habe hier als Ersatzteil ein ATX-Netzteil liegen, das ich gerne ab und zu als kräftiges 12V Netzteil nutzen möchte. Dazu suche ich die Gegenstücke der beiden Steckverbinder (Bilder), die üblicherweise auf dem Mainboard sitzen. Kupplung wäre optimal, wird es aber wohl nicht geben.
Ich messe bei den Buchsen (Bilder) ein 4mm Raster, kann das sein? Welchen Durchmesser müssten die Stifte haben, falls sich keine Gegenstücke finden? Oder müssen die Stifte quadratisch sein?
Das sieht eher aus wie die Stecker zur Versorgung von Grafikkarten.
Für den 6-poligen wäre das passendes Gegenstück ein "Molex 45558-0003", allerdings für PCB-Montage. Aber du kannst dich ja dann mal bei Molex durch das Angebot wühlen...
Bei meinem Lieblingshändler gibt es Verlängerungen und Adapter für diese Stecker aber ausser Schiwi bekommst Du die Adapter sicher auch bei Amazon und mit etwas Glück kannst Du dir daraus Basteln, was Du brauchst.
Noch was: Sind bei einem solchen ATX-Netzteil die Ausgänge eigentlich
kurzschlussfest? Oder kann es nach einem Kurzschluss in die Tonne?
Klassische IBM AT-Netzteile gingen bei Überstrom oder Übertemperatur aus. Was die zahlreichen chinesischen und taiwanesischen Produkte heutzutage tun wäre im Einzelfall zu prüfen.
Aber Vorsicht: so ein Netzteil versteht unter Kurzschluß ggf etwas anderes als Du. Eine Direktverbindung von 12 V nach Masse über ein Krokokabel mit 0,5 mm2 Querschnitt führte zu einer auf der vollen Länge brennenden Leitung, während der PC völlig unbeeindruckt weiterlief.
Eine Direktverbindung von 12 V nach Masse über ein
Krokokabel mit 0,5 mm2 Querschnitt führte zu einer auf der vollen Länge
brennenden Leitung
Schon klar. Laut Aufkleber kann das Netzteil bei 12V 19A und ich will max. 12A ziehen. Ein versehentlicher Kurzschluss passiert schneller als man denkt, mein linear geregeltes Netzteil schaltet hier flink den Ausgang ab.
Laut Aufkleber kann das Netzteil bei 12V 19A und ich will
max. 12A ziehen
Das wird leider nichts mit 12A, denn mehr wie 9A Dauer geht nicht. Darüber regelt das Netzteil langsam die Spannung zurück. 10,5A ging hier 20 min. dann standen am Ausgang 10,8V und ich musste den Test abbrechen. Seltsamerweise läuft der Lüfter auch unter Last unbeirrt auf niedrigster Drehzahl.
Bei 9A fällt der Ausgang auf 11,79V und verbleibt dort.
In China haben sie halt andere Ampere und Watt ...
Eine Direktverbindung von 12 V nach Masse über ein
Krokokabel mit 0,5 mm2 Querschnitt führte zu einer auf der vollen Länge
brennenden Leitung
Schon klar. Laut Aufkleber kann das Netzteil bei 12V 19A und ich will
max. 12A ziehen. Ein versehentlicher Kurzschluss passiert schneller als
man denkt, mein linear geregeltes Netzteil schaltet hier flink den
Ausgang ab.
Hast Du vielleicht den 12V2 Ausgang benutzt, der muß ja nur 8A liefern können? Würde mich zwar einigermaßen überraschen, wenn der Strom bei den beiden getrennt überwacht würde, aber das gemächliche runterregeln der Spannung hätte ich letztlich auch nicht erwartet.
Also ggf. mal mit den 12V-Leitungen vom ATX-Stecker selbst probieren, wieviel Ampere dort möglich sind.
Also ggf. mal mit den 12V-Leitungen vom ATX-Stecker selbst probieren
Die beiden Stecker (Bilder im Eingangspost) sind längst abgezwickt und die Kabel zusammen gelegt. Jeweils 7 Leitungen speisen eine 4mm Bananenkupplung. Damit sollten laut Typenschild 19A bzw. 228W Dauer gehen. Aber wie so oft ist beim Chinamann nicht das drin was drauf steht.
Das wird leider nichts mit 12A, denn mehr wie 9A Dauer geht nicht.
Darüber regelt das Netzteil langsam die Spannung zurück.
Wenn es nur einen Kern mit vielen Anzapfungen gibt, und die Regelung bei 3,3 oder 5V misst, dort eine Mindestlast probieren ob dann der mögliche 12V Strom steigt.
Hast Du vielleicht den 12V2 Ausgang benutzt, der muß ja nur 8A liefern
können? Würde mich zwar einigermaßen überraschen, wenn der Strom bei den
beiden getrennt überwacht würde, aber das gemächliche runterregeln der
Spannung hätte ich letztlich auch nicht erwartet.
Du hattest noch nie ein Netzteil auf, oder?
Bei 99,9% der Netzteile sind die 12V auf einer Lötinsel eingelötet. Die "Leistungsbegrenzung" kommt von den verwendeten Steckern, die 7A pro Pin "dürfen". Daher wird das auf mehrere Stecker verteilt.
Ein Netzteil, welches mehrere 12V-Schienen unabhängig und innerhalb der zulässigen Toleranzen für ATX bereitstellt, möchte keiner bezahlen.
Also ggf. mal mit den 12V-Leitungen vom ATX-Stecker selbst probieren,
wieviel Ampere dort möglich sind.
Das, was das Netzteil auf der Spannungsebene kann, maximal 7A pro Pin empfohlen...
Du meinst wohl Dein ATX-Netzteil. Denn das des TO beginnt, wie wir
mittlerweile wissen, schon bei leichter Überlast die Spannung zu
drosseln.
Spannung drosseln ist nicht abschalten. ATX-Netzteile machen keinen foldback, wenn sie einen Kurzschluss auf den 12V bekommen. Sie regeln nach so weit sie können und drücken Leistung rein bis irgend etwas nachgibt oder sie in die Überlastabschaltung gehen. Wobei das meistens eher eine Unterspannungserkennung ist, die das Netzteil ausknipst, wenn die Spannungen die ATX-Spec verlassen.
Hinz sollte mal seine Glaskugel zur Wartung geben.
Die sagt, dass du ein lumpiges Netzteil hast. Einfach nicht glauben was
der Chinese für lustige Daten drauf schrieb.
Das war bisher bei allen ATX (Consumer) Netzteilen so, die ich bisher in der Hand hatte. Egal ob Billig oder Marke, 150 bis 950W. Alles ein Lötfeld auf dem PCB.
Egal ob Billig oder Marke, 150 bis 950W.
Alles ein Lötfeld auf dem PCB.
So auch meine Erfahrung.
Aber was soll's, auch mit nur 9A kann ich meinen fetten Akku laden. Zudem stammt das Netzteil aus einem PC am Straßenrand, hat also nichts gekostet.
Rein interessehalber mal die Leistungsaufnahme meines guten alten linear geregelten 30A Netzteils (Manson) dem PC-Netzteil und einem 600 Watt Meanwell aus der Firma gegenüber gestellt. Das kostenlose PC-Netzteil kann dem teuren Meanwell beinahe das Wasser reichen.