Daniel S. schrieb:
Strom habe ich auch nie gemessen... ginge sicher noch etwas heller,
aber das ist dabei gar nicht das Zeil .
Aber Leistung, thermische Kopplung und Kühlung der Chips sind entscheidend, ob es bei der Parallelschaltung zum thermischen Weglaufen kommen kann, oder ob das System stabil ist.
Je höher die Belastung und je ungleicher die Flußspannungen sind, umso größer ist die Gefahr, dass die Dioden mit den kleinsten Spannungen überlastet werden.
Wenn diese dann mit Unterbrechung durch Elektromigration ausfallen, müssen die restlichen Dioden deren Strom aufnehmen, werden ebenfalls überlastet,....AUS.
Für einen Halbleiterhersteller ist es aber kein Problem zehntausende vom LEDs nach ihrer Flußspannung in viele Klassen zu sortieren, und dann geordnet auf den Gurt zu montieren.
Es ist dabei garnicht nötig, dass alle 5000 LED einer Spule die gleichen Werte haben, sondern es genügt, wenn der Hersteller garantiert, dass z.B. 100 benachbarte LED sich um nicht mehr als 10mV unterscheiden.
Von Anfang zum Ende des Gurtes kann die Differenz viel grösser sein.
Erleichtert wird dieses Verfahren durch die Erfahrung, dass auf dem Wafer nahe beieinander liegende Chips meist sehr ähnliche Eigenschaften haben, - oder Ausschuss sind.
Daniel S. schrieb:
Könnte ich solche Streifen wiederum zueinander parallel schalten ohne
Vorwiderstand?
Das wird i.d.R. selten funktionieren, weil du eben nicht über die Messwerte verfügst, die beim Hersteller ohnehin bei der Prüfung anfallen.
Allenfalls könntest du größere Mengen mit von dir festgelegten Eigenschaften bestellen. Eine solche Sortierung kostet natürlich extra.
Vermutlich wäre das aber der falsche Weg, weil du wohl nicht gewährleisten kannst, dass deine in grossen Mengen parallelgeschalteten LED auch alle bei der gleichen Temperatur arbeiten.
Ein paar Widerstände sind sicherlich preisgünstiger als kundenspezifische Premium-Qualität zu fordern - und dann doch bei der Reihenschaltung zu landen.