Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Abiturprüfungen keine Einsicht möglich


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von Al. K. (alterknacker)


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Abiturprüfungen keine Einsicht möglich ist vielleicht nicht richtig 
formuliert.
Konkret geht es um Fächer in welchen sehr wenig Punkte erreicht wurden.
Dies Wäre hilfreich da die Benannte Person jetzt !4 Tage wie kaputt 
lernt,
da trotz geringer Chancen  er in die Nachprüfung in 4 Fächern geht.
Menschlich hat er die Unterstützung der Lehrer, welche ihm einige 
Unterstützung mitgaben, was eigentlich nicht erlaubt sei.
Er wollte gerne seine Fehler in der Abiturprüfung "kennenlernen",
leider ist das  aus Datenschutzgründen seit ca 1 Jahr nicht mehr 
erlaubt.
Jetzt können frühestens noch einen halben Jahr die Prüfungen eingesehen 
werden.
Da bekommt doch das geflügelte Wort
"Aus Fehlern lernen" eine besondere Würze.

Auch Fehlbewertungen, welche immer einmal vorkommen,
gehen voll zu lasten der Abiturienten.

Ist das mit dem Datenschutz der Einsichtnahme in die Abiturprüfung 
Ergebnisse wirklich so?

Mit freundlichen Grüßen
alterknacker

von Michael B. (laberkopp)


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Al. K. schrieb:
> Ist das mit dem Datenschutz der Einsichtnahme in die Abiturprüfung
> Ergebnisse wirklich so?

Unterschiedlich aber Datenschutz ist NIE ein Grund, im Gegenteil, 
Einsicht ist Grundrecht, nur mitnehmen wegen Aufbewahrungspflicht ist 
nicht.

https://abitipps.de/schriftliche-pruefungen/abitur-einsicht/#:~:text=Niedersachsen,ist%20kostenpflichtig%2Fselbst%20zu%20tragen.

von Udo S. (urschmitt)


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Das ist je ein ganz interessantes Thema. Mal wieder ganz toll 
länderspezifisch geregelt.
In Bayern geht eine Einsichtnahme erst nach einem Jahr. In Niedersachsen 
nur innerhalt des ersten Jahres.
https://abitipps.de/schriftliche-pruefungen/abitur-einsicht/

Manchmal denke ich man sollte es machen wie im Vatikan. Bei solchem 
Schwachsinn alle Verantwortlichen in einen Raum sperren und erst wieder 
rauslassen wenn weißer Rauch eine Einigung aller signalisiert.
Nur da gewinnt wohl leider auch nicht immer die sinnvollste Meinung 
sondern eher der größte Dickkopf.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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bei meiner Prüfung hatte der Leerkörper auch keine Einsicht

von Udo S. (urschmitt)


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Einsicht oder Nachsicht? :-)

von Al. K. (alterknacker)


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Udo S. schrieb:
> Einsicht oder Nachsicht? :-)

Einsicht natürlich nach der Abiturprüfung um aus den Fehlern zu lernen.
Ist ja hilfreich für Nachprüfungen.

Udo S. schrieb:
> https://abitipps.de/schriftliche-pruefungen/abitur-einsicht/

Das ist eine Verordnung von 2005


Das soll eben nicht mehr sein.
Aktuell Einsicht nach einen halben Jahr, wenn das auch in meinen Augen 
Unsinn ist.
Das hat auch ein entsprechender "Oberlehrer" mündlich mitgeteilt.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Al. K. schrieb:
> Aktuell Einsicht nach einen halben Jahr, wenn das auch in meinen Augen
> Unsinn ist.
> Das hat auch ein entsprechender "Oberlehrer" mündlich mitgeteilt.

wenn das halt so ist, dann hat der Lehrer auch wenig 
Handlungs-Spielraum. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, dass der 
Prüfling sich mit dem Fachlehrer "einfach mal so" zusammen setzt und 
gemeinsam die Themen durchgeht, welche für die Prüfung relevant sein 
könnten.

Al. K. schrieb:
> er in die Nachprüfung in 4 Fächern geht.

Warum? Es könnte viele Gründe haben:
Lernschwäche? Überforderung? Prüfungsstress? Schusseligkeit? 
Unaufmerksamkeit? Fachliche Unkenntniss? Krankenstand? 12Jahr versus 
13Jahr Abi?

Wenn doch in 4 (VIER) Fächern Defizite vorhanden sind, scheint mir 
grundsätzlich irgendwas verkehrt zu laufen. Dieses sollte vielleicht 
vorrangig angegangen werden, um das allgemein soweit voran zu bringen, 
dass KEINE Nachprüfung notwendig ist, sondern "direkt" bestanden wird.

Besteht denn dei Möglichkeit, eine "Ehren-Runde" zu drehen, und das 
letzet Jahr zu wiederholen?

: Bearbeitet durch User
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von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Al. K. schrieb:
> Da bekommt doch das geflügelte Wort "Aus Fehlern lernen" eine besondere Würze.
Einige Bundesländer haben hier durchaus aus ihren früheren Fehlern 
gelernt. In Zeiten, wo gegen alles und jeden von den Eltern sofort Klage 
eingereicht wird, macht es schon Sinn etwaiges Hinweise, dass da 
eventuell was "falsch" vom Lehrer bewertet sein könnte, solange 
wegschließt bis die Verjährung eingetreten ist. Wenn es nach einigen 
Eltern gehen würde, müsste jede von Lehrer gegebene Bewertung über ihre 
Kinder erstmal von einem Gericht überprüft werden ob die Herabstufung 
auf eine 1.1 überhaupt zulässig/gerechtfertigt ist. Ich kann es durchaus 
verstehen, dass die Schulen hier immer mehr dichtmachen und am Ende 
müssen halt alle die Spinnereien von einigen ausbaden.

Udo S. schrieb:
> anchmal denke ich man sollte es machen wie im Vatikan.
Die sind besonders gut darin "verdächtige" Unterlagen, die sie eventuell 
belasten könnten, für immer in ganz tiefen Kellern verschwinden zu 
lassen. Da gibt es selbst nach 2000 Jahren noch keine Einsichtnahme:-)

von Carsten S. (dg3ycs)


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Al. K. schrieb:
> Das soll eben nicht mehr sein.
> Aktuell Einsicht nach einen halben Jahr, wenn das auch in meinen Augen
> Unsinn ist.
> Das hat auch ein entsprechender "Oberlehrer" mündlich mitgeteilt.

Es würde helfen, wenn du das Bundesland nennst...
ABER: Aus den von Uwe verlinkten, wenn auch vielleicht nicht mehr für 
alle Länder ganz aktuellen, Informationen geht hervor, dass nur zwei 
Bundesländer fixe Mindestzeiten haben, ab wann FRÜHESTENS Einsicht 
genommen werden darf.
(Sachsen zu Beginn des nächsten Schuljahres, Berlin frühestens nach 
einem Jahr)

Sämtliche anderen Bundesländer haben als (durchaus sinnvollen) 
frühestmöglichen Zeitpunkt dort stehen: Nach Abschluss der 
Prüfungsphase!

Prüfungsphase meint damit aber immer die GESAMTE Prüfungsphase.
Die ist beendet, wenn die allerletzte Prüfung, egal ob mündlich oder 
schriftlich, des allerletzten Prüflings benotet und die Ergebnisse 
mitgeteilt wurden. Somit liegt Sachsen auch nicht so weit von den 
anderen Bundesländern entfernt. Nur Berlin fällt völlig raus...

Da in deinem Fall die Prüfungen noch laufen (schließlich kommen die 
Nachprüfungen erst noch), wäre die Einsicht zu diesem Zeitpunkt wohl in 
keinem Bundesland möglich. (Bei "lockerer" Auslegung zumindest nicht für 
jemanden, der noch weitere Prüfungen schreibt)

Das Ganze kann man so oder so sehen.
Sieht man das aus der Perspektive von jemandem, der den Wissensstand zum 
Prüfungszeitpunkt X gerecht beurteilen will, ist das ja durchaus 
nachvollziehbar. Es soll gerade "das auf den Punkt lernen" im Hinblick 
auf die eigenen Defizite verhindert werden.

Al. K. schrieb:
> Er wollte gerne seine Fehler in der Abiturprüfung "kennenlernen",
Also genau dieses, da die GESAMTPRÜFUNG noch nicht als beendet angesehen 
wird und man es als Ergebnisverzerrend ansehen könnte wenn bereits 
Fehlerkorrekturen einfließen.
-> Das KANN man durchaus so sehen, Muss man aber nicht. Aber beide 
Sichtweisen haben nun einmal etwas für sich und scheinbar haben sich die 
meisten/alle Kultusministerien darauf festgelegt die erste Sichtweise 
(ISNICH) anzunehmen

Nachteilig ist, dass damit auch nicht direkt aus dem Wissen 
resultierende und durchaus trotz Korrektur immer noch "fair" 
verbesserbare Faktoren wie viele Flüchtigkeitsfehler, das Problem mit 
bestimmten Schreibweisen bei Ergebnissen/Einheiten oder einfach wegen 
Unlesbarkeit der Handschrift erteilte Fehlerpunkte, die man durchaus 
vermeiden kann und die die vorher die normalen Arbeiten korrigierenden 
Lehrkräfte nicht gestört haben, verbessern könnte.

Al. K. schrieb:
> Dies Wäre hilfreich da die Benannte Person jetzt !4 Tage wie kaputt
> lernt,
> da trotz geringer Chancen  er in die Nachprüfung in 4 Fächern geht.
> Menschlich hat er die Unterstützung der Lehrer, welche ihm einige
> Unterstützung mitgaben, was eigentlich nicht erlaubt sei.

Sind die vier Nachprüfungen denn tatsächlich alle wegen echten Defiziten 
(Nichtbestehen) oder welche auch nur wegen zu großer Abweichungen von 
den Vornoten?
Ich weiß nicht, wie es jetzt ist, da hat sich wohl eine Menge geändert, 
aber zu "meiner" Zeit (~Jahrtausendwende) musste man auch in die 
Nachprüfung, wenn man zwar insgesamt bestanden hätte, aber die Vor- und 
Prüfungsnote um mehr als, glaube ich, 6 Punkte/2 Notenstufen nach unten 
ODER oben abwichen.
Man DURFTE in die Nachprüfung, wenn man in der Prüfung um 3 Punkte/1 
Notenstufe besser war als die Vornote.
(Ich musste in zwei Fächern wegen positiver Abweichung und habe dann 
freiwillig noch in einem Fach gemacht, wo ich selbst mit einer 5 in der 
Mündlichen noch locker bestanden hätte - dreimal erfolgreich. Aber das 
sind halt - auch psychisch - ganz andere Voraussetzungen als bei einer 
Defizit-Zwangsprüfung.)

