Kupferlackdraht: Lötstellen isolieren

OP #7775298
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Bevor jetzt ein Shitstorm beginnt, die Frage ist überlegt und eine Suche bislang fast erfolglos. Es gilt, "blinkende LEDs" als Minikette in Formen gefertigter LED-Bilder einzusetzen. Das Verlöten soll auf Basis von Kupferlackdraht erfolgen und stellt auch kein Problem dar. Nun gilt es, die Lötstellen möglicherweise zu isolieren. Dazu gibt es mehrere Denkansätze, für die man bislang noch keine Erfahrung hat. Einerseits wäre es sinnvoll, die Lötstelle mit jenem Lack (wie auch immer) zu versehen, mit dem der übrige Kupferdraht geschützt wird (ich weiß, das wird oft im Mehrschichtverfahren abgedeckt). Andererseits könnte man die LED-Lötung einfach mit einem "Klacks" Heißkleber eindecken. Wer hat da Erfahrung, wer hätte noch andere Ideen?

#7775299
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Isolierlack, Farblos. Ist gängig für solche Anwendungen. Idealerweise wahrscheinlich die Lötstelle eintauchen.

Heißkleber zieht massig Fäden und ist nicht so einfach zu verarbeiten, löst sich ggfs auch wieder ab bzw ist nicht unbedingt wasserdicht.

Um wieviele Verbindungen geht es denn?

(Firma: Starfleet) #7775306
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Einerseits wäre es sinnvoll, die Lötstelle mit jenem Lack (wie auch immer) zu versehen, mit dem der übrige Kupferdraht geschützt wird (ich weiß, das wird oft im Mehrschichtverfahren abgedeckt).

Sicherheitshalber im Lack-Datenblatt auch den Temperaturbereich checken, LED's werden u.U. sehr heiß und mancher Lack ist gerade darauf ausgelegt schnell zu verdampfen wenn's über 200°C oder so hat.

Es gibt in der Avionik "Coating" mit dem die gesamte Platine behandelt (eingepinselt, eingetaucht) wird um die elektrische Isolierung auch in größen Höhen zu geährleisten.

https://aircleansystems.com/application-notes/conformal-coatings

"Früher" hiess es man könne auch eine Art Schutzlack selber aus Kolophonium und Spiritus mixen. Das wird dann sicher eine klebrige Sauerei.

Wer hat da Erfahrung, wer hätte noch andere Ideen?

Manche legen eine Schaumstoff-Matte oder ähnliches mit Aussparungen an den Lötstellen drüber. Es wird also nicht die Lötstelle selbst "bedeckt", sondern räumlich abgekapselt.

(Firma: Starfleet) #7775349
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Gegen was soll es isoliert werden?

Oder wäre auch eine "Rückwand" ausreichend? Ähnlich doppelter Schwibbögen. Zeig am Besten so ein fertige Led Bild.

Eben, aber das will der TO grad bauen. Im Anhang mal eine Beispielkonstruktion nach https://erlerundpless-shop.de/de/led-leuchtbild/led-leuchtbild-farbexplosion

Wohl ein (von hinten) beleuchtes Textil, keine n mal m -LED Matrix wie man auch vermuten könnte.

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OP #7775358
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Zuerst einmal VIELEN DANK für die so schnellen Antworten. Sehr sachlich, sehr informativ.

Gemeint sind jene Löststellen, die in einer selbst erstellten "Kupferlackdrahtlichterkette" auftreten. Beim "verdrillen" der Leitung könnte es zu einem Kurzschluss kommen, deshalb überlegte ich, dass die Löststellen wie auch immer isoliert werden.

Es gibt ja einige Anregungen, die ich zuerst einmal nicht einzeln komentiere. Aber eins sei geschrieben: Danke für die wirklich sachliche Begleitung. Liest man im Forum so einige Beiträge, traut man sich kaum noch, Fragen zu stellen. Naja, einige Fragen sind dann auch etwas "fragwürdig", da hätte man bei einer Suche schnell eine Antwort. Das aber nur nebenbei.

(Firma: Starfleet) #7775380
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Eigentlich sollen die Kupferanschlüsse eienr LED - als DIY-Kette - gegeneinander isoliert werden. Nach Zusammenfügen der Kette wird diese ja "verdrillt".

Ist heutzutage das Verdrillen von Lackdraht bei Wunsch nach (langanhaltenden) Erhalt der Isolation eine gute Idee ?

