Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Reparaturanleitung aufladbares LED Nachtlicht mit Taschenlampe und Notlichtfunktion


von Torsten B. (butterbrotstern)


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Lightway NP-NFL-01D  ArtNr. 819028  XII/22/2022 oder X11/22/2022
Leistung : max. 1,2W

5V= 15 mA,  3,7 V Li-Ion Akku 500mAh  EAN4061463166333  EAN 
40-61463-16633-3

Northpoint GmbH   Bahrensfelder Str. 19   22765 Hamburg   Germany   IP20 
IP 20

Fehler: LED-Leuchte mit 2 LED-Modulen (Spot und Flood) reagiert auf gar 
nichts.

Lösung:  6 kleine Kreuzschlitzschrauben öffnen, Spannung am Akku messen
In diesem Fall 4,05V, also Akku voll und in Ordnung (nichts gebläht).
Rumgemessen, Schalttransistoren der beiden LED-Module überbrückt --> sie 
leuchten.

Eingebung: Versorgungsspannung unterbrechen, also kurz eine Akkuleitung 
an der Platine ab- und wieder angelötet. Eine der LEDs leuchtet kurz.

Deckel zu, nun funktioniert wieder alles, wie es soll. Vermutlich ist 
der Prozessor abgestürzt. Eine sehr einfache und schnelle Reparatur.
Viel Erfolg

Was mich ein bisschen stört: man kann das Teil nicht vollständig 
abschalten, kurz nach dem Taster-Betätigen ist der Bewegungsmelder 
wieder aktiv.

Evtl. Schalter in die Akkuleitung einbauen (aber was passiert dann beim 
Laden?).

Wird die Spannung der Induktionsspule zu hoch ohne Last?

Der IR-Sensor ist sehr empfindlich.

Funktion:

In der Ladeschale:

IR-Bewegungsmelder funktioniert auf die Flächen-LED (PWM-abgedunkelt), .
Leuchtdauer 30 Sekunden (retriggerbar).

Bei Netzausfall / Herausnehmen aus der Ladeschale geht die Spot-LED an 
(und die Flächen-LED aus, wenn sie an war).

Bis der Akku leer ist (laut Anleitung nach 2 Stunden).

Außerhalb der Ladeschale:

IR-Sensor schaltet bei Erkennung die Flächen-LED, retriggerbar

Taste drücken bewirkt:
 - Spot hell
 - Spot aus, Fläche hell
 - Fläche aus, Spot dunkler (vermutlich PWM-gedimmt)
 - beide aus

Gegenüber des Tasters ist eine runde Öffnung mit einem Licht-Sensor.

In anderen Reparaturberichten findet man, dass eine ältere Version 
Probleme mit einem Folienkondensator in der Ladeschale hatten, die einen 
(durch Tiefentladung?) aufgeblähten Akku zur Folge hatten.
von Dirk J. (dirk-cebu)


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Torsten B. schrieb:
> Bahrensfelder

Bahrenfelder!
von Mark K. (mamikoe)


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Torsten B. schrieb:
> Eingebung: Versorgungsspannung unterbrechen, also kurz eine Akkuleitung
> an der Platine ab- und wieder angelötet. Eine der LEDs leuchtet kurz.
> Deckel zu, nun funktioniert wieder alles, wie es soll. Vermutlich ist
> der Prozessor abgestürzt. Eine sehr einfache und schnelle Reparatur.
> Viel Erfolg
>
Danke für den Bericht - hätte erst danach suchen und dann selbst Hand 
anlegen soll, hätte einige Zeit der Fehlersuche erspart: War bei mir 
genau dasselbe.

Aber: Die induktive Aufladung sorgt nur eine Spannung von ca. 2,5V (ohne 
Akk - Kabel abgelötet). Das sog. Nachtlicht, die Flächenbeleuchtung, 
leuchtet zwar - aber naturgemäß bei nur 2,5V nicht sehr hell. Das genügt 
natürlich nicht, um den Akku zu laden.
Liegt es an der Empfängerschaltung (Spannungsverdopplerschaltung)? Die 
Dioden sind o.k., die C sehen "gut" aus und sollten nach nur 2 Jahren 
auch nicht kaputt sein - nachmessen bringt nicht viel, da ich die 
Soll-Kapazität nicht kennen.

