Dimensionierung Entstörkondensatoren für Universalmotor

OP (Firma: privat) #7790436
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Ich würde gerne einen Universalmotor (Reihenschlussmotor) (230V) mit vermutlich erforderlichen Entstörkodensatoren aurüsten. Nennleistung ist 1500Watt.

Sind dafür zwei Y Kondensatoren auf's Gehäuse und ein X Kondensator ausreichend?

Gibt es dafür sinnvolle Werte aus der praktischen Erfahrung?

Großartige Berechnungen erscheinen mir eher schwierig, da ich ja konkrete Impedanzverhältnisse, Störfrequenzen und Dämpfungsanforderungen gar nicht kenne.

#7790443
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Klaus W. schrieb:

Sind dafür zwei Y Kondensatoren auf's Gehäuse und ein X Kondensator ausreichend?

Und UKW Drosseln in der Zuleitung.

Gleichstromelektromotoren entstört man mit UKW Drosseln und Keramikkondensatoren direkt an den Motoranschlüssen so:

1
                 +--47uH--+---+---+
2
                 |        |   |   |
3
                 |        | 47nF  |
4
 ----------------+        |   |   |
5
verdrillte Zuleitung    47nF  +--(M)
6
 ----------------+        |   |   |
7
                 |        | 47nF  |
8
                 |        |   |   |
9
                 +--47uH--+---+---+

Gibt es dafür sinnvolle Werte aus der praktischen Erfahrung?

Es darf auch mehr sein:

Von: Bürovorsteher 22.01.2018:

Einen kräftigen Motor mit 12 V/ca. 10 W konnte ich mit 2 x 0,47 µF und einer Ringkernbifilardrossel mit 4,7 mH wirksam entstören.

Ein Motor produziert die grössten Störungen bei maximaler Stromaufnahme.

Wir weit man sie dämpfen muss, sagt der EMV Test.

OP (Firma: privat) #7790561
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Hm, mir kamen jetzt 47nF spontan etwas viel vor.

Vielleicht auch weil man in den üblichen Netzfiltern (aus den Kaltgerätebuchsen) eher sowas in der Größenordnung 2-4nF sieht.

Aber 47nF machen ja auch "nur" gute 3mA Ableitstrom. Das könnte wohl noch ok sein.

#7790736
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Bei den Funken am Kollektor entstehen Signale bis über den TV-Frequenzbereich hinaus.

Die Folienkondensatoren sind dann wegen der Zuleitungsinduktivität nicht so wirksam Sie braucht man eher bei Schaltnetzteilen und sonstiger schaltender Elektronik.

Für den höheren Frequenzbereich durch die Kollektorfunken sollte man direkt am Ort der Entstehung,möglichst nahe an den Kohlen, Keramikkondensatoren im einstelligen nF-Bereich vorsehen, zusammen mit Drosseln auf Ferrit.

OP (Firma: privat) #7790807
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Peter R. schrieb:

47nF am Netz sind doch keine Keramikkondensatoren sondern Folie. 47 gibts höchstens bei Vielschicht und niedrigerer Spapnnung.

Also das wäre jetzt mein Eindruck auch so gewesen.

Bei Nachlesen nicht ganz richtig.

Es gibt tatsächlich keramische Y-Kondensatoren mit entsprechender Sicherheitszertifizierung. Allerdings hört das dann so bei 22nF auf was ich auf die Schnelle finden konnte.

Aber warum sollte man das überhaupt wollen?

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