Wenn es vier Mal wegen Nichtbestehen ist, dann sieht es wirklich nicht 
gut aus. Aber gut, man verliert außer ein paar Tagen Lernen auch nichts 
mehr und eine sehr kleine Chance ist besser als keine.

Gruß
Carsten

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> Er wollte gerne seine Fehler in der Abiturprüfung "kennenlernen",
> leider ist das  aus Datenschutzgründen seit ca 1 Jahr nicht mehr
> erlaubt.

Naja, ist lange her, mein Abitur. Aber im Ernst: wer im 13. Schuljahr 
seine Schwächen nicht kennt, dem ist auch mit Einsicht in die 
Abitur-Prüfung nicht mehr zu helfen.

Ich kannte vorher meine Stärken und Schwächen. Die Noten sind 
entsprechend ausgefallen. Was hätte hieran die Einsichtnahme ändern 
können?

von Falk B. (falk)


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Abitur? Ist doch nur mittleres Volksschulniveau heute! Die Inflation ist 
nicht nur im Geldsektor MASSIV!

https://www.youtube.com/watch?v=WicpZCklIF0

Ist bei uns nicht viel anders! Ein Irrsinn!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Falk B. schrieb:
> Abitur? Ist doch nur mittleres Volksschulniveau heute! Die Inflation ist
> nicht nur im Geldsektor MASSIV!

Das kommt aus der Historie DDR und BRD. Die DDR hat früher immer mit der 
häöheren Abiturquote angegeben. Wenn die BRD eine AbiQuote von 100% 
gehabt hätte, dann hätte die DDR 120% ausgewiesen. Da hätten die sehr 
guten Schüler dann einfach ein Doppelabbi machen müssen um auf die 
Quoten zu kommen.

von Re D. (re_d228)


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Dieter D. schrieb:
> Das kommt aus der Historie DDR und BRD. Die DDR hat früher immer mit der
> häöheren Abiturquote angegeben. Wenn die BRD eine AbiQuote von 100%
> gehabt hätte, dann hätte die DDR 120% ausgewiesen. Da hätten die sehr
> guten Schüler dann einfach ein Doppelabbi machen müssen um auf die
> Quoten zu kommen.

Oh Dieter, für jemanden, der nicht mal den Sinn des Schulausflugs nach 
Dachau verstanden hat, trumpfst du hier aber ganz schön mit soliden 
Fakefakten auf. Die Frage nach Belegen spare ich mir heute, aber morgen 
will ich wieder einen Geschichte.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die letzten sechs Jahre vor der Wende war es dann umgekehrt.

von Al. K. (alterknacker)


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Die Diskussion  ist recht seriös und aufschlussreich.
Der Fakt ist ja nicht zu Ändern.
Da natürlich manche Eltern gegen Jedes und Alles den Lehren die Schuld 
geben möchten ist das  hier nicht der Fall.
Es geht eben nur darum das man seine Eigenen Fehler kennenlernen möchte,
das ging mir früher auch so.
Kam aber selten vor.
Das besondere ist noch das der Prüfling eine nachgewiesene 
Schreib-Leseschwäche hat, welche er aber nicht vorgeben möchte.
Glaube nach der 8 Klasse wurde dies auch nicht mehr anerkannt.
Er möchte auch als als "Normaler Abiturient" behandelt werden.
Wenn auch die Schreib-Leseschwäche in alle Fächer eingreift.
Viele seiner "Mitgefallenen" machen auch keine Nachprüfung.

..na man wird sehen?

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Andreas M. (andreas_m62)


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Eigentlich sollte man nach jeder Prüfung
eine nachvollziehbare Auswertung bekommen.
Eben um Fehlbewertungen auszuschließen.
Aber das will man bestimmt nicht.
Wen will man damit schützen?

von Max (bit8)


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Al. K. schrieb:
> Glaube nach der 8 Klasse wurde dies auch nicht mehr anerkannt.

Und was Du was ICH glaube!! Ja ich!! Dass hier 80 % der Frührentner nach 
der 8. Klasse die Hochstuhlschule abgebrochen haben, ja!
Sind voll durch die Bretterdecke Deines Brettergymnasiums gebrochen, ja 
vor lauter Hochbegabung, kam bei denen im deutlichen Deutschunterricht 
dieser bahnbrechender Deckendurchbruch.

So ich hol' jetzt meine Tütepopcorn.

von Rbx (rcx)


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Al. K. schrieb:
> Da bekommt doch das geflügelte Wort
> "Aus Fehlern lernen" eine besondere Würze.

Dazu hätte man in den Jahren vorher genug Zeit gehabt. Das Problem mit 
der Exklusivität der Prüfungen ist ja mit dem Internet nicht besser 
geworden.
Das ist so ähnlich wie bei Führerscheinprüfungen. Die Exklusivität hat 
da der Prüfer (bei der praktischen Prüfung). Es kann sein, dass der ein 
ziemlich strenger ist. Unabhängig davon kann man Fehler machen, die man 
grundsätzlich während der Prüfung nicht machen sollte, aufgrund der 
Ausbildung vorher - und aufgrund der Verkehrsregeln.
Es gibt genug Beispiele in diesem Zusammenhang, dass so manche Leute 
nach einer größeren Feier nicht mehr wissen, wie sie eigentlich mit dem 
Auto im Suff nach Hause gekommen sind. Gut wenn man sich das noch fragen 
kann. Viele sind alkoholisiert auf der Nachhausefahrt gestorben.

Interessanterweise wird dieser Zusammenhang in den Fahrschulen gar nicht 
besprochen. Der fatale Teil ist, dass man mit Alkohol mutiger, bzw. 
risikofreudiger unterwegs ist. Gleichzeitig ist die Reaktionszeit 
schlechter. Es gibt gerade beim Motorradfahren Momente, wo man genau 
diese Reaktionszeit wirklich braucht.
Beim Autofahren sind viele aus der Kurve rausgeflogen, oder haben die 
Spur verlassen. Man kann dann in der Pampa im Graben landen, und es 
passiert nicht viel, außer dass die Nüchternen mit Traktor anrücken 
müssen. Man kann sich aber auch überschlagen, und ungesehen auf dem 
Acker liegend verbluten.

von Hardy F. (hflor)


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Dieter D. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Abitur? Ist doch nur mittleres Volksschulniveau heute! Die Inflation ist
>> nicht nur im Geldsektor MASSIV!
>
> Das kommt aus der Historie DDR und BRD. Die DDR hat früher immer mit der
> häöheren Abiturquote angegeben. Wenn die BRD eine AbiQuote von 100%
> gehabt hätte, dann hätte die DDR 120% ausgewiesen. Da hätten die sehr
> guten Schüler dann einfach ein Doppelabbi machen müssen um auf die
> Quoten zu kommen.

Das ist doch Unsinn! Wir hatten in der DDR einfach ein besseres 
Bildungssystem!
Damals haben alle zusammen gelernt und der Schulabschluß war je nach 
Fähigkeit gestaffelt. Wer wollte und die entsprechenden Noten hatte 
konnte noch 2 Jahre dranhängen, hatte aber den Abschluß der 10. Klasse 
in der Tasche.
Ich glaube Finnland macht es noch heute so und hat bessere Schüler als 
dieses Rückständige System in diesem Lande. Wer will den für seine Kind 
nicht die beste Ausbildung? Und wenn es dann nicht klappt, weil man in 
der 4. Klasse es einfach nicht erkennen kann wie gut das Kind ist steht 
dann ohne Abschluß da?

Hardy

von Bruno V. (bruno_v)


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Andreas M. schrieb:
> Eigentlich sollte man nach jeder Prüfung
> eine nachvollziehbare Auswertung bekommen.
> Eben um Fehlbewertungen auszuschließen.
> Aber das will man bestimmt nicht.
> Wen will man damit schützen?

Dann stellst Du um auf Multiple Choice. Bei allem anderen muss ein 
Lehrer im Zweifel Entscheidungen treffen, die nicht objektiv 
(=gerichtsfest) sind. In Kunst und Deutsch vielleicht einleuchtend, in 
Mathe auch.

Multiple Choice ist effizient in der Auswertung. Gut ist es nicht. Es 
ist das Gegenteil von selbstverantwortlicher Arbeit. Es ist erlernte 
Hilflosigkeit.

Wie bekomme ich den Nagel in die Wand, wenn mir nicht jemand 5 Werkzeuge 
vorgibt? Und darauf achtet, dass bei Flex, Bohrmaschine, Hammer, 
Kombizange und Spachtel auch zufällig genau der richtige Typ Hammer 
dabei ist.

von Andreas M. (andreas_m62)


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Es ging mir nicht um den Lösungsweg.
Multiple Choise ist wie Lotterie.

Es ging mir um die nachvollziehbare Auswertung der Prüfung.
Auch einen selbst geschriebenen Aufsatz kann der Prüfer
bewerten und sollte seine Begründung dem Prüfling mitteilen.
Zum Beispiel, ob am Thema vorbei geschrieben wurde
oder ob gehäuft orthographische und grammatische Fehler gemacht wurden.

Bei Fragen zum Allgemein- und Grundlagenwissen ist es schon wichtig
zu erfahren, welche Fragen falsch beantwortet wurden.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Irgend W. schrieb:
>> machen wie im Vatikan.

> Die sind besonders gut darin "verdächtige" Unterlagen, die sie eventuell
> belasten könnten, für immer in ganz tiefen Kellern verschwinden zu
> lassen. Da gibt es selbst nach 2000 Jahren noch keine Einsichtnahme:-)

Deswegen heißt die Krypta ja auch Krypta.

von Rolf (rolf22)


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Bruno V. schrieb:
> Multiple Choice ist effizient in der Auswertung. Gut ist es nicht. Es
> ist das Gegenteil von selbstverantwortlicher Arbeit. Es ist erlernte
> Hilflosigkeit.

