Platine wird negativ entwickelt

OP #7835722
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Nach etwa 1 Jahr habe ich mal wieder eine Schaltung entwickelt einschließlich Layout, wie üblich auf Folie ausgedruckt und mit meinem Belichtungsgerät auf die Platine übertragen. Beim Entwickeln sind aber die Leiterbahnen frei gelegt worden und das Freie geblieben. Ich habe schon jahrelang selbst meine Leiterplatten angefertigt und stets erfolgreich. Durch die längere Lagerzeit kann sich der Entwickler (NaOH) ja schließlich nicht verändern, also kann es nur an der Fotoschicht liegen. Aber von der gelieferten Leiterplattenpartie hatte ich vor einem Jahr bereits eine Platte ohne Problem gefertigt. Kann jemand das erklären? dolivo

Gast #7835750
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Dieter S. schrieb:

Durch die längere Lagerzeit kann sich der Entwickler (NaOH) ja schließlich nicht verändern,

Er kann CO_2 aus der Luft aufnehmen, das führt zu längerer Entwicklungszeit, u.U. zu sehr langer.

also kann es nur an der Fotoschicht liegen.

So wird es sein.

Aber von der gelieferten Leiterplattenpartie hatte ich vor einem Jahr bereits eine Platte ohne Problem gefertigt.

Sicher, dass die Charge einheitlich war?

#7835810
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H. H. schrieb:

Wobei Negativ-Resiste eigentlich ganz anders arbeiten als Positiv-Resiste.

Er meint vermutlich, bei positiv wird durch UV Licht der Photolack zerstört und ist dann mit der Natronlauge auflösbar, während bei Negativresist die Photoschicht gehärtet wird, ähnlich dem härten von Epoxy im UV Licht, so dass die meist (Ab)Waschlauge (Soda, Geschirrspülertabs) ihr nichts mehr anhaben kann.

#7836245
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Ich habe bei überlagertem Platinenmaterial eigentlich nur das Problem, dass es sich schlecht enwickeln lässt und ggf. deutlich länger belichtet und entwickelt werden muss. Teilweise so schlimm, dass es eingeltich gar nicht mehr möglich ist sinnvoll damit zu arbeiten. Aber eine "Inversion" des Verhaltens habe ich noch nie bemerkt.

#7836297
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Dann ätz doch mal das Layout und zeig es uns. Nicht, dass es Die am Ende nur so vorkommt, als wäre beim Entwicklungsprozess etwas "negatives" bei rumgekommen. Ich hab das jetzt auch schon ne ganze Weile nicht mehr gemacht und könnte nicht sicher behaupten, wie das optische Erscheinungsbild, also nachdem sich die Lila Wolken beim entwicklen verzogen hatten, das Layout im Entwicklerbad haben aussehen lassen.

Vielleicht stimmt ja am Ende doch alles?

#7836471
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Dieter S. schrieb:

wie üblich auf Folie ausgedruckt und mit meinem Belichtungsgerät auf die Platine übertragen

War das evtl. ein Tintenstrahldrucker, und die Tinte noch nicht ganz trocken? Auf die Art ist mir vor Urzeiten mal was ganz Ähnliches passiert. Die Tinte schädigte offenbar den Lack so stark, daß dieser sich schneller ablöste, als auf den belichteten Bereichen.

OP #7836720
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Ein Bild füge ich bei, aber trotz verschiedenster Bearbeitungen ist das Ergebnis schlecht zu sehen. Links und unten sollte eine Massefläche stehen bleiben, die angeätzt ist. Die Entwicklerlösung befand sich in einem verschlossenen Glasgefäß. Mich interessierte, ob schon einmal jemand das erlebt hat. dolivo

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#7836866
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Wenn der Entwickler nicht mehr optimal ist, dem Alter entsprechend nicht lange genug belichtet wurde und dann die Platine zu lange im schlechten Entwickler verweilt, könnte das so vorkommen. Hatte ich aber noch nie. Ich würde frischen Entwickler nach Vorschrift ansetzen und Testbelichtungen machen, oder den alten Kram einfach entsorgen.

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