Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Akzeptanz des Abschlusses auf zweitem Bildungsweg


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von Andreas (surgearrester)


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Hallo zusammen,

ich wollte mal ein wenig von meinen Erfahrungen berichten und würde mich
über ein Feedback freuen. Ich habe nach der Fachhochschulreife eine
Ausbildung in einem elektrotechnischen Beruf absolviert und nach einigen
Jahren im Berufsleben irgendwann den (Industrie-) Meister draufgesetzt.
Parallel dazu habe ich mich durch Fort- und Weiterbildungen immer weiter
entwickelt und irgendwann eine leitende Position in einem Team mit der
Verantwortung für den Betrieb einer größeren elektrotechnischen Anlage
übernommen.

Den akademischen Abschluss Master of Engineering mit dem Schwerpunkt
Elektrotechnik habe ich dann (dank diverser Gesetzesreformen) gemacht.

Viele Leute, die den Bachelor (und eventuell den Master) an einer FH
oder TU absolvierten, belächeln mich und mein Studium. Ab und zu bekommt
man schon mal bissige Kommentare von Kolleginnen und Kollegen oder von
Außenstehenden zu hören. Die Vertiefung in Mathematik fehlt mir
vielleicht, das ist klar. Aber ich bin bisher gut durchs Berufsleben
gekommen und auch wenn ich komplizierte elektrotechnische Probleme lösen
musste/wollte, habe ich mich in die Materie eingearbeitet.

Ich finde es schade, dass es so viele Vorbehalte gibt. Wenn ich die Zeit
zurückdrehen könnte, würde ich vielleicht auch direkt den B.Eng. machen.
Andererseits war mein jetziger Weg sehr interessant und
abwechslungsreich und ich bereue es nicht, finde es nur schade, dass man
so viele Steine im Weg hat.

Was denkt ihr darüber? Welche Erfahrungen habt Ihr in euren Betrieben
gemacht?

von Gerhard H. (Gast)


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Andreas schrieb:
> Ab und zu bekommt
> man schon mal bissige Kommentare von Kolleginnen und Kollegen oder von
> Außenstehenden zu hören

Ich weiß nicht ob man sich davon unbedingt beeindrucken lassen sollte.
Du hast eine offensichtlich befriedigende Berufskarriere hingelegt und 
allein das ist wichtig.
Ich selber bin sogar ohne Studium glücklich geworden. Geht alles wenn 
man weiß was man wirklich will. Erwartungen anderer sind nicht unbedingt 
der beste Maßstab.

von Joe (jowu)


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Andreas schrieb:
> Viele Leute, die den Bachelor (und eventuell den Master) an einer FH
> oder TU absolvierten, belächeln mich und mein Studium. Ab und zu bekommt
> man schon mal bissige Kommentare von Kolleginnen und Kollegen oder von
> Außenstehenden zu hören.

Einen schönen Freitag!

Das ist halt menschlich. Akademischer Schwanzlängenvergleich. Die 
Konkurrenz ist am stärksten zwischen benachbarten Rängen, dabei grenzen 
sich normalerweise die eher weiter hinten stehenden am stärksten ab. Der 
Doktor, der ohne viel Lob promoviert wurde und auch keinen hohen Status 
erreichen konnte, legt besonders viel Wert auf seinen Titel. Der 
Student, der an der TU kämpfen muß, um mithalten zu können, grenzt sich 
besonders stark vom FH-ler ab, usw... Souverän ist etwas anderes, das 
wäre etwa der Promovierte, der ohne Vorbehalt und auf Augenhöhe alle 
FH-ler als Kollegen behandelt.

Wer legt Dir hier Steine in den Weg?!? Wenn das Studium hilft bei der 
Lösungsfindung in der Arbeit, dann reicht das doch! Wenn es um 
Distinktion geht, dann sei Dir bewußt, daß es bei latentem 
Minderwertigkeitskomplex (1) nie reicht. Der BSc hätte gerne einen 
Master, der MSc gerne einen Doktor, letzterer würde gerne als Professor 
gelten, und der Prof. Dr. würde gerne an einer Elite-Uni und nicht an 
der Wald- und Wiesen FH lehren etc.

