Automatischer Lötspitzenreiniger (gesucht)

OP #7789891
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Moin zusammen,

da ich keine Lust mehr auf die Messingwolle habe, suche ich einen automatischen (elektrischen) Lötspitzenreiniger.

Was ich bis jetzt gefunden habe:

  • AO128 SRA (digikey)
  • TOOLCRAFT
  • YIHUA 200
  • Weller

Gibt es echt nur so wenige Anbieter? Auch wenn Firma zahlt, finde ich die 400€ für Weller echt übertrieben.

Habt ihr noch andere Ideen, oder sogar Erfahrungen?

#7791593
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Adam P. schrieb:

da ich keine Lust mehr auf die Messingwolle habe,

Ach, ist diese Maker-Mode jetzt vorbei?

Gibt es echt nur so wenige Anbieter?

Hakko https://www.amazon.de/-/en/FT-710/dp/B00QJCR5JC Aoyue https://www.pcb-soldering.co.uk/aoyue-128-tip-polisher No-Name https://eleshop.de/automatischer-lotspitzenreiniger.html aiXun https://de.aliexpress.com/item/1005007767335960.html Quick https://www.tme.eu/de/details/quick-310/schwamme-u-reinigungsmat-f-lotspitzen/quick/quick-310/ iTC https://www.weidinger.eu/de/wl74436

Letzterer mit Schwamrollen.

Habt ihr noch andere Ideen, oder sogar Erfahrungen?

Ganz normale nasses Schwämmchen. Die haben schon vor dem Aufkommen der Mode mit der Messingwolle funktioniert. Die funktionieren immer noch.

Automatische Reiniger in der Produktion, dann wenn es auf ein paar Sekunden Zeitersparnis ankommt oder dort wo Personal auf einen Prozess getrimmt werden soll / muss.

#7791724
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Harald K. schrieb:

Es gibt Menschen, die meinen, daß der durch das rapide Abkühlen der Lötspitzen erzeugte thermische Stress sich negativ auf die Lötspitzenlebensdauer auswirkt.

Weiß ich. Das Geschichte vom thermischen Stress macht seit dem Aufkommen der Messingwolle die Runde.

Nun ist es so, dass eine Lötspitze ständig rapide abgekühlt wird, nämlich beim eigentlichen Löten. Das Lot schmilzt nicht von alleine, sondern entzieht der Spitze Wärme. Genau wie das Kupfer der Platine, die Anschlüsse von Bauelementen, Flussmittel (am besten noch litterweise wie bei Louis Rossmann), etc. Auch die Messingwolle entzieht der Lötspitze bei Kontakt Wärme.

Na ja, sollen sie weiter in ihren Dosen mit ominösen Metallspänen rumstochern und rühren um ihre Lötspitzen vor bösen, bösen thermischen Schocks zu schützen.

#7791838
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Der thermische Schock bei "runter auf Wasser-Siedetemperatur" dürfte stärker sein als der bei "fluffige Messingwolle" oder "Lot mit ~220° Schmelztemperatur".

Was bei uns zur Abschaffung der nassen Schwämme geführt hat war der Kalk, und das man sehr oft nachnässen muss, denn der Schwamm soll ja nur feucht sein, nicht nass. Einfach reinkippen ist also nicht, man muss ausdrücken, was wie der alte Schwamm an der Tafel dreckig und miefig ist. Wo die Metallreste landen ist dann auch noch ein Punkt... Ja, Destilliertes Wasser is a thing, kostet aber auch und muss man besorgen. Leitung hat man. Leider hier in "da fallen die Klinker aus dem Hahn", und das sieht man schon nach Tagen am hellen Kragen an der Spitze.

Die Maschinen rupfen am Kolben, haben Schwämmchen die man nassmachen muss (und nachfeuchten und oft tauschen), oder Plastikbürsten die man ebenso oft tauscht. Die Metallbürsten verschleißen die Spitzen oder sitzen voller Zinnklumpen, und man macht sehr schnell Kerben in die Bürste und muss die dann auch tauschen.

Das Dings mit der Metallwolle drin dagegen hält "ewig", kann einfach saubergemacht werden und die Wolle kostet nix. Zudem ohne Strom auch bequem woanders hinstellbar, wenig Platzverbrauch.

Es gibt auch Metallwollehalter, die davor einen Fangbehälter mit Gummikante haben, zum Abschlagen größerer Tropfen. Da ditscht man die Spitze erst auf, dann bürstet man. Schont die Spitzen und lässt die Wolle noch länger leben. Und: es ist besser wenn um das Loch für die Wolle auch eine Gummikante ist, sonst kann es fiese Geräusche machen.

Gast #7792359
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Harald K. schrieb:

Heinz-Maria schrieb:

JBC gibt es noch: www.weidinger.eu/de/wl47201

Das sind also in echt nur zwei rotierende Messingbürsten?

Hab hier gerade ein Revox Tonband aus den 1960-ern repariert.

Irgendwie am Rand verwandt und interessant.

Hab in einer Kiste noch Kasettenlaufwerke + bau mir damit selbst einen Lötspitzenreiniger. Bisher nutzte ich zur Lötstation Zeitungspapier.

Edel geht die Welt zugrunde bis der Arsch im Grabe liegt.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7795776
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Bursch schrieb:

Hab in einer Kiste noch Kasettenlaufwerke + bau mir damit selbst einen Lötspitzenreiniger.

Und Dir ist klar, welch ein winziges Drehmoment solch ein Antrieb liefert? Die Spulenantriebe sind ja genau so dimensioniert, dass sie es gerade so schaffen, das Band zu straffen, ohne es zu überdehnen. Und der Kapstan ist auch nur so kräftig, weil die Achse so dünn und glatt ist. Bei einem größeren Durchmesser, z.B. der eines Messingbürstenpaares, würde er sich auch nicht mehr drehen, abgesehen von dem für solche Biegemomente nicht im geringsten geeigneten Lager.

Bisher nutzte ich zur Lötstation Zeitungspapier.

Das funktioniert auch tausendmal besser als Deine obige Konstruktion.

Edel geht die Welt zugrunde bis der Arsch im Grabe liegt.

Wenn sich in einem Unternehmen ein Ingenieur oder Techniker einen halben Tag damit beschäftigen müsste, den Elektroschrott nach geeignetem Material zu durchsuchen und daraus irgendwie einen Lötspitzenreiniger zu bauen, wäre das wesentlich teurer. Und bei der nächsten Begehung durch die Berufsgenossenschaft würde auffallen, dass er kein CE-Kennzeichnung aufweist. Bei einer Akkreditierung der Fertigung nach irgendwelchen Luftfahrt-, Automobil- oder Medizintechnikrichtlinien käme es bestimmt auch sehr gut an, wenn die Hälfte des Werkzeugs nach zusammengeflickter Resterampe aussähe.

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