Da mag zwar viel Rauschen rauskommen, aber mit dem Großsignal-
betrieb beschädigst Du die Statistik, weil gelegentliche
Extremspitzen vom Vielfachen des Mittelwertes auch mal vorkommen
müssen.
Echte Zenerdioden rauschen sehr wenig. Das sind die unter, sagen
wir mal 3V. Die mit größeren Durchbruchspannungen sind eigentlich
Avalanche-Dioden. Die rauschen WESENTLICH stärker.
Zener & Avalanche-Effekt haben einen unterschiedlichen TK, wenn
man auf eine stabile Referenzspannung aus ist. Das kompensiert
sich so bei 6-7V, darum ist das der typ. Wert für eine Z-Dioden-
Referenz. Für niedrige Rauschwerte ist das aber schon zu viel.
Prof. Zener hat übrigens mal gegen die Halbleiter-Industrie
geklagt: Avalanche-Dioden sollten nicht Zenerdioden genannt
werden, weil das nicht "sein" Effekt wäre. Das nenne ich mal
ehrlich!
Man hat sich dann auf z-Diode geeinigt und die Kennlinienform
vorgeschoben, aber der Geist war aus der Flasche.
< https://www.flickr.com/photos/137684711@N07/24411798996/in/album-72157662535945536/ >
Man sieht schön, wie mit steigender Durchbruchspannung das
Rauschen immer stärker wird, innerhalb der BZX84-Familie.
Gemessen mit Agilent 89441A Fourieranalyzer, Vorverstärker
mit 220 pV/rtHz Spannungsrauschen, gnuplot und einem programm
das viele FFTs macht und zu einem log. Frequenzsweep
zusammenbaut.
Das Bild nebenan zeigt LEDs, die als rauscharme Referenzen
missbraucht werden.
Oberhalb des 1/f-Gebiets rauschen Avalanche-Dioden ziemlich
flach. Typ. Beispiele sind HP346 A/B/C. Die BE-Sperrschicht
eines HF-Transistors schlägt sich da auch ganz gut.
Gruß, Gerhard