Wie sagte der Gymnasiast zum Fachoberschüler? "Einstein hatte Abitur, 
Heisenberg hatte Abitur und ich sitze gerade an meiner Physik-Facharbeit 
am Otto-Hahn-Gymnasium"

(1) vgl. die Werke von Alfred Adler

: Bearbeitet durch User
von Franko S. (frank_s866)


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Andreas schrieb:
> Was denkt ihr darüber?
Ich denke du bist ein Arbeitsloser dem langweilig ist.

Nächste Woche kommt dann wieder "Soll ich noch studieren?"

Jetzt die "Meister hat studiert"-Tour, um hier wieder krampfhaft einen 
Thread anzuleiern. Ich wette du hast nicht mal nen Schulabschluss.

von Vorname N. (mcu32)


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Es ist halt einfach was anderes und du wirst einige Themen, die man 
zwangsläufig in einem vollwertigen Studiengang durchlaufen muss, eher 
unwahrscheinlich in Eigenregie durchkauen.

Aber ist doch auch nicht so schlimm, wenn du zufrieden bist kann dir das 
was Andere sagen doch egal sein.

von Roland E. (roland0815)


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Vorname N. schrieb:
> Es ist halt einfach was anderes und du wirst einige Themen, die man
> zwangsläufig in einem vollwertigen Studiengang durchlaufen muss, ...

Es wird dich vielleicht überraschen, aber an der Hochschule wird kein 
Unterschied gemacht, zwischen dem Abiturienten und dem aus dem richtigen 
Leben.

Na gut, manche Hochschulen ziehen die auf dem 2.Bildungsweg vor, wenn es 
mehr Bewerber als Plätze gibt. Zum Einen weil die nicht ewig Zeit haben, 
bis die Tür zum zweiten Bildungweg zu fällt und zum anderen sind die oft 
motivierter und brechen seltener ab bzw vergeigen seltener.

von Heinrich K. (minrich)


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Franko S. schrieb:
> Ich denke du bist ein Arbeitsloser dem langweilig ist.
> Nächste Woche kommt dann wieder "Soll ich noch studieren?"
> Jetzt die "Meister hat studiert"-Tour, um hier wieder krampfhaft einen
> Thread anzuleiern. Ich wette du hast nicht mal nen Schulabschluss.

Man beachte auch beim TO:
Wie immer, frisch neu angemeldet.

von Bruno V. (bruno_v)


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Wenn Bachelors Dich belächeln, wo hast Du den Master gemacht?

Bei uns spielen Abschlüsse nur im Hinblick auf die Fachrichtung eines 
Chefs eine Rolle, für eine erste Abschätzung, ob er wohl ein 
Oszilloskopbild versteht oder eine technische Zeichnung lesen kann.

von Vorname N. (mcu32)


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Roland E. schrieb:
> Hochschule wird kein Unterschied gemacht, zwischen dem Abiturienten und
> dem aus dem richtigen Leben.

Entweder willst oder kannst du nicht verstehen was ich geschrieben habe.

Du kannst nach X Jahren auch als Ungelernter die Arbeit eines 
Facharbeiters mit Ausbildung "gut" machen, den selben Bildungsweg dahin 
hast du dann aber trotzdem nicht.

Es gibt Dinge, die wirst du zwangsläufig immer in einer formellen 
Ausbildung hören (wenn auch nur, weil es die IHK oder das Curriculum so 
vorsieht) die du als DIY Mensch möglicherweise nie gehört hast.
Das können Basics sein aber auch spezialisiertes Wissen.

