Guten Tag an alle🙋🏻♂️
Ich bin neu hier im Forum und würde mich erstmal ganz kurz vorstellen.
Derzeit studiere ich Physik an der Uni. Ich bastle gerne und war lange Jahre im Modelbau tätig.
Vor ein paar Jahren kaufte ich mir ein defektes, elektrisches Unicycle/Airwheel. Ich konnte es relativ leicht reparieren, da nur das Akku BMS defekt war. Die letzten Jahre hatte ich echt Spaß mit dem Teil bis es mir vor etwa 2 Wochen kaputt gegangen ist. Es geht noch an, aber es piepst nur vor sich hin und die Platine wird an einer bestimmten Stelle heiß und ist dem rauchen sehr nahe. Ich habe immer möglichst schnell den Akku gezogen damit ich den Fehler eingrenzen und schlimmeres verhindern konnte.
Nun zum Problem. Die Diode (Bild) wird unfassbar heiß, ebenso die Spule. Ich bin leider kein Fachmann und meine Elektronik-Kenntnisse sind nicht sonderlich fortgeschritten. Deswegen erstmal meine Frage: Ist meine Vermutung mit der Diode richtig?
Ich habe sie beidseitig gemessen und das Messgerät meldete beidseitig einen Kurzschluss(Messgerät piepst auf beiden Seiten). Eigentlich sollte eine Diode ja nur einseitig sein, oder?
Ebenso konnte ich an den Kondensatoren und der Spule einen Kurzschluss messen, welcher nach auslöten der Diode verschwunden ist.
Und nun zu meiner eigentlichen Frage, wenn ich die Diode austauschen sollte, welche nehme ich als Alternative? Ich habe leider keine genauen Daten zu dieser gefunden F39 18A (Bild)).
Aber es scheint eine Bidirectionale Diode zu sein.
Vielen Dank im Vorraus.
Ich freue mich auf eure Antworten ☺️
Die haben normal eine 3-Buchstaben-Kennung oder es steht direkt die Nennspannung dran, 18A wäre dann vmtl. eine 1.5SMC18CA
Aber die dürfte nur ein Folgefehler sein, wie oben schon gesagt.
Ohhhh okay dann habe ich die Diode wohl umsonst rausgelötet.
Zunächst mal vielen Dank für die Unterstützung.
Ich sehe auch gerade, dass das Bild für die Diode nicht hochgeladen wurde.
Kann es der IC sein?
Ich habe den Test mit Isopropanol gemacht, und bei der Diode ist es am schnellsten am heißesten geworden, so bin ich auf diese gestoßen.
Die Spule war immer deutlich Kühler aber auch sehr heiß.
Wie kann ich am besten das defekte Teil finden?
Ein Transistor ist ja recht groß, oder? Müsste der nicht in der Nähe sein?
"T3" ist die Rollengröße, "G" steht für Bleifrei.
Man sollte bei der Bestellungssuche diese Daten weglassen, dann werden auch Einzelteile, Stangenware, kleine Rollen, Gurtschnipsel und (falls noch verfügbar) auch verbleite Teile gefunden, was für Einzelstückreparaturen ok sein sollte...
Und sie hat doch einen Strich, also 18A (unidirektional), nicht 18CA (bidirektional).
Das ist aber ein Teil das es auch von anderen Herstellern mit vergleichbaren Werten gibt, d.h. es kommt primär auf die "18" an, und das die Diode im SMB-Gehäuse ist.
@hhinz, leider hat dieser keine Bezeichnung🥺
Aber Bild ist angehängt.
@schuchkleisser, das heißt die 18A steht nicht für 18 Ampere?
Vielen Dank, dann sollte ich die Diode vorsichtshalber doch tauschen?
@tom_63, du meintest die beiden großen Kondensatoren, richtig?
Tatsächlich hat der 2te ein Loch, wundert mich, dass mir das nicht aufgefallen ist. Aber das heißt nicht, dass er durchgebrannt ist, oder? Die Lötstellen sehen noch ziemlich sauber aus.
Das Loch in der Schrumpffolie des Elko ist von deinem Auslötversuch.
Bitte reiß keine Bauteile von Platinen. Übe auslöten zuerst an Schrottplatinen, bis es 100%ig klappt. Im bild zu sehen sind die abgerissenen lötstellen und es ist reines Glück, dass die Platine nicht unwiederbringlich beschädigt wurde.
Es braucht reichlich frisches zinn zur wärmeübertragung, ggf etwas flussmittel und eine schön breite lötspitze. Vorheizen der platine hilft. Ansonsten so lange erhitzen, ggf mit heißluft oder zweitem Kolben, bis die wärme wirklich ausreicht um die lötstellen zu schmelzen. Moderne Platinen und Bauelemente kommen recht gut mit der wärmeeinwirkung klar, man braucht keine Angst haben, wenn es bei Masseflächen mal nicht 5s, sondern 45s dauert. Keine Gewalt anwenden!
Das Loch in der Schrumpffolie des Elko ist von deinem Auslötversuch.
...denn im ersten Bild von 8:33 Uhr ist das Loch noch nicht zu sehen. Unter dem Schrumpfschlauch ist noch der schützende Aluminiumbecher! Das Loch ist also nicht so schlimm. Es wird zum Glück vom Alubecher geschützt.
Tatsächlich hat der 2te ein Loch, wundert mich, dass mir das nicht
aufgefallen ist.
Da ist nur der Schrumpfschlauch verschmurgelt.
Schön ist anders, aber was er meinte war das die mit der Zeit austrocknen (auch durch Wärme) und dann meist oben an der Prägung etwas aufgehen und Dampf und Suppe ablassen.
Der Elko ist dann nur noch mechanisch da, hat aber kleine Wirkung mehr, was die Funktion bis zum völligen Versagen oder auch Zerstörung beeinträchtigen kann.
Okay, ja das Aceton hatte was gebracht🙈
Ich habe ein neues Bild angehangen.
Ich habe eine Heißluftstation benutzt um die Diode vom Board zu bekommen.
Leider ließ sie sich trotz Flussmittel nicht so schnell ablöten. Vlt. hätte ich die Temperatur erhöhen sollen.
Wie könnte ich weiter verfahren um den Fehler zu finden?
Also vlt. kurz zur Vorgeschichte:
Ich hatte das Gerät bei starkem Regen genutzt, normal sollte es absolut wasserdicht sein, trotzdem hat das Mainboard etwas abkommen. Ich hatte es schnell getrocknet und mit 99% igen Isopropanol gereinigt.
Es waren bereit Corosionen auf dem Board, das heißt es war vermutlich schonmal nass. Ich habe es nämlich nach meinem Ausflug direkt mit Isopropanol behandelt und getrocknet.
Okay, sollte er dann nicht so etwas wie eine Überlastung/Überhitzung vermeiden?
Das ist er wahrscheinlich defekt.
Wie kann ich seine Funktion prüfen, ohne das Board anzuschließen? Ich mache mir da etwas Sorgen das wieder und wieder an den Strom zu hängen.