Oder die Senderschaltung? Aufgeschraubt habe ich zwar, der Gleichrichter 
scheint zu funktionieren, und da sie zumindest soweit funktioniert, daß 
in der Lampe überhaupt etwas ankommt, kann der einzige andere Halbleiter 
(wohl ein Transistor - ich habe die Platine noch nicht von dem 
Netzsteckerkontakten abgelötet) nicht defekt sein.

> In anderen Reparaturberichten findet man, dass eine ältere Version
> Probleme mit einem Folienkondensator in der Ladeschale hatten, die einen
> (durch Tiefentladung?) aufgeblähten Akku zur Folge hatten.

Welche andere Reparaturberichte? Ich finde leider nichts - nicht unter 
der Modellezeichnung und Art.-Nr.

> Was mich ein bisschen stört: man kann das Teil nicht vollständig
> abschalten, kurz nach dem Taster-Betätigen ist der Bewegungsmelder
> wieder aktiv.

Richtig. Das stört mich ebenfalls.
>
> Evtl. Schalter in die Akkuleitung einbauen (aber was passiert dann beim
> Laden?).

Habe ich mir auch schon überlegt.

> Wird die Spannung der Induktionsspule zu hoch ohne Last?

In der Schaltung gibt es keinen Laderegler. Der Akku hängt unmittelbar 
am Ausgang der Villard-Schaltung geladen. Scheint mir für das Laden 
eines LiIon und dessen langes Leben erher suboptimal zu sein - 
jedenfalls dann, wenn die Senderschaltung richtig funktioniert und mehr 
als nur 2,5V herauskommen. Vielleicht ist am besten, einen Schalter und 
ein kleines LiIo-Lademodul nachzurüsten und das induktive Laden nebst 
Ladeschale zu vergessen.
>
> Gegenüber des Tasters ist eine runde Öffnung mit einem Licht-Sensor.

Aha. Ich hatte eine LED vermutet, die beim Ladend es Akkus aktiv wird - 
und bei mir wegen der zu niedrigen Ladespannung eben nicht leuchtet.
von Gunter E. (gunter_e)


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Bei mir handelt es sich um das Modell NP-MFL-01D - ist aber 
offensichtlich egal.
Eigentlich wollte ich im Netz nachschauen, wo ich eine neue Lampe 
herbekomme, nachdem die alte den Geist aufgegeben hatte (einmal aus der 
Steckdose gezogen und 1 Woche später wieder reingesteckt - tot).
Dann bin ich über Deine Reparaturanleitung gestolpert. Kurz nachgedacht 
- bin kein Elektriker von Gottes Gnaden - kaputt kann ich ja nichts 
machen - ist es ja schon (scheinbar).
Aufgeschraubt - Plusleitung abgelötet - 2 Minuten später wieder 
angelötet - funktioniert!
Vielen Dank für die unverhoffte Hilfe - 15 Euro gespart - frohe 
Weihnachten!
von Juan Carlos E. (juancarlos_e)


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Torsten B. schrieb:
> Versorgungsspannung unterbrechen, also kurz eine Akkuleitung
> an der Platine ab- und wieder angelötet. Eine der LEDs leuchtet kurz.
>
> Deckel zu, nun funktioniert wieder alles, wie es soll. Vermutlich ist
> der Prozessor abgestürzt. Eine sehr einfache und schnelle Reparatur.

Lieber Thorsten,
Dank Deiner Anleitung, und auch wenn ich keine Elektroniker bin, nicht 
mal die passenden Werkzeuge habe, habe ich die schöne Lampe davor 
gerettet, als Elektroschrott entsorgt zu werden.
Rotes Kabel abgeschnitten, beide Enden abisoliert und zusammen gedreht. 
Et voilà, sie tut wieder ihre Dienste.

Vermutlich war eine Tiefentladung schuld daran. Eine Reset-Taste 
einzubauen würde sicherlich für den Hersteller nicht allzu teuer sein.
Grüße
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Es freut mich, dass dieser Bericht so gute Resonanz erhält. Also 
mitmachen, auch einen Bericht schreiben! Das Forum und das Inet 
funktionieren wie das Leben nur mit Geben und Nehmen.
Falls diese Anleitung nicht hilft, Joachim F. hat die Software 
nachgebildet:
Beitrag "Reparaturanleitung aufladbares LED Nachtlicht, Ersatz durch PIC"
von Thomas R. (thomasr)


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Bin gerade über diesen Thread gestolpert weil ich einige dieser Dinger 
von einem Freund zur Reparatur liegen habe.

Die Schaltung des Senders scheint so auszusehen (hoffentlich kein Fehler 
drin).