Nur weil man seinen Job gut macht, heißt das noch lange nicht das man 
gut in einem bestimmten Fachbereich ist.

von Lu (oszi45)


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Man sollte auch mal die finanzielle Seite sehen. Während einige ewig 
Student waren, hat er schon richtig Geld verdient.

von Stefan (mb_ing)


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Der 2. Bildungsweg ist kein Problem. schlimmer ist es, wenn Leute den 
Bachelor überspringen. Es fehlt eben an Grundlagen aus dem Bachelor. Nur 
deswegen gibt es Kritik, die berechtigt finde.

von Max (bit8)


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Stefan schrieb:
> Der 2. Bildungsweg ist kein Problem. schlimmer ist es, wenn Leute den
> Bachelor überspringen. Es fehlt eben an Grundlagen aus dem Bachelor. Nur
> deswegen gibt es Kritik, die berechtigt finde.

Beim Betriebswirt wäre es wurst, gibt es auch bei der IHK, gab da auch 
mal den Ingenieur, aber der musste geschützt werden, weil dieser sonst 
von allen Idioten missbraucht werden könnte.

Ich denke mal in der Forschung wird man ohne ABitur und Dr. nicht sehr 
weit kommen, aber Industrie ist mehr so freie Wirtschaft, da ist es 
Wurst, ob Hans oder Franz das oder das Papier hat, haubtsache das Geld 
und der cashflow sind green.

Naja, ich kenn sogar noch Leute, von Fachhochschulen und 
Technischenhochschulen mit Dipl.-Ing. (ohne was in Klammern).

Gibt ja auch Erzieher, die den Pädagogenabschluss in einem Jahr 
nachziehen.
Warum sollte das ein IHK-Meister nicht auch?

Meister Röhrich hatte sogar glaub ich ein Diplom in Schwimmbadtechnik, 
also immer die Bälle schön flach halten da im Akademiker Viertel.

Mir ist aber in Deutschland noch kein Technikerstudium untergekommen, 
dass ausm Techniker in einem Jahr einen Ingenieur macht, jedenfalls 
nicht nach der großen Bildungsreform ende der 60er.
Denn davor, war es so, dass wer an der Ingenieurschule zu schlecht oder 
faul oder unartig war, der musste runter auf die Technikerschule.
Jahh so war das mal damals noch, also so ein Ingenieur war dann gerade 
mal die Zulassung zur Hochschule und war ein Weltunterschied zum 
Diplom-Ingenieur.

Damals interessierte das Thema auch keinen Meister, da war der Meister 
in seinem Handwerk, und gut ist.
Heute muss jeder abitur haben und jeder muss an diesen Hochstuhlschulen 
studieren, am besten 16 Semester E Techniker und am Ende arbeiten die 
als Fachinformatiker und können paar Zeilen ganz schick 
runterprogrammieren und nebenbei noch mal auf dem 5. Bildungsweg Abitur 
nachsimulieren, jahh.

So Opa muss ins Bett, wünsche euch eine gute Nacht.

von Mat. K. (matthias_kornfield)


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Ich wurde sagen: es ist verbreitet (oder es kommt häufig vor) andere als 
dumm oder unprofessionel zu bezeichnen.
Wenn es nicht dein akademischer Grad ist, dann findet der/ die jenige 
auch was adneres.
Meine meisten Freunde bei BMW oder Infineon können kein Mathe mehr. Wenn 
ich so denke, wer von meinen Kollegen (noch) fit in mathe ist, fällt mir 
kein einziger ein. Manche konnen aber gut reden ;-)
Ich wurde sagen da ist eher dein Problem ;-)

von Nevs (noname_user)


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Andreas schrieb:
> und irgendwann eine leitende Position in einem Team mit der Verantwortung
> für den Betrieb einer größeren elektrotechnischen Anlage übernommen.

