Forum: Offtopic Frage an einen Rosenheimer Old Timer


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von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Als Schüler war für mich in den sechziger Jahren ein Besuch bei 
Radio-Wolf in Rosenheim in der Münchnerstrasse das höchste der Gefühle 
für einen hoffnungslos verknallten Elektronik-Jünger wie mich. Die 
hatten auch jede Auswahl an Modelleisenbahn Zubehör und ein für die 
damalige Zeit ein brauchbares Elektronik Lager.

Weiß jemand was aus diesen Geschäft geworden ist? Im Internet wird 
scheinbar kaum der Name genannt. Wie lange nach meinem Abgang in 1975 
hatte es noch existiert?

Die aktuellen Geschäfte der damaligen Zeit gibt es nun mittlerweile fast 
alle nicht mehr. Besonders vermisse ich die Besuche bei Radio Rim in 
München und Schillicon Valley.

Ja, in fast 50 Jahren verändert sich die Welt...

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gerhard O. schrieb:
> Moin,
>
> Als Schüler war für mich in den sechziger Jahren ein Besuch bei
> Radio-Wolf in Rosenheim in der Münchnerstrasse das höchste der Gefühle
> für einen hoffnungslos verknallten Elektronik-Jünger wie mich. Die
> hatten auch jede Auswahl an Modelleisenbahn Zubehör und ein für die
> damalige Zeit ein brauchbares Elektronik Lager.
>
> Weiß jemand was aus diesen Geschäft geworden ist? Im Internet wird
> scheinbar kaum der Name genannt. Wie lange nach meinem Abgang in 1975
> hatte es noch existiert?
>
> Die aktuellen Geschäfte der damaligen Zeit gibt es nun mittlerweile fast
> alle nicht mehr. Besonders vermisse ich die Besuche bei Radio Rim in
> München und Schillicon Valley.
>
> Ja, in fast 50 Jahren verändert sich die Welt...
>
> Gruß,
> Gerhard

Wenn so ein Laden vor 30 Jahren kopeister gegangen ist,
wird das vielleicht noch in irgendwelchen Fratzenbuch-Gruppen erwähnt.
Mit ganz viel Glcük auch noch mit ner gescannten Postkarte dazu, wo der 
Laden mit drauf ist.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Vielen Dank für Eure Antwort und Informations Links. Sieht so aus, als 
ob es sie zumindest vor zwei Jahren gegeben hätte.

Die hatten damals übrigens fast alle der Radio Praktiker Büchlein vom 
Franzis Verlag im Geschäft.

Grüße,
Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Moin,
>>
>> Als Schüler war für mich in den sechziger Jahren ein Besuch bei
>> Radio-Wolf in Rosenheim in der Münchnerstrasse das höchste der Gefühle
>> für einen hoffnungslos verknallten Elektronik-Jünger wie mich. Die
>> hatten auch jede Auswahl an Modelleisenbahn Zubehör und ein für die
>> damalige Zeit ein brauchbares Elektronik Lager.
>>
>> Weiß jemand was aus diesen Geschäft geworden ist? Im Internet wird
>> scheinbar kaum der Name genannt. Wie lange nach meinem Abgang in 1975
>> hatte es noch existiert?
>>
>> Die aktuellen Geschäfte der damaligen Zeit gibt es nun mittlerweile fast
>> alle nicht mehr. Besonders vermisse ich die Besuche bei Radio Rim in
>> München und Schillicon Valley.
>>
>> Ja, in fast 50 Jahren verändert sich die Welt...
>>
>> Gruß,
>> Gerhard
>
> Wenn so ein Laden vor 30 Jahren kopeister gegangen ist,
> wird das vielleicht noch in irgendwelchen Fratzenbuch-Gruppen erwähnt.
> Mit ganz viel Glcük auch noch mit ner gescannten Postkarte dazu, wo der
> Laden mit drauf ist.

Ich bin ausser hier im Forum leider kein Mitglied in irgendwelchen 
Social Medien Präsenzen.


...

von Rbx (rcx)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich bin ausser hier im Forum leider kein Mitglied in irgendwelchen
> Social Medien Präsenzen.

Man hätte auch direkt bei der Stadt nachfragen können, eventuell hat die 
sogar noch engagierte Leute im Museum (falls es da sowas gibt).