Wenn es unbedingt sein muss (raumsparend) würd ich nach Lackdraht schauen der für enge, straffe Wickel konzipiert wurde, wie beispielsweise Magnetspulen o.ä. .

https://www.kukcoils.ch/world-of-induction/isolationsschicht-bei-magnetdr%C3%A4hten-ein-h%C3%A4ufiger-stolperstein-f%C3%BCr-ingenieure

Auch wenn "Verdrillen" und "auf Kern wickeln" von der mechanischen Beanspruchung nicht unbedingt das Gleiche ist.

#7775404
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Kafuter K-704

Erzaehl mal mehr! ICh nehme immer den K-300 weil der wie Gummi wird.

Wir wird denn der 704 nach dem aushaerten?

Hm..sehe gerade 704 ist ein RTV Silikon. Das ist ja doof. Leute, K-300 ist die Geheimwaffe fuer alles. Einen Tropfen drauf, 1min mit der UV-Taschenlampe und man hat durchsichtiges Gummi hergestellt.

Vanye

#7775655
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Hallo,

das mit dem UV Kleber ist auch eine Möglichkeit. Fiel mir wieder ein das ich den auch schon verwendet habe um Lackdraht zu verlegen und fixieren. Dafür hatte ich UHU Led Light Booster verwendet. Gibt es im Baumarkt und Discounter. Härtet auch mit UV-Licht. Das Schwarze in der Blister ist noch die UV Lampe. Wenn du damit die Leitungen parallel mit etwas Abstand verklebst, haste auch deine Isolierung bzw. Abstand zueinander. Ich dachte erst du willst gegen äußere andere Berührung isolieren. Kannst natürlich auch beides machen. Schrumpfschlauch und fixieren.

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OP #7775804
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Vielleicht ist "verdrillen" eine schlecht Wortwahl von mir. Die beiden Leitungen sollen ineinander "vertreht" werden, damit sie beim Verlegen in einem Dekobild einen einigermaßen ordentlichen Leitungseindruck hinterlassen. Zudem ist so ja auch eine wenn auch untergeordnete Stabilität der "Lichterkette" erreicht. Wird ja auch industriell so ausgeliefert.

Gast #7779325
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Bradward B. schrieb:

"Früher" hiess es man könne auch eine Art Schutzlack selber aus Kolophonium und Spiritus mixen. Das wird dann sicher eine klebrige Sauerei.

Das kann man grundsätzlich schon machen.

Wenn der Alkohol verdampft ist, klebt das nix mehr. Allerdings bilden sich bei Biege-Beanspruchungen schnell Risse in der Kolophoniumschicht.

#7779471
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Anno P. schrieb:

Gemeint sind jene Löststellen, die in einer selbst erstellten "Kupferlackdrahtlichterkette" auftreten. Beim "verdrillen" der Leitung könnte es zu einem Kurzschluss kommen, deshalb überlegte ich, dass die Löststellen wie auch immer isoliert werden.

es gibt lötfähigen Schutzlack SK10 Kontaktchemie, oder transparenter Nagellack wer nicht mehr ran muß.

#7781509
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Stephan S. schrieb:

Joachim B. schrieb:

transparenter Nagellack

Wäre auch mein Favorit

Mein Vorschlag ist das auch. Und ich hab genau das auch schon gemacht mit Nagellack.

  • trocknet schnell
  • günstig in kleinen Gebinden, was will man hier mit einen halben Liter
  • Pinsel ist auch schon dabei

Wirklich Wasserdicht, für Außenanwendungen, wird das eh nix. Da ist das primäre Problem weniger der Lack, als die perfekte Reinigung vorher. Sonst gibts Mikrorisse und dann fault es unter dem Lack besonders gut.

OP #7781530
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Mein Vorschlag ist das auch. Und ich hab genau das auch schon gemacht mit Nagellack.

  • trocknet schnell
  • günstig in kleinen Gebinden, was will man hier mit einen halben Liter
  • Pinsel ist auch schon dabei

Wirklich Wasserdicht, für Außenanwendungen, wird das eh nix. Da ist das primäre Problem weniger der Lack, als die perfekte Reinigung vorher. Sonst gibts Mikrorisse und dann fault es unter dem Lack besonders gut.

Danke für den Hinweis. Daran hatte ich auch schon gedacht, befürchtete aber, dass der nicht richtig hält. Es soll ja keine "Feuchtraumabdeckung" gewährleistet werden, sondern "nur" ein Schutz gegen Kurzschluss. Trotzdem: prima Anmerkung.

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