Doppelmeßspitzen für die Vierleitermessung gibt es wohl nur in teuer bei bestimmten Meßinstrumenten und laut Google gar nicht (0 Treffer für das Wort.)
Aliexpress bietet immerhin zwei Ideen an, wie man es machen kann. Die erste mit einer "Koaxialspitze", die zweite mit zwei aneinandergeklatschten Pogopins, die in eine Plastikhülse geklebt wurden. Man sieht sogar auf dem Musterfoto den herausquellenden Klebstoff.
Also selbermachen, aber wie?
Ich würde hauptsächlich Batteriezellen messen, einzeln und im Verbund. Da sind Kelvinklemmen gänzlich ungeeignet. Obwohl ich schon den Gedanken hatte, wenn die beiden Hälften sich im geschlossenen Zustand nicht berühren, könnte man ja deren Spitzen anschärfen und auf die Batterien drücken. Aber die Klemmen schließen sich kurz, wenn leer, und da die Spitzen nicht federn hätte man ein Problem beim genauen Ansetzen.
Also selber Pogopins zusammenkleben und in irgendein Rohr drücken? Hat sowas jemand schon gebaut und Erfahrung im Einsatz damit?
Ich finde es schon bei der Spannungsmessung mit normalen Meßspitzen an Rundzellen manchmal schwierig, beim Andrücken eine Hebelwirkung zu vermeiden, so daß die Zelle dann auswandert (vulgo wegfliegt.)
ich würde ein Messingröhrchen schräg absägen, sodass eine Spitze wie bei einer Injektionsnadel entsteht. Dann einen Federstift isoliert einkleben.
ich denke, dass eine feste und eine federnde Spitze besser sind als zwei federnde.
Doppelmeßspitzen für die Vierleitermessung gibt es wohl nur in teuer bei
bestimmten Meßinstrumenten und laut Google gar nicht (0 Treffer für das
Wort.)
Zwei ganz normale Hirschmann Prüfspitzen mit 4mm Anschluss? Laborkabel können doch ineinander gesteckt werden. Steck in jede Prüfspitze eine Messleitung und eine zweite drauf, fertig sind vier Leiter.
Wieso glaubst du, es besser zu können und fragst dann wie man es machen müsste ? Du weisst es also offenbar überhaupt nicht.
Dir fehlt schon die Stückzahl, um effektiv Spritzguss einsetzen zu können, die Werkstattausstattung um aus Kunststoff passende Halterungen für kommerzielle Federspitzen drehen und bohren zu können und das handwerkliche Geschick um ein Einzelstück in eine Kugelschreiberhülse mit Epoxidharz einzubetten ohne dass es vorne rausläuft.
Genial, zur Spannungsmessung einen USB-Stecker zu benutzen-
"USB Kopf Vierdraht Kelvin Clip" heißt das dann bei Amazon.
An meinem Peaktech 2170 LCR-Meter sind sogar 6 Bananenstecker (mit Isolierhülse) als Messkabel an Krokodilklemmen mitgeliefert, die beiden restlichen Adern sind mit Guard beschriftet.
https://www.peaktech.de/PeakTech-P-2170-LCR-ESR-Meter-100-Hz-100-kHz-mit-USB/P-2170
Wusste garnicht mehr, dass das auch USB-Anschluß hat, oben drauf eine mini-USB-Buchse.
Also selber Pogopins zusammenkleben und in irgendein Rohr drücken?
So ähnlich. Hätte ich das Problem wäre mein Vorgehen grob:
Leitungen an Pogopins anlöten
Pogopins jeweils mit Schrumpfschlauch isolieren
Dann entweder:
Jeweils zwei isolierte Pogopins & eine mechanische Verstärkung (Stahldraht, Kunststoffstab) zusammen mit einem weiteren Schrumpfschlauch bündeln. Eventuell vor dem Schrumpfen noch 2K-Kleber einbringen, damit sich die Teile später beim Druck auf die Spitzen nicht gegenseitig verschieben.
Für eine Spitze roten für die andere schwarzen Schrumpfschlauch nehmen.
Original Spitze entfernen
Röhrchen eventuell ausbohren
Jeweils zwei mit Schrumpfschlauch isolierte Pins einkleben.
Hat
sowas jemand schon gebaut und Erfahrung im Einsatz damit?
Ich nicht.
Ich finde es schon bei der Spannungsmessung mit normalen Meßspitzen an
Rundzellen manchmal schwierig, beim Andrücken eine Hebelwirkung zu
vermeiden, so daß die Zelle dann auswandert (vulgo wegfliegt.)
Und deshalb würde ich darüber nachdenken eine Batteriehalterung (um zu)bauen, statt Messspitzen.
Oder abschneiden und an was auch immer man braucht anlöten, der
Threadersteller hat leider nicht spezifiziert welches Messgerät
verwendet wird.
Siehe Foto, ein AC-Milliohmmeter mit Auflösung 1 Mikroohm und 100µV. Das andere Ende sind vier Bananenbuchsen, aber eigentlich ist das Banane. :) Irgendeinen Stecker kriegt man immer dran.
Bei Ali gibt es sogar die originalen Meßspitzen, wie ich gerade sehe. Für bescheidene 809 Euro. :)
Ich finde es schon bei der Spannungsmessung mit normalen Meßspitzen an
Rundzellen manchmal schwierig, beim Andrücken eine Hebelwirkung zu
vermeiden, so daß die Zelle dann auswandert (vulgo wegfliegt.)
Mittels einem Stück Restholz, Spannplatte, etc. und ein paar Spax unterschiedlicher Grösse bändigt man jede Rundzelle und Lipo auf die Schnelle.
