Netzteil zerstört seinen Varistor.

OP #7806786
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Hi liebes Forum,

Hab da mal wieder so einen Kandidaten auf dem Tisch, der mich vor ein Rätsel stellt.

Also es geht um ein Netzteil in einer Sonos Play 3.

Habe die "tot" bekommen. Aufgemacht und einen Klassiker gefunden. Varistor geplatzt, Sicherung kaputt. Soweit so gut, easyfix denkste... Lief dann auch wieder ne Zeit. 2 Tage später war Varistor+Sicherung wieder defekt. Hab die Teile dann nochmal ersetzt und die Box 2 Tage am Strom gelassen, alles gut. Sobald man aber Musik abspielen läßt, geht es nicht lange und die Teile gehen wieder hops. Extern kann ich ausschließen, da das Problem in 2 Haushalten auftaucht.

Was könnte das sein? Es gibt bei dem Netzteil häufiger das Problem, daß einer der 3 Primärkondensatoren platzt. Könnte da einer kurz vorm abnippeln sein? Die würde ich als nächstes mal tauschen.

Fotos kommen heute Nachmittag

Danke schonmal und Gruß, Flo

#7806806
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Wird da evtl. "ohne Musik" und "mit Musik" was im Netzteil umgestellt um die Standbyleistung runterzubringen? Dein Versuch legt nahe, das im Standby noch keine Probleme sind, und "aktiv" passiert irgendwas.

Warum allerdings das aktive Netzteil den Varistor knacken sollte ist mir auch unklar. Das ist normalerweise klar ein Netzproblem. Würde aber bei "2 Haushalte" auch sagen das es die Box selber ist...

OP #7806812
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Hey,

Also 2 Haushalte sind 2 Haushalte. Gute 30km entfernt.

Das NT bringt immer 15 und 5V. Die Logik/Verstärkerplatine wird auch nur damit versorgt, gibt keine Verbindung von Logik zu NT, die irgendwelche Zustände übermittelt.

Könnte aber schon sein, daß das NT da irgendwie runterfährt, wenn keine Leistung gefordert wird. Da kenn ich mich bis jetzt aber noch nicht so aus...

Gruß, Flo

Beitrag #7806857 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7806925
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Hey, hab den Fehler. Es lag tatsächlich an einem der Primärkondensatoren. Wie oben erwähnt, gibt es da oft Probleme, daß die auslaufen. Hier war es jetzt so, daß man das von außen nicht gesehen hat. Als ich den dann raus hatte, war der Fall klar.

Ein paar Fotos mal anbei.

Die Box läuft (zum Leidwesen der Familie) seit ner viertel Stunde auf 80% Power... :-)

Gruß, Flo

Angehängte Dateien:
OP #7806930
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Wo gibt´s originale? Muß eh bestellen, der letzte ist grade drauf gegangen.

H. H. schrieb:

Und der Zwischenkreiselko ist am Tod des Varistors ganz sicher unschuldig.

Wie gesagt, hab den ersetzt und jetzt ist gut. Könnte da irgendwie ein Schluß unter dem Kondensator entstanden sein? Ist das Elektrolyt leitfähig? Wenn 1/3 der Kapazität wegfällt und das Netzteil Leistung bringen muß, könnten da irgendwie Spannungsspitzen entstehen, die für den Varistor reichen?

Entschuldigt eventuell blöde Fragen, ich steck da halt nicht so tief drin.

Gruß, Flo

Gast #7806961
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Florian K. schrieb:

Wo gibt´s originale?

Bei vielen Händlern. Wo kaufst du so ein?

Ist das Elektrolyt leitfähig?

Das sagt doch schon der Name. Aber das hat mit dem defekten Varistor nichts zu tun.

Wenn 1/3 der Kapazität wegfällt und das Netzteil Leistung bringen muß, könnten da irgendwie Spannungsspitzen entstehen, die für den Varistor reichen?

Ganz sicher nicht.

#7806989
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H. H. schrieb:

Wenn 1/3 der Kapazität wegfällt und das Netzteil Leistung bringen muß, könnten da irgendwie Spannungsspitzen entstehen, die für den Varistor reichen?

Ganz sicher nicht.

So ganz so kategorisch ausschließen würde ich das nicht.

Wenn die Regelung des Netzteils wegen der zu niedrigen Kapazität durcheinanderkommt und es zu Schwingen anfängt könnte z.B. mit der Induktivität der Filterdrosseln doch Überspannung entstehen.

OP #7807014
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Marci W. schrieb:

Florian K. schrieb:

Es lag tatsächlich an einem der Primärkondensatoren.

kurze Frage aus Neugier: Welcher Hersteller und Typ?

ciao

Marci

Hi,

Ich mach die Box jetzt nicht mehr auf, aber auf 2 "baugleichen" Spenderplatinen finde ich folgende:

400V 33μF Einmal Jackcon ohne weitere Bezeichnung, einmal Epcos B43851-A9336-M

Die Box lief jetzt gute 2 Stunden ohne Probleme. Für mich ist der Übeltäter klar.

Aber wäre schon interessant warum. War eigentlich auch der Meinung, daß der Varistor nur "von außen" gehimmelt wird.

Gruß, Flo

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7807147
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Florian K. schrieb:

Wo gibt´s originale? Muß eh bestellen, der letzte ist grade drauf gegangen.

Bei jedem der offiziellen Distributoren bzw. Distributoren mit Lieferkettenverfolgung, insbesondere Digikey, Mouser, RS Components, Farnell, Avnet, Bürklin, Distrelec. Auch TME scheint stets einwandfreie Ware zu liefern. Reichelt ist meistens okay, aber gelegentlich fallen die auch auf gefälschte Halbleiter herein.

Könnte da irgendwie ein Schluß unter dem Kondensator entstanden sein? Ist das Elektrolyt leitfähig?

Ja, hochgradig leitfähig. Genau darin besteht ja das Funktionsprinzip eines Elkos: der Elektrolyt fungiert als Elektrode, und nur die dünne Oxidschicht auf einer der metallischen Elektroden dient als Dielektrikum.

Wenn 1/3 der Kapazität wegfällt und das Netzteil Leistung bringen muß, könnten da irgendwie Spannungsspitzen entstehen, die für den Varistor reichen?

Nein. Bei defektem Varistor könnten im Falle von Überspannungsspitzen zwar nachfolgende Schaltungsteile beschädigt werden, aber nicht umgekehrt. Ein dicker Elko stirbt auch nicht direkt durch Spannungsspitzen, sondern eher im Falle eines defekten Gleichrichters.

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