Christian schrieb:
bump. Ich stells jetzt aber auch mal woanders rein. Scheint ja nicht
viele reiche Bastler zu geben ;)
Doch die gibt es schon...
Auch hier.
Nur diejenigen, die solche Summen mal eben aus Spaß ausgeben können und dies ohne Zögern tun würden, können sich die Neuware problemlos leisten und fühlen sich damit wohler.
Was du brauchst, sind diejenigen, die sich:
1.) diese Anschaffung grundsätzlich auch fürs Hobby oder Kleingewerbe leisten können und es bei Bedarf tun würden,
obwohl es
2.) schon eine Investition ist (also die Frage, ob man nun 1,5 bis 2 Monatsnettos oder 3-4 eigene Monatsnettos investiert, durchaus relevant ist)
und
3.) die Leistungsdaten tatsächlich für ein oder mehrere aktuelle Projekte brauchen, sodass man bereit ist, >1 Monatsnetto für ein einzelnes Hobbyspielzeug auszugeben.
Personen, die Kriterien 1 & 2 erfüllen, gibt es hier (und in der Elektronikhobbyszene allgemein) durchaus reichlich.
Bis vor Kurzem war die Anschaffung eines brauchbaren Spektrumanalysators oder eines schnellen DSO auch gebraucht in einer ähnlichen Größenordnung (im Verhältnis zum Einkommen), und da gab es trotzdem schonr eichlich in Hobbyistenhand.
Das Problem ist, dass zusätzlich noch Kriterium 3 erfüllt sein muss – und das gilt gleichermaßen für die Samplerate sowie die Grenzfrequenz.
Denn Geräte mit fast so hoher Samplerate (8G) gibt es neu für um die 1.000 Euro (MSO5k), mit etwas Geschick an der Tastatur auf 350 MHz (500 MHz) regulär aufbohrbar, bis knapp über 800 MHz triggernd und – unter Inkaufnahme von ca. 6 dB Amplitudenfehler– bis zu dieser Frequenz immer noch gut nutzbar.
Und Geräte mit 2 GHz Grenzfrequenz, aber deutlich geringerer Samplerate, gibt es ebenfalls für deutlich unter 1.000 Euro.
(Rein analoge Modelle oder „Sampler“ jenseits der 1 GHz bekommt man manchmal für niedrige dreistellige Beträge.)
Nicht falsch verstehen:
Das Gerät ist seinen Wert durchaus gerechtfertigt – ~50 % vom Verkaufspreis für ein Gerät dieses Alters sind definitiv nicht überteuert und die Kombination von Samplerate und Grenzfrequenz kostet das nun einmal.
Nur liegt es bereits in einem Leistungsbereich, in dem der Preis gefühlt exponentiell steigt. Wenn ein Gerät mit etwas schlechteren Werten – das aber immer noch Leistungsdaten bietet, die 99,9 % der Hobbyanwendungen nicht einmal ansatzweise ausreizen – zum VK-Preis von 1k Euro existiert, muss man einfach das Glück haben, jemanden zu finden, der durch die Kombination der besseren Werte ganz aktuell einen echten Mehrwert sieht und deshalb bereit ist das Achtfache zu zahlen.
Zumal die Oszilloskop-Technologie in letzter Zeit so schnelllebig geworden ist, dass es momentan wenig Sinn ergibt, bei der Anschaffung über die Anforderungen in fünf Jahren nachzudenken.
Aber gerade wegen der eher kleinen Zielgruppe ist es nur vernünftig, das Angebot möglichst breit zu streuen!
Gruß
Carsten