Es ermöglicht Prüfungs-Erfolg durch stumpfes Auswendiglernen von 
Telefonbüchern. Damit (also nur mit Fleiß) haben einige besonders 
dusslige meiner Klassenkameraden das Abitur und später im Studium das 
Diplom geschafft.

Im Studium im Fach Theoretische Elektrotechnik gab es eine Frage, bei 
der die Antwort eine spiralförmige Kurve war. Da hat ein Mitprüfling 
schön die Kurve gezeichnet, konnte aber auf Nachfrage nicht sagen, für 
welche physikalischen Größen die Achsen standen. Bekam trotzdem Note 3, 
weil er "wenigstens etwas" wusste.

von Rolf (rolf22)


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Rbx schrieb:
> Viele sind alkoholisiert auf der Nachhausefahrt gestorben.
>
> Interessanterweise wird dieser Zusammenhang in den Fahrschulen gar nicht
> besprochen.

Muss man das denn in der Fahrschule lehren? Die Leute sind (fast) 
volljährig und hatten genug Zeit, so ein simples Weltwissen ohne Lehrer 
zu erwerben.

von Rbx (rcx)


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Rolf schrieb:
> Muss man das denn in der Fahrschule lehren? Die Leute sind (fast)
> volljährig und hatten genug Zeit, so ein simples Weltwissen ohne Lehrer
> zu erwerben.

Aktuell wohl nicht mehr so unbedingt. Außerdem ist der üble Zusammenhang 
gerade nicht simpel, auch wenn sich das so anhört, sonst wären ja nicht 
so viele gestorben. Teilweise wird immer noch gestorben, beispielsweise 
wenn der LKW-Fahrer hinter einem bei einem Stauende wieder mal die 
Bremse nicht (so schnell) findet. Früher wäre das eine gute 
psychologische Untersuchung geworden, ob der Fahrschulhinweis was 
bringt.

Heutzutage ist da eher nicht bei Hochwasser ertrinken angesagt.

von Monk (roehrmond)


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Max schrieb:
> Dass hier 80 % der Frührentner nach der 8. Klasse die Hochstuhlschule
> abgebrochen haben

Und 100% haben Brot gegessen. Daher auch das Sprichwort "dumm wie Brot".

von Bruno V. (bruno_v)


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Andreas M. schrieb:
> s ging mir um die nachvollziehbare Auswertung der Prüfung.
> Auch einen selbst geschriebenen Aufsatz kann der Prüfer
> bewerten und sollte seine Begründung dem Prüfling mitteilen.
> Zum Beispiel, ob am Thema vorbei geschrieben wurde
> oder ob gehäuft orthographische und grammatische Fehler gemacht wurden.

Bei der Abschlussprüfung ist das aber völlig irrelevant. Es ist die 
Abschlussprüfung. Danach beginnst Du eine Ausbildung oder ein Studium, 
mit Leuten, die 1 oder 4 in dem Fach standen. Und anderen, die das Fach 
schon in der 9 abgewählt hatten.

Wenn Du Einsicht gewährst, dann hast Du 2 Stunden später die erste Klage 
am Hals, weil dieser halbe Punkt Abzug ...

von Joachim B. (jar)


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Bruno V. schrieb:
> Wenn Du Einsicht gewährst, dann hast Du 2 Stunden später die erste Klage
> am Hals, weil dieser halbe Punkt Abzug ...

eigentlich finde ich Einsicht gut, aber aus eigener Erfahrung ist es 
besser in einer mündlichen Prüfung oder einer Nachklausur seine 
Fähigkeiten beweisen als 2-3 Jahre auf ein Verwaltungsgerichtsurteil zu 
warten.
Manchmal hilft auch eine Aussprache mit dem Lehrer oder Professor, wenn 
nicht ist ein ausgelassenes Semester mit anderen Professoren der 
schnellere Weg.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Andreas M. schrieb:
> Multiple Choise ist wie Lotterie.
Das gibts gar nicht. "Auswahl" heißt auf englisch "Choice". Und das ist 
nur dann "wie Lotterie", wenn man auch sonst überhaupt keinen Plan hat, 
worum es sich bei den Fragen dreht.

Al. K. schrieb:
> Dies Wäre hilfreich da die Benannte Person
Du hast keine Person benannt.

> jetzt !4 Tage wie kaputt lernt
Die Einsicht kommt zu spät, er hätte schon 400 Tage oder noch mehr 
vorher anfangen können.

> da trotz geringer Chancen er in die Nachprüfung in 4 Fächern geht.
Und wenn das dann "gut ausgeht", hinterher auch noch studieren möchte. 
Man muss nicht unbedingt Sachen mit aller Not schaffen, die viele andere 
recht locker geschafft haben. Man muss sich nicht das ganze Leben 
abrackern.

Al. K. schrieb:
> Es geht eben nur darum das man seine Eigenen Fehler kennenlernen möchte
Es ist in so einem Fall nie "der eine Fehler", wegen dem man rausfliegt, 
sondern die Gesamtheit der Leistung. Wenn ich in 1 Fach schlecht bin, 
dann weiß ich, dass ich da unbedingt sofort daran arbeiten muss. Und 
eben nicht erst ein paar Tage vor der Nachprüfung, sondern gleich be 
ERkennen der Schwächen Jahre voraus.

Ich bin im Studium schon im 1. Semester in Mathe frontal aufgelaufen. 
Das habe ich geändert, in den Semesterferien ersthaft zu lernen begonnen 
und danach immer mit einer Punktzahl zwischen den Noten 1 und 2 
weitergekommen.

Bruno V. schrieb:
> weil dieser halbe Punkt Abzug ...
Ich kenne da einen Mitschüler eines meiner Kinder, das ging die Mutter 
nach jeder "schlechten" Klassenarbeit zum Lehrer und hat irgendwas 
zwischen 1 und 2 herausgehandelt. Der Junge war dann tatsächlich auch 
recht gut beim Abschluss und begann ein Mathestudium. Das hat er nach 2 
Semestern abgebrochen und ist auf Wirtschaftsinformatik umgeschwenkt.

von Al. K. (alterknacker)


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Lothar M. schrieb:
> Du hast keine Person benannt.
Soll ich die Kopie des Personalausweises hochladen, damit du erkennst 
das über eine Person Diskutiert wird.

Lothar M. schrieb:
> Es ist in so einem Fall nie "der eine Fehler", wegen dem man rausfliegt,
> sondern die Gesamtheit der Leistung.
Was soll dieser Unsinn, natürlich ist es der Eigene Fehler, wenn nicht
zielgerichtet der Lehrkörper die Schuld trägt oder Andere Einflüsse das 
Ergebnis hinreichend verändert haben könnten.


MfG
alterknacker

von Heinrich K. (minrich)


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Sperrt doch endlich diesen stumpfsinnigen Hetzer, der hier ständig 
streiten will.

von Al. K. (alterknacker)


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Carsten S. schrieb:
> Es würde helfen, wenn du das Bundesland nennst...
NS, hatte ich glaube schon mal benannt.

MfG
alterknacker

von Rbx (rcx)


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Al. K. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Es ist in so einem Fall nie "der eine Fehler", wegen dem man rausfliegt,
>> sondern die Gesamtheit der Leistung.
> Was soll dieser Unsinn, natürlich ist es der Eigene Fehler, wenn nicht
> zielgerichtet der Lehrkörper die Schuld trägt oder Andere Einflüsse das
> Ergebnis hinreichend verändert haben könnten.

Da steht der "eine" Fehler, ähnlich wie beim Fass, das überläuft, oder 
eben ausläuft, weil kaum was drin ist.
Hinsichtlich der Fremdeinwirkung und der Artefakte: Kann immer mal 
vorkommen, und die Lehrerschaft hat auch ihre Lieblinge und umgekehrt. 
Nichtsdestotrotz ist nicht nur die Lernerei wichtig, sondern auch das 
Vertrauensverhältnis.
Wenn das in Frage steht, kann man sich auch vorher beschweren oder die 
Schule wechseln, oder den Kurs.

Im Zweifelsfall für den Angeklagten (also das Fremdeinwirken) denn die 
Lehrer wollen auch nicht schlecht da stehen, oder ihre Schüler vor die 
Wand fahren lassen. Schwer müssen sie es machen, das wird vorgegeben. 
Oft läufts aber gerade so (von Seiten der Lehrer) dass es weniger schwer 
wird.
Bei uns war es auch so, dass die Lehrer (nicht alle) schon auch nach 
Gelegenheiten geschaut haben, wo noch was an Punkten rauszuholen ist.

von Al. K. (alterknacker)


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Rbx schrieb:
> Da steht der "eine" Fehler, ähnlich wie beim Fass, das überläuft, oder
> eben ausläuft, weil kaum was drin ist.
> Hinsichtlich der Fremdeinwirkung und der Artefakte: Kann immer mal
> vorkommen, und die Lehrerschaft hat auch ihre Lieblinge und umgekehrt.

Hier gibt es auch keinen Vorwurf gegen den Lehrkörper.
Die Person ist von den Lehrern menschlich anerkannt, das zeigen auch die
unterschwelligen nicht erlaubten Informationen zur Nachprüfung.
Es ging nur um das mir unerklärliche Verbot der Einsichtnahme.

Konstruieren wir einen Fall:

Es kommen völlig ähnliche Fragen wie in der Hauptprüfung welche er 
falsch beantwortet hat.
Diese Beantwortet er auch wie in der Hauptprüfung, da er von der 
Richtigkeit überzeugt ist.

Eine Einsichtnahme hätte dies also verhindern können.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Al. K. schrieb:
> Es kommen völlig ähnliche Fragen wie in der Hauptprüfung welche er
> falsch beantwortet hat.
> Diese Beantwortet er auch wie in der Hauptprüfung, da er von der
> Richtigkeit überzeugt ist.
>
> Eine Einsichtnahme hätte dies also verhindern können.

Das ist ziemlich theoretisch. Gleich nach den Abiprüfungen war schon 
klar, was die richtigen Lösungen waren, und wer was falsch gemacht 
hatte.

Wenn auch noch das Erinnerungsvermögen gestört ist, genau wie die 
Neugier, dann ist da eher ein Therapeut zu empfehlen. Wobei natürlich 
die Frage offen bleibt, wer da wohl die "Therapie" nötig hat.

Wie wäre es mit diesem theoretischen Fall: Man bekommt Einsicht, merkt 
sich Fragen und Lösungen und postet diese per Handy zu Freunden, welche 
die Prüfung noch vor sich haben.

