Bereits gelesen habe ich dies: Beitrag "PC Absturz, Hilfe!"
Auch andere Beiträge deuten auf Netzteil hin. Ich könnte tauschen, möchte aber eventuell verfügbare Diagnose-Tools (SW) kennenlernen. Daher die Frage.
Hallo,
Wg. Gebrauchtzustand habe ich mit diesen Tools die HW geprüft:
hardinfo (noch nicht hardinfo2)
memtest (neuste Version aus Debian-Installation)
Ergebnisse:
hardinfo lief problemlos und wiederholt
memtest meldet "pass"
Frage 1:
welche SW-Tools kann ich einsetzen, die den Absturzzustand - oder einen kritischen Moment kurz davor - festhalten?
Frage 2:
Mehrere Voltmeter könnte ich an die Sekundärseiten des Netzteils anschliessen, also +12, +5 und +3,3V. Einen Datenlogger o.ä. habe ich nicht. Filmen könnte ich die Anzeigen sehr wohl.
Wie bringe ich das Netzteil kontrolliert in den Zustand hoher Last?
Welche SW könnte das auslösen? Sonst müsste ich mit Lastwiderständen parallel zur PC-HW arbeiten. Hoher Aufwand.
Datenlogger mit Arduino Uno (habe mehrere): wäre das einfach und hinreichend genau oder ist das zu einfach?
Nebensächliches:
der BIOS-PC besteht fast nur aus gebrauchten Komponenten aus mehreren unbekannten Quellen. Er ist mit dem neuesten Debian64 Bookworm ausgestattet.
Schon früher stürzte er mit Linux einfach ab und startete neu. Aber nur wenige Male nacheinander, dann funktionierte er einfach. Nun trat es kurz nacheinander beim Spielen von Aisle Riot (Solitär) auf; bestimmt ist das anspruchslose SW. Dies war die einzige Anwendung, die ich gestartet habe.
Wie stark stürzt der PC denn ab? Komplett aus / reboot? Eingenrohren / Kernel panic? Oder nur die grafische Oberfläche / nachher in der Console?
Falls nur die grafische Oberfläche abschmiert, kann man mit dmesg in den Kernel logs nachsehen, ob dort was dazu zu finden ist.
Oder wenn man vor einem Absturz "dmesg -w" offen hat, sieht man auch noch was.
Kritische HW Fehler, die das OS oder BIOS erkennen, speichert Linux manchmal im pstore ab. Wobei, manchmal landet da auch unwichtiger Kram.
1
mount -t pstore - /sys/fs/pstore
2
tail -n+0 /sys/fs/pstore/*
Im Anhang ein Beispiel, was bei meinem Server da so drin steht. Irgend ein Fehler mit IRQs und Paging? Ein Lesefehler von der Samsung SSD. Ein (temporärer) Ausfall von derselben.
Einmal hatte ich auch Probleme mit einer Ethernet Karte, da war es der PCI-E Slot, brachte auch alles zum Absturz, ein anderer ging dann Problemlos, aber die Meldungen sind mittlerweile wohl wieder aus dem pstore weg, der ist nicht so gross.
Bei den fällen ist das OS auch jeweils komplett abgeschmiert / eingefroren.
Hier u. anderswo half oft, Strom ab, Deckel auf und die Steckverbindungen ab- und wieder anziehen, dasselbe bei den RAM-Riegel, meistens ist danach vieles wieder OK.
Falls das MB aus der Zeit der Kondensatorpest stammt, die Elkos auf Blähungen checken und tauschen.
welche SW-Tools kann ich einsetzen, die den Absturzzustand - oder einen
kritischen Moment kurz davor - festhalten?
Intuition. Das müffelt nach einem Hardwareproblem, und da Memtest ja läuft, könnte man vermuten, die Grafikkarte ist problematisch, eventuell zu heiß, oder nur im Backofen gebacken und weiterverkauft.
Wie auch immer, du könntest dich bei deinen Versuchen verletzen, oder die Hardware (noch mehr) zerstören, bring das Ding bitte zu einem Fachmann.
Oh, ein Fremdangsthase, also be-raten wir gemeinsam was zu tun sei...
Japp, am besten der TO geht zum Apotheker des Arztes, der die OP nach der Verletzung durchführte oder zum Anwalt seines Vertrauens, der beim Kunstfehler das Krankenhaus verklagt. Oder zum örtlichen Sprengstoffmeister seiner Wahl damit es sicher entsorgt wird bevors unkontrolliert explodiert.
Wie auch immer, du könntest dich bei deinen Versuchen verletzen,
hmmm, wäre mir neu, dass Computerbasteln neuerdings als gefährliches Hobby eingestuft wird...
oder
die Hardware (noch mehr) zerstören, bring das Ding bitte zu einem
Fachmann.
Vielleicht fragt mal jemand, wie viel das Gerät denn wert ist! Bei "lauter Gebrauchtkomponenten" dürfte sich der Gang zum PC-Laden eher nicht lohnen...
Wundert mich, dass das bereits zwei Leute vorgeschlagen haben, ohne nach dem Preis des PC zu fragen...
hmmm, wäre mir neu, dass Computerbasteln neuerdings als gefährliches
Hobby eingestuft wird...
Normalerweise nicht, aber wenn da oben schon so gefragt wird, hängen wir lieber präventiv und plakativ ein Stoppschild raus. In erster Linie wegen dem Netzteil, aber die Hardware ist auch empfindlich, da sollte man sich wenigstens vorher irgendwo irgendwie erden.
Normalerweise nicht, aber wenn da oben schon so gefragt wird, hängen wir
lieber präventiv und plakativ ein Stoppschild raus.
Das ist durchaus sinnig.
Wer eine Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsplatzes, eines Admins, der auch mal einen PC zerlegt, mitgeschrieben hat, der dürfte für sein Leben lang geschädigt sein.
Einmal das Gehäuse anfassen (was man eh' beim Auseinanderbauen macht)
reicht.
Sofern man da auch bleibt und nicht zwischendurch in die Küche schlurft um einen Kaffee zu kochen, oder (während der Kaffeezubereitung) das Auto in die Garage fährt.
Murphy hat bestimmt auch Katzen.
Da haben wir wohl unterschiedliche Bedeutungen des Wortes "gefährlich"
im Kopf...
Würde ich so nicht sagen. Allerdings verstehe ich deine Aussage jetzt nur in der Weise, dass man gewisse Situationen wohl mit Lachen übersetzen muss. CPU mit Eiswürfeltüten kühlen wollen z.B.
Ich meinte eigentlich, dass hier im Thread mit "gefährlich" eine gesundheitliche Gefahr für den Bastelnden besteht. Eine "Gefahr" für die CPU etc. hatte ich damit nicht impliziert :-)
Ja, OK, wenn dann die CPU brennt, kann es auch für den Bastler gefährlich werden. Aber der TO machte nicht den Eindruck, dass er auf diesem "Niveau" basteln will. Ich glaub, ich fange an zu schwurbeln...