2/N/PE 208V Netzgerät betreiben?

OP #7750288
Lesenswert?

Hallo,

ist es eine gute Idee, ein Netzgerät mit "2/N/PE 208V" Eingang hierzulande zu betreiben? Was ist das überhaupt für eine seltsame Eingangsspezifikation? Ich nehme mal an, dass der Stecker zwei Leiter + Neutral hat, und PE ist am Gehäuse zu befestigen. Wenn man das Gerät an unser Stromnetz anschließt, woher nimmt man dann N? Mal abgesehen davon, dass die Eingangsspannung mindestens leicht außerhalb der Toleranz wäre..

Grüße, Flo

Angehängte Dateien:
Gast #7750371
Lesenswert?

Heinz R. schrieb:

Florian schrieb:

Bleibt die Frage, was ich mit N mache.

N ist halt einer der beiden L :-)

Da ist wohl auch nur ein Trafo drin, L, N, Schutzleiter am Gehäuse angeschlossen

Da hätte man wohl viel eher die in Nordamerika weit verbreiteten 240V verwendet, mit einem NEMA-6-15 oder NEMA-L6-15 Stecker.

#7750373
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Da hätte man wohl viel eher die in Nordamerika weit verbreiteten 240V verwendet, mit einem NEMA-6-15 oder NEMA-L6-15 Stecker.

das ist halt in Haushalten üblich, mit 180° Phasenversatz - aber wohl nicht in Firmen

Amerika ist da sehr merkwürdig - bzw. für uns ist es einfach, man kann aus jedem Drehstromkreis auch 230V ziehen - geht dort nicht

Gast #7750382
Lesenswert?

Heinz R. schrieb:

H. H. schrieb:

Da hätte man wohl viel eher die in Nordamerika weit verbreiteten 240V verwendet, mit einem NEMA-6-15 oder NEMA-L6-15 Stecker.

das ist halt in Haushalten üblich, mit 180° Phasenversatz - aber wohl nicht in Firmen

Selbst im Kleingewerbe wirst du sehr selten Drehstrom finden.

Amerika ist da sehr merkwürdig - bzw. für uns ist es einfach, man kann aus jedem Drehstromkreis auch 230V ziehen - geht dort nicht

Das geht auch dort, aber meist anders, und natürlich 120V.

Ich hab einige Jahre dort gewohnt...

Für die lausigen 100W auf Ausgangsseite hätte ja eh ein ganz normaler 120VAC Stecker gereicht.

#7750493
Lesenswert?

Auch noch beachten: die europäischen 50Hz belasten die für 60Hz ausgelegten Geräte mit Eisen wie Trafos und Motore, zusätzlich.

208V, 50Hz treibt das Eisen in richtung Sättigung mit (60/50) x 208V, da der Abstand der Polungswechsel von 8,33ms auf 10ms erhöht wird.

an 230V angeschlossen wären es für den Trafo dann doppelte Verschärfung: um den Faktor 60/50 wegen der Frequenz und bei mutigem Anschluss an 230V um 230V/208V zusätzlich.

#7750970
Lesenswert?

Peter R. schrieb:

Auch noch beachten: die europäischen 50Hz belasten die für 60Hz ausgelegten Geräte mit Eisen wie Trafos und Motore, zusätzlich. 208V, 50Hz treibt das Eisen in richtung Sättigung mit (60/50) x 208V, da der Abstand der Polungswechsel von 8,33ms auf 10ms erhöht wird. an 230V angeschlossen wären es für den Trafo dann doppelte Verschärfung: um den Faktor 60/50 wegen der Frequenz und bei mutigem Anschluss an 230V um 230V/208V zusätzlich.

Das abgebildete Gerät ist ein Schaltnetzteil. Deshalb kein Problem. Sieht man an der 4A Primärsicherung. Ein Eisenkern Trafo braucht keine so starke Primärsicherung.

#7751083
Lesenswert?

Florian schrieb:

"The PTNhp is a double stabilized, linear controlled low-voltage ultra-high precision power supply aimed at laboratory, bench top applications."

Und die 32-5 Version wiegt 25kg (beim Verkäufer nachgefragt) und hat ebenfalls 4A angegeben.

Dann wird es sicher gute Gründe für Dich geben, genau dies Gerät zu kaufen.

Ich habe die Variante aus eevblog applications nahcgebaut, die 0.9ppm/K und 3kg Gewicht finde ich persönlicher passender für "laboratory, bench top applications"

Aber jedem sein Messmöbel .-)

Da Heinzinger die Serie noch im Programm zu haben scheint,

https://www.heinzinger.com/de/produkte/ptn-serie

Warum Fragst nicht einfach mal "at the horse mouth", was der Hersteller zu Deiner Eingangsfrage meint?? Die sollten ja wissen, was sie bauen .-)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren