suche versenkbaren Drehknopf (wie Küchenherd)

OP #7781066
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Hallo,

mein Sohnemann spielt für sein Leben gern mit den versenkbaren Drehschaltern am Herd (ein alte Siemens Herd). Da gibt es zwei Arten: Welche mit ca. 10mm Durchmesser für die Mikrowelle, und die in der üblichen Größe für die Kochplatten (für die hat er noch nicht genügend Kraft). Ich wollte zu Weihnachten ein Busyboard bauen (sowas in der Art: https://i.etsystatic.com/51587139/r/il/7daece/5903960488/il_794xN.5903960488_l31z.jpg ) mit solchen Knöpfen drauf. Ohne Funktion dahinter, nur zum Versenken/rausholen und dann dran drehen, d.h. nur die Versenk-Mechanik. Auf Aliexpress werde ich aber nicht fündig. Und auf ebay gibt es nur Küchenherd-Ersatzteile. Sind die Teile außerhalb des Küchenherdes wirklich so unbekannt? Oder fehlen mir nur die richtigen Suchbegriffe?

Vielen Dank, Georg

#7781127
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Georg S. schrieb:

Sind die Teile außerhalb des Küchenherdes wirklich so unbekannt?

Sie sind recht selten, und meist eben integraler Bestandteil des Geräts; d.h. sie sind mit ihrer Mechanik gezielt für diese Anwendung konstruiert worden. Der eigentliche Drehschalter steckt tief im Herd, weit hinter der Mechanik.

Den kann man dann durch irgendwas nach Wunsch ersetzen, aber für die Mechanik zum reindrücken ist jemand anderes zuständig als der Hersteller des Schalters.

Man kann die Mechanik auch als Ersatzteil bekommen, die aber dann in irgendein Gerät selbst reinzubasteln, ist nicht so einfach, eben, weil das keine Universalteile mit standardisierter Montage sind, sondern Spezialmechanik für Herde. Da hat die Frontblende ein Loch, in dem eine zum Drehknopf passende ringförmige Zierblende steckt, und die Rastmechanik wird mit ein paar Blechlaschen fixiert, die durch Schlitze im Körper der Mechanik gesteck und dann verschränkt werden.

Vielleicht ist es einfacher, auf das Ende dieser Erkundungsphase bei Deinem Kind zu warten und ihm nicht etwas, was potentiell gefährlich ist, auch noch als Spielzeug nachzubilden.

#7782750
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Georg S. schrieb:

Ich wollte zu Weihnachten ein Busyboard bauen (sowas in der Art: https://i.etsystatic.com/51587139/r/il/7daece/5903960488/il_794xN.5903960488_l31z.jpg

Da platzt einem Kind doch der Kopf bei so übermäßig vielen Möglichkeiten!?

So ähnlich fühle ich mich wenn an einer Laderampe 10 Gitterboxen mit alten HP und Keithley-Meßgeräten stehen und ich nur zwei Hände zum Wegtragen habe. :)

Merkwürdige Zeiten, wo man Kleinkinder mit Herden spielen läßt. Bei so einem alternativen Gartenprojekt haben die Kinder mal vollflächig Sand auf die Motorhaube eines Autos gestreut und ihn verrieben. Hat den Besitzer (des Autos und der Kinder) nicht gestört. Daß die das auch an anderen Autos machen, ist den selbst antisozial erzogenen Eltern natürlich egal.

Wenns unbedingt sein muß, würde ich die Blende von so einem Herd auf dem Schrott besorgen und an irgendein Spielgestell drannageln.

Kinder sind jetzt auch nicht total blöd, ich könnte mir daher vorstellen, daß die Faszination daher rührt, daß er einen echten Herd bedient und kein Spielzeug.

Aber das gehört in ein Psychologie- und nicht Elektronik-Forum.

#7782763
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Wollvieh W. schrieb im Beitrag #7782750: [..]

Da platzt einem Kind doch der Kopf bei so übermäßig vielen Möglichkeiten!?

[..]

Merkwürdige Zeiten, wo man Kleinkinder mit Herden spielen läßt. Bei so einem alternativen Gartenprojekt haben die Kinder mal vollflächig Sand auf die Motorhaube eines Autos gestreut und ihn verrieben. Hat den Besitzer (des Autos und der Kinder) nicht gestört. Daß die das auch an anderen Autos machen, ist den selbst antisozial erzogenen Eltern natürlich egal.

[..]

Kinder sind jetzt auch nicht total blöd, ich könnte mir daher vorstellen, daß die Faszination daher rührt, daß er einen echten Herd bedient und kein Spielzeug.

