Ich wollte kürzlich nach einem ersten problemlos aufgebauten ein zweites ESP32 Modul in Betrieb nehmen, und stiess bei diesem offenbar leicht anders aufgebauten zweiten Modul auf das unerwartete Problem, dass eine Stromversorgung per 5V-pin nicht funktioniert. Die 3,3V am entsprechenden Pin werden korrekt vom Linearregler erzeugt. Dasselbe Modul funktioniert perfekt, wenn ich 5V aus demselben Labor-Netzteil an die USB-Eingangspins anschließe, was ich mechanisch aber sehr ungern so im Betrieb täte.
Ich fand im Internet zwei Diskussionsfäden zu solchen Symptomen:
https://esp32.com/viewtopic.php?f=12&t=21386
https://community.blynk.cc/t/esp32-not-working-if-using-external-supply/59297
Kurz gesagt werden dort zwei mögliche Ursachen beschrieben:
(1) Der "EN" Pin des ESP32 wird zu kurz auf GND gezogen, bevor die Spannung stabil ist. Das kann ich bei mir ausschliessen, weil auch ein spät nach dem Einschalten getätigter Reset-Knopf "EN" auf GND zieht, das führt aber leider nicht zum korrekten booten.
(2) Der "GND" pin neben dem 5V pin ist in Wirklichkeit der "CMD" pin. Das kann ich bei mir ausschliessen, weil dieser Pin definitiv mit den anderen GNDs verbunden ist.
Auffällig fand ich, dass bei Anschluss von 5V per USB am 5V-pin des Moduls nur noch 4,4V anliegen - da ist dann wohl mindestens eine Diode o.ä. dazwischen.
Ich sehe auf dem Modul (siehe Bild) eine Diode ("SL") und einen Baustein mit 2 NPN-Transistoren ("K6N"). Jetzt frage ich mich, ob z.B. jene Transistoren am CP2104 auch für "normales" booten relevant sind, und der CP2104 vielleicht aufgrund der Schutzdiode keine Spannung bekommt oder irgendsowas...
Bevor ich rumprobiere wollte ich hier mal fragen, ob es weitere bekannt Ursachen für das Symptom gibt, oder jemand einen besseren Lösungsansatz als "Spannung doch per USB einleiten" kennt?
