbeit sind überwiegen preisgünstige Produkte von Netto, Kik, 
Woolworth etc. im Einsatz. Bei der jährlichen Prüfung werden nur ganz 
selten welche entfernt.

Anlässlich der Geburt unserer Kinder hatte ich einige Steckdosenleisten 
ausgetauscht, weil ich welche mit Fingerschutz haben wollte. Einige der 
alten habe ich aus Neugier geöffnet. Da ist mir nicht erschreckendes 
aufgefallen. Ich bin da kein völliger Laie, da ich eine Ausbildung in 
einem Elektroberuf hatte.

Eine hatte noch die dünnen 1mm² Litzen, die waren damals allerdings noch 
zugelassen und üblich. An der Steckten Mikrowelle, Toaster und 
Wasserkocher. Die Regelungen waren damals zwar lockerer, aber nicht so 
schrecklich schlecht, wie es hier besprochen wird. Es hat schließlich 
unfallfrei funktioniert.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Mein Nachbar hat gestern eine Fünffachleiste vorbei gebracht, die kam 
ihm verdächtig vor, das Kabel wurde ungewöhnlich warm. Ich hab nur kurz 
einen Magneten ans Kabel gehalten, dann war die Sache klar.

Er wird sie morgen zum Carrefour zurück tragen.

von (prx) A. K. (prx)


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H. H. schrieb:
> Ich hab nur kurz
> einen Magneten ans Kabel gehalten, dann war die Sache klar.

Mit passendem Querschnitt wär's kein Problem. Nur beim Aufrollen des 
Kabels könnten dann Probleme auftreten. :)

: Bearbeitet durch User
von Bob (Firma: Burger Series Watcher) (robert_belcher)


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Hallo

Steve van de Grens schrieb:
...
> Anlässlich der Geburt unserer Kinder hatte ich einige Steckdosenleisten
> ausgetauscht, weil ich welche mit Fingerschutz haben wollte. Einige der
> alten habe ich aus Neugier geöffnet. Da ist mir nicht erschreckendes
> aufgefallen. Ich bin da kein völliger Laie, da ich eine Ausbildung in
> einem Elektroberuf hatte.
>
> Eine hatte noch die dünnen 1mm² Litzen, die waren damals allerdings noch
> zugelassen und üblich. An der Steckten Mikrowelle, Toaster und
> Wasserkocher. Die Regelungen waren damals zwar lockerer, aber nicht so
> schrecklich schlecht, wie es hier besprochen wird. Es hat schließlich
> unfallfrei funktioniert.
...

Danke das du als Realisten und positiv eingestellter unterwegs bist.
Ja, natürlich ist es so - die Welt geht nicht dauernd unter.
99,x % der Steckdosenleisten sind vollkommen i.O.

Aber natürlich:
Wenn was funktioniert wird geschwiegen - alles i.O. und dabei eventuell 
noch sehr Preiswert:
Muss so - werden wir nicht drüber.
Hetzen, bekritteln (aber natürlich nie sein Verhalten, seine Arbeit und 
Handeln selbst) Probleme zeigen, aber keine sinnvollen(!) Lösungen und 
Hilfen bieten...
Gerade gegenüber Anfängern oder TO, die nicht vorher ein halbes Studium 
oder das Rad neu erfinden möchten...

Das ist hier im Forum groß vertreten und ausgerechnet jene Zeitgenossen 
schreien am lautesten und als Erstes...

Leute wie du retten letztendlich doch den Wert des Forums...

von Thomas R. (thomasr)


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Teo D. schrieb:
>
> Thomas R. schrieb:
>> Der höhere Querschnitt leitet die Wärme aus den
>> Steckkontakten besser ab.
>
> Von solch Träumereien, halte ich mich lieber fern.

Lieber Teo, das ist Elektrotechnik und Maschinenbau Basiswissen, leider 
zu wenig angewandt ;-)

Steht ausführlich auf den Seiten des VDE erklärt und wir wenden das 
jeden Tag praktisch an, möglicherweise in einem Produkt das du heute 
noch fahren wirst (Entwicklung von Kabelbäumen für Kfz)

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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H. H. schrieb:
> Mein Nachbar hat gestern eine Fünffachleiste vorbei gebracht, die kam
> ihm verdächtig vor, das Kabel wurde ungewöhnlich warm. Ich hab nur kurz
> einen Magneten ans Kabel gehalten, dann war die Sache klar.
>
> Er wird sie morgen zum Carrefour zurück tragen.

Holla, sind wir jetzt schon bei CCS angekommen? CCA ist ja schon 
schlimm. Aber diese Leiste kann unmöglich ein VDE Zeichen tragen? Keine 
Ahnung was das Äquivalent in F wäre....

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas R. schrieb:
> Holla, sind wir jetzt schon bei CCS angekommen?

Was bringt das C darin? Viel mehr als Tarnung ist das bei 50 Hz im 
Haushaltskabel doch sowieso nicht. Kann man dann wohl ganz weglassen.

: Bearbeitet durch User
von Uwe (neuexxer)


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> Das Erdmagnetfeld polt sich alle Viertelmillion Jahre um. Aber die
> Regierung tut nichts dagegen.  :-(

Tut sie doch!
Sie reduziert ganz einfach 'unseren' (und zwar nur genau DEN)
Energieverbrauch auf ein Minimum,
und zwar allüberall, wo sie kann:

https://www.merkur.de/wirtschaft/basf-chemiekonzern-ampel-politik-energiepreise-deutschland-china-usa-umwelt-chemikalien-zr-93085682.html

Und wg. des auf diese Tour durchgeprügelten Weniger an CO2 etc.
dauert's mindestens noch 537,008 Jahre LÄNGER

(die Genauigkeit der Angabe enstspricht jener, die bei den
das "Klima" betreffenden Temperaturmessungen
von vor 200 Jahren gegeben war...),

bis wieder mal aus Nord Süd wird und umgekehrt
- und es aber wirklich RICHTIG kritisch wird, auf der Erde! -

---
Wir haben's ja längst verinnerlicht, dass auch solche Magnetfelder
fast so schlimm sind, wie Elektrosmog, Erdstrahlen uvm. generell.
Jedenfalls bei uns...

Musste sein.  ;-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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H. H. schrieb:
> Er wird sie morgen zum Carrefour zurück tragen.

Um danach im Intermarché den gleichen Schrott zu kaufen? Hoffentlich 
nicht...

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