In leitender Postion hast du Probleme mit Kollegen die dich hänseln? Du 
erzählst doch nur pure Geschichten hier. Dich hätte mit deinem 
Minderwertigkeitskomplex kein Chef in die Position gebracht die du hier 
vorgibst. Oder was leitest du eigentlich?
Neu angemeldet und willst dir hier deinen Frust von der Seele schreiben?

von Joe (jowu)


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Unwichtig schrieb:
> In leitender Postion hast du Probleme mit Kollegen die dich hänseln?

Es besteht sowieso dringender Tatverdacht auf ein Trollposting.

Hänselnde Kollegen, wie er sie beschreibt, sind normalerweise nicht 
adäquat zu ihrer Qualifikation positioniert und können nicht zeigen, was 
sie gelernt haben. Also wenn ein MSc auf einer Position ist, wo er mit 
seinem akademischen Grad übermotorisiert ist.

Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Abiturient auf der Baustelle 
gejobbt habe, und dem Meister gegenüber den Physik-Leistungskurs 
raushängen lassen musste (es war mir damals sehr wichtig, nicht mit 
einem Bauhelfer verwechselt zu werden!).

von Heinrich K. (minrich)


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Joe schrieb:
> Es besteht sowieso dringender Tatverdacht auf ein Trollposting.

Bei Dir leider auch, denn:

Joe schrieb:
> Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Abiturient auf der Baustelle
> gejobbt habe, und dem Meister gegenüber den Physik-Leistungskurs
> raushängen lassen musste (es war mir damals sehr wichtig, nicht mit
> einem Bauhelfer verwechselt zu werden!).

Du warst Abiturient, also vielleicht noch nicht mal mit der Schule 
fertig, noch keinerlei Berufsausbildung, auch kein Studium!
Folgerichtig hat der Meister in Deinem Stundenzettel unter "Beruf" 
eingetragen: "Schüler".
Du hast als ungelernter Bauhelfer gedient, wolltest aber garnicht mit 
einem Bauhelfer "verwechselt" werden. Der wochenweise jobbende 
Bauhelfer, der kein Bauhelfer sein will. Ein Schüler.
Imponiergehabe war Dir wichtiger, Leistungskurs raushängen lassen. Der 
Meister schwieg, lächelte innerlich milde und betrachtete seine 
Lohnabrechnung im Vergleich zu Deiner.
"Die leeren Europaletten stapelst Du da hinten auf", sprach er, drehte 
sich um und ging Kaffee trinken in der Baubude. Sein jetzt nicht mehr zu 
unterdrückendes Grinsen hast Du nicht sehen können. Das laute Lachen von 
ihm, dem Chef und dem Polier, denen er es erzählt hat, aber hören.

"Unser Akademiker, huhu, hahaaa..., Physiker, hahaha, Brettlträger, 
hahahaaaa"

von Franko S. (frank_s866)


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Joe schrieb:
> Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Abiturient auf der Baustelle
> gejobbt habe, und dem Meister gegenüber den Physik-Leistungskurs
> raushängen lassen musste (es war mir damals sehr wichtig, nicht mit
> einem Bauhelfer verwechselt zu werden!).

Was hast du ihm denn pyhsikalisch nahe gebracht:
"Hier Meista, schau mal so geht Hebelgesetz: 
Bierflasche-mit-Feuerzeug-aufmach, probiert dreimal rum bis das 
Feuerzeug kaputt ist."

Meista: "Hier Abiturentendepp, so geht Flugparabel, fang auf! 
<50kg-Zementsack-werf>

von Joe (jowu)


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Heinrich K. schrieb:

> Du hast als ungelernter Bauhelfer gedient, wolltest aber garnicht mit
> einem Bauhelfer "verwechselt" werden. Der wochenweise jobbende
> Bauhelfer, der kein Bauhelfer sein will. Ein Schüler.
> Imponiergehabe war Dir wichtiger, Leistungskurs raushängen lassen. Der
> Meister schwieg, lächelte innerlich milde und betrachtete seine
> Lohnabrechnung im Vergleich zu Deiner.

