Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kontakte von digital rotary encoder (Lautstärke Regler) säubern.


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von B. P. (skorpionx)


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Ich habe einen gebrauchten Reciver günstig gekauft.
Für Lautstärkeregelung wird dazu ein Impulsgeber verwendet.
Der funktioniert leider nicht auf Optisches Basis aber mit mechanischen
Kontakten. Das führt zu Problemen nach bestimmten Benutzungszeiten.
Die Spannung wird zum 1 zugeführt und das versorgt alle über 20 (ca.)
Pins (Kontaktstellen) die auf auf dem Umfang Kreisförmig ausgelegt
sind. Beim Drehen werden Impulse von Pins auf 2 und 3
geleitet. Durch geometrische Verschiebung zwischen „Bürsten“
2 und 3 wird auch Drehrichtung abgeleitet. Ich möchte den encoder
säubern. Ich will dazu eine Mischung von Benzin-Alkohol verwenden.
Wäre auch möglich, Kontaktspray zu verwenden? Ich habe auch bemerkt
(noch nicht eingetrocknete Reste…) das jemand das mit „etwas“
besprüht hat. Eventuelle Vorschläge...

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Ich benutzte dafür Teslanol T6 mit Sprühröhrchen und Wattestäbchen und 
appliziere nach der Reinigung ein klein wenig Wundvaseline in die Mimik.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wäre auch möglich, Kontaktspray zu verwenden?

Du kannst Kontaktspray, Kontakt 60, verwenden. Allerdings muss du das 
hinterher entfernen und etwas fett drauf machen. Zum einen wegen der 
Abnuetzung und um zu verhinden das Luft an die Kontakte kommt.
Benutzt du nur Kontaktspray so kannst du das in Zukunft alle
6Monate wiederholen.

Vanye

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Tunerspray würde auch gehen, aber wer hat das heute noch? Das grüne 
Kontaktspray ist jedenfalls Mist.

von Gregor J. (Firma: Jasinski) (gregor_jasinski)


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B. P. schrieb:
> Wäre auch möglich, Kontaktspray zu verwenden?

Ich benutze Kontakt-LR (Ref: 84013), um die Lebensdauer des Encoders 
meiner Computermäuse zu verlängern – das wirkt für einige Monate und 
muss dann wiederholt werden. Diese Möglichkeit nutze ich aber, denn 
sonst müsste ich zu diesem Zeitpunkt eine neue Maus kaufen, weil das mit 
dem Scrollrad beim Leiterplattenentwerfen oder Webseitensurfen sonst 
extrem stören würde.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Gregor J. schrieb:
> denn
> sonst müsste ich zu diesem Zeitpunkt eine neue Maus kaufen

oder den Drehimpulsgeber der Maus durch einen neuen ersetzen. Es gibt 
übrigens auch Mäuse, die einen optischen Drehimpulsgeber für das 
Scrollrad verwenden ...

von Gregor J. (Firma: Jasinski) (gregor_jasinski)


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Harald K. schrieb:
> oder den Drehimpulsgeber der Maus durch einen neuen ersetzen.

Bei dem Preis von unter 10 Euro für eine komplette, neue Maus lohnt es 
sich überhaupt nicht, einen neuen, passenden Encoder zu suchen, zu 
kaufen und zu tauschen – und da ich weiß, dass ich den Encoder sehr viel 
benutze und wesentlich schneller als ein Otto-Normalverbraucher 
verschleißen lasse, lohnt es sich auch nicht, eine teure Maus zu kaufen, 
denn nach ein paar Jahren sieht so eine viel benutzte Maus entsprechend 
ramponiert/abgenutzt aus und es wird eine neue gekauft – alle anderen 
Taster besprühe ich natürlich immer auch mit, wenn ich das Gehäuse wegen 
des Encoders öffne, manchmal löte ich sogar einige Lötstellen nach, wenn 
sie nicht mehr so aussehen, wie sie aussehen sollten, da mein Lötkolben 
quasi immer im Einsatz ist und auf einem anderen Schreibtisch nebenan 
steht.

: Bearbeitet durch User
von B. P. (skorpionx)


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Zuerst verwende ich zum Grundreinigung eine Mischung von Benzin-Alkohol.
Die Mischung kenne ich aus der alten Zeit der Säuberung von Potis.
Aber leider dauerte der Erfolg nicht zu lang. Am Ende musste man die 
Poti
wechseln.

Matthias S. schrieb:
> Ich benutzte dafür Teslanol T6

Danach verwende ich  auch Teslanol T6. Nach dem Austrocknen
werde ich mit Wattestäbchen die Kontakte reinigen.

Matthias S. schrieb:
> appliziere nach der Reinigung ein klein wenig Wundvaseline in die Mimik.

Diese Wundvaselineist ein medizinisches Produkt. Ist das ok.oder gibt es 
Alternativen.

von Soul E. (soul_eye)


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Gregor J. schrieb:
> Ich benutze Kontakt-LR (Ref: 84013), um die Lebensdauer des Encoders
> meiner Computermäuse zu verlängern – das wirkt für einige Monate und
> muss dann wiederholt werden. Diese Möglichkeit nutze ich aber, denn
> sonst müsste ich zu diesem Zeitpunkt eine neue Maus kaufen, (...)

Dann investier das gesparte Geld in eine Dose Teslanol T6 ("Oszillin"). 
Im Gegensatz zum Leiterplattenreiniger enthält das zusätzlich leicht 
rückfettende Substanzen zur Kontaktpflege. Damit hält die Wirkung länger 
an.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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B. P. schrieb:
> Ich habe einen gebrauchten Reciver günstig gekauft.
> Für Lautstärkeregelung wird dazu ein Impulsgeber verwendet.
> Der funktioniert leider nicht auf Optisches Basis aber mit mechanischen
> Kontakten. Das führt zu Problemen nach bestimmten Benutzungszeiten.

<schnipp>

Ich denke die meisten hier (zumindest die, die dir helfen können) wissen 
wie ein Encoder aufgebaut ist. Wünschenswert wäre eher eine Beschreibung 
des Fehlerbildes gewesen. Ich kann aus deinem wirren Geschreibsel nicht 
mal entnehmen, ob es ein solches überhaupt gibt.

> Ich möchte den encoder säubern.

Wozu? Er sieht nicht dreckig aus. Das Fett auf den Kontakten ist 
gewollt. Abrieb ist keiner zu sehen. Die Schleifspuren sind normal. Aber 
das Foto ist auch nicht sehr gut (spiegelt zu sehr).

> Ich will dazu eine Mischung von Benzin-Alkohol verwenden.

Ganz blöde Idee. Gerade Benzin greift einige Kunststoffe an, die im 
Elektronik-Bereich verwendet werden. Gegen Alkohol sind sie aber meist 
umempfindlich.

von B. P. (skorpionx)


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Soul E. schrieb:
> Im Gegensatz zum Leiterplattenreiniger enthält das zusätzlich leicht
> rückfettende Substanzen zur Kontaktpflege. Damit hält die Wirkung länger
> an.
Dann ist das Nachfetten mit  Wund Vaseline nicht notwendig?

von Gregor J. (Firma: Jasinski) (gregor_jasinski)


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Soul E. schrieb:
> Dann investier das gesparte Geld in (...)

Der Imperativ ist der falsche Modus, um mit mir ins Gespräch zu kommen.

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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B. P. schrieb:
> encoder säubern.

Witzlos.
Wenn die hauchdünne galvanische Oberfläche erst durch ist, kannst Du im 
Wochentakt Deine Wundermittelchen aufbringen.
Unedles Metall oxydiert und kein Wunderöl verhindert das wenn der 
Schleifer drei mal drübergerutscht ist.

von B. P. (skorpionx)


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Axel S. schrieb:
> Gerade Benzin greift einige Kunststoffe an

Die Säuberung wird sehr kurz dauern. Der ganze Schmutz muss weg sein!
Lösbarkeit von verschiedenen Inhalten vom Schmutz in Benzin und Alkohol
kann unterschiedlich sein. Darum die zwei Komponente.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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B. P. schrieb:
> Diese Wundvaselineist ein medizinisches Produkt.

Enthält eben keine Zusatzstoffe. Kostet auch sehr wenig, weil sie kein 
Kosmetikprodukt ist.

von B. P. (skorpionx)


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Michael schrieb:
> Wenn die hauchdünne galvanische Oberfläche erst durch ist

„hauchdünn“ ist aber kein absolutes Maß. Die Oberfläche von Kontakten
ist beim encoder nicht aus Gold. Silber oxidiert auch. Bei Relais werden
versilberte Kontakte auch mit feinem Schleifpapier gesäubert.
Mechanische Kontaktstellen sind die schwächsten Stellen in Elektronik.
Das Problem liegt an Oxidation und Verschmutzung. Ich habe keine
Erfahrung mit Kontaktsprays. Im Netz: „Das Kontaktspray beseitigt
verharzte Kontaktfette, Oxid- und Sulfidschichten und sorgt für eine 
reibungslose Reinigung.“Beider Annahme dass Oberfläche von Kontakten
noch vorhanden ist, werde ichdie Säuberung machen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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B. P. schrieb:
>> appliziere nach der Reinigung ein klein wenig Wundvaseline in die Mimik.
> Diese Wundvaselineist ein medizinisches Produkt. Ist das ok.oder gibt es
> Alternativen.

Dürfte als Wählerfett bekannt gewesen sein, ob das noch jemand anbietet?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Manfred P. schrieb:
> Dürfte als Wählerfett bekannt gewesen sein, ob das noch jemand anbietet?

Ich habe meine damals noch bei Schlecker gekauft. Gibts aber in jeder 
Drogerie.

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