Die Radioläden bei uns (auch Nachfolger mit neuerem Equip) von damals 
stehen i.d.R. leer oder haben andere Mieter/Eigentümer drin, 
beispielsweise eine Versicherung.
Vor einiger Zeit hat bei uns ein Schaufenster aufgemacht, mit alten 
Kassettenrekordern und anderen Schätzen, und ein paar Texten zur 
damaligen Zeit dazu. Es gab ja mehrere 
Radio/Fernsehen/Schallplattengeschäfte bei uns, die nur so brummten.
In letzter Zeit bzw. ist auch schon wieder fast weg, waren die 
Bestell-Kataloge von den bekannten Verdächtigen beliebt. Früher konnte 
man da, wenn ich mich recht erinnere, auch noch einige Computerspiele 
bekommen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Lt. Auskunft eines Bekannten der gelegentlich zum Shopping in Rosenheim 
ist kennt er aus dem Bereich Münchener Strasse 25 nur nen Buch- und nen 
Schuhladen, ein Elektronikverticker ist ihm in den letzten Jahren dort 
nicht aufgefallen. Wird aber beim nächsten Mal darauf achten.

Die Schliessung von Kathrein hat elektronikmäßig Rosenheim kräftig 
zugesetzt.

Beitrag "Kathrein als Arbeitgeber"

von Dieter P. (low_pow)


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Wie lange es den "Radio-Wolf in Rosenheim", in der Münchnerstrasse
schon nicht mehr gibt, weiß ich nicht genau.10 Jahre ( 2014 )
werden ganz sicher nicht reichen.Einen ehemaligen Elektronikladen in
der Nähe, an der Salinstraße, gibt es auch schon lange nicht mehr dort.
Vor langen Jahren wollte ich mal Bauteile in einem Laden in der
Äußeren Münchener Str. erwerben, Verkauf nur an Gewerbetreibende 
möglich.
Meine Antwort war dann, kein Problem, wenn ich etwas brauche das gibt
es sicher im Internet....

Radio-Wolf, schon lange her, am Eingang Links die große Modelleisenbahn
und Rechts das Regal mit den Röhrenradios im Holzgehäuse.

> Münchener Strasse
Der Buchladen dort ist mir auch bekannt, etwas weiter an der Ecke die
Apotheke mit der Eingangstreppe.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Man kann Fotos der Strasse auf Mapillary anschauen, das müsste hier 
links sein:
https://www.mapillary.com/app/?lat=47.853750530556&lng=12.122820569167061&z=17&focus=photo&pKey=783159132403677
Ein Optiker, dm-Drogerie und Thalia.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Danke für Eure Kommentare und Hinweise.

Wolf hatte damals unheimlich viel Modelleisenbahn Sachen.

Naja. Nichts hält ewig auf dieser Erde und bekanntlich ist Änderung die 
einzige Konstante. Die Betreiber leben ja auch nicht für immer. Wenn es 
dann keine zeitgerechte Nachfolger gibt, dann ist der Faden zu Ende.

In fünfzig Jahren ändert sich viel in Städten.

Ja, mit Kathrein verknüpfen sich für mich viele gute Erinnerungen. Das 
war ein Eckpfeiler der Rosenheimer Wirtschaft.

Gruß,
Gerhard

von Thomas W. (goaty)


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Hier ist es vermutlich abgebildet:
https://innpuls.me/wp-content/uploads/2024/03/1979.jpg

In einem weiteren Foto der innpuls Seite von 1991 ist das Geschäft schon 
verschwunden und durch einen Optiker ersetzt.
https://innpuls.me/wp-content/uploads/2023/07/1991.jpg

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Thomas W. schrieb:
> Hier ist es vermutlich abgebildet:
> https://innpuls.me/wp-content/uploads/2024/03/1979.jpg
>
> In einem weiteren Foto der innpuls Seite von 1991 ist das Geschäft schon
> verschwunden und durch einen Optiker ersetzt.
> https://innpuls.me/wp-content/uploads/2023/07/1991.jpg

Danke! So habe ich es in Erinnerung.

Folglich, ging es dann schon um 1991, oder vorher, zu Ende.

Es ist schade, daß scheinbar fast niemals vor dem Schluß, gute Bilder 
für eine Stadt Chronik angefertigt werden.

Für meine Generation ist nun so ziemlich alles weg mit dem wir 
aufgewachsen sind. Man nahm damals die Existenz um das, was um uns herum 
war, einfach zu selbstverständlich.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Der Augenoptiker sitzt heute in Nr.25, dm in Nr.27
Da hat sich wirklich einiges verändert.