Aber das gehört in ein Psychologie- und nicht Elektronik-Forum.

Nun aber mal langsam. Ein Busy-Board ist für die meisten Kinder zwischen ca. 1 und 3 ein hervorragendes Spielzeug.

Das hat nicht gleich irgendwas mit "antisozial erzogenen Eltern" zu tun, sondern mit dem Entdeckerdrang der Kleinen.

Wenn das bei einem selber schon fast ein Jahrhundert her ist oder man, sehr überspitzt, das eigene Kind morgens mit kurzem Händedruck zum Frühstück begrüßt, ist das vermutlich verständlich recht weit hergeholt, aber man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kinder genau wie wir "fertigen Menschen" durch herumspielen lernen.

Und so eine Dreh-, Drück- und Rastmechanik muss einfach jeden wenigstens unterschwellig begeistern, sonst würde die nicht in Herden verbaut - denn die Funktion stellt auch Opas Mehrpositionsdrehschalter aus Bakelit dar.

Und in Analogie zu dem Motorhaubendebakel wäre eine dafür vorgesehene Fläche als leuchtrotes "Busy-Brett" für Sandaushubarbeiten sicher ebenso geeignet gewesen. Dass bei vielen die pädagogische Sorgfalt hintenan steht ist unbenommen, jedoch kein Argument gegen gutes und vor allem selbst gebautes Spielzeug.

Ich jedenfalls stehle die Idee wohl (die Schalter haben nur LEDs dahinter).

Angehängte Dateien:
OP #7783677
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Thomas E. schrieb:

Täte es auch ein Poti mit versenkbarer Achse?

https://de.aliexpress.com/i/4000540720362.html

Super. Hab selber auf Aliexpress gesucht aber nicht gefunden. Das werde ich mal ausprobieren. Wegen Erziehung zum nicht rumdrücken an Knöpfen vom Küchenherd: Die Methode die schon beim älteren geholfen hat war den Herd ausschalten und rumdrücken lassen. Irgendwann ist genug damit gespielt und die Sache uninteressant. Hat beim Lichtschalter genauso funktioniert.

Sand auf eine echte Motorhaube ist da in der Tat kontraproduktiv, weil Kinder ja alles nachspielen. Also besser Sand auf etwas wo sie sonst auch Sand drauf tun dürfen. (Wir reden jetzt aber von Jahre später. Das Knopf-am-Küchenherd und Lichtschalter Spielalter ist 1-2 Jahre.)

In dem Zusammenhang kann ich es nicht verstehen warum im Kinderfernsehen heutzutage die Gruppe der "Guten" die untereinander ständig Intrigen spinnen während sie die "Bösen" mit Gewalt bekämpfen. Das gewalttätigste das es bei mir damals gab war Captain Future. Ansonsten lief im Fernsehen es Biene Maya und Löwenzahn. Und meiner Frau hab ich gezeigt was wir damals angesehen haben: "Auf Achse". Die "Guten" arbeiten zusammen um das von außen verursachte Problem zu lösen. Im wesentlichen ohne Gewalt (wenn es auch ohne geht). Und ohne irgendwelche Intrigen innerhalb der Gruppe zu spinnen. Die Leute die zusammenhalten sollten halten auch zusammen. Vielleicht bessere Drehbuchautoren damals, die auch so spannende Geschichten schreiben konnten.

#7783682
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Wollvieh W. schrieb:

... Merkwürdige Zeiten, wo man Kleinkinder mit Herden spielen läßt. Bei so einem alternativen Gartenprojekt haben die Kinder mal vollflächig Sand auf die Motorhaube eines Autos gestreut und ihn verrieben. Hat den Besitzer (des Autos und der Kinder) nicht gestört. Daß die das auch an anderen Autos machen, ist den selbst antisozial erzogenen Eltern natürlich egal. ...

Und Du bist Dir sicher, dass die den Kindern nicht gezeigt haben, was dadurch passiert und mit Ihnen gesprochen haben, wo man das darf oder nicht? Bei zahlreichen mobilen Spielaktionen ist es auch üblich, dass die Kinder die verwendeten Fahrzeuge regelmäßig gestalten. Habe noch nie gehört, dass solche Kinder danach angefangen hätten, auch andere Fahrzeuge zu bemalen. Sie verstehen sogar genau, dass Ihnen hier Freiräume gewährt werden.

Die Eltern sind aus meiner Sicht sehr sozial. Asozial sind eher die Autofetischisten, denen ein Auto über alles geht, die am Wochenende lieber drei Stunden ihr Auto polieren, anstatt mit Ihren Kindern zu spielen.

Es gibt halt eine sehr weite Toleranzspanne bei Auto!

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