Fi Schalter tauschen - Schraube(n) defekt

OP #7801208

Hallo,

ich soll nun einen Moeller FI tauschen, allerdings sind die Schrauben an der Seite der Sammelschiene so angeknallt dass ich zwei davon nicht mehr aufbekomme weil diese schon derartig "abgenudelt" dass ich nun keinen Halt mehr finde.

Ist schon mal jemand vor einem ähnlichen Problem gestanden und wie hat er dies gelöst?

Grund ist weil ich neben dem Moeller FI anstelle eines 3+1LS einen FI/LS einbauen wollte und dazu die Sammelschiene lösen müsste.

Danke euch !

#7801233

Thomas S. schrieb:

H. H. schrieb:

Schraube ausbohren.

An einer Phasenschiene ? - Würde ich nicht wagen. Wenn wnn man falschen Werkzeug benutzt, dann hat man so ein Ergebniss.

Warum nicht und wie dann? Akkuschrauber/Bohrer dürfte eher im Haushalt sein als Akkudremel, wenn man für die Arbeit meint, den Saft kpl. abklemmen zu müssen. Und schneller ist das Ausbohren zzgl. Nacharbeiten allemal.

OP #7801247

Der TO soll Mal ein paar aussagekräftige Fotos von seinem Projekt hier herein stellen.

Bilder kommen morgen.

Aber ich denke die coole Idee kam von Udo S.

Wenn ich einfach die Phasenschienen ausbaue so bekomme ich mal den FI raus.

Aufgrund der kaputten Schrauben muss dieser ohnedies getauscht werden.

(Firma: Chipwerkstatt) #7801292

Ralf X. schrieb:

An einer Phasenschiene ? - Würde ich nicht wagen. Wenn wnn man falschen Werkzeug benutzt, dann hat man so ein Ergebniss

Ich meinte damit das Werkzeug, Schraubendreher, der zum Lösen der Schrauben past. Hexagon z.B.

Ein abgenudelter Kreuz schaffts vieleicht nicht. Das meinte ich damit.

Gast #7801301

Hans B. schrieb:

allerdings sind die Schrauben an der Seite der Sammelschiene so angeknallt dass ich zwei davon nicht mehr aufbekomme weil diese schon derartig "abgenudelt" dass ich nun keinen Halt mehr finde.

Mal mit nem SL/PZ probiert?

Andererseits kam die Lösung ja schon.. Einfach die ganze Schiene mit samt dem RCD raus bauen.

OP #7801318

Ja - mein Werkzeug waren jeweils ein "sauberer" und passender Schlitz sowie ein passender und PZ. (Ich steh auf ordentliches Werkzeug :-) )

Mit einem Hexagon hab ichs noch nicht versucht - bin mir auch nicht sicher ob ich da noch Halt finde - das kann ich noch nachholen. Leider waren die Schrauben schon so bescheiden.

Gast #7801397

Wolf17 schrieb:

Für mich sieht das wie ein üblicher PZ2 aus. Gibt es Bilder, wo man die Besonderheit eines +- besser erkennt?

Google wäre zwar dein Freund gewesen wenn dich das WIRKLICH interessieren würde, aber wir sind mal nicht so -> siehe angehängtes Foto

Allerdings ist das verlinkte Produktbild in der Tat maximal suboptimal.

Angehängte Dateien:
Gast #7801436

Thomas S. schrieb:

Ich A. schrieb:

Allerdings ist das verlinkte Produktbild in der Tat maximal suboptimal.

Warum? - Man sieht doch die Details, was ein plus/minus oder Hexagon Dreher ist.

Eigentlich sieht man bei dem angeblichen PlusMinus Schraubendreher von Contorion in der Tat einen gewöhnlichen Kreuzschraubendreher ...

#7801456

Bevor man Späne produziert oder alles ausbaut: Manchmal lässt sich ein Torx-Bit so weit in den vergriesgnaddelten Kopf einschlagen, dass man zumindest das Losbrechmoment in die Schraube bringt. Billige, eher weiche Bits sind hier von Vorteil.

OP #7801670

Naja, das hat schon was - aber immer halt mit Maß- und Ziel. Ich werde mit jetzt auf jeden Fall alles Nötige für die Operation besorgen.

Das versprochene Bild wird auch noch nachgeliefert - und werde auf jeden Fall weiter berichten.

#7801678

Max I. schrieb:

Manchmal lässt sich ein Torx-Bit so weit in den vergriesgnaddelten Kopf einschlagen, dass man zumindest das Losbrechmoment in die Schraube bringt. Billige, eher weiche Bits sind hier von Vorteil.