Da gab es mal eine Folge von Gemälden unter dem Titel
"Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht
der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt"
Jörg Müller Jan. 1976
und vom selben Künstler
"Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder"

: Bearbeitet durch User
von Dieter P. (low_pow)


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Das ehemalige Kantinengebäude dieses Werkes dort gibt es noch,
die "neue Kantine":

https://www.werk1-rosenheim.de/

Mapillary kannte ich bisher nicht, es dürfte Links vor der
Analogen Standuhr gewesen sein.Alle Fassaden sind auch irgendwann
erneuert worden.Mehrere Läden dürften seit entstehen der Bilder
( 2019 ) gewechselt haben.

Das große Schaufenster von Radio-Wolf hatte ich nicht mehr in
Erinnerung.Der Eingang müßte dann Links davon gewesen sein,
vielleicht abgewinkelt.Die Modellbahn war jedenfalls vom Eingang
her Links gesehen.Es müßte vom damaligen Inhaber Hr. Wolf, der ja
in Rosenheim wohnte, einen Sohn geben.Mehr weis ich darüber
allerdings nicht.

Ich bin nicht aus Rosenheim, wenn möglich vermeide ich inzwischen
so wie auch andere diese Stadt.
Das Lesen der lokalen Medien reicht mir da.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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> Mapillary kannte ich bisher nicht
https://de.wikipedia.org/wiki/Mapillary
Stammt aus Schweden, die meisten Aufnahmen dürften im Gegensatz zu 
Google Streetview vom Fahrrad aus aufgenommen sein. Bei mir in der 
"Anlieger frei" Straße sind sie schon dreimal vorbeigefahren, über den 
Radweg weiter, da käme Google garnicht durch.

von Thomas W. (goaty)


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Gerhard O. schrieb:
> Für meine Generation ist nun so ziemlich alles weg mit dem wir
> aufgewachsen sind. Man nahm damals die Existenz um das, was um uns herum
> war, einfach zu selbstverständlich.

Geht mir so mit Conrad in Nürnberg Leonhardstraße, da bin ich immer 
hingepilgert um die Schnäppchenkiste zu durchstöbern.

von Stefan M. (derwisch)


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Spätestens Anfang der 90er begann das große Sterben der kleinen 
Elektronikläden.
Hier (in und um Hannover) auch.
Es gab so viele kleine Läden im Innenstadtbereich und auch leicht 
ausserhalb.
Alles für mich (damals Schüler) mit dem Fahrrad erreichbar.

Man wusste, wo für jedes Problem der richtige Laden war.

Ich mag ja alte Fotos von bekannten Plätzen.
Man sollte mal einen Thread für alte Fotos von Elektronikläden 
starten...

von Cyblord -. (cyblord)


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Stefan M. schrieb:
> Ich mag ja alte Fotos von bekannten Plätzen.
> Man sollte mal einen Thread für alte Fotos von Elektronikläden
> starten...

Oder sollte man aufhören in der Vergangenheit zu leben?

von Thomas W. (goaty)


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Cyblord -. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Ich mag ja alte Fotos von bekannten Plätzen.
>> Man sollte mal einen Thread für alte Fotos von Elektronikläden
>> starten...
>
> Oder sollte man aufhören in der Vergangenheit zu leben?

In der Gegenwart leben und der Vergangenheit gedenken.

von Le X. (lex_91)


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Stefan M. schrieb:
> Man sollte mal einen Thread für alte Fotos von Elektronikläden
> starten...

Gefühlt gibts doch jedes halbe Jahr einen Thread zu dem Thema.

Selbst mir, der mit diesen Läden nichts am Hut hatte, sind Rim und 
Schillicon Valley mittlerweile ein Begriff, so oft wie das diskutiert 
wird.

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Man sollte mal einen Thread für alte Fotos von Elektronikläden
>> starten...
>
> Gefühlt gibts doch jedes halbe Jahr einen Thread zu dem Thema.
>
> Selbst mir, der mit diesen Läden nichts am Hut hatte, sind Rim und
> Schillicon Valley mittlerweile ein Begriff, so oft wie das diskutiert
> wird.

Ich bin früher auch öfter zum Mükra gegangen. Na und? Es war schon 
damals blöd. Blöd hin zu kommen. Oft gab es nicht was man wollte. Und 
teuer war es auch.
Heute ist es in jeder Hinsicht besser und einfacher. Warum einer 
Vergangenheit nachtrauern die noch niemals besser war?

von Stefan M. (derwisch)


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Cyblord -. schrieb:
> Oder sollte man aufhören in der Vergangenheit zu leben?

War klar, dass Du dich dazu meldest.
Also ich hatte eine wunderbare Vergangenheit.
Ich mache nichts lieber als daran zu denken.

Verglichen mit heute hätte ich gern eine Zeitmaschine ohne 
Rückfahrschein.

Alle, die auf damals schimpfen sind zu jung und es fehlt ihnen der 
Vergleich.

