Schlauchboot aus dem Drucker

OP (Firma: dm2sh) #7672123
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Hallo,

ich habe wieder einmal eine Idee, die sicherlich Schwachsinn ist, aber ich nicht weiß warum:

Die Maschine ähnelt einem Plakatdrucker/-plotter, also einem Inkjet-Drucker für große Papierformate. Anstatt Papier werden allerdings zwei deckungsgleiche Folien aus aliphatischem Polyether-TPU eingezogen. Der Inkjet-Druckkopf druck THF anstatt Tinte auf die untere Folie. Die zweite Folie wird wenige Zentimeter später darauf fest gewalzt. Es sollte daher überall, wo THF war, eine Quellschweißnaht entstehen. Noch vor diesem "Quellschweißdrucker" kann ein Schneidplotter Aussparungen in die Folie schneiden.

Man könnte mit diesem Geräte spezifisch angepasste Schlauchboote etc. "ausdrucken". Mit mehreren Durchläufen kann man sicherlich auch komplexere Formen herstellen.

Ich habe dazu nichts gefunden. Weder Google noch ChatGPT helfen hier weiter: "Es gibt keine spezifischen Hinweise darauf, dass genau diese Kombination von Technologie und Material (THF zwischen TPU-Folien mittels Inkjet-Druck) bereits kommerziell realisiert wurde." - Ich suche vielleicht mit den falschen Begriffen oder es ist Nonsens.

Was genau spricht dagegen, so etwas zu bauen? Bzw. warum gibt es dafür weder einen Markt, noch Wissenschaftler, noch Hobby-Bastler, die das probiert haben?

Persönliche Seite #7672155
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Also nehmen wir an, das geht. (Ich will das gar nicht bestreiten.) Von welcher Art sind dann die Schlauchboote? Welche Geometrien/Topologien sind möglich? Durch das Aufeinanderlegen nur allereinfachste. Bei Luftmatratzen kann man sich das anschauen: da gibt es die ganz billigen, die nur aus 2 Folien bestehen. Alles was geringfügig besser ist hat mehr Höhe und zusätzliches Material, z.B. an den Seiten.

Was wäre also die Zielgruppe dieser Fertigungstechnik? Leute, die etwas ganz individuelles wollen, Losgröße 1. Und Leute, die gleichzeitig das qualitativ minderwertigste Ergebnis suchen. Ich fürchte, die Schnittmenge ist leer. Insbesondere, wenn man dann rausfindet, dass es deutlich bessere billige Schlauchboote schon für unter 25€ gibt.

Der nächste Schritt ist, das ganze aus Perspektive des Produzenten zu betrachten. Egal was deine Maschinen kostet, bis das Klebstoff-Plotter-Setup einigermaßen prozesssicher läuft sind viele Versuche und viel Zeit notwendig. In der Zeit könnte man sich genauso gut das Wissen aneignen, wie man PVC-Folien manuell verklebt. Sollte man tatsächlich die Individualisten-Zielgruppe gefunden haben, kann man denen dann was deutlich hochwertigeres verkaufen.

Finde ein sinnvolles Anwendungsbeispiel! Ohne das braucht das kein Mensch.

#7672246
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Stefan H. schrieb:

ich habe wieder einmal eine Idee, die sicherlich Schwachsinn ist, aber ich nicht weiß warum:

Ist Schwachsinn.

Stefan H. schrieb:

ich nicht weiß warum:

Weil eklatante Lücken bzgl Virtuellem und Realem bestehen. Ersteres haben Eltern, Bildungssystem und eigene Faulheit verbockt, letzteres ist unbequem und läuft der KI konträr.

Ist übel unbequem, aber Du solltest tatsächlich den Arsch hochkriegen und selbst mal mit dem Gummiboot quer über die Donau rudern. Nur für den Anfang, nach zweimal kentern und halb erstickt sieht die Welt ganz anders aus, eine Ruderpinne hat anderen Charakter als eine PC-Maus.

Dies Bindeglied fehlt Dir, also raus ins wahre Leben. Wird schon. Immerhin reicht's bei Dir noch um Dich via Tastatur mitzuteilen, es ist also noch nicht alles verloren.

Viel Substanz ist augenscheinlich nicht vorhanden, musst halt versäumtes mühsam nachholen. Oder weitermachen wie bislang, ist bequemer.

DerSchmied

#7672297
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Stefan H. schrieb:

Es werden zwei deckungsgleiche Folien aus aliphatischem Polyether-TPU eingezogen. Der Inkjet-Druckkopf druckt THF

Wie bekommst du das TPU-Trägermaterial zwischen der gedruckten THF-Haut rückstandslos entfernt, ohne dass der weiche THF-Druck dabei beschädigt wird?

Denn aufblasbar wird das knallrote Gummiboot erst, wenn die beiden THF-Häute deckungsgleich und wasserdicht zusammengenäht worden sind und das Trägermaterial würde dann für immer in dem Boot gefangen bleiben!

Zusätzlich benötigst du dann auch noch zwei Ventile, je eins für die Ober- und Unterschale! Das wäre aber nicht weiter schlimm, solange sich durch das neue Fertigungsverfahren die Gesamtfertigungskosten reduzieren ließen.

https://youtu.be/YJrQiv-FHEg?si=E9qJC75cb_0sHOZZ

Angehängte Dateien:
Gast #7672330
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Stefan H. schrieb:

Was genau spricht dagegen, so etwas zu bauen?

TPU ist ein Hochleistungswerkstoff, 7mal teurer als PVC. Dafür ist die Quellschweißnaht von so minderer Qualtät das ich das nur für eine Poolnudel im Nichtschwimmerbecken verwenden würde. Also Perlen vor die Säue.

Kauf Dir mal ein vernünftiges aufblasbares Kanu und mach damit ein paar Touren. Dann bekommst Du eine ungefähre Vorstellung davon was ein robustes Tourenkanu von einer aufblasbaren Badeinsel unterscheidet.

Bei meinem hat es die 0,5mm Gewebeverstärkte PVC Plane am Boden aufgeschlitzt und wurde von mir mit 2mm PVC Bootshaut geflickt. Keine der drei Luftkammern wurde dabei verletzt. Ich hatte nur einen nassen Hintern. Du möchtest nicht mit Deiner Konstruktion ausserhalb des Hotelpools unterwegs sein.

Beitrag #7672819 wurde von einem Moderator gelöscht.

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