Christoph Z. schrieb:
Ein echter TTL-Friedhof :-). Schöne alte Technik, wo man die Bits noch
einzeln verfolgen konnte! Der Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung
werden dementsprechend enorm sein.
Der Rechner sieht in etwa so aus wie hier auf den Bildern (die auf der Zentraleinheit abgestellten Geräte gehören nicht dazu, dafür aber der Terminaltisch auf einem der anderen Bilder).
https://datamuseum.dk/wiki/Nixdorf_8870
Die Geräte haben 220 Volt Anschluss, die beiden identischen Netzteile der Zentraleinheit sind mit jeweils 650 Watt spezifiziert, die Netzteile je Magnetplatte mit 330 Watt, dazu noch ein bisschen was für das Terminal und Drucker. Außerdem gibt es noch Lüfter in der Zentraleinheit und die Motoren in der Magnetplatte (Antrieb Magnetplatte und Gebläse) brauchen zusammen ca. 800 Watt je Magnetplatte.
Die geöffnete Zentraleinheit sieht in etwa so aus wie auf dem Bild (aus einem Prospekt). Rechts die Konsole ist das "Debug Interface", damit kann man z.B. die CPU anhalten, Speicher lesen/schreiben, Single Step machen oder Breakpoints setzen (alles in "Bits", die Anzeige der Bits erfolgt per Lämpchen, die Eingabe per Schalter).
Der Rechner hat aber auch durchaus "moderne" Konzepte, z.B. ist der Befehlssatz der Zentraleinheit Mikrocode (um die 60 Befehle), der eigentliche "Assembler" Befehlssatz baut dann darauf auf. DMA gibt es auch, z.B. werden die Daten zwischen Speicher und Magnetplatte ohne Beteiligung der CPU ausgetauscht. Der Speicher selber besteht sowohl aus Magnetkernspeicher als auch aus RAM ICs (es gibt unterschiedliche Einschübe).