Hallo,
ich bin grade dabei mit Plecs einen Gleichrichter an einer 3 phasigen AC Quelle zu simulieren. Dabei wollte ich die Netzimpedanz bei der Simulation berücksichtigen. Was für Werte sind für den Reihenwiderstand und Induktivität realistisch? In einem Beispielprojekt von Plecs wurden 2 Ohm und 1 mH verwendet, was mir etwas unrealistisch erscheint.
Könnt Ihr mir da weiterhelfen?
Wenn Sicherungen oder Leistungsschutzschalter bis zu 50kA noch sicher trennen können sollen, dann wäre das schon mal ein Wert für den Widerstand, der deutlich geringer ist.
Zum Beispiel:
NEOZED-Sicherung, Typ D02, Anwendungsbereich gG, 50A, 400V ac, 50 kA
Die Grössenordnung kann man auch selbst feststellen:
Wasserkocher o.ä. anschliessen und mittels Spannungsmesser feststellen,
wie weit die Spannung "nachgibt".
(Klar, dann geht auch die Nullimpedanz mit ein, und die Aufteilung
ohmscher-/induktiver Anteil muss man annehmen.)
Als Regel sollte die Kurzschlussleistung am Anschlusspunkt 100x größer als die Geräteleistung sein - schon allein wegen der Netzrückwirkungen [EