mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik probleme mit LM324 als signalmischer


Autor: Julian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hallo,

ich bastel gerade ein kleines PIC projekt, bei dem mir der PIC ein 
Rechteck Signal erzeugt (8.Bit R-2R DAC). Dieses würde ich gern mit 
einem LM324 mit einem Line In Signal von soundkarte oder CD Player 
mischen.

Da fangen allerdings die probleme an.

Das Signal vom PIC kommt wunderbar durch meinen Invertierten Verstärker.
Leg ich allerdings anstelle des PIC signals Das Line In signal an den 
eingang herrscht stille.

Ich habe folgenden Aufbau verwendet 
http://musicfromouterspace.com/analogsynth/monomix...
und eben den TL084 durch einen LM324 ersetzt und die Spannungsversorgung 
angepasst.

wenn ich mit dem PIC 2 Audiosignale erzeuge, mischt die schaltung diese 
wunderbar. lege ich ein PIC signal und ein Audio Signal an, hört man 
nicht einmal mehr den PIC.

Ich weiß nicht weiter.

für jeden tipp dankbar,
Julian ;)

Autor: Henrik J. (henrikj)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hmmm... Massen sind verbunden?

Im Übrigen traue ich (rein subjektiv) dem LM324 nicht all zu viel zu... 
N Performancewunder wird das nicht. Der TL ist ja extra für Audio, 
soweit ich mich erinner.

Autor: Julian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jupp Massen sind verbunden.
wenn ich den signal pin vom line in direkt an den audio out pin halte 
hör ich auch beide signale auf dem kopfhörer... nur uber den LM324 hört 
man nix :(

wird auch keine High end audio anwendung... aber wenn jemand nen 
besseren OP für audio kennt den man auch mit nur +5V und GND versorgen 
kann, bin ich ganz ohr ;)

gruß,
Julian

Autor: Branko Golubovic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Dieses würde ich gern mit
>einem LM324 mit einem Line In Signal von soundkarte oder CD Player
>mischen.

Meinst du Audio Out?

Hast du Mischer richtig aufgebaut?

              |----- 39K-----|
              |  | \         |
    PIC-20K---+--|- \        |
Audio out-20K-+  |   \       |
                 |    >------+-- MUX
              |--|+  /
              |  |  /
             GND | /

gruß Branko

Autor: Aleksandar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!

Also, wie Branko sagte, hast Du eventuell In und Out verwechselt? Die 
In-Anschluesse an den Soundkarten haben oft eine niedrige Impedanz (fuer 
den Anschluss von Mikrophon), und es kein sein, dass Du deswegen auch 
den PIC nicht mehr hoerst.

Zweitens:
Ich bin es mir zwar nicht ganz sicher, aber wenn Du Single Suply 
benutzst, dann muessen alle + Eingaenge an virtuelle Masse (Mittelwert 
zwischen Vcc und GND) und nicht an GND.

Vcc
|
R
|
+-- Virtuelle Masse (Vcc/2) zu + Eingaengen der einzelnen OPs
|
R
|
GND

Fuer R kannst Du es mit beispielsweise 1K oder 470R versuchen. Sollte 
nicht so viel Strom ziehen bei Deinen vermutlichen 5V.

Normalerweise haette man dann auch eine Ruhespannung von Vcc/2 am 
Ausgang, aber hier wird mit zwei OPs eine Differenzielle Ausgangsstuffe 
simuliert, deshalb sollte es kein Problem sein.

Die LM 324 sind nicht ganz Rail-To-Rail, die Ausgangspannung geht 
zwischen fast 0 (Groessenordnung 40 mV) und Gcc - 1,5 V. Also mit 5V 
Versorgung ist die maximalle Spannung am Ausgang typisch so um 3,5 V. Da 
Dein Bezug aber die virtuelle Masse ist, ist die maximale Spannung am 
Ausgang nur 2V / 2x(3.5 - 2.5)!

Gruss
Aleksandar

Autor: Henrik J. (henrikj)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das stimmt allerdings. Wenn du nur +5V und GND zur Verfügung hast, 
kannst du das natürlich vergessen mit deinem Wechselsignal! Die negative 
Habelwelle wird dann nicht durchkommen. Im deinem gegeben Beispiel wird 
ja auch von +9V und -9V ausgegangen.

Anheben des Pegal auf 2,5V, wie Aleksandar sagte, ist ne gute 
Möglichkeit. Dann musst du aber auch an die Ausgänge deiner OPs nen Elko 
in Serie hängen, sodass der den DC Anteil wieder wegfiltert. DC mögen 
deine Boxen nämlich gar nicht!

N besserer OP wäre übrigend der OPA2340. Gibts bei Reichelt.

Autor: Aleksandar (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
oops!

Jetzt sehe ich, am Ausgang ist kein differentieller Verstaerker sondern 
ein quasi Stereo Ausgang. Deshalb musste man einen Kondensator in 
Ausgang einfuegen.

Im Anhang findest Du einen Ausschnitt aus dem Datasheet von LM158/358, 
das sollte Dir weiter helfen.

Aleks

Autor: Julian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wow, erstmal danke für die vielen schnellen antworten :)

also den mixer hab ich auf jeden fall richtig aufgebaut. auch das an die 
+ eingänge des OPs V+/2 statt GND gehört habe ich bedacht.

mein derzeitiger aufbau sieht folgendermaßen aus:
http://img381.imageshack.us/my.php?image=mixeroo5.jpg

ich glaube das problem ist eher, wie henrik meinte, das das externe 
audio signal einen negativ anteil hat. Also sehe ich das richtig, das 
ich einfach das Audio Signal um 2.5V anhebe und einen elko an den 
ausgang häng? wie groß müsste der Elko am ausgang denn sein? .1 uF wie 
am eingang oder tuts auch 1uF (den hätt ich nämlich grad noch da) ;)

ich hätt mir das folgendermaßen gedacht:
http://img59.imageshack.us/my.php?image=mixer2xo9.jpg

passt das so oder hab ich was falsch verstanden?

viele grüße und danke für die hilfe!

Julian

Autor: Aleksandar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi nochmal!

also ich bin kein Fachman, aber:

ich wuerde die beiden Wiederstaende nach dem Mittelkontakt des Poti 
rauslassen.

So verbunden stellt der untere nur eine Last fuer den Potentiometer, 
richtig waere ein 20K Widerstand von der virtuellen Masse (Den 
Spannungsteiler macht man nur einmal / gemeinsamer Bezugspunkt!) zu der 
linken Seite des Eingangwiderstands.

Aber, da Du sowieso einen Kondensator in den Weg einschleifen willst, 
brauchst Du den Bezug nicht noch einmal. Kondensator muss zwischen 
Mittelkontakt und 20K Widerstand stehen!

Ich weiss jetzt nicht, ob Du auch den Kondi am Eingang brauchst, wenn 
die Quelle einen Gleichspannugsanteil hat, kann es nicht schaden.

Ich wuerde auch einen Kondensator in den Einschleifweg des PICs einbauen 
- damit ist der Gleischpannungsanteil weg, wenn PIC am Ausgang staendig 
auf Hi oder Low steht.


Also:
PIC
 |     C   R
| |<---||--==-\
 |            |
GND           |
              +--- zum OP
Audio IN      |
 |     C   R  |
| |<---||--==-/
 |
GND

Es kann sein, dass danach PIC wesentlich lauter als Dein Audio In (Pic 
Vpp ~ 4V, Audio In ~ 1V) wird.

Gruss,
Aleksandar

Autor: Julian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hey hey jetzt tut es...
das problem war eigentlich ganz simpel... hatte nix mit dem negativ 
anteil des audio signals oder so zu tun.
es war wirklich nur der fehlende kondensator hinter dem PIC ausgang.


vielen dank für die hilfe.

gruß,
julian

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.