Ich würde alles ausbauen und wegwerfen. Denn wenn die Schrauben dermaßen vergniesgnaddelt sind das man sie nicht mehr drehen kann, dann betrifft es wohl ALLE Schrauben an der Schiene! Wer kommt eigentlich auf die Idee die Schrauben überhaupt derartig anzuknallen, sodass die Köppe so rund werden?

(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #7801685

Rainer D. schrieb:

Max I. schrieb:

Manchmal lässt sich ein Torx-Bit so weit in den vergriesgnaddelten Kopf einschlagen, dass man zumindest das Losbrechmoment in die Schraube bringt. Billige, eher weiche Bits sind hier von Vorteil.

Ich würde alles ausbauen und wegwerfen. Denn wenn die Schrauben dermaßen vergniesgnaddelt sind das man sie nicht mehr drehen kann, dann betrifft es wohl ALLE Schrauben an der Schiene! Wer kommt eigentlich auf die Idee die Schrauben überhaupt derartig anzuknallen, sodass die Köppe so rund werden?

Du kennst doch den Meister Propper?

https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS0uABfCiIvORvCksMu4bWngbRiu4yrbB0-nW6xvnaf_B1wEkskNzKBj2LGkFI1AmvmS_CVomNDuRDEil5WhKkEfR96Y0pIkejY8Dr5vU8

#7801686

Rainer D. schrieb:

Denn wenn die Schrauben dermaßen vergniesgnaddelt sind das man sie nicht mehr drehen kann, dann betrifft es wohl ALLE Schrauben an der Schiene!

Das ist die Frage. Ich habe "allerdings sind die Schrauben an der Seite der Sammelschiene so angeknallt dass ich zwei davon nicht mehr aufbekomme" so interpretiert, dass es nur den zu tauschenden FI betrifft.

Wer kommt eigentlich auf die Idee die Schrauben überhaupt derartig anzuknallen, sodass die Köppe so rund werden?

Zwei-linke-Hand-spezial-Spezialisten. Sind auch etliche hier unterwegs, wie mir die aktuell -3 für meinen Torx-Hinweis zeigen :))))))

#7801691

Alles los drehen, was lösbar ist und den Kram erstmal von der Schiene nehmen.

Ggf. die Teile an den zwei festen Schrauben und die Sammelschiene ersetzen oder in der Werkstatt im Schraubstock nochmals in ruhe versuchen, oder auf dem Boden, sodass man mit mehr Druck arbeiten kann. Es kann auch passieren dass die ganze Schraubklemme dabei ausbricht, aber Automaten etc.. kosten ja nun auch nicht die Welt... dann lieber ersetzen...

Ich würde auch im SiKa nicht bohren. Der richtige Schraubendreher hilft ungemein:

Beitrag "Re: Fi Schalter tauschen - Schraube(n) defekt"

übrigens auch beim wieder fest machen, sollte man nur den nutzen, gehört in jedes Elektro Werkzeugsortiment, wie auch Aderendhülsen etc...

Ich nutze seit Jahren das Wera Big Pack und kann das absolut empfehlen:

https://www.amazon.de/Wera-Kraftform-Schraubendreher-14-teilig-05105631001

#7801697

Rainer D. schrieb:

Leider auch nur solange die Schrauben noch neu sind!

Ist nicht gesagt, der Schlitzbereich kann noch greifen, mit viel Druck kann das noch gehen - zumal man nicht vergessen darf, dass beim Einbau wieder das gleiche Problem entstehen kann und auch hier in jedem Fall die Schrauben richtig angezogen sein müssen, das geht eigentlich nur mit dem passenden Schraubendreher. Es ist so oder so IMMER sinnvoll sich das richtige Werkzeug für die anstehenden Arbeiten zuzulegen...

Alles andere ist immer Gurkenkram!

https://products.wera.de/de/schraubendreher_kraftform_plus__serie_100_vde_kraftform_big_pack_100_vde.html

OP #7801721

Tja - um mal manches gerade zu rücken. Ich bin gelernter Radio & Fernsehmechaniker - ein Beruf welchen es denke ich heutzutage in dieser Form nicht mehr gibt. Aber ich habe auf jeden Fall von der Materie und vom Drumherum gelernt.

Wie gesagt - auch habe gerne passendes Werkzeug - den PlusMinus (PZS bzw. SL/PZ) kannte ich in der Tat nur im Unterbewusstsein. So einer wird nun besorgt.

Ums genau zu sagen. Es handelt sich um den Verteilerschrank im Keller. Die "Grundverteilung" (Überspannungsschutz, Zähler, FIs, etc.) wurden vom Elektriker gemacht, der Rest von mir und dann abgenommen.