Ist halt meine Ansicht.

von Cyblord -. (cyblord)


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Stefan M. schrieb:

> Also ich hatte eine wunderbare Vergangenheit.
> Ich mache nichts lieber als daran zu denken.
>
> Verglichen mit heute hätte ich gern eine Zeitmaschine ohne
> Rückfahrschein.

Dann scheint deine Gegenwart nicht so toll zu sein.

> Alle, die auf damals schimpfen sind zu jung und es fehlt ihnen der
> Vergleich.

Soso. Ich habe den Vergleich. Und ich habe sogar konkrete Punkte 
genannt. Nichts war früher besser wenn man Elektronik kaufen wollte.

> Ist halt meine Ansicht.

Glückwunsch.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Cyblord -. schrieb:
> Nichts war früher besser wenn man Elektronik kaufen wollte.

Muss ich bestätigen. Für Elektronik musste ich entweder nach Hamburg 
oder Lübeck, beides ca. 50 km Entfernung. Fahrerei, Zeit- und 
Geldverschwendung. Reichelt mit dem Versandhandel - damals in 
Wilhelmshaven - war ein Segen. Trotz dass das Paket ein bis zwei Wochen 
zu mir brauchte.

von Stephan R. (Firma: FHK) (nautosteer)


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Stefan M. schrieb:
> Verglichen mit heute hätte ich gern eine Zeitmaschine ohne
> Rückfahrschein.

Den brauchst Du ja wohl auch nicht, kommst ja eh wieder hierher "zurück"

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:
> Reichelt mit dem Versandhandel - damals in
> Wilhelmshaven - war ein Segen. Trotz dass das Paket ein bis zwei Wochen
> zu mir brauchte.

Im fortgeschrittenen Alter vergisst man bald,
was man mit den bestellten Teilen eigentlich noch basteln wollte :-]

schö'n Freidach

von Sinus T. (micha_micha)


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Cyblord -. schrieb:
> Nichts war früher besser wenn man Elektronik kaufen wollte.

Doch. Wenn man früher was dringend brauchte, hat man sich in den Bus 
oder die Bahn gesetzt (oder ist schnell um die Ecke gelaufen) und hat 
den Krempel gekauft, so man denn in einer Stadt wohnte, wo es 
Elektronik-Läden gab.
Klar ist bequemer, was zu bestellen, dauert ber mindestens 2 Tage, bis 
das Zeug ankommt.
Nicht ohne Grund haben Läden wie z.B. Segor in Berlin überlebt

von Martin H. (horo)


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Sinus T. schrieb:
> Doch. Wenn man früher was dringend brauchte, hat man sich in den Bus
> oder die Bahn gesetzt (oder ist schnell um die Ecke gelaufen) und hat
> den Krempel gekauft, so man denn in einer Stadt wohnte, wo es
> Elektronik-Läden gab.
> ...
> z.B. Segor in Berlin

Oder noch auch Fricke in der Rostocker Str., Arlt in Charlottenburg, 
Atzert (später A-Z) am Anhalter Bahnhof, Merkur in Steglitz und zur Not 
Conrad in der Hasenheide, diverse Industrie-Restposten-Hökerer am 
Flohmarkt, dazu auch noch die diversen Distributoren, zu denen man durch 
Uni, HHI und Fraunhofer Kontakte hatte und wo man auch privat Muster 
bekam (wenn man Glück hatte sogar kostenlos, da sie den 
Verwaltungsaufwand vermeiden wollten). Auch der monatliche Verkauf (nach 
Gewicht) im Fernmeldezeugamt brachte einige Schätze zutage.

Ähnliches galt wohl auch für München der 80er Jahre (Schillicon Valley).

von Cyblord -. (cyblord)


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Sinus T. schrieb:
> Klar ist bequemer, was zu bestellen, dauert ber mindestens 2 Tage, bis
> das Zeug ankommt.

Hast du ADHS und kannst keine 2 Tage warten?

von Al. K. (alterknacker)


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Thomas W. schrieb:
> In der Gegenwart leben und der Vergangenheit gedenken.

Manche denken ungern an die Vergangenheit, da diese Vergangenheit auch 
höchst geheim keinen bekannt werden darf.
Deshalb diese Verbitterung auf alles Vergangene.

