Steffen H. schrieb:
Ja, ganz salopp gesagt… dass das Potential der Anoden einen Tick
niedriger liegt ist glaube ich zur Vermeidung das die einzelnen Segmente
im Multiplexbetrieb nachleuchten oder?
Nicht nachleuchten. Aber sicher/schneller abschalten. Das betrifft auch eher die Gitter als die Anoden.
Zu dem warum:
Der Microcontroller mit maskrom hat leider einen Defekt an einem der
Eingänge, weshalb ich einige Funktionen (z.B. VFO Wechsel)nicht nutzen
kann. Ersatz gibt es für ein Gerät aus den 80ern auch nicht. Ich habe
den Inhalt gedumped und auf einen pinkompatiblen Chip mit
programmierbaren ROM geschrieben. Der Chip hat aber nur Open-drain PMOS
Ausgänge die mit 0/5V Pegel arbeiten.
Also Ersatz der VFD-Ansteuerung.
Ich dachte es wäre einfacher das
ganze nun mit positiver Spannung zu betreiben und dann einen uln2003 als
levelshifter zu nutzen und damit Bauteile zu sparen. Oder gibt es sowas
als Baustein, der mit negativen Spannungen umgehen kann?
Vlt. Habe ich hier auch wieder einen Gedankenfehler…
ULN2003 ist insofern ungeeignet, als der größere Strom bei einem eingeschalteten VFD-Segment in das VFD hinein fließt. Der ULN2003 ist aber gemacht um größere Ströme abzuleiten. Man muß den also mit relativ niederohmigen Pullup-Widerständen betreiben, was Strom verschwendet. In der Tat ist bei VFD ein H-Side Treiber angesagt. Die d.s.e. FAQ listet ein paar geeignete Treiber. Herkömmliche H-Side Treiber sind bei VFD Perlen vor die Säue, weil nur 10-20mA benötigt werden.
Die kanonische Schaltung wenn man keinen integrierten Treiber einsetzen kann/will ist pro Kanal ein PNP. Emitter an +5V, Basis über Widerstand an den Logik-Level Ausgang. Kollektor schaltet das VFD. Weil ein inaktiver VFD-Anschluß praktisch keinen Strom braucht, reichen hochohmige (47K und größer) Pulldown-Widerstände). Die effektive Anodenspannung ist dann +5V zuzüglich die negative Spannung am Filament. Genauso wie das ursprünglich gedacht war. Als PNP bieten sich Typen mit integrierten Widerständen an (sog. Digitaltransistoren). Z.B. BCR185.
Natürlich muß die Ansteuerung dann invertiert sein. Ein Gitter/Anode vom VFD ist aktiv bei L-Level. Ader du sagst ja, du hast das Programm. Mehr noch: bei Verwendung eines ULN2003 wäre das auch so.