Übrigens: Wir hatten ja MatheLK, und weil ein Kurs Computer-Orientiert 
war, durften wie die Compis auch in der Prüfung benutzen mit Programmen, 
die wir vorher schreiben konnten bzw. auch mit denen, die schon drin 
waren.

von Al. K. (alterknacker)


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Rbx schrieb:
> Wie wäre es mit diesem theoretischen Fall: Man bekommt Einsicht, merkt
> sich Fragen und Lösungen und postet diese per Handy zu Freunden, welche
> die Prüfung noch vor sich haben.

Die Prüfungen sind doch schon lange beendet, jetzt sind nur 
Nachprüfungen.
Es ist doch nur eine Frage, das Ei ist gelegt.


MfG
alterknacker

von Hans (ths23)


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Al. K. schrieb:
> Die Prüfungen sind doch schon lange beendet, jetzt sind nur
> Nachprüfungen.
Wenn noch die Nachprüfungen anstehen, ist die Prüfungsphase eben noch 
nicht beendet. Die Prüfungsphase ist beendet, wenn die letzte 
Prüfung/Nachprüfung beendet ist und das Ergebnis verkündet wurde.

von Al. K. (alterknacker)


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Hans schrieb:
> Die Prüfungsphase ist beendet, wenn die letzte
> Prüfung/Nachprüfung beendet ist und das Ergebnis verkündet wurde
Wenn das stimmt, ist es eben Mist.
Bei einer durchgefallenen Hauptprüfung ist es immer wichtig zu wissen 
was falsch gemacht wurde.
Das war zu meiner Zeit selbstverständlich.
Wenn die gesetzlichen Bestimmungen so sein sollten, dann sind sie eben 
nach meiner Meinung falsch und sollten geändert werden, wenn es den 
jetzigen Prüflingen auch nichts mehr nützt.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Heinrich K. schrieb:
> Sperrt doch endlich diesen stumpfsinnigen Hetzer, der hier ständig
> streiten will.

Unnötig, Du darfst Dich eigenständig abmelden.

Beitrag #7685795 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Al. K. schrieb:
> Konstruieren wir einen Fall:
>
> Es kommen völlig ähnliche Fragen wie in der Hauptprüfung welche er
> falsch beantwortet hat.
> Diese Beantwortet er auch wie in der Hauptprüfung, da er von der
> Richtigkeit überzeugt ist.
>
> Eine Einsichtnahme hätte dies also verhindern können.

Und genau dieses VERHINDERN soll wohl verhindert werden.
Das KÖNNTE man als eine Korrektur noch in der Prüfung selbst ansehen.

Das ist natürlich auch etwas theoretisch da ja, wie weiter oben schon 
von anderen geschrieben, sich die Schüler nach der Klausur sowieso über 
die Aufgaben austauschen und auch durch Recherche die richtigen Lösungen 
suchen können. Teilweise gibt es schon ein bis zwei Tage später die 
kompletten Klausuren inkl. Lösungen im Netz. Zusammengetragen aus dem 
Erinnerungsvermögen vieler einzelner Prüflinge.

Aber es ist halt eine Sichtweise die wohl mittlerweile alle 
Kultusministerien teilen und im Zuge der Chancengleichheit zwischen den 
Bundesländern soll es halt jetzt einheitlich sein.

Kann man gut finden oder nicht.
Es gibt für beides Argumente.

Aber um das auch deutlich zu sagen:
Gerade für die Frage ob eine Frage inhaltlich falsch beantwortet wurde 
oder nicht ist die Einsicht in den meisten Fällen nebensächlich.
Denn im allgemeinen soll vermieden werden die gleichen Aufgaben zu 
stellen.

Niedersachsen ist neben Rheinland Pfalz scheinbar das einzige Land das 
nur Ende des Einsichtsanspruchs fest in die Prüfungsordnung geschrieben 
hat (Der Rest könnte z.B. über Erlass oder gar schulspezifisch geregelt 
sein)
In allen anderen BL ist schon länger fest geregelt das Einsicht erst 
dann gewährt wird wenn alle Prüfungen gelaufen sind.
Die in der verlinkten Übersichtsseite gemachten Einträge bei Berlin und 
RP sind im übrigen Falsch. Da muss auch "bis zu einem Jahr" stehen. Bei 
Berlin steht im Gesetz ansonsten auch "nach Abschluss der Prüfung"

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Michael L. (nanu)


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Carsten S. schrieb:
> Niedersachsen ist neben Rheinland Pfalz scheinbar das einzige Land das
> nur Ende des Einsichtsanspruchs fest in die Prüfungsordnung geschrieben
> hat

Nö, RLP: "Der Prüfling kann innerhalb eines Jahres nach Abschluss der 
gesamten Prüfung Einsicht.."

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Es gibt eine Tabelle, die ist nicht offiziell und nicht immer aktuell:
https://blog.abihome.de/abitur-einsicht/

von Michael B. (laberkopp)


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Bruno V. schrieb:
> Wenn Du Einsicht gewährst, dann hast Du 2 Stunden später die erste Klage
> am Hals

Du meinst, Geheimhaltung ist ein probates Mittel um Widerspruch fern zu 
halten ?

Es sollte dann viel mehr Klagen geben, nämlich nicht nur gegen die 
falschen Bewertungen, sondern gegen jede Geheimhaltung.

von Bruno V. (bruno_v)


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Michael B. schrieb:
> Bruno V. schrieb:
>> Wenn Du Einsicht gewährst, dann hast Du 2 Stunden später die erste Klage
>> am Hals
>
> Du meinst, Geheimhaltung ist ein probates Mittel um Widerspruch fern zu
> halten ?

Wieso geheim? Es geht um die sofortige Einsichtnahme um Nachprüfung oder 
Note hochzupushen.

Nach 3 Monaten oder einem Jahr ist das Interesse deutlich geringer. Wo 
wirklich Fehler passieren (Zahlendreher/Blatt vergessen) fragt man beim 
Lehrer nach. Und wenn trotzdem jedes Jahr 1000 Abiturienten unfassbare 
Ungerechtigkeit angetan wird, ... irgendwas ist immer.

von Michael B. (laberkopp)


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Bruno V. schrieb:
> Wieso geheim? Es geht um die sofortige Einsichtnahme um Nachprüfung oder
> Note hochzupushen.

Oder auch, um zu gucken, ob die Note wahr oder durch Absicht des Lehrers 
zu stande kam.

von Cyblord -. (cyblord)


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Warum interessiert sich ein Knacker eigentlich für Klausureinsichten und 
Abiprüfungen?
Keine eigenen echten Probleme?

Noch nie hat jemand das Abi nicht bestanden oder ne schlechte Note 
geschrieben weil es keine Einsichten gibt. Immer nur weil man es nicht 
konnte oder nicht gelernt hatte.
Heute schreibt sowieso jeder ein 1 komma Abi. Wenn man da noch abkackt 
ist man wirklich selbst schuld.

von Al. K. (alterknacker)


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Hier geht es nicht um Schuld oder Schuldzuweisung.
Es geht nur um eine Einsichtnahme in eine Abgeschlossene Abiprüfung um 
eventuell für eine Nachprüfung besser gerüstet zu sein.
Außerdem wissen hier die alten Knacker sowieso nicht wie jetzt alles 
abläuft, und geben nur Erfahrungen der Urzeit preis.
;-)))

MfG
alterknacker

von Franko S. (frank_s866)


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Jetzt gibts sogar schon Gleitzeit am Gymnasium:
"Orlin Marquardt, 13, besucht das Gymnasium in Plochingen. Mit seiner 
siebten Klasse hat er Gleitzeit getestet: Wer wollte, kam erst zur 
dritten Stunde."

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/gymnasium-plochingen-testet-gleitzeit-ein-schueler-berichtet-von-dem-projekt-a-c06f9f61-a701-4385-ad78-1c67357bcdf0

Gynasium ist die neue Waldorfschule.

von Cyblord -. (cyblord)


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Al. K. schrieb:
> Hier geht es nicht um Schuld oder Schuldzuweisung.
> Es geht nur um eine Einsichtnahme in eine Abgeschlossene Abiprüfung um
> eventuell für eine Nachprüfung besser gerüstet zu sein.

Nein, bei der Forderung nach einer Einsicht geht es darum Punkte zu 
schinden.

> Außerdem wissen hier die alten Knacker sowieso nicht wie jetzt alles
> abläuft, und geben nur Erfahrungen der Urzeit preis.

Aber du als absolut isolierter und verbitterter Ossi-Rentner weißt 
Bescheid was so ab geht?

von Hans (ths23)


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Al. K. schrieb:
> Bei einer durchgefallenen Hauptprüfung ist es immer wichtig zu wissen
> was falsch gemacht wurde.
Und das hilft für die Nachprüfung wie weiter? In der Nachprüfung kommen 
eh andere Aufgaben dran.
Ich mußte mal bei theoretischer E-Technik an einer Nachprüfung 
teilnehmen, weil ich zum ursprünglichen Prüfungstermin im Krankenhaus 
lag. Bei der Nachprüfung kamen komplett andere Fragen.

von Bruno V. (bruno_v)


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Franko S. schrieb:
> Wer wollte, kam erst zur dritten Stunde.

Naja, immerhin haben Forscher herausgefunden, dass Jugendliche einen 
sonnenunabhängigen Schlafrhythmus haben. Denn egal ob Sommer- oder 
Winterzeit, 9°° ist gut, 8°° schlecht.


Zu meiner Zeit vermutete man, dass Jugendliche abends zu lang aufbleiben 
und deshalb nicht aus dem Bett kommen. Man hat uns quasi mangelnde 
Disziplin unterstellt. Das war ungerecht.

von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> Nein, bei der Forderung nach einer Einsicht geht es darum Punkte zu
> schinden.

Der bekannte Cyblord Unsinn....

MfG
alterknacker

von Al. K. (alterknacker)


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Hans schrieb:
> Bei der Nachprüfung kamen komplett andere Fragen.
na und , das hat mit der Möglichkeit der Einsichtnahme nichts zu tun.
Keiner Erwartet die gleiche Fragestellung.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Meine Fenbeis verfolgen mich immer wieder mit den gleichen 
provozierenden Antworten.
Das sollte doch auch jeden User auf den Docht gehen....

MfG
alterknacker

P.S.
Wenn meine Fenbeis Auftauchen ist der Thread meistens verloren...

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> Der bekannte Cyblord Unsinn....

Dachte ich zuerst auch. Aber das sind seine persönlichen Erfahrungen, 
die sicher nicht aus dritter oder nur zweiter Hand stammten. Eher in der 
Rolle als Initiator.

von Rbx (rcx)


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Cyblord -. schrieb:
> Heute schreibt sowieso jeder ein 1 komma Abi.

0,8
Ging bei uns aber eher gar nicht und ich musste mir schon Mühe geben, 
einen Studienplatz zu bekommen. Glücklicherweise musste ich nur eine 
Woche warten.

Die normalen Abi-Klassen haben z.T. hervorragend didaktische Bücher und 
auch gewisse Vorteile hinsichtlich des Lernaufbaus - allerdings haben 
die Kinder heute starke Probleme die nötige Übung zu bekommen, viel 
Unterrichtsausfall oder Schulwechsel oder müssen politisch schwierige 
Momente mitmachen.
Bei Intelligenztests geht es auch immer relativ zu man hat 
Bezugsgruppen.

von Falk B. (falk)


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Bruno V. schrieb:
> Multiple Choice ist effizient in der Auswertung. Gut ist es nicht. Es
> ist das Gegenteil von selbstverantwortlicher Arbeit. Es ist erlernte
> Hilflosigkeit.

Es ist MÜLL! Nicht nur im Abitur, auch schon DEUTLICH darunter! SAPERE 
AUDE!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Beitrag #7686575 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hans (ths23)


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Al. K. schrieb:
> Hans schrieb:
>> Bei der Nachprüfung kamen komplett andere Fragen.
> na und , das hat mit der Möglichkeit der Einsichtnahme nichts zu tun.
> Keiner Erwartet die gleiche Fragestellung.
Also lt. Deinem Eröffnungspost willst Du die Einsicht, damit sich der 
Delinquent
beim Lernen nicht überlastet - das lese ich so, das man schon hofft das 
ähnliche Fragen gestellt werden.
Im Übrigen besteht ja die Möglichkeit der Einsichtnahme, nur eben jetzt 
nicht zu diesem Zeitpunkt. In Thüringen, wo Du herzukommen scheinst, ist 
das eben erst nach dem vollständigen Abschluß der Prüfungen möglich und 
man darf sich dann nicht länger wie ein halbes Jahr Zeit lassen. So sind 
nun mal die Regelungen auch wenn sie Dir nicht gefallen.

von Al. K. (alterknacker)


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Hans schrieb:
> Also lt. Deinem Eröffnungspost willst Du die Einsicht, damit sich der
> Delinquent
> beim Lernen nicht überlastet - das lese ich so, das man schon hofft das
> ähnliche Fragen gestellt werden.

Eine Filmreife dichterische Freiheit.

Hans schrieb:
> In Thüringen, wo Du herzukommen scheinst,

Es ist eben schwierig Antworten zu finden, wenn man nicht alles gelesen 
hat...


MfG
alterknacker

von Rbx (rcx)


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Al. K. schrieb:
> Eine Filmreife dichterische Freiheit

Bei uns hatten einige auf Lücke gelernt, und sind damit baden gegangen.
Einen hatte es besonders schlimm erwischt. Der ist dann aber in die 
mündliche Nachprüfung gegangen, und hatte so seine Endnote (als 
talentierter Laberkopp) nochmal deutlich steigern können.

https://www.studysmarter.de/magazine/abi-nachpruefung-tipps/

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Bis jetzt hat die benannte Person 2 schr.Nachprüfungen.
Physik 11 von 15
Deutsch 13 von 15
seine Lehrer waren absolut erstaunt, da dies seine Angstfächer waren.

in der Hauptprüfung glaube je 1 Punkt , was mir nicht erklärbar 
erschien.

Jetzt kommen noch 2 Prüfungen davon 1 freiwillig zur Verbesserung der 
Note.
Wenn er es pakt, ist er einer der wenigen welche es in den letzten 10 
Jahren durch Nachprüfung geschafft haben.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Die letzte Prüfung Morgen brauch er nicht mehr,
Abitur   geschafft!

MfG
alterknacker

von Heinrich K. (minrich)


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Mir egal! 😆😆😆

von Al. K. (alterknacker)


Angehängte Dateien:

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Mal sehen was die Einsichtnahme in die Hauptprüfung in einen Halben Jahr 
ergibt.

MfG
alterknacker

von Hans (ths23)


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Jetzt malt er wieder Bildchen. Nimm lieber Deine Tabletten.

Al. K. schrieb:
> Wenn er es pakt, ist er einer der wenigen welche es in den letzten 10
> Jahren durch Nachprüfung geschafft haben.
Jo, die meisten lernen vor dem ersten Anlauf und brauchen keine 
Nachprüfung - so einfach ist das.

von Cyblord -. (cyblord)


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Das Thema passt einfach null in dieses Forum. Auch nicht in Offtopic 
aber schon gar nicht in A&B. Wieso bleibt der Psycho-Mist von diesem 
Vogel hier stehen?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> Abitur   geschafft!

Gratulation!
Da hast Du ihn gut getrizelt zu lernen, zu lernen....

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> Mal sehen was die Einsichtnahme in die Hauptprüfung in einen Halben Jahr
> ergibt.

Du glaubst nicht im Ernst, dass ihm das nach einem halben Jahr auch nur 
die Bohne interessiert? Nach dem Abi steht Wichtigeres an, Schule ist 
vorbei, die nächsten Schritte stehen an. Ich habe das Abi-Zeugnis nur 
noch ein einziges Mal benötigt, nämlich zur Immatrikulation auf der Uni.

Jetzt gönn' ihm eine zünftige Abi-Feier, danach ist Schule 
einschließlich der Abi-Prüfung Schnee von gestern.

von Bruno V. (bruno_v)


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Al. K. schrieb:
> Nachprüfungen.
> Physik 11 von 15
> Deutsch 13 von 15
> seine Lehrer waren absolut erstaunt, da dies seine Angstfächer waren.
>
> in der Hauptprüfung glaube je 1 Punkt , was mir nicht erklärbar
> erschien.
Was sagen die denn dazu? Das ist mehr als krass.

von Al. K. (alterknacker)


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Rainer Z. schrieb:
> Du glaubst nicht im Ernst, dass ihm das nach einem halben Jahr auch nur
> die Bohne interessiert?
So was zu wissen nützt vielleicht im Augenblick nichts, aber es zu 
wissen kann für die Zukunft doch etwas bedeuten.

Dieter D. schrieb:
> Gratulation!
> Da hast Du ihn gut getrizelt zu lernen, zu lernen....

Nicht so krass, aber trotzdem konnte ich im helfen und meine eigenen 
Erlebnisse waren für ihm immer Interessant.

Hans schrieb:
> Jetzt malt er wieder Bildchen. Nimm lieber Deine Tabletten.
Das ist aber Besser wie dein Geschreibsel.
Du wirst das Leben auch noch kennenlernen.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Al. K. schrieb:
> Die letzte Prüfung Morgen brauch er nicht mehr,
> Abitur   geschafft!

https://www.youtube.com/watch?v=7iITFrcNLcA

;-)

von Al. K. (alterknacker)


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Er hätte sogar heute Morgen die 3 Prüfung nicht machen brauchen, aber 
leider kam die Information vom Lehre zu spät.
Die Punkte der ersten 2 Nachprüfungen haben gereicht.
;-)

Bruno V. schrieb:
> Was sagen die denn dazu? Das ist mehr als krass.
Das empfinde ich auch und damit wird die Einsichtnahme noch 
interessanter.


Eine wichtige Regel wird wieder mal bestätigt,
man darf nicht aufgeben.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Al. K. schrieb:
> Das empfinde ich auch und damit wird die Einsichtnahme noch
> interessanter.

Warum hier nicht einfach den Lehrern vertrauen (und fragen)?

von Al. K. (alterknacker)


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Bruno V. schrieb:
> Warum hier nicht einfach den Lehrern vertrauen (und fragen)?
Das wurde getan, aber wenn die Information und Einsicht aus 
Datenschutzgründen nicht erlaubt ist..

MfG
alterknacker

von Manfred P. (pruckelfred)


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Al. K. schrieb:
> aber wenn die Information und Einsicht aus
> Datenschutzgründen nicht erlaubt ist..

Datenschutz ist sinnvoll, aber wird inzwischen gerne mißbräuchlich als 
Vorwand benutzt, Informationen nicht zu liefern.

von Franko S. (frank_s866)


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Heute wird alles durchgewunken. Früher hätten die nicht mal Realschule 
geschafft. Da hocken dann so Vögel im Hörsaal und fragen was der 
Integralkringel bedeutet oder kürzen das x von dx raus,...

von Rbx (rcx)


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Manfred P. schrieb:
> Datenschutz ist sinnvoll, aber wird inzwischen gerne mißbräuchlich als
> Vorwand benutzt, Informationen nicht zu liefern.

Da spielen wohl mehrere Punkte hinein. Schlechte Vorbereitung/Anpassung 
auf der einen Seite, wenig gelernt auf der anderen.
Kommunikationsschwierigkeiten gibt es vor allem dann, wenn die "Sprache" 
mal wieder eine ganz andere ist, und man erst von fremdartig nach 
vertraut übersetzen muss. Da sind einige wohl überfordert mit, und das 
geht dann auch schief.

Ein besonders krasses Beispiel hatte mal ein Kieferchirurg geliefert. 
Der konnte nur seine eigenen Röntgenbilder lesen. Besonders gut in 
Kommunikation und Verantwortlichkeit war der auch nicht.

von Hans (ths23)


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Al. K. schrieb:
> Das ist aber Besser wie dein Geschreibsel.
Nee, die Bildchen sind einfach nur peinlich.

von Al. K. (alterknacker)


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Hans schrieb:
> Nee, die Bildchen sind einfach nur peinlich.
Für hier sehr treffend.
Leider muss ich bemerken das du von dieser Technik völlig ahnungslos 
bist.

MfG
alterknacker

P.S.

na ja, wenn du weiter durchs Forum rollst, wir dein Geschreibsel auch 
besser...

Es geht aber um Einsichtnahme....

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Al. K. schrieb:
> Das wurde getan, aber wenn die Information und Einsicht aus
> Datenschutzgründen nicht erlaubt ist..