:-)

Ich bin inzwischen im reiferen Alter und gebe gerne zu, wie peinlich ich 
damals als 20-jähriger war.

Was ich mit der Anekdote sagen wollte: Hänseln oder "konkurrenzeln" ist 
i.d.R. eine Reaktion auf gefühlten Statusverlust. Also wenn der Master 
unter dem Meister arbeiten muß.

von Joe (jowu)


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Heinrich K. schrieb:
> Das laute Lachen von
> ihm, dem Chef und dem Polier, denen er es erzählt hat, aber hören.
>
> "Unser Akademiker, huhu, hahaaa..., Physiker, hahaha, Brettlträger,
> hahahaaaa"

Jaja. Auch die allzu laute Reaktion ist ein Ausdruck von Rancune der 
Arbeiter gegenüber den "Studierten".

Heute habe ich kein Bedürfnis mehr, mich über einen Meister zu stellen - 
und jeder Meister respektiert mich.

von Andi (chefdesigner)


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Andreas schrieb:
> Viele Leute, die den Bachelor (und eventuell den Master) an einer FH
> oder TU absolvierten, belächeln mich und mein Studium

Ich bringe dir ein Beispiel, warum das sein könnte:

Ich habe in meiner Jugend Leichtathletik gemacht und da sieht es so aus:

1) Es macht einen Unterschied, ob du die 3000m in 12min oder in 11min 
rennen kannst.

2) Wenn du alleine läufst, kommst du am Besten voran, weil du dein Tempo 
laufen kannst, wirst allerdings von anderen auch nicht gezogen.

3) Wenn du mit anderen läufst, bestimmen die Guten das Tempo und die 
Schwachen fallen hinten raus.

Das übertragen wir jetzt gedanklich:

An den Schulen und Hochschulen gibt es ein vorgegebenes Lerntempo. Wer 
da mitkommt, hat einen Vergleich zu dem, was andere können. Wer selber 
läuft und sich mehr Zeit nimmt, hat das nicht, sondern einfach nur die 
Strecke geschafft. Das tun an jedem Wochenende weltweit Hundertausende 
Hobbyläufer, die den Marathon in 4h laufen. Ich konnte den zu meinen 
Besten Zeiten locker unter 3 - obwohl ich das nicht trainiert hatte und 
recht groß und schwer bin. Auf den 3000m hat es dann einmal zu 
fantastischen 8:55 gereicht, die mich aber nirgendwo hin gebracht haben. 
Das muss man eben erkennen, wo man steht und was man kann.

Schulisch hat es 1992 zu einem Abi im Bereich 2,5 und einem FH-Studium 
mit 1,7 gereicht. Ich war da grob jeweils im 2. Quartil. Nach heutigen 
Maßstäben wären wahrscheinlich ein besseres Abi und ein Master drin.

Heißt: Ein Studium geschafft zu haben, ist schon mal was. Sich dafür 
viel Zeit zu lassen und es im eigenen Tempo zu machen, bedeutet aber, 
dass du mehr Zeit fürs Verstehen und Lernen brauchst, als die meisten 
anderen.

So muss man das realistischer weise  einschätzen.

von Heinrich K. (minrich)


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Joe schrieb:
> Jaja. Auch die allzu laute Reaktion ist ein Ausdruck von Rancune der
> Arbeiter gegenüber den "Studierten"

Schlimmer noch: Du warst ja noch nicht mal "Studierter", einfach nur 
Schüler. Einfach nur "gar nix" mit Geltungssucht.

von Joe (jowu)


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Heinrich K. schrieb:

> Schlimmer noch: Du warst ja noch nicht mal "Studierter", einfach nur
> Schüler. Einfach nur "gar nix" mit Geltungssucht.

