Angabe zum Footprint interpretieren

OP #7734005
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Moin,

ich habe ein Verständnisproblem bei einem Datenblatt: https://www.cuidevices.com/product/resource/digikeypdf/cmt-2412-95t.pdf

Mir sind jetzt schon mehrmals Angaben zu THT-Footprints aufgefallen, die wie im Beispiel aussehen: 2-Ø0.8 und 2-Ø3.5

Was bedeutet die 2- davor? Das Beinchen wird wohl kaum über einen Millimeter Dicke in der Toleranz haben und ein Längsloch ist es vermutlich auch nicht...?

Ich würde stark vermuten, dass das Minus-Beinchen halt 0,8mm hat und das Plus-Beinchen 3,5mm. Nur die 2- verwirren mich.

Wer kann mich aufklären?

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#7735408
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Norbert schrieb:

Die Bohrung hat einen Durchmesser von 0,8 mm, das Pad einen Durchmesser von 3,5 mm.

Würde ich auch so sehen.

"2-" bedeutet, dass es das ganze zweimal gibt, da es zwei Pins sind.

Typischerweise ist das genau so.

Laut DB haben beide Pins 0.7mm Durchmesser. Da macht eine Bohrung >3mm nun wirklich keinen Sinn mehr, bzw. ist einfach falsch.

Was wäre sinnvoll:

  1. Beide Löcher mit 0.9mm bohren, bei NDK PCB evtl. auch 0.8mm.
  2. Rechtzeitig ein Muster beschaffen, nicht das es noch eine Überrachung mit evtl. nicht runden Pins gibt.

Gruß

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7737302
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Ada J. Quiroz schrieb:

Rudi schrieb:

Also, für mich als gelernten Feinmechaniker gibt das keinen Sinn und hab ich auch noch nie in einer Konstruktionszeichnung gesehen.

Nicht überall sind Profis am Werk.

Nicht überall macht man es so wie es eine deutsche Norm vorschreibt.

Michael K. schrieb:

Was wäre sinnvoll: Beide Löcher mit 0.9mm bohren, bei NDK PCB evtl. auch 0.8mm.

Der Bohrdurchmesser, den du bei durchkontaktierten Bohrungen angibst, ist der Enddurchmesser nach dem Verkupfern. Wenn also die Bohrung mit 18µ Kupfer versehen wird, dann hat der Bohrer für eine 0,8 mm Bohrung einen Durchmesser von 0,836mm. Manche LP-Hersteller kupfern mehr auf als die Norm verlangt, dann müssen sie auch weiter aufbohren.

Ergo: in beiden Fällen (DK und NDK) lässt du das Loch auf 0,8mm fertigen.

#7737383
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Lothar M. schrieb:

Der Bohrdurchmesser, den du bei durchkontaktierten Bohrungen angibst, ist der Enddurchmesser nach dem Verkupfern. Wenn also die Bohrung mit 18µ Kupfer versehen wird, dann hat der Bohrer für eine 0,8 mm Bohrung einen Durchmesser von 0,836mm. Manche LP-Hersteller kupfern mehr auf als die Norm verlangt, dann müssen sie auch weiter aufbohren.

Das sehe ich gleich. Bestellt wird nicht der Bohrer sondern selbstredend der Enddurchmesser des Loches, egal ob DK oder NDK. In dem hier verlinkten DB wird allerdings ein Enddurchmesser von 0.8mm +0.1 und -NULL erwartet. Wie kann man das gewährleisten? Eigentlich nur durch einen minimal größeren Endduchmesser von z.B. 0.9mm.

Ich sehe das einfach als Tipp für die Praxis. Wir schreiben hier über ein relativ grobes Bauteil mit ca. 24mm Durchmesser. Ist das Loch minimal größer als gedacht dürfte das wohl kaum etwas bewirken. Ist es zu klein, auch nur geringfügig, kann das bei DK zur Beschädigung der Galvanik führen, bei NDK evtl. zum Anlösen des Pads.

Ich bleibe bei 0.9mm, alles andere ist Risiko ohne Aussicht auf Gewinn.

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