Für wen nicht erlaubt? Für den Abiturienten, klar. Aber die Lehrer 
sollten doch eine Möglichkeit haben, die Arbeiten zu sehen, wenn sie sie 
nicht sogar selbst korrigieren mussten. Werden die Arbeiten versiegelt 
und irgendwo außerhalb der Schule gelagert?

von Bruno V. (bruno_v)


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Rbx schrieb:
> Ein besonders krasses Beispiel hatte mal ein Kieferchirurg geliefert.
> Der konnte nur seine eigenen Röntgenbilder lesen.

Das trifft so ziemlich auf jeden Arzt zu. Entweder macht er die selber 
(nochmal), oder er verlässt sich auf das Gutachten des Aufnehmers.

Bei reinen Aufnahme-Dienstleistern ist das abschließende Gespräch (30s 
bei Kassenpatienten, wenn kein PKV-Patient stört) das einzig wichtige. 
Dort macht sich der Aufnehmer ein Bild von den Umständen und gleicht es 
mit seinen Beobachtungen und der Überweisung ab und fällt dann sein 
Urteil. Danach können die Bilder in den Müll. Wenn der eigene Arzt da 
draufschaut, dann kannst Du froh sein, wenn er Becken- von 
Schulterblatt-Aufnahmen unterscheiden kann.

von Heinrich K. (minrich)


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Bruno V. schrieb:
> Das trifft so ziemlich auf jeden Arzt zu.

Aha!
Du kennst natürlich jeden davon und stehst selbstverständlich "da 
drüber", Herr Doktor!
Wo habens denn Medizin studiert, Herr Bruno?

von Bruno V. (bruno_v)


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Heinrich K. schrieb:
> Du kennst natürlich jeden davon und stehst selbstverständlich "da
> drüber", Herr Doktor!

Sorry, meine Schuld. Ich meinte nur die Kassenärzte. Bei privater 
Abrechnung schaut sich ein Arzt sicher die Fotos der Kollegen an. Und 
natürlich gibt es in jeder Zunft auch positive Ausnahmen. Das ändert 
nicht die übliche und allseits zu beobachtende Praxis.

: Bearbeitet durch User
von Heinrich K. (minrich)


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Bruno V. schrieb:
> Das ändert nicht die übliche und allseits zu beobachtende Praxis.

Die Herr Dr. Bruno allseits und üblicherweise "beobachtet".

Weil Du Zugang zu fremden, höchst intimen, Patientenakten hast.

Weil Du einfach so in jede Praxis marschierst und dort allseits 
Röntgenaufnahmen sichtest.

Weil Du was von Röntgenaufnahmen verstehst.

Herr Doktor...

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Al. K.

Al. K. schrieb:
> Er hätte sogar heute Morgen die 3 Prüfung nicht machen brauchen, aber
> leider kam die Information vom Lehre zu spät.
> Die Punkte der ersten 2 Nachprüfungen haben gereicht.
> ;-)
~~~~
~~~
~~
~
> Eine wichtige Regel wird wieder mal bestätigt,
> man darf nicht aufgeben.

Hälst Du es denn für sinnvoll, mit einer so knapp bestandenen 
Abiturprüfung etwas Abiturübliches anzufangen, wie z.B. zu studieren?

Ich hatte einen wesentlich größeren Punkteabstand nach unten, aber ich 
hatte damit Bedenken zu studieren.
Dooferweise habe ich mich in der Ausbildung aber trozdem dazu 
Bequatschen lassen.

Auf der anderen Seite: Mit dem Bestehen einer Prüfung hat man nur 
gezeigt, dass man eine Prüfung bestehen kann, und sonst 
nichts.....umgekehrt würde gelten, mit dem Durchfallen durch eine 
Prüfung hat man nur gezeigt, das man Schwierigkeiten mit Prüfungen hat, 
und sonst nichts.

Wenn da andere Begabungen sind, die er nutzen kann, dann sollte er das 
auch tun.

Ich sage das, weil ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass man 
viel Zeit damit verplempern kann, wenn man sich weigert, die Flinte ins 
Korn zu werfen.

Von daher finde ich persönlich rechtzeitiges Aufgeben schon sinnvoll.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Bernd W. schrieb:
> Von daher finde ich persönlich rechtzeitiges Aufgeben schon sinnvoll.

rechtzeitiges Aufgeben ist nie sinnvoll.

Bernd W. schrieb:
> mit dem Durchfallen durch eine
> Prüfung hat man nur gezeigt

das man entweder ungeeignet ist ODER der Prüfende!

von Bruno V. (bruno_v)


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Bernd W. schrieb:
> Hälst Du es denn für sinnvoll, mit einer so knapp bestandenen
> Abiturprüfung etwas Abiturübliches anzufangen, wie z.B. zu studieren?

In der Privatwirtschaft ist der Abschluss weniger wichtig als die 
Eignung und später Leistung (im Sinne von "kann in der Gruppe 
mitschwimmen"). In der Planwirtschaft ist die Eingruppierung oder 
Laufbahn praktisch nur von Abschlüssen abhängig. Und dort, wo es nicht 
so ist, herrscht der Klüngel. Schließlich geht es niemandem ums eigene 
Geld.

von Al. K. (alterknacker)


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Bernd W. schrieb:
> Dooferweise habe ich mich in der Ausbildung aber trozdem dazu
> Bequatschen lassen.

Wenn man sich bequatschen läßt ist die Eigene Meinung noch recht
schwach ausgeprägt.
Wir haben darauf unterschwellig hingearbeitet das er die 10.Klasse macht 
einen Beruf erlernt 1-2 Jahre arbeitet und in dieser Zeit überlegt ob er 
ein Fachabi macht, und dann zur FH geht.
Danach gibt es die Weiteren Qualimöglichkeiten, bis hin zum Dr.
Das hat mein Sohn gemacht, nur den Dr. noch nicht,finanziell würde er 
sich auch kaum verbessern.

Er hat aber trotz seiner Schreib-Leseschwäche konsequent gesagt das er
das Abitur machen will und weiter studieren möchte.
Er hat auch von mir frühzeitig erfahren das es immer Ungerechtigkeit 
gibt und wie man damit umgehen Kann.

Auch das man sich von Rückschlägen nicht erledigen lassen sollte.

Ein berühmter Mensch sagte einmal,

Es zählt nicht wie oft du fällst, sondern das du immer wieder aufstehst
und weitermachst.

Bernd W. schrieb:
> Ich hatte einen wesentlich größeren Punkteabstand nach unten, aber ich
> hatte damit Bedenken zu studieren.

Man kann denken das du damals wenig Selbstbewusstsein hattest.
Auch das muss erst  gefördert und erlernt werden.
;-))


MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Schreib-Leseschwäche

Hat das heute nicht jeder?
-so gefühlt?
Gepaart mit Diskalkulie und Zabbelflip.

meine Fresse ey, wat is' heute nur los?

von Al. K. (alterknacker)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Hat das heute nicht jeder?
Mit Augenzwinkern könnte man es noch akzeptieren.

Aber was eine Schreib-Lese Schwäche für den betreffenden bedeutet , 
scheinst du nicht zu kennen.

z.B.
Vor Jahren wurden diesen Personen sogar auf der UNI ein höheren 
Zeitrahmen bei Arbeiten und Prüfungen eingeräumt.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Mit Augenzwinkern könnte man es noch akzeptieren.

Ja nun, ich mach nicht immer ein entsprechendes Smilie überall hin.
Die ganze online-Welt beliebt stets zu übertreiben und zu 
verallgemeinern.
Da kann ich dann bisweilen auch nicht anders.

Al. K. schrieb:
> z.B.
> Vor Jahren wurden diesen Personen sogar auf der UNI ein höheren
> Zeitrahmen bei Arbeiten und Prüfungen eingeräumt.

Quelle?

Da muss man sich allerdings fragen,
wie diese Leute denn im Arbeitsleben zurecht kommen sollen.
Brauchen wir irgendwann für jeden verkorksten Sonderling ein eigenes 
Arbeitszeitmodell?

Muss ich z.b also als Patient auf nem OP Tisch damit leben,
dass ein Chirurg, mit oben von mir beschriebenen Symptomen an mir rum 
schnippelt?
ADHS? oh die unerwartete Blutung kann ich grad nicht stillen?
Die T*tten der Schwester sind grad interessanter?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Aber was eine Schreib-Lese Schwäche für den betreffenden bedeutet ,
> scheinst du nicht zu kennen.

das bedeutet, dass es immer auch Leute gibt, die nicht mitkommen 
(können)
Das war schon immer so und wird HOFFENTLICH auch so bleiben.

Jeder kann arbeiten, aber nicht jeder alles.

von Al. K. (alterknacker)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Jeder kann arbeiten, aber nicht jeder alles.
Das ist Richtig,
aber du scheinst Lese-Schreibschwäche nicht zu kennen.
Du solltest erst darüber urteilen wenn du dich damit beschäftigt und 
verstanden hast.

nur als Beispiel,
ein US Präsident hatte auch Schreib-Leseschwäche unter Anderen relativ 
bekannten Persönlichkeiten der Geschichte auch.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Quelle?
Wer es nicht glaubt, selbst suchen.
Du hast doch keine Schreib-Leseschwäche,
ich zur Zeit schon.
;-))

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> nur als Beispiel,
> ein US Präsident hatte auch Schreib-Leseschwäche unter Anderen relativ
> bekannten Persönlichkeiten der Geschichte auch.

und der Vater hat geholfen,
dass Dabbleju gewisse Positionen erreichen konnte.

GANZ schlechtes Beispiel was Du da bringst.

von Al. K. (alterknacker)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> und der Vater hat geholfen,
> dass Dabbleju gewisse Positionen erreichen konnte.

Suche die vielen Anderen...

Wie schon gesagt, beschäftige dich ein wenig damit....

Ich selbst bin überzeugt das er seinen gewählten Weg schaffen wird,
mein Sohn wird ihm dabei helfen können.

Mein Sohn ist in vielen Fällen ein Außergewöhnliches Beispiel.
Diese Wertung kommt von Außenstehenden.....

Sind eben meine vererbten Gene.;-))
Diese Krankheit ist nur nicht bei mir ausgebrochen.;-))

MfG
alterknacker

P.S.
Jedenfalls ist die Prüfung jetzt schon Geschichte
und in ein paar Jahren spricht keiner mehr davon,
vielleicht.

