Überraschendes Innenleben eines alten Siemens FI

#7835023
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Um einen Personenschutz herzustellen hatte ich in einer Anlage diesen RCD/FI mit deltaI 0,5A gegen einen 0,03A getauscht. Die Anlage müsste aus den 90er Jahren stammen?

Überraschend waren zwei Punktes des Innenlebens:

Es ist keine Mechanik für einen nacheilenden/voreilenden Nullleiter erkennbar. Alle Kontaktstücke sind exakt gleich gebogen etc. die Schaltwelle in allen Kavitäten gleich geformt. War das damals nicht schon eine Forderung?

Zum anderen ist die Ansteuerung des Auslösemagneten über einen Folienkondensator mit 1,5µF in REIHE ausgeführt. Der 15nF und der VDR liegen parallel zur Spule des Auslösemagneten.

Der 1k Zementwiderstand liegt in Reihe mit einer Auslösewicklung (Blau) auf dem Kern, die manuelle Auslösung wird also nicht nur durch die Erzeugung eines Deltastromes über den Widerstand selbst sondern auch das erzeugte Magnetfeld im Kern bewirkt?

Warum wurde das damals so gebaut? Mein letzter zerlegter RCD war ein 5 Jahre alter ABB der im Vergleich dazu völlig "normal" aufgebaut war, ohne jede "Elektronik" (aber dafür mit geformten Schaltstücken für Vor/Nacheilung des N)

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#7835171
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H. H. schrieb:

  1. Kein FI trennte je den Nullleiter.

?? Selbstverständlich trennt ein RCD beim Auslösen auch den Nullleiter wenn dieser angeschlossen ist. Egal ob zwei oder vierpolig.

  1. Auch ein 5SZ7 hat den Neutralleiter nacheilend getrennt.

??Ja was denn nun? Sichtbare Vorkehrungen dafür hat er aber nicht.

  1. Der war so verbaut wegen TT-Netz.

Das kann bei dem Gebäude absolut sein. Heute definitiv TN Netz.

  1. Die paar Bauteile dienen einer geringen Zeitverzögerung.

Könnte das "N" in der Bezeichnung darauf hinweisen? Irgendwo im Netz steht etwas von 10ms Verzögerung bei diesen Typen obwohl keine heute übliche Kennzeichnung zu finden ist ("S" oder "K")

#7835328
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Die Schaltbilder sind richtig. Das "N" bezeichnet den Neutralleiter und nicht den Nullleiter (PEN). Würde man den PEN trennen wäre auch PE getrennt und das könnte gefährlich werden. Außerdem würde der FI nicht richtig funktionieren wenn der PEN hindurchgefüht wird. Die Aufteilung des PEN in N und PE muss vor dem FI erfolgen. Im TT-Netz braucht es diese Aufteilung nicht da es dort in der Hausinstallation keinen Nullleiter gibt.

Gast #7835343
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Thomas R. schrieb:

  1. Auch ein 5SZ7 hat den Neutralleiter nacheilend getrennt.

??Ja was denn nun? Sichtbare Vorkehrungen dafür hat er aber nicht.

Du siehst sie nicht.

  1. Die paar Bauteile dienen einer geringen Zeitverzögerung.

Könnte das "N" in der Bezeichnung darauf hinweisen? Irgendwo im Netz steht etwas von 10ms Verzögerung bei diesen Typen obwohl keine heute übliche Kennzeichnung zu finden ist ("S" oder "K")

"NFI" ist mir nur von Siemens bekannt. Ander Hersteller bezeichnen ihre 10ms verzögerten FIs nicht so.

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