ich habe ein vielleicht seltsames Problem: Ich habe 3 Edelstahlteile (ein Rohr und 2 gebogene Blechteile) die zusammen geschweisst werden sollen. Die exakte Position der Teile zueinander kann ich nur herstellen, wenn ich sie am späteren Montageort anschraube. Leider kann ich sie dort aber nicht schweissen, da der Montageort aus Kunststoff besteht und schmelzen würde. Fixierung mit Draht geht auch nicht. Könnte ich die Teile mit einem Kleber (Sekundenkleber oder Epoxy) fixieren und dann demontiert schweissen? Was passiert dann aber mit dem Kleber?
Nach dem Kleben jeweils an drei Punkten heften und erst danach fertigschweißen. Wenn der Kleber sich durch die hohen Schweißtemperaturen zersetzen sollte, sorgen immer noch die Heftstellen für den Zusammenhalt der Gesamtkonstruktion.
Der verwandelt sich möglicherweise in eine üble Substanz unbekannter Zusammensetzung. Am besten nicht berühren und den Dampf nicht einatmen.
Keinen Kleber in die Fugen bringen, weil du ihn dort nicht wieder restlos rausbekommst. Besser Hilfsteile zum Verbinden anfertigen, die außen ankleben und nach dem Schweißen entfernen. Dann kann man den Kleber komplett mit Säure o. Ä. entfernen.
Sekundenkleber ist schon mal ungeeignet. Der löst sich bei
vergleichsweise niedrigen Temperaturen auf.
Es muß ja nur halten, bis die ersten Schweisspunkte gesetzt sind
Probier's halt aus, Versuch macht klug. Niemand hier kennt die zu verschweißenden Teile. Wenn die groß genug sind, geht's vielleicht. Beim Sekundenkleber von Pattex steht im Datenblatt: Temperaturbeständig bis 80°. Das ist nicht viel.
Ich würde an beiden Teilen sowohl von oben als auch von unten, am Schleifstein eine 3x45° Fase dranschleifen und dann zuerst beidseitig heften. Anschließend von beiden Seiten eine saubere Kehlnaht reinlegen.
Klingt eher nach einem Problem das sonst keiner hat. :-D
Halte die Teile da hin, mach einen Strich drauf, fixiere
es auf deinem Schweisstisch so gut du kannst, mach einen
Hefter, baue wieder an, biege es passend, vorsichtig abbauen,
noch zweimal heften, dann abschweissen.
Nochmal dran halten musst du doch sowieso weil du beim heften
immer einen leichten Verzug haben kannst den du sicher noch
mal kontrollieren willst.
Hört sich super an, aber ich selber schweisse überhaupt nicht, kann ich nicht, hab kein Schweissgerät. D.h. ich fahre immer 3km zu dem der schweisst ..... finde den Fehler 😁
Winkel auf Rohr mit Spalt, das kann nur mit zähflüssigem Kleber gehen. Epoxy UHU-Plus würde vermutlich weglaufen. Aber Spalt muß sein, zu eng wird die Naht reißen.
Die Verbindung ist rechtwinklig und parallel, die Position kannst Du anreißen. Denke drüber nach, eine Lehre zu sägen, für einmal reicht ja ein Stück Holz.
Andererseits sollten sich beide Winkel (ohne die Seilhalter) in passendem Abstand aufspannen lassen und das Rohr nur durchgesteckt.
In welcher Gegend sitzt Du? Diese Arbeit fällt in den Kompetenzbereich von C.D. Der Schmied.
Das ist mitnichten rechtwinklig und gerade. Die Platte (auf der die Klampe sitzt) oben drauf ist 12.5° nach außen geneigt und gedreht (die beiden Platten des linken und rechten Teils verlaufen nicht parallel).
Es geht also nur darum die Position zu halten. Ich würde versuchen die Position mit Maurerschnur oder ähnlich festzuzurren. Muss ja nur bis zum ersten Heften halten.
Kleber ist blöd weil der unter Hitze zu Gasen verdampft und Ruß bildet wodurch die Schweißnaht misslingt. Kenn ich...