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Al. K. schrieb:
> Suche die vielen Anderen...
>
> Wie schon gesagt, beschäftige dich ein wenig damit....

Das Problem mit solchen Diagnosen ("vielen" der "Anderen"): Es ist ein 
Kontinuum und eine Normalverteilung. Normalverteilung heißt: Viele 
unabhängige Faktoren kommen zusammen.

Analogie Laufen: bei 100 Kindern eines Jahrgangs gibt es ein oder zwei, 
die offensichtlich körperlich benachteiligt sind und deutlich langsamer. 
Leute mit einem Bein, Klumpfüßen oder steifer Hüfte. Damit wird die 
Benachteiligung beschrieben.

Die nächsten 20% haben teils körperliche (klein, Proportionen, ...) 
Nachteile, teils mangelndes Training. Beim Laufen kann man das 
vielleicht noch trennen, bei Dyslexia oder Dyskalkulie nicht.

Zugeständnisse im Sport bei den ein oder zwei offensichtlich 
Beeinträchtigen findet jeder OK. Aber sobald der Dicke unsportliche bei 
halber Leistung die Ehrenurkunde kriegt, stellt das Noten insgesamt in 
Frage.

Die meisten kolportieren Dyslexias waren allein schon aufgrund des 
Alters nie diagnostiziert. Oft handelt es sich um eine Entschuldigung, 
warum man keinen Wert auf Rechtschreibung legt. Zu jener Zeit war 
Rechtschreibung harte Arbeit (und ist es heute immer noch).

von René H. (mumpel)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> bei meiner Prüfung hatte der Leerkörper auch keine Einsicht

In einem leeren Körper ist nichts drin. Es heißt Lehrkörper.

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Dooferweise habe ich mich in der Ausbildung aber trozdem dazu
>> Bequatschen lassen.
>
> Wenn man sich bequatschen läßt ist die Eigene Meinung noch recht
> schwach ausgeprägt.

Naja. In dem Alter war ich noch so naiv, das man mich mit Lob besoffen 
machen konnte.
Heute sträuben sich mir die Nackenhaare vor Misstrauen, wenn ich gelobt 
werde.

> Das hat mein Sohn gemacht, nur den Dr. noch nicht,finanziell würde er
> sich auch kaum verbessern.

Ja, eine Dissertation zu schreiben, ist bestimmt ein nettes Hobby. Aber 
finanziell haben wohl die wenigsten etwas davon.
Das siehst Du heute übrigens auch gut bei Ärzten. Immer weniger haben 
einen Doktorgrad, weil neues zu erschliessen wird immer schwerer und nur 
gut ausgestatteten Instituten möglich. Aber für den mindestens gleichen 
Zeitaufwand müssen sie sich weiterbilden, um mit der Entwicklung, die 
anderswo gemacht wird, überhaupt schritt zu halten.

Mit geschäftlicher Begabung ist eine Ausbildung nützlich, ohne Begabung 
eher ein Hobby.
Ich hatte genug Vorgesetzte, die noch nicht einmals einen 
Hauptschulabschluss hatten, aber ich habe auch genug Leute 
kennengelernt, die z.B. mit einem Doktorgrad in Mathematik am Supermarkt 
hinter der Kasse sassen.


> Er hat auch von mir frühzeitig erfahren das es immer Ungerechtigkeit
> gibt und wie man damit umgehen Kann.

Es gibt Grenzen. Da lässt man es entweder auf sich Beruhen, oder wird 
wie der kleistsche Kohlhaas zum Terroristen.

>
> Auch das man sich von Rückschlägen nicht erledigen lassen sollte.
>
> Ein berühmter Mensch sagte einmal,
>
> Es zählt nicht wie oft du fällst, sondern das du immer wieder aufstehst
> und weitermachst.

Hinfallen und aufstehen macht nur die Gelenke kaputt. ;O)
Wenn Du nicht gut Laufen kannst, versuch besser Dein Kriechen zu 
perfektionieren. ;O)

> Man kann denken das du damals wenig Selbstbewusstsein hattest.

Ich kann mir unter "Selbstbewusstsein" nur theoretisch etwas vorstellen.
Und für das, was ich mir vage darunter vorstelle, hätten 99,9% aller 
Leute, inklusive mir selber, keinen Anlass.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Bernd W. schrieb:
> Hinfallen und aufstehen macht nur die Gelenke kaputt. ;O)
> Wenn Du nicht gut Laufen kannst, versuch besser Dein Kriechen zu
> perfektionieren. ;O)

Damit kann ich in der Neuzeit nichts anfangen,kenne mich nicht aus.
Meine Probleme konnte ich durch kriechen in der Neuzeit nicht 
bewältigen, ich musste mich immer durchsetzen.

Zu meiner Zeit im ersten Leben haben viele das kriechen perfektioniert
und sind damit am Ziel würdevoll betitelt worden.
Ich bin Aufrecht durchs ziel gegangen und habe alles erreicht was ich 
als 10 Klassen Schüler mir vorgenommen hatte.
Den Grenzbau und die Wende konnte ich natürlich nicht mit einplanen.;-))

Ist es jetzt üblich das die Lehrer jeden Abiturienten nochmals 
persönlich
zur  Hochschulreife gratulieren?


MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo DesIntegrator.

●DesIntegrator ●. schrieb:

>> Schreib-Leseschwäche
>
> Hat das heute nicht jeder?
> -so gefühlt?
> Gepaart mit Diskalkulie und Zabbelflip.

Das war schon immer so. Als ich mit 18 oder 19 mein erstes Protokoll 
wegen eines überfahrenen Stoppschildes bekam, da staunte ich nicht 
schlecht, dass der etwas ältere und reifere Streifenpolizist eine gute 
Viertelstunde für die Ausfertigung brauchte, und mir dann etwas voller 
Rechtschreibfehler präsentierte, in einer Handschrift, der man die 
Mühseligkeit des Schreibens ansah. Sehr gut lesbar, aber groß und 
ungelenk.

Ähnlich ein paar Ausbilder während meiner Berufsausbildung.

Ich denke, das fällt nur immer stärker auf, weil schriftliche 
Kommunikation immer wichtiger wird.

Und einige meiner Lehrmeister und deutlich ältere Chefs waren deutlich 
AHDS geprägt. In der heutigen Zeit ist das aber vielleicht sogar eher 
ein Vorteil, so schnell immer hin und her springen zu können.

●DesIntegrator ●. schrieb:

> Da muss man sich allerdings fragen,
> wie diese Leute denn im Arbeitsleben zurecht kommen sollen.
> Brauchen wir irgendwann für jeden verkorksten Sonderling ein eigenes
> Arbeitszeitmodell?

Irgendwie habe ich oft den Eindruck, das in vielen Firmen die Älteren 
mit viel praktischer Erfahrung sehr oft "verkorkste Sonderlinge" sind. 
Alle anderen haben mittlerweile Karriere gemacht und sind in der 
Führung, in der Verwaltung oder im Vertrieb. Oder sie sind 
Langzeitarbeitslos.

> Muss ich z.b also als Patient auf nem OP Tisch damit leben,
> dass ein Chirurg, mit oben von mir beschriebenen Symptomen an mir rum
> schnippelt?
> ADHS? oh die unerwartete Blutung kann ich grad nicht stillen?
> Die T*tten der Schwester sind grad interessanter?

Das hängt natürlich auch an der schwere der AHDS Symptome. Auch Leute 
mit AHDS können sich oft eine ganze Weile gut konzentrieren. Nur 
anschliessend sind die Leute dann deutlich erschöpfter als die ohne 
AHDS.

Bei größeren Operationen Arbeiten die Ärzte sowieso im Team. Und 
übernehmen unterschiedliche Aufgaben oder wechseln sich untereinander 
bei der gleichen Aufgabe ab. Auch "Normale" sind nicht über Stunden so 
belastbar. Vielleicht überschätzt Du auch die Fähigkeiten vieler Leute, 
nicht nur die von Ärzten, einfach.

Wenn Du mal bei einer Operation wach warst, weil die z.B. lediglich 
unter örtlicher Betäubung gemacht wurde, dann wirst Du hören, dass sich 
die Ärzte und assistierenden Pfleger untereinander genauso unterhalten 
wie andere Leute auch. Das wechselt sehr schnell zwischen fachlichem, 
"ich glaub, das muss noch etwas abgeklemmt werden" und privatem, "Wie 
war Dein Konzert am Wochenende?" hin und her.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Al. K.

Al. K. schrieb:

> Ist es jetzt üblich das die Lehrer jeden Abiturienten nochmals
> persönlich
> zur  Hochschulreife gratulieren?

Soviel ich weiß eher nicht. Dass wird gemeinsam in der Abschlussfeier 
gemacht.

Als ich vor über 40 Jahren Abi machte, war das so ähnlich wie ich das 
heute höre. Aber das muss natürlich nicht überall so sein.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Al. K. (alterknacker)


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Hallo,
nur noch als Abschluss.
Durchschnittsnote   3,4 , ist nicht berauschend, aber einige welche 
stolz ihre normale Abiprüfungen ohne Nachprüfungen geschafft haben,sind 
mit einer schlechteren Durchschnittsnote durchgerutscht.

Das besondere ist das er von den Lehren seiner "Angstfächer" besonders 
herzlich auf offener Bühne gratuliert wurde.
Das seine Physiklehrerin ihn auf der Bühne auch noch umarmt hatte
war ihm etwas peinlich.
Damit hatte er nicht gerechnet das sich seine Lehrer über seine Leistung 
so für Ihn gefreut haben.

Vielleicht war seine Schreib-Leseschwäche doch in einer Akte vermerkt 
gewesen, und es wurde anerkannt das er Diese nie als Grund vorgeschoben 
und auch nicht angegeben hatte.

Mit freundlichen Grüßen
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Al. K. schrieb:
> Hallo,
> nur noch als Abschluss.
> Durchschnittsnote   3,4 , ist nicht berauschend, aber einige welche
> stolz ihre normale Abiprüfungen ohne Nachprüfungen geschafft haben,sind
> mit einer schlechteren Durchschnittsnote durchgerutscht.