Zum einen kannte ich diese Art Oszillator nicht, nur ein Transistor? 
Wäre schön wenn jemand dazu mehr wüßte/schreibt.

Zum anderen sind bei den defekten Geräten immer die MJE13001 durch. 
Einmal auch der 2,4k Widerstand. Und die Elkos sind oft trocken.

Kann man diese Schaltung irgendwie "robuster" machen?
von Thomas R. (thomasr)


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Seltsam: auch mit neuem Transistor, Widerstand und Elko schwingt der 
Oszillator nicht an. Die Spule(n) haben ca. 13 Ohm, alle Folien Cs haben 
ihre Kapazitätsnennwerte.

Wovon kann das noch abhängen? Müssen die Folien Cs besondere ESRs haben?
: Bearbeitet durch User
von Mark K. (mamikoe)


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Thomas R. schrieb:
> Die Schaltung des Senders scheint so auszusehen (hoffentlich kein Fehler
> drin).

Ich hatte letztes Jahr in meinem gerät die anliegende Schaltung 
aufgenommen. Weicht schon etwas von Deiner Schaltung ab.
von Thomas R. (thomasr)


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Mark K. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Die Schaltung des Senders scheint so auszusehen (hoffentlich kein Fehler
>> drin).
>
> Ich hatte letztes Jahr in meinem gerät die anliegende Schaltung
> aufgenommen. Weicht schon etwas von Deiner Schaltung ab.

Mark, vielen Dank!

Die Schaltung scheint grundsätzlich gleich zu sein, lediglich die Werte 
der Widerstände und Kondensatoren sind andere. Offensichtlich ist das 
Kondensatornetzteil bei deiner Version für einen geringeren Strom 
gedacht (kleinerer C8). Und bei deiner Version sind zusätzlich L1, R2 
und C3 drin. Die würde ich aber als "Filter" verstehen die mit der 
reinen Funktion nichts zu tun haben (sonst hätten meine ja nie 
funktioniert). Vielleicht verlängern sie aber die Lebensdauer?

Die anderen Werte der Rs und Cs rund um den Transistor dürften mit der 
Frequenz zu tun haben, je nach Sendespule wird die anders ausfallen. 
Hier wird ein Ferrittoroid verwendet, was ist bei deiner Schaltung drin?

Mir ist immer noch ein Rätsel warum das trotz neuer Bauteile nicht 
funktioniert....
: Bearbeitet durch User
von Mark K. (mamikoe)


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Thomas R. schrieb:
> Hier wird ein Ferrittoroid verwendet, was ist bei deiner Schaltung drin?

ich würde ja gerne ein Foto machen, aber leider habe ich das Teil 
verlegt und derzeit keinen Plan, wo ich nachsehen könnte ...
Ich habe mich nämlich entschieden, die Lampe zweckzuentfremden und mit 
Schalter und USB-Buchse nebst Ladeschaltung zu versehen.
von Thomas R. (thomasr)


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Hallo Mark,

hat sich erledigt, danke. Siehe auch

Beitrag "Warum funktioniert dieser Oszillator (nicht)?"
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Siehe auch Beitrag "Induktives Laden bei Northpoint/Lightway NP-NFL-01D defekt?" mit 
Schaltplan.
Das ist der oben von  von Mark K. (mamikoe) genannte Beitrag vom 
20.09.2025 19:06.
Der C2 (4µ7/400V) hat dort auch nur noch 3µ9, ist also schon am 
Austrocknen.
: Bearbeitet durch User
von Mark K. (mamikoe)


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Thomas R. schrieb:
> hat sich erledigt, danke. Siehe auch
> Beitrag "Warum funktioniert dieser Oszillator (nicht)?"

Gerade gelesen. Da hast Du ja Glück gehabt, auch daß die T das überlebt 
haben.

Wegen der Spule: Thorsten B hat nach Dir auf meinen (!) anderen Beitrag
Beitrag "Induktives Laden bei Northpoint/Lightway NP-NFL-01D defekt?"
verlinkt, den ich mittlerweile völlig vergessen hatte. Da ist auch ein 
Foto der Platine und Spule.

Kannst Du mal nachmessen, wieviel Spannung bei Deinen Geräten in der 
Leuchte am Akku bzw. dem IC nach der Villard-Schaltung (und davor) 
ankommt? Und wie hoch die Kapazität der C in der Villard-Schaltung und 
danach wirklich ist?
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