Der betroffene FI ist also Elektrikersache. Aber darum gehts eigentlich nicht.

Beiliegend auch noch das Bild vom FI. Betroffen sind die beiden linken Schrauben.

Angehängte Dateien:
#7801766

Hans B. schrieb:

Beiliegend auch noch das Bild vom FI. Betroffen sind die beiden linken Schrauben.

Die sehen ja nun noch garnicht soooo dramatisch aus.

Hans B. schrieb:

Wie gesagt - auch habe gerne passendes Werkzeug - den PlusMinus (PZS bzw. SL/PZ) kannte ich in der Tat nur im Unterbewusstsein. So einer wird nun besorgt.

Ich denke damit sollte es gehen.

Zuweilen lassen sich problematische Schrauben auch mit einem Drehschlagschrauber mit Bit-Aufnahme und dem passenden Bit leichter öffnen.

OP #7801793

Daniel S. schrieb:

Hans B. schrieb:

Der betroffene FI ist also Elektrikersache.

Dann hat sich die Anfrage nun erledigt?

Nein hat sich nicht erledigt - ich wollte damit nur ausdrücken dass dies der Elektriker montiert hat -> nachdem die Frage aufgekommen ist wer die Schrauben denn so anknallt.

Ich wollte neben! dem FI einen LS gegen einen FI/LS tauschen und muss dazu natürlich die Phasenschiene am FI öffnen. Nachdem die Schrauben am FI im Eimer sind werde ich diesen auch gleich tauschen (außer mit dem PZS lässt sich das noch vernünftig schrauben).

Die Teile sollen - hoffentlich - alle Samstags kommen.

Bericht gibt’s frühestens Anfang nächster Woche.

OP #7801922

Also, du hämmerst mit einem Hammer auf Röhren herum? Aha.

Auch wenn wir abschweifen - völlig korrekt. Das gabs mal.

Wenn Bildröhren entsorgt wurden so mussten diese zuvor "unschädlich" gemacht werden. Da hast mit einem Hammer vorsichtig den Kolben aufgeklopft damit das Vakuum entwichen ist.

OP #7801937

Und nur ein breiter Schlitzschraubendreher geht nicht?

Ich hätte einen in der passenden Breite. Rutsche aber raus. Werde also bei den Versuchen mit dem PZS sowie dem Schlagschrauber bleiben.

Und wenns nicht geht kann man ja zum Glück die Phasenschiene in Einzelteile zerlegen.

#7801947

Hans B. schrieb:

Also, du hämmerst mit einem Hammer auf Röhren herum? Aha.

Auch wenn wir abschweifen - völlig korrekt. Das gabs mal. Wenn Bildröhren entsorgt wurden so mussten diese zuvor "unschädlich" gemacht werden. Da hast mit einem Hammer vorsichtig den Kolben aufgeklopft damit das Vakuum entwichen ist.

Dann haben wir das wohl immer falsch gemacht: den kleinen pumpstutzen mit einer geeigneten Zange abgebrochen. Und die Röhre belüftet.

Ich habe mir damals nie Gedanken gemacht, das umweltschädliches Vakuum entwichen ist.

Scnr.

#7801963

Hans B. schrieb:

Ich wollte neben! dem FI einen LS gegen einen FI/LS tauschen

Kann doof sein, dazu gibt's gesonderte Phasenschienen.

Bei Hager ist es die KDN451D - für eine durchgehende FI/LS Bestückung auf 12 TE.

Oder, wenn du eine besondere "Mischung" auf der Schiene hast, dann müsste beim N des FI/LS - sofern es einer mit zwei TE ist - die Lasche der Phasenschiene entfernt werden an der stelle...und der N des FI/LS gesondert belegt werden... Ist ja in der Regel auch kein Problem, so lange man noch Platz am N-Verteiler nach dem Zähler hat...oder es überhaupt einen gibt... Man kann sich auch Phasenschienen selbst zusammenpuzzeln, wenns ganz speziell ist, kann das auch gehen... ist aber u.U. ein teurer Spaß da man aus ggf. zweien dann eine macht...

Hans B. schrieb:

Ich hätte einen in der passenden Breite. Rutsche aber raus.

Warte aufs Werkzeug, brauchst du beim Zusammenbau eh...

H. H. schrieb:

Dabei unbedingt gut lüften!

Dazu gibt es Schalter am Fenster, die Dunsthaube geht nur, wenn das Fenster auf Kipp ist, damit im Raum kein Unterdruck entsteht.

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