Übertreibung. Automatisch "gar nix" ist ein Abiturient sicherlich nicht 
unbedingt (1). Er ist vielleicht sowas wie die Larve des "Studierten". 
Genug für manchen Arbeiter, ihn mit besonderem Enthusiasmus auf seinen 
Platz zu verweisen.

Konkret auf der Baustelle war ich Handlanger mit 1 1/2 linken Händen. 
:-)

(1) Frag dazu mal vielleicht einen Professor und einen Arbeiter und 
vergleiche die Antworten.

von Heinrich K. (minrich)


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Keine Zeit, muss arbeiten.

von Martin V. (oldmax)


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Hi
Nun, Andreas muss kein Geschichtenerzähler sein, denn eine leitende 
Stelle in einem Team habe ich auch gehabt, obwohl nur ein Gesellenbrief 
Bestandteil meiner schulischen und beruflichen Ausbildung zugrunde lag. 
Die berufliche Laufbahn endete mit dem Ruhestand und einer sehr gut 
bezahlten Arbeit in einem Industriekonzern aufgrund permanenter 
Weiterbildung. Nebenbei, über die 4 Tage-Woche_Diskussion kann ich nur 
lächeln. Hatte ich vor ca. 10 Jahren schon bei Gleitzeit und einer 35 
Std/Woche. So what, hab halt ca. 9 Std. am Tag gearbeitet. Weil ich Spaß 
an meinem Job hatte, nicht unbedingt mit Vorgesetzten. Ich habe sie 
geachtet, mich nie um die Arbeitsleistung meiner Kollegen gekümmert. Das 
war ihre Verantwortung, nicht meine. Daher, um wieder zum Kern zu 
kommen, kann ich Andreas nur den Tipp geben, wenn dir die Arbeit nicht 
zur Last fällt, weil es ein notwendiges Übel ist, dann ignoriere spitze 
Bemerkungen und zeige mit deinen Leistungen, das du deinen Job 
verstehst. Ich will keine Schulbildung schlecht reden, aber im Job kommt 
es darauf an, ob du auf die Anforderungen  Resultate liefern und 
Entscheidungen treffen kannst. Ich habe genug unsinnige Zeit in Meetings 
verplempern müssen, weil irgend ein ach so gebildeter Typ sein Dasein 
mit  geschwollenen Reden und Aufgabeverteilung begründete und wenn dann 
eigentlich der Zeitpunkt für eine Entscheidung fällig war, erneut ein 
Meeting angesetzt wurde mit der Hoffnung, es findet sich jemand, der die 
Entscheidung zu Ja oder Nein treffen würde. Egal, ist lange her aber 
leider ist solch ein Verhalten längst nicht mehr so  selten, wie ich aus 
alten (und auch neuen) Quellen immer öfter zu hören bekomme. Daher liegt 
es an dir Andreas, wie du mit deinen Kollegen umzugehen pflegst. Sei 
stolz auf deinen beruflichen Weg, aber bilde dir darauf nichts ein. 
Andere sind auch pfiffig (und damit meine ich keine Pfeifen). Schau auf 
das, was du leistest und nur wenn es dir zu bunt wird, lass es auch mal 
in der richtigen Runde durchblicken. Nicht um dich zu profilieren, 
sondern eher mal ein Stoppschild zu setzen mit dem Hinweis, das es deine 
Leistung und die deines Teams war. Beachte dabei stets, dass auch dein 
dir zugeteiltes Team Anteil am Ergebnis und Erfolg hat. Wenn du sie bei 
deinen Mitteilungen  einbeziehst, sicherst du dir die Loyalität der 
Kollegen und diese wiederum stärkt deine Position im Unternehmen. Wenn 
jemand behauptet, das Führungskräfte Distanz zu Mitarbeitern brauchen, 
dann kannst du durchaus durchblicken lassen, das aller Erfolg eines 
Unternehmens nicht vom Kopf allein, sondern vom ganzen Körper abhängig 
ist.
In diesem Sinne noch viel Erfolg im Beruf
oldmax

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