Das ist mitnichten rechtwinklig und gerade. Die Platte (auf der die
Klampe sitzt) oben drauf ist 12.5° nach außen geneigt und gedreht (die
beiden Platten des linken und rechten Teils verlaufen nicht parallel).
Schade, sah auf Deinem Bildern anders aus.
Raum Augsburg/Ulm
Da trennen Dich deutlich mehr als 3 km vom Schmied, passt nicht.
Den Sekundenkleber würde ich dabei lieber weglassen.
Als bastelnder Schüler hatte ich vor 25 Jahren meine Sekundenkleberflasche immer mit der Lötzinnrolle auf dem Lötstationsgehäuse stehen. ("alles kann ein Tisch sein")
Die ist mir dann mal unbemerkt auf das Ablagegitter des danebenstehnden Lötkolbenhalters gerutscht, dort geschmolzen - und schön auf den Lötkolben getropft.
Die dabei entstandenen Dämpfe haben mich dann auf der anderen Raumseite angefallen. Auweia hat das in den Augen gebrannt.
D.h. ich fahre immer 3km zu dem der schweisst ..... finde den Fehler 😁
Bring doch dein Boot zu dem der schweißt hin. Dann kann er auch die provisorisch geheftete Konstruktion vor dem Fertigschweißen direkt am Objekt besser anpassen und ausrichten.
Die Position kann man doch mit zwei senkrechten Strichen gut markieren
(Länge auf dem Rohr, mitte der Bleche) oder sehe ich das falsch?
Sehe ich genauso. Die relative Position (Höhe und Winkel) der Klampe ist ja durch die beiden herabgebogenen Laschen vorgegeben. Wenn es genau werden soll, den Schweissvorgang in zwei Schritten durchführen.
Schritt 1: Den Abstand der äußeren Lasche von Klampe 1 zum Rohrende markieren und anschweissen lassen.
Schritt 2: Rohr mit geschweisster Klampe 1 einlegen und Klampe 2 positionieren. Dann beide Laschen von Klampe 2 außen jeweils mit einem senkrechten Strich versehen, der in einem Zug auf dem Rohr fortgeführt wird. Dadurch ist die Position der Klampe bzw. des Blechteils auf dem Rohr eindeutig festgelegt. Nun wieder die 3km zum Schweissen fahren :)
Ich stelle mir eine ganz andere Frage. Die Klampe sitzt nur auf dem Blech am Rohr? Die ist nicht separat durch das Blech gehend mit dem Rumpf verbunden?
Wenn die nicht separate befestigt ist, dann würde ich mir ernsthaft Gedanken über die durch das Rohr auftretenden Hebelkräfte machen und wo die hin gehen.
Schraubzwingen? Einmal ins Rohr und auf das Blech (ohne Klampe) ?
Wenn wieder rausgebaut sicherheitshalber alle Kanten anreißen.
Oder auf einer Seite einen Keil mit 2k verkleben, der Keil muss ja nicht bis an die Stoßstelle reichen (also etwa Form Geodreieck mit abgebrochener strumpfer Spitze). Dann wird erstmal auf der anderen Seite gepunktet und dann den Klotz raussägen oder warm entfernen.
Schließe mich jedoch den Skeptikern an, ob die Konstruktion die Kräfte an der Klampe aufnehmen kann ohne den Rumpf zu beschädigen. (Und auch noch mal wiederholend: Die scharfen Kannten und Ecken sind schlecht ... so richtig böse)
D.h. WIG Schweißen. So wie das auf Deinem Bild aussieht, kannst Du mit dem Schweißgerät einen Heftpunkt setzen. Bei 2mm Blech lässt das den Kunststoff kalt (im wahrsten Sinne des Wortes). Dann ausbauen und fertig schweißen.
Kleine Klebepunkte werden auch gehen. Aber auch da wirst Du nach dem Du nach dem Ausbau erst heften wollen und dann den Kleber entfernen, weil der Kleber sonst die Schweißnaht verunreinigt.
