Elko durch Folienkondensator ersetzen

OP #7803699
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Ich habe ein Funkgerät aus den späten 70ern. Die Röhren Spannung 850volt wird durch zwei elkos in Serie geglättet (jeweils 100 uF/500Volt) mit Spannungsteiler.

Die elkos haben ihre Lebensdauer längst überschritten und sind vermutlich trocken - selbst wenn nicht, möchte ich die beiden Zeitbomben tauschen. Ich würde die beiden Cs durch einen Folienkondensator 50uf / 1000volt tauschen, den Rest der Schaltung aber so lassen. Mache ich einen Denkfehler, oder ist das so umsetzbar?

Das Gerät ist ein Hybride, hat also Transistoren, ICs (wenig) und drei Röhren in der Endstufe. Wenn es interessiert: Yaesu FT901D.

(Firma: matzetronics) #7803702
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Andre B. schrieb:

Mache ich einen Denkfehler, oder ist das so umsetzbar?

Das sollte schon klappen, es schadet aber sicher nicht, die Spannungsfestigkeit noch etwas höher anzusetzen, denn die 'Luft nach oben' ist bei alten Elkos deutlich höher als bei heutigen Kondensatoren. Auf alten Elkos findet man oft auch noch Angaben zur 'WV', der sogen. Working Voltage.

Beitrag #7803767 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7803849
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Andre B. schrieb:

Die Röhren Spannung 850volt wird durch zwei elkos in Serie geglättet (jeweils 100 uF/500Volt) mit Spannungsteiler.

Daß das nicht stimmt, wissen wir ja schon.

Die elkos haben ihre Lebensdauer längst überschritten und sind vermutlich trocken - selbst wenn nicht, möchte ich die beiden Zeitbomben tauschen. Ich würde die beiden Cs durch einen Folienkondensator 50uf / 1000volt tauschen

Also mal wieder ohne Not ein Gerät "recap"-en. Mal abgesehen davon, daß das sinnlos ist, mach dir lieber mal Gedanken wie groß und teuer ein Folienkondensator 50µ/1000V ist. Oder eben zwei 100µ/500V.

#7803868
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Axel S. schrieb:

das sinnlos ist, mach dir lieber mal Gedanken wie groß und teuer ein Folienkondensator 50µ/1000V ist. Oder eben zwei 100µ/500V.

Peter D. schrieb:

Wieviel kg wiegt denn so ein riesen Oschi und recht teuer wird er auch sein.

Geht eigentlich noch - 33.0 x 48.0 x 42.0 u.ä. Größen für 47µ/500V https://product.tdk.com/system/files/dam/doc/product/capacitor/film/mkp_mfp/data_sheet/20/20/ds/mkp_b32774h_778h.pdf

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7803871
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Peter D. schrieb:

Wieviel kg wiegt denn so ein riesen Oschi

Mich würde da mal interessieren, ob die kleinen, beim Ali käuflichen Folienkondensatoren tatsächlich 50µF bei 1kV haben:

Oder ob es neben dem "Chinawatt2 jetzt auch noch ein "Chinafarad" oder ein "Chinavolt" gibt...

Beitrag #7803882 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7803884
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H. H. schrieb:

Jens G. schrieb:

Geht eigentlich noch - 33.0 x 48.0 x 42.0 u.ä. Größen für 47µ/500V

Elko war halt schon in den '70ern kleiner.

Ja, aber vorher waren die schon noch etwas größer ;-) Habe ja auch nicht behauptet, das man damit einen Platzvorteil hätte. Hätte eigentlich sogar gedacht, dass die noch deutlich größer wären als der von mir exemplarisch Genannte ...

Gast #7803889
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Jens G. schrieb:

H. H. schrieb:

Jens G. schrieb:

Geht eigentlich noch - 33.0 x 48.0 x 42.0 u.ä. Größen für 47µ/500V

Elko war halt schon in den '70ern kleiner.

Ja, aber vorher waren die schon noch etwas größer. Habe ja auch nicht behauptet, das man damit einen Platzvorteil hätte ...

Schon klar.

Ich denke der TE könnte die in der Kiste nicht unterbringen, die hängen eng eingesperrt zwischen Netztrafo und Frequenzzählermodul.