Eignet sich auch gut, um insb. die alten Handy-Wechselakkus unterschiedlichster Kontaktanordnung extern zu prüfen und zu laden.
Nur nützt dir bei Batterien die Vierleitermessung nichts zur Messung des
Innenwiderstandes, weil du an den nicht ran kommst.
Die Geräte die den Innenwiderstand der Zellen messen, messen mit einem eingespeisten Wechselstrom der sich der Gleichspannung der Zelle überlagert. Daher ist das schon möglich.
Also selber Pogopins zusammenkleben und in irgendein Rohr drücken?
So ähnlich. Hätte ich das Problem wäre mein Vorgehen grob:
Leitungen an Pogopins anlöten
Pogopins jeweils mit Schrumpfschlauch isolieren
Dann entweder:
Jeweils zwei isolierte Pogopins & eine mechanische Verstärkung
(Stahldraht, Kunststoffstab) zusammen mit einem weiteren
Schrumpfschlauch bündeln. Eventuell vor dem Schrumpfen noch 2K-Kleber
einbringen, damit sich die Teile später beim Druck auf die Spitzen nicht
gegenseitig verschieben.
Für eine Spitze roten für die andere schwarzen Schrumpfschlauch nehmen.
Oder die zwei Pogopins flach nebeneinander auf einen schmalen Loch- oder Streifenrasterplatinenstreifen löten, Kabel anlöten und das Konstrukt dann in Schrupfschlauch einschrumpfen.
Mit einem Streifen doppelseitigen Leiterplattenmaterials auf den man ubereinander 2 Pogopins auflötet könnte man sich einen Adapter von Kelviklemmen auf gefederte Doppelspitzen basteln.
Und deshalb würde ich darüber nachdenken eine Batteriehalterung (um
zu)bauen, statt Messspitzen.
Existierende Batteriehalterungen haben leider nur einen Kontakt auf
jeder Seite, das liefe also auf eine komplette Neukonstruktion heraus.
Ich habe auf Aliexpress Mess-Halter für 18650 gesehen, die koaxiale Kontakte haben. Da hilft nur, nach Batterie Holder zu suchen und dutzende Bilder anzugucken.
Mit einem Streifen doppelseitigen Leiterplattenmaterials auf den man
ubereinander 2 Pogopins auflötet könnte man sich einen Adapter von
Kelviklemmen auf gefederte Doppelspitzen basteln.
Das wäre dann die eierleck, äh eierlegende Wollmilchsau. :)
Leider finde ich spitzige Pogopins da nur im Hunderterpack, wo sie dann auch relevant kosten. Abgerundete gibts auch einzeln.
Hätte Ali eine funktionierende Suche, hätte ich das hier früher entdeckt:
Die Leitungen sind aus einem Guß, und sehen richtig gut aus, ich glaube so schön bekommt man es selber nicht hin. Einzig die Sicherheitsvorhaut der Stecker müßte ich beschneiden. :) Den Bewertungen nach sind die Kabel etwas störrisch, dafür kann man damit auch mal einem LKW Starthilfe geben.
Und deshalb würde ich darüber nachdenken eine Batteriehalterung (um
zu)bauen, statt Messspitzen.
Existierende Batteriehalterungen haben leider nur einen Kontakt auf
jeder Seite, das liefe also auf eine komplette Neukonstruktion heraus.
Ich habe auf Aliexpress Mess-Halter für 18650 gesehen, die koaxiale
Kontakte haben. Da hilft nur, nach Batterie Holder zu suchen und
dutzende Bilder anzugucken.
Es gibt Adapterplatinen mit 1mm oder so Kontaktabstand. da drauf könnte man sich Pogo Pins auflöten. Da hat man dann auch gleich die passenden Abgänge auf die z.B JST XH Stecker passen. Und wegen der Doppelstecker, wenn der Abstand passt, kann man doch einfach Eurostecker verwenden, auch wenn die manchmal eine recht fragwürdige Konstruktion haben. Auch wenn am Kabelende
ein 1² zu sehen ist, beweist das nicht, dass die Verbindung zum Stecker ok ist.
Es gibt Adapterplatinen mit 1mm oder so Kontaktabstand. da drauf könnte
man sich Pogo Pins auflöten. Da hat man dann auch gleich die passenden
Abgänge auf die z.B JST XH Stecker passen. Und wegen der Doppelstecker,
Leider steht keine Bemaßung dabei, wie weit die beiden Spitzen auseinander sind. Aber wenn man es selber macht, kann man sie sicherlich näher aneinanderbringen. Nicht daß man schon bei der Kappe einer AAA-Batterie zielen muß, damit man beide draufkriegt.
wenn der Abstand passt, kann man doch einfach Eurostecker verwenden,
auch wenn die manchmal eine recht fragwürdige Konstruktion haben.
Das habe ich noch nie probiert, einen Eurostecker in Meßbuchsen zu stecken. Typischerweise sind aber die Bananenstecker federnd. Der Eurostecker könnte sich höchstens verklemmen, was aber vielleicht auch reicht.
Auch wenn am Kabelende
ein 1² zu sehen ist, beweist das nicht, dass die Verbindung zum Stecker
ok ist.
Früher war Verguß die Adelung einer hochwertigen Verbindung, heute dient er zum Verbergen des Pfuschs darunter... In den Bewertungen zu der 17-Euro-Meßleitung ist dann auch gleich ein Käufer, bei dem einer der Drähte keinerlei Verbindung zur Meßspitze hatte und nur durch zerstörendes Öffnen und Anlöten zum Funktionieren gebracht werden konnte.