MfG
alterknacker

von Rbx (rcx)


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Alte Geister heraufbeschwören war für mich oft ein Mittel der Krisen- 
oder Stressbewältigung.
In letzter Zeit mussten RPG-Spiele dafür herhalten, funktionieren 
diesbezüglich aber auch ganz gut.
Auf einer c't-Heft-CD mit Spielen drauf war auch mal was gutes dabei, 
u.a. ein Verwandtes von Simon the Sorcerer.
Angeln war auch nicht schlecht, war aber früher, und mittlerweile 
reichen mir ein paar Fischstäbchen, oder die Angebote vom Wochenmarkt. 
Räuchern ist noch so in der Schwebe, müsste ich mich aber mehr mit 
beschäftigen.

Aktuell ist ja auch halbgare Ware aus China gängig, und früher gab es 
noch Made in Hongkong - ist jetzt leider auch etwas gestrig.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Wolf hatte damals unheimlich viel Modelleisenbahn Sachen.
Mit dem richtigen Zug sollte man von Rosenheim mit zwei Zwischenhalten 
direkt den Modellbahnladen "Gleis 11" am Holzkirchner Flügelbahnhof 
erreichen: https://gleis-11.de/ueber-uns/

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Im fortgeschrittenen Alter vergisst man bald,
> was man mit den bestellten Teilen eigentlich noch basteln wollte :-]

Das fängt eigentlich ganz harmlos an:
Ein 'guter' Funkamateur hat 2 Projekte auf dem Tisch und 10 im Kopf.
Für diese 10 werden Teile gesucht (z.B. Flohmarkt o.ä.) , mitbestellt, 
gekauft, gehortet....
Wenn von diesen 10 dann 2 verwirklicht werden, ist das ein toller 
Schnitt, der Rest füllt Kisten und Kästen. Wenn man das (so wie ich) 
mehrere Jahrzehnte macht, kommt schon so einiges zusammen. Bei Suchen 
finde ich nicht das, was ich gesucht habe, sondern das, was ich vor 2 
Wochen gesucht habe; und ich finde soviel nach dem Motto... ach, das 
hast du auch noch.
Die Sache verschlimmert sich extrem, wenn man viel Platz und einen Hang 
zum Horten hat. 'Tel Aviv', so ist das Leben. ;-)

Noch eine Anmerkung zu dieser Suchmaschine 'CYLEX':
Ich bin nicht oft auf dieser Seite gewesen, aber ich habe für das, was 
ich gesucht habe, meist nur veraltete unzuverlässige Infos gefunden.

Spez. 73 nach Kanada und allen ein schönes WE.

73
Wilhelm

von Klaus B. (butzo)


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Wilhelm S. schrieb:

> Wenn von diesen 10 dann 2 verwirklicht werden, ist das ein toller
> Schnitt, der Rest füllt Kisten und Kästen.
Kommt mir bekannt vor :-)

1. Satz von Manousakis (Steel Buddies)
"Haben ist besser als brauchen!"


Butzo

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wilhelm S. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Im fortgeschrittenen Alter vergisst man bald,
>> was man mit den bestellten Teilen eigentlich noch basteln wollte :-]
>
> Das fängt eigentlich ganz harmlos an:
> Ein 'guter' Funkamateur hat 2 Projekte auf dem Tisch und 10 im Kopf.
> Für diese 10 werden Teile gesucht (z.B. Flohmarkt o.ä.) , mitbestellt,
> gekauft, gehortet....
> Wenn von diesen 10 dann 2 verwirklicht werden, ist das ein toller
> Schnitt, der Rest füllt Kisten und Kästen. Wenn man das (so wie ich)
> mehrere Jahrzehnte macht, kommt schon so einiges zusammen. Bei Suchen
> finde ich nicht das, was ich gesucht habe, sondern das, was ich vor 2
> Wochen gesucht habe; und ich finde soviel nach dem Motto... ach, das
> hast du auch noch.
> Die Sache verschlimmert sich extrem, wenn man viel Platz und einen Hang
> zum Horten hat. 'Tel Aviv', so ist das Leben. ;-)
>
> Noch eine Anmerkung zu dieser Suchmaschine 'CYLEX':
> Ich bin nicht oft auf dieser Seite gewesen, aber ich habe für das, was
> ich gesucht habe, meist nur veraltete unzuverlässige Infos gefunden.
>
> Spez. 73 nach Kanada und allen ein schönes WE.
>
> 73
> Wilhelm

Moin,

Da ist viel Wahres dran. Ich habe mich gebessert und bestelle nur noch 
für aktive Projekte. Speziell bei SMD, wenn auch teuer, man bestellt von 
Digikey oder sonst wen, bestellt die LP aus China, dann kommen 
irgendwann zwei Boxen vor der Haustüre an. Dann geht es ruck-zuck - Das 
Platinchen ist vollkommen bestückt. Man versieht es mit Strom, baut die 
FW, und Voila! Alles funktioniert. Juchee!