Für McDonalds wirds reichen. Mit ein bisschen Fleiß kann er sich dort in 
ein paar Jahren zu den Pommes hocharbeiten.

von Hans (ths23)


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Bernd W. schrieb:
>> Das hat mein Sohn gemacht, nur den Dr. noch nicht,finanziell würde er
>> sich auch kaum verbessern.
>
> Ja, eine Dissertation zu schreiben, ist bestimmt ein nettes Hobby. Aber
> finanziell haben wohl die wenigsten etwas davon.
Das macht man auch nicht aus Geldgründen, sondern weil man gern 
wissenschaftlich arbeitet und man sich mit Thematik intensiver 
beschäftigen möchte. So war es zumindest mal gedacht. Heutzutage ist das 
anders, da machen es viele (nicht alle), weil der Dr. im Namen so schick 
ist und was her macht. Da erarbeitet man sich auch nichts mehr selbst, 
sondern macht C&P, wie einige Plagiatsskandale zeigen. Die Bedeutung 
eines akedemischen Titels verkommt so immer mehr zu einer Farce.

Bernd W. schrieb:
> Das siehst Du heute übrigens auch gut bei Ärzten. Immer weniger haben
> einen Doktorgrad, weil neues zu erschliessen wird immer schwerer und nur
> gut ausgestatteten Instituten möglich.
Da hast Du vermutlich nicht ganz unrecht, aber ich sehe das ein klein 
wenig anders. Themen mit denen man sich intensiver beschäftigen könnte 
und aus den man auch eine Doktorarbeit machen könnte gibt es sicher 
genügend. Allerdings scheint für viele die Worklifebalance wichtiger zu 
sein, als mal wissenschaftlich zu arbeiten. Hinzu kommt noch das 
akademische Grade heutzutage zu noch eine geringe Wertschätzung 
genießen. Eine Ursache warum das so ist hatte ich oben genenannt. Ich 
finde das nicht gut.

Al. K. schrieb:
> ...,sind
> mit einer schlechteren Durchschnittsnote durchgerutscht.
Offenbar haben diese Leute sich vor der Prüfung und nicht erst als das 
Kind in den Brunnen gefallen ist auf den Hosenboden gesetzt und gelernt. 
Damit will ich die Durchschnittsquote von 3,4 nicht schön reden, denn 
ist wirklich grottenschlecht. Zeigt aber eben auch wie "gut" das 
derzeitige Schulsystem ist. Wir müssen wieder davon weg kommen, das 
jeder Abitur macht, bloß weil Mama und Papa meinen, das der Sproß dies 
tun müsse. Hier wäre es schon besser das es wieder leistungsorientierter 
wird. Dazu müssen wir auch wieder lernen Berufe wertzuschätzen, die man 
mit einer ganz normalen Berufausbildung erlernt. Natürlich möchten die 
Eltern nur das Beste für ihre Kinder, aber Abi muß eben nicht immer das 
Beste sein - für viele wird es auch eine Qual sein.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

3.4 hatte ich auch. Ohne Rechtschreibschwaeche. Nur Faulheit und 
Desinteresse. Musste aber keiner dafuer in einem Forum weinen.

scnr,
WK

von Al. K. (alterknacker)


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Dergute W. schrieb:
> Musste aber keiner dafuer in einem Forum weinen.

Nun wenn du weinen willst, das kann ich nicht verhindern.
;-))

Es ist eben schwierig die richtige Antwort zu finden, wenn man nicht 
alles gelesen hat.
Eben
Nur Faulheit und
Desinteresse.
;-))

MfG
alterknacker

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> mein Sohn wird ihm dabei helfen können.

Das finde ich lobenswert.

Al. K. schrieb:
> Damit hatte er nicht gerechnet das sich seine Lehrer über seine Leistung
> so für Ihn gefreut haben.

Da muss man wissen, dass es Schüler gibt, die verstecken hinter so etwas 
ihren mangelnden Fleiß. Wenn das bei einem Schüler anders ist, dann 
freuen sich die Lehrer natürlich auch, wenn so ein Ziel erreicht wird.

Lehrer reden natürlich über Schüler, vor allem, wenn Klassen weiter 
gegeben werden.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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René H. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> bei meiner Prüfung hatte der Leerkörper auch keine Einsicht
>
> In einem leeren Körper ist nichts drin. Es heißt Lehrkörper.

ach...

Lehrer, die seit 20 Jahren die selben Prüfungsfragen stellen,
können nur leer sein

von Al. K. (alterknacker)


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Dergute W. schrieb:
> 3.4 hatte ich auch. Ohne Rechtschreibschwaeche. Nur Faulheit und
> Desinteresse. Musste aber keiner dafuer in einem Forum weinen.

Das als Grund anzugeben ist schon deutlich eine charakterliche 
Einstellung.
Ich hoffe doch das dies nicht das ganze Leben anhält.;-))

MfG
alterknacker

von Thomas (kosmos)


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verlange doch eine Datenauskunft nach DSVGO.


.......dieses Recht steht Ihnen gegenüber öffentlichen Stellen (z.B. 
Behörden) und nichtöffentlichen Stellen (z.B. Wirtschaftsunternehmen, 
Verbänden, Vereinen etc.) zu. Durch das Auskunftsrecht werden Sie in die 
Lage versetzt, den Überblick und damit auch die Kontrolle darüber zu 
behalten, welche Ihrer personenbezogenen Daten verarbeitet werden.

Die Schulbehörde wäre vielleicht ein Ansprechpartner. Da die Fristen 
glaub bei 1 oder 3 Monaten liegen bekommst du also evtl. früher die 
Daten, als sie sichs bei einer Einsichtsnahme denken. Außerdem dürfterst 
du dann keinen weiteren Aufwand haben und die Infos kommen zu dir nach 
Hause.

von Peter (informatiker78)


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Thomas schrieb:
> verlange doch eine Datenauskunft nach DSVGO.
>
>
> .......dieses Recht steht Ihnen gegenüber öffentlichen Stellen (z.B.
> Behörden) und nichtöffentlichen Stellen (z.B. Wirtschaftsunternehmen,
> Verbänden, Vereinen etc.) zu. Durch das Auskunftsrecht werden Sie in die
> Lage versetzt, den Überblick und damit auch die Kontrolle darüber zu
> behalten, welche Ihrer personenbezogenen Daten verarbeitet werden.
>
> Die Schulbehörde wäre vielleicht ein Ansprechpartner. Da die Fristen
> glaub bei 1 oder 3 Monaten liegen bekommst du also evtl. früher die
> Daten, als sie sichs bei einer Einsichtsnahme denken. Außerdem dürfterst
> du dann keinen weiteren Aufwand haben und die Infos kommen zu dir nach
> Hause.

Soweit mir bekannt, habe ich als Bürger lediglich ein Auskunftsrecht 
darauf, welche Art von Daten über mich gespeichert und verarbeitet 
werden, sofern  es sich um meine personenbezogenen Daten handelt, die 
automatisiert verarbeitet werden.

Ich kann also nicht erfragen, welche Daten (inhaltlich) über mich 
gespeichert werden. Also könnte es etwas schwierig werden, diese 
Einsichtnahme in die Klausurarbeit über diesen Weg zu erzwingen.

von Thomas (kosmos)


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https://dsgvo-gesetz.de/themen/personenbezogene-daten/

das ist hier schon etwas weitergefasst

von Peter (informatiker78)


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https://dsgvo-gesetz.de/themen/auskunftsrecht-der-betroffenen-person/

"So umfasst das Auskunftsrecht Angaben über deren Verarbeitungszwecke, 
der verarbeiteten Kategorie personenbezogener Daten, dem Empfänger bzw. 
Kategorien von Empfängern, die geplante Speicherdauer bzw. Kriterien für 
deren Festlegung, Informationen zu den Betroffenenrechten wie 
Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung, zum 
Widerspruchsrecht gegen diese Verarbeitung, einen Hinweis auf das 
Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde, Angaben zu der Herkunft der 
Daten, soweit diese nicht bei der Person selbst erhoben wurden..."

Beim Auskunftsrecht ist nur die Rede u.a. von der verarbeiteten 
Kategorie personenbezogener Daten.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Peter schrieb:
> Beim Auskunftsrecht ist nur die Rede u.a. von der verarbeiteten
> Kategorie personenbezogener Daten.

Regel NUMMER 1 bei Rechtstexten:
IMMER die Primärquelle gegenchecken.

Auf derselben Seite ist ja auch der Originaltext der DGSVO verlinkt, da 
hättest du ja mal reinschauen können.
Besser natürlich auf einer "Amtlichen" Seite (EU oder BUND) einsehen, 
aber da du diesen Link genommen hast bleiben wir mal dabei.

Auf der Seite findet sich dann im Verordnungstext selbst der folgende 
Artikel:


Art. 15 DSGVO Auskunftsrecht der betroffenen Person
> Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine
> Bestätigung darüber zu verlangen,
> ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden;
> ist dies der Fall,

ACHTUNG, JETZT KOMMT ES:

> so hat sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten
> und auf folgende Informationen:
Und die von dir genannten Punkte folgen dann ind der mit
"UND auf folgende Informationen" eingeleiteten Aufzählung.

Und ganz ehrlich:
Das hätte einem auch schon der gesunde Menschenverstand sagen können das 
es SO geregelt sein muss. Denn ansonsten wäre ein Recht auf Löschung 
oder Berichtigung relativ sinnfrei.
Nicht das in der Gesetzgebung alles Sinnhaft sein muss, aber solche 
dicken Patzer leisten die sich dann innerhalb einer zeitlich 
gleichzeitig beschlossenen Verordnung doch nicht.

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Peter (informatiker78)


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@Carsten S.

Ja stimmt. Ich entschuldige mich für meine unpräzisen bzw. 
missverständlichen Formulierungen.

Ja, die betroffene Person hat ein Auskunftsrecht.

Bei der Ausübung ihres Auskunftsrechtes kann sie eine Bestätigung vom 
Verantwortlichen verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten 
verarbeitet. Wenn dies der Fall ist, dann hat die Person das Recht auf 
Auskunft über diese personenbezogenen Daten usw.


Mein Punkt war, dass man sich immer den konkreten Fall anschauen muss, 
auf dem die DSGVO angewendet werden soll.

Und in diesem konkreten Fall zur Einsichtnahme in die Klausurarbeit 
bezweifele ich, dass man in der Praxis durch die DSGVO an die 
gewünschten Daten gelangt.

Aber ich halte auch niemand davon ab, es in diesem Fall zu probieren.

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