Jens G. schrieb:
Klar muss SHIELD und GND miteinander verbunden werden. Was anderes hat
Andreas ja nicht geschrieben.
Das habe ich an keiner Stelle behauptet.
Er wollte nur darauf hinweisen, dass das
Signal rechts keinen Bezugspegel sieht, welcher auch für die linke Seite
derselbe Bezugspegel ist ...
Schlimmer finde ich dabei, dass die CC-Leitungen mit ISO_GND, aber 5V mit GND verbunden ist.
Der Schirm und die Schaltungsmasse sollten möglichst nur auf einer Kabelseite miteinander verbunden sein. Auch wenn man diese Verbindung auf der Geräteseite weglassen sollte, bietet es sich aber an, ein paar nicht bestückte Footprints anzubringen, um ggf. noch nachträglich etwas bestücken zu können.
Man sollte nämlich beachten, dass gerade bei USB-Steckverbindern das Gehäuse bzw. der Schirm gleichzeitig auch als ESD-Schutz fungiert. Somit ist es aus ESD-Sicht durchaus sinnvoll, Schirm und GND mit ein paar hinreichend spannungsfesten (>= 1 kV) Nanofarad zu überbrücken. Aus HF-Sicht kann dies entweder kontraproduktiv sein oder sogar die Gesamtschirmung verbessern. HF-mäßig oder galvanisch verbundene Masse- und Schirmleitungen können zu Resonanzen führen oder auch nicht, und das auch noch in Abhängigkeit vom Kabeltyp, der Kabelqualität und dem Layout. Daher sollte man sich ein paar Freiheitsgrade offenhalten, um nicht bei der kleinsten erforderlichen Maßnahme neue Leiterplatten herstellen lassen zu müssen. Bei Einzelstücken kann man sich natürlich anders behelfen.
Auf jeden Fall würde ich einen geeigneten ESD-Schutz für Vbus/5V, D+, D- vorsehen. Bei Vbus/5V reicht da ein einfacher Keramikkondensator ab 100 nF, für D+/D- gibt es haufensweise Bauteile wie z.B. RClamp0522 oder RClamp0524.