Wenn der Schweißpunkt an Bord nicht geht, wäre eine mechanische Markierung (Reißnadel) vermutlich besser als der Kleber.
Und warum fragst du dann nicht den der das schweißt?
Wenn ich Edelstahl schweisse will ich das so sauber wie nur möglich haben.
Ich reinige IMMER alles mit Aceton.
Und ganz sicher will ich keinen Klebstoff in der Schweissfuge haben.
Die Platten sind ja U-förmig, das heißt sie haben jeweils zwei Schenkel, die auf dem Rohr aufstehen.
Da kann man doch jeweils ein Punkt auf jeden Schenkel setzen, dann ist das ausreichend fixiert.
Die Idee mit einem feuchten Lappen unter dem Rohr und über dem Rumpf ist gut, das sollte für die zwei Punkte genügen.
Ich stelle mir eine ganz andere Frage. Die Klampe sitzt nur auf
dem
Blech am Rohr? Die ist nicht separat durch das Blech gehend mit dem
Rumpf verbunden?
Im Boot sind Gewindemuffen eingespritzt.
Die Idee mit der Schraubzwinge ist gut. Ich werde am Woende mal testen, was am besten geht.
Zum Abschluss noch eine Erklärung für alles: Mit dieser Stange werden 2 ausklappbare Schwimmer an einem Angelkajak befestigt. Im Original (siehe Bild) steht diese Stange rund 15cm seitlich links und rechts über den Rumpf hinaus. Da wir genau 2 dieser Kajaks (ohne Stange) nebeneinander liegend auf einen Dachträger bekommen, stört die Stange natürlich und da das ganze für verschiedenen Modelle ist, ist diese Konstruktion, ich nenne es mal so, seltsam und wackelig. Sie besteht aus einem linken und rechten Teil und einer einstellbaren Hülse dazwischen. Dies Vorort jedes mal zusammen zu bauen ist recht aufwendig.
Ich werde eine durchgehende, nicht überstehende Stange montieren und die Gelenke nach innen verlegen.
Bastle dir aus Holz eine Schablone die Du, ohne/anstelle die Plastikteile, auf deine Halter aufsetzen und mit diesen verschrauben kannst.
Zum Schweißen drehst Du das Konstrukt dann einfach um oder auch nicht.
Winkel auf Rohr mit Spalt, das kann nur mit zähflüssigem Kleber gehen.
Epoxy UHU-Plus würde vermutlich weglaufen. Aber Spalt muß sein, zu eng
wird die Naht reißen.
Da muss gar kein Spalt sein. Ganz im Gegenteil. Da kommt eine Kehlnaht rein.
Kleben und dann schweißen ist im KFZ-Bau seit etlichen Jahren Standard.
Ich würde das allerdings auch anzeichnen und dann heften. Mit Wig kannst du das auch da heften. So warm wird es nicht.
Kannst auch mit CuSi3 Hartlöten. Das bringt noch weniger Wärme ein.
Ist nicht so stabil wie geschweißt, aber schon sehr stabil.
Wenn Harry die Boote aufs Auto bekommt, kann er auch damit zum Schweißer fahren. Allerdings würde ich mir Gedanken über die Hebelwirkung der Ausleger auf die Bootsbefestigung machen. Wenn er mit dieser Konstruktion den Rheinfall hinunterfahren würde, reißen bestimmt seine "Stützräder" ein großes Loch ins Boot?
Übrigens .... erledigt :-) .... leider hat es nach dem schweissen nicht ganz gepaßt und da der Einbau sehr (!!!) streng und anstrengend war (mußte das Boot an der Stelle mit einem Spanngurt zusammen drücken), habe ich das Rohr in der Mitte durch gesägt und eine Klemmhülse drüber geschoben. Einstellbar ist angenehmer.
leider hat es nach dem schweissen nicht
ganz gepaßt und da der Einbau sehr (!!!) streng und anstrengend war
(mußte das Boot an der Stelle mit einem Spanngurt zusammen drücken),