Angehängte Dateien:
#7803908
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Jens G. schrieb:

Geht eigentlich noch - 33.0 x 48.0 x 42.0 u.ä. Größen für 47µ/500V https://product.tdk.com/system/files/dam/doc/product/capacitor/film/mkp_mfp/data_sheet/20/20/ds/mkp_b32774h_778h.pdf

Naja. Gesucht war im Original aber 50µ/1000V. Bei einer

Röhren Spannung 850volt

Würde eine Arbeitsspannung von 1100V (max. 70°C) knapp reichen. Dann wäre der B32778H0476+000 mit 38.0 x 57.5 x 57.5 (mm³) gerade so passend (ist der größte aus der Baureihe).

Wenn man statt dessen 2x 100µ/500V will, stößt man an Grenzen. Der B32778H5906+000 hätte immerhin 90µF und V_op=575V. Gleich groß.

Wo man die kaufen kann, ist immer noch offen. Ich hatte mal bei Reichelt geschaut. Die haben Wima MKP4 bis 4.7µ. Oder MKS4 bis 6.8µ. Beides Rastermaß 37.5mm. Womöglich gibt es von Wima auch noch größere. Nur verkauft die Reichelt halt nicht einzelstückweise. Das wird bei TDK wohl ähnlich sein.

OP #7804037
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Thomas R. schrieb:

"Ich habe ein Funkgerät aus den späten 70ern"

Wenn man diesem Gerät heute moderne Elkos verpaßt wird es wohl weitere 50 Jahre damit leben? Das würde der TO vermutlich nicht mehr erleben: warum dann der Aufstand?

Weil Teile eben nicht mehr so funktionieren, wie sie es sollten. Ich werde die Elkos wahrscheinlich gegen neuere Elkos tauschen. Probleme sind:

  • Leistung bricht stark ein (von 120Watt auf 80Watt auf 20 Watt).
  • Die Reject/Width Einstellung funktioniert imho nicht mehr

Behobene Probleme:

  • Laufende Frequenz
  • Keine Sendeleistung
  • Keine Anzeige von PO/IC
  • Keine/schlechte Funktion der Potis Das meiste waren Kontaktprobleme und/oder Wackelkontakte, einer der Vorbesitzer war offensichtlich Kettenraucher und hatte (noch weniger) Ahnung von dem Gerät als ich. Da waren u.a. Module nicht festgeschraubt.

@lkmiller Wo hast Du den gut lesbaren Schaltplan her? Ich habe den Schaltplan im Servicemanual, aber der ist kaum lesbar.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7804186
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Andre B. schrieb:

@lkmiller Wo hast Du den gut lesbaren Schaltplan her?

Der Trick am Suchen ist das Finden.. ;-)

Google nach Yaesu+FT901D+schematics und dann den ersten Treffer:

Leistung bricht stark ein

Wenn dabei auch die Spannung einbricht sollten neue Elkos rein. Ruhig welche mit 105°C/3000h oder besser.

#7804211
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Axel S. schrieb:

Geht eigentlich noch - 33.0 x 48.0 x 42.0 u.ä. Größen für 47µ/500V

https://product.tdk.com/system/files/dam/doc/product/capacitor/film/mkp_mfp/data_sheet/20/20/ds/mkp_b32774h_778h.pdf

Naja. Gesucht war im Original aber 50µ/1000V. Bei einer

Da das ein Irrtum war, bzw. die Schaltung nicht mit einem einzelnen C funktioniert, sondern explizit mit 2 in (scheinbarer) Reihe, bleibt es bei den 500V. Aber ich habe trotzdem einen Fehler gemacht. Die Originalen C haben ja lt. Initial-Post 100uF/500Volt. Ich hatte aber nur nach 50uF/500Volt gesucht. Bei 100µ würde mein Folien-C demzufolge knapp den doppelten Raum beanspruchen ...

OP #7804389
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So ganz ist mir noch nicht klar wie die Schaltung funktioniert.

Ich zeichne das morgen mal "ins reine" aber ich bekomme irgendwie einen Knoten im Kopf. Mir ist klar dass durch die Dioden die positive und die negative Halbwelle "in die Kondensatoren geschoben wird. Aber wieso ist über die Dioden jeweils nochmal ein Spannungsteiler? Und die Schaltung muss/soll laut Handbuch so ca 929-950Volt erzeugen. Das heißt es müsste also quasi eine Halbwelle oben drauf "gepackt" werden?

Gast #7804397
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Andre B. schrieb:

Aber wieso ist über die Dioden jeweils nochmal ein Spannungsteiler?

Damit die Sperrspannung einigermaßen gleichmäßig auf beide verteilt wird.

320V * sqrt(2) * 2 = 900V, und im Leerlauf und bei Netzspannung +10% eben noch etwas mehr. Und falls die Kiste noch auf 220V Netzspannung eingestellt ist....

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