AT90S8535 lockbits mit voltage glitch entfernen möglich?

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7790397
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Alexander K. schrieb:

Funktioniert am AT90S ein "voltage glitch" oder ist das ein Fake?

Mit absoluter Sicherheit reicht dann nicht 1 einziger Voltage Glitch, sondern du musst automatisiert die Versorgungsspannung, deren Einbruchtiefe und die Häufigkeit und den Zeitpunkt des Spannungseinbruchs variieren und dann über zigtausend Versuche hinweg hoffen, dass das tatsächlich klappt. Und dann natürlich auch automatisiert jedesmal den Speicher auslesen und das Ausgelesene auf Plausibilität überprüfen. Und nach einem Monat Dauerlauf findest du heraus, dass es doch nicht funktioniert hat und du in dieser Zeit leichter die Funktion analysiert und selber programmiert hättest. So viel kann da ja nicht drin sein in den 8 kByte Speicher...

#7791383
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Lothar M. schrieb:

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Das fängt ja schon gut an...

Und ganz bestimmt verwenden sie die Markenzeichen der diversen Hersteller mit deren Einverständnis. In kultivierten Ländern gäbe das Post vom Anwalt.

Auf dem Foto sehe ich auch nur einen Abzug. Soetwas braucht man, wenn man die Gehäuse mit garstigen Chemikalien, wie z.B. heisser konzentrierter Schwefelsäure, öffnet. Wenn der Chip dann freiliegt, kann man sicherlich auch einzelne Speicherzellen mit einem UV-Laser löschen.

Nix ist mit Spannungsimpuls.

#7791415
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Ben B. schrieb:

Nur so als Idee: Wenn das Chip Erase wie vorgesehen arbeitet, hast Du danach nichts mehr im Controller, wofür sich ein Entfernen der Lockbits lohnen würde, bzw. die werden beim Chip Erase ebenfalls zurückgesetzt.

Ich hatte mal einen Programmer (für ATmega162) gebastelt und das Program so geschrieben, daß nach einer einstellbaren Zeit nach dem Erasebefehl die VCC kurzgeschlossen wird. Dann habe ich die Zeit schrittweise verlängert. Bis zu einer bestimmten Zeit passierte nichts (Lockbits gesetzt, Programm lief). Bei längerer Zeit wurde nur das Programm gelöscht aber nicht die Lockbits. Erst ab einer bestimmten Zeit war beides gelöscht. Die interne Statemaschine löscht also zuerst den Flash und danach die Lockbits.

(Firma: Funkenflug Industries) #7791623
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Die interne Statemaschine löscht also zuerst den Flash und danach die Lockbits.

Genau so macht das ja auch Sinn, alles andere wäre ein schwerer Designfehler, den man mit einer neuen Revision des ICs beheben müsste. Aber ich finde interessant, daß man sowas mit Heimwerker-Mitteln bereits ausnutzen könnte.

Inzwischen werden die µCs aber soweit ich weiß auch gegen physikalische Angriffe auf die Lockbits (z.B. Gehäuse wegätzen und dann mit dem UV-Laser) gehärtet, etwa die Speicherzellen mit Metall-Lagen verdeckt usw.

Moderator Persönliche Seite #7791655
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Hp M. schrieb:

Wenn der Chip dann freiliegt, kann man sicherlich auch einzelne Speicherzellen mit einem UV-Laser löschen.

Bei älteren AVRs lagen meiner Erinnerung nach tatsächlich Lockbit-Zellen halbwegs frei, insofern könnten derartige Manipulationen (kann auch ohne Laser elektrisch machbar sein) dort funktionieren. Bei den späteren hat man dann gelernt und solche Zellen mit irgendwas abgedeckt, was bei Zerstörung den ganzen Chip unbrauchbar macht.

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