Aber auch bei sammelt sich das Lager eines Menschenalters an. Man hat ja 
noch andere Hobby Interessen. Und da ist manches nicht mehr lieferbar; 
so sammelte man... Am saubersten funktioniert es noch mit modernen 
Projekten. Clean cut!

Andrerseits ist man Dank eines brauchbaren Lagers in der Lage, gewisse 
Projekte sofort durchziehen zu können. Die Bestellerei aus Fernost ist 
wegen der unberechenbaren Lieferungszeit nervig und man verliert hin und 
wieder den Faden. Da ist Digikey mit Übernacht Lieferung angenehmer. 
Allerdings bezahlt man für diesen Service. Diese Versender sind nicht 
billig.

Übrigens, was Kathrein betrifft. Ich schaute mir das Gelände mit Google 
Earth und Street View an. Da hat sich viel geändert. Es wurde 
offensichtlich viel abgerissen (Berge von Abbau Geröll). Die 
Fertigungshallen scheinen größtenteils zu fehlen. Angeblich werden auch 
Teile der Gebäude an andere vermietet. Ich habe dadurch angeregt, etwas 
recherchiert.

Angeblich ist der junge Kathrein neuerdings (2024) wieder in der GL. Er 
mußte sich wegen dem Verkauf vorübergehend zurückziehen. Ericsson will 
jetzt in der Zukunft angeblich dort Gerätschaften wie Ladegeräte uns 
Sonstiges auf dem Gebiet für die e-Mobilität entwickeln. Ade HF Technik, 
wie es scheint! Ich kann mich natürlich irren und es ist nicht 
tatsächlich so. Sollten die Quellen verläßlich sein, dann scheint es 
tatsächlich in dieser Richtung fortzugehen. Es soll dort hauptsächlich 
nur noch Entwicklung gemacht werden. Die Belegschaft ist jetzt angeblich 
350 stark. Damals (1972+), als ich noch dort war, waren wir 700 Personen 
stark und der Laden summte. Und es wurde viel mit HF gemacht; es war 
echt toll dort.


Viele Grüße und schönes Wochenende an Euch,
Gerhard

von Michael B. (alter_mann)


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Wilhelm S. schrieb:
> Bei Suchen
> finde ich nicht das, was ich gesucht habe, sondern das, was ich vor 2
> Wochen gesucht habe; und ich finde soviel nach dem Motto... ach, das
> hast du auch noch.
> Die Sache verschlimmert sich extrem, wenn man viel Platz und einen Hang
> zum Horten hat. 'Tel Aviv', so ist das Leben. ;-)

Das ist aber nicht auf Elektonik- und Elektrikartikel beschränkt. ;-)

Die mögliche Lösung: https://www.youtube.com/watch?v=kBAfi-bQ2iQ

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Angeblich ist der junge Kathrein neuerdings (2024) wieder in der GL. Er
> mußte sich wegen dem Verkauf vorübergehend zurückziehen.

Was bei dem in sich verfilztem Familienunternehmen auch dringend nötig 
war.
Der 1984 geborene Anton Kathrein jr. jr. hätte es sonst nicht geschafft, 
das durch den plötzlichen Tod seines Vaters Anton Kathrein jr. 
(1951-2012) auf ihn gefallenen Mittelsänder wenigstens ne Nummer kleiner 
wieder flott zu bekommen.

https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/kathrein-eine-mittelstandsikone-in-der-existenzkrise/21258588.html
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/anton-kathrein-grossunternehmer-und-funker-mit-herz/7655034.html

> Ericsson will
> jetzt in der Zukunft angeblich dort Gerätschaften wie Ladegeräte uns
> Sonstiges auf dem Gebiet für die e-Mobilität entwickeln. Ade HF Technik,
> wie es scheint!

Naja, Kathrein hat eh nur einen kleinen Teil der HF-Technik bedient, 
Antenne und knapp dahinter - so passt das eben auf eine Firma, die als 
Installationswerkstatt für Blitzableiter begonnen hat.
Bei den hoch anspruchsvollen Bereichen der Nachrichtenübertragung für 
individuelle Kundenwünsche denkt man seit Jahrzehnten eher an R&S in 
München statt an Kathrein in Rosenheim.

> Ich kann mich natürlich irren und es ist nicht
> tatsächlich so. Sollten die Quellen verläßlich sein, dann scheint es
> tatsächlich in dieser Richtung fortzugehen. Es soll dort hauptsächlich
> nur noch Entwicklung gemacht werden.

"... nur noch Entwicklung ..." - sei doch froh, das die klugen Köpfen 
geblieben sind, die wandern sonst als Erste ab. Fleissige Hände für die 
Elektronik-Fertigung gibt es überall, nicht nur in Oberbayern.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7701778 wurde vom Autor gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Hallo Bradward,

Danke für Deine Informationen. Die Links waren sehr lesenswert. AK2 und 
ich fingen damals interessanterweise im selben Jahr an. Ich kann mich 
noch an eine Steinbüste von AK1 erinnern.

Die Gebäude längs des Kanals, dürften historisch geschützt sein. Ich war 
überrascht, sie mit Google Earth dort noch vorzufinden. Jeden Tag ging 
ich an ihnen vorbei. Dort war ja damals amAnfang auch die 
Lehrlingsausbildung, obwohl die dann bald in ein neueres Gebäude 
umsiedelten.

Die kollegiale Atmosphäre war damals eine Freundliche und ich fand die 
Kollegen alle Top. Man war zu uns jungen Lehrlingen sehr nett und 
hilfsbereit. Zumindest damals war es gut, da drin zu sein. Im Labor 
hatten wir jeden Freitag in der Früh einen "Weißwurst, Brezen und Bier" 
Stell-Dich-Ein, wo auch der AL mit teilnahm. War sehr nett. Sind schöne 
Erinnerungen an eine ganz andere Zeit. Die Aussicht aufs Land war vom 
Labor aus fantastisch. Darüber auf dem Dach war das Antennenmeßgelände. 
RS Polyskop SWOB standen massenhaft überall herum. Das war noch die 
schwere, massive Ausführung mit Fernsehbildschirm in der Mitte und den 
beiden großen Dezifix Buchsen.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Wilhelm S. schrieb:
> Wenn man das (so wie ich)
> mehrere Jahrzehnte macht, kommt schon so einiges zusammen. Bei Suchen
> finde ich nicht das, was ich gesucht habe, sondern das, was ich vor 2
> Wochen gesucht habe; und ich finde soviel nach dem Motto... ach, das
> hast du auch noch.

Guck.
Und bei mir sind die Schrottkisten und die noch dazu nötige Ecke
in der Garage spätestens nach 2 Wochen wieder besenrein.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Guck.
> Und bei mir sind die Schrottkisten und die noch dazu nötige Ecke
> in der Garage spätestens nach 2 Wochen wieder besenrein.

Schade, hängen bei dir kein Herzblut und Erinnerungen dran?
Wir sind z.B. Anfang der 70er Jahre für BFR90..96 nach Vlaardingen zu 
Quakkelstein gefahren; die gab es da einzeln und zu bezahlbaren Preisen.
500 Km aus dem Rheinland. ...und die soll ich einfach so in die Tonne 
tun?

73
Wilhelm

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wilhelm S. schrieb:
> Wir sind z.B. Anfang der 70er Jahre für BFR90

Die lagen bei Kathrein zu Massen in den Abfallhalden.

BFR90, BFX89, 2N1613, BLW16, 2N3866, 2N5189, DW6392 u.v.a.

Wir Lehrlinge konnten das "Schüttgut" für Pfennige offiziell kaufen. 
Auch waren Scheiben- und Luft-Trimmer und Stettner Kerkos dabei. Alles 
brauchbares Zeugs. Die meisten waren noch gut. Damit baute ich mir 
damals allerlei 2-m AFU Funkgeraete Elektronik.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Wilhelm S. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Guck.
>> Und bei mir sind die Schrottkisten und die noch dazu nötige Ecke
>> in der Garage spätestens nach 2 Wochen wieder besenrein.
>
> Schade, hängen bei dir kein Herzblut und Erinnerungen dran?

das sind die Funde die mir regelmässig zulaufen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Gerhard O. schrieb:
>> Wir sind z.B. Anfang der 70er Jahre für BFR90
> Die lagen bei Kathrein zu Massen in den Abfallhalden.

Später, SMD, hat ein Kollege Teile gesammelt, die der Bestückungsautomat 
abgeworfen hat.

> Wir Lehrlinge konnten das "Schüttgut" für Pfennige offiziell kaufen.

Gelernt habe ich im Handwerk, da gab es nichts außer Geiz. Danach war 
ich bei Telefunken-Elektroakustik, wo alle Serienbauteile im Handlager 
verfügbar waren. Da war nicht kontrollierbar, welche Anzahl für 
Reparaturen verbaut wurde oder zur Bastelwerkstatt versickerte.

Später habe ich Prüfmittelbau gemacht, von Planung bis Einsatz die 
komplette Kette - dem trauere ich noch immer nach. Da waren die 
Lohnkosten der größte Posten, Elektronikbauteile besser sortiert als bei 
Conrad. Was man brauchte, war entweder da oder wurde halt bestellt.

Wie sich das gehört, muß eine Firma umbauen. Bei jedem Umzug das 
gleiche Lied "Machen Sie, dass es weniger wird". Die Krönung war der 
Umzug an einen anderen Ort, wo ich mehr Kartons für Zuhause als zum 
neuen Werk gepackt habe. Mein damaliger Chef "ich unterschreibe alles".

Dann wurde die Mechanikwerkstatt wegrationalisiert, dem Kollegen 
gekündigt. Er bekam die Anweisung, seinen Werkzeugbestand aufzulösen! 
Wir beide haben uns gut verstanden und er hat mir einige Werkzeuge 
angedreeht, die ich bislang nicht hatte.

-----

Was die Örtlichkeiten angeht: Telefunken hat damals das Kuba-Werk in 
Wolfenbüttel übernommen. Nach viel hin und her wurde daraus Bosch und 
musste 1996 nach Salzgitter umziehen. Das Gebäude in WF sollte 
gewinnbringend verkauft werden, klappte leider nicht. Das hat eine 
lokale Bude mit zweifelhaftem Ruf billig übernommen. Knapp 30 Jahre 
später steht es noch immer, Kinderbespaßung, Solarium, Fernsehmuseum ... 
einer wirtschaftlichen sinnvollen Nutzung steht die Stadt quer.

Wenn man über die Republik schaut, wird man sicherlich noch viele 
Gelände finden, deren Firmen pleite sind und es keine sinnvolle 
Nachnutzung gibt.

von Heinrich K. (minrich)


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Und das Fernsehmuseum, einst ein ganzes Stockwerk, ist zu.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Manfred P. schrieb:
> Wie sich das gehört, muß eine Firma umbauen. Bei jedem Umzug das
> gleiche Lied "Machen Sie, dass es weniger wird". Die Krönung war der
> Umzug an einen anderen Ort, wo ich mehr Kartons für Zuhause als zum
> neuen Werk gepackt habe. Mein damaliger Chef "ich unterschreibe alles".

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Alle paar Jahre wieder. Bis 
irgendwann alles nach Polen oder in die Ukraine verlagert ist.

Material wegschmeißen und drei Wochen später wieder neu bestellen ist 
anscheindend (zumindest auf dem Papier) billiger als Lagerfläche 
vorzuhalten.

von Rbx (rcx)


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Manfred P. schrieb:
> in
> Wolfenbüttel

war früher die berüchtige FH-Mathe-Elite bzw. -Hochburg.
Ein recht merkwürdiges Szenario gab es da auch mal, ich hatte dort einen 
riesigen Salbeibusch gesehen, und dachte damals so: "was denn, das 
geht?"
Eine weitere Merkwürdigkeit da war, dass eine der Schulen in 
Wolfenbüttel einen interessanten "Pfad der Sinnlichkeit" eingerichtet 
hatte. Das war insofern ein besonderer Moment, da mal langzugehen, weil 
es genau diese Thematik (also Tasten, Begreifen, Riechen, Schmecken, 
Fühlen usw...)auf die geistige Bühne gerückt hatte während auf der 
anderen Seite das Internetzeitalter losging, wo genau diese 
"Sinnlichkeit" ja flachfällt. Es ist auch ein kleiner Unterschied, ob 
man versucht, am Weltempfänger Empfang zu bekommen, oder einen Vorschlag 
auf YT ansieht/anhört.
In der Ausbildung Zuhause gab es diesbezüglich fast das volle Programm, 
der Versuch, im Sitzen zu pennen, der Krach im Lokschuppen, das Frieren 
in aller Frühe (so morgens um 5) draußen vor dem Kraftwerk oder die 
Schweiß-Szenarien (ich hatte so gerne geschweißt), die Freude am 
Schleifen, der Nervenkitzel auf dem Schaufelradbagger-Gerüst, das 
Eingeschneit-Werden ganz hinten, ganz unten im Tagebau. Die 
Zukunftsperspektiven waren allesamt nicht so dolle.

Als Kinder wurden wir auch schon zu elendig langen Wanderungen gezwungen 
(>25 km bei über 30 Grad C) und diesbezüglich haben auch sicher einige 
noch ihre mehr oder weniger gut genutzte Bundeswehrzeit hinter sich. Die 
Jahrmärkte waren noch richtig gut, und die Sicht auf die Sterne war auch 
irgendwie besser.

Ein wenig Lokalpatriotismus: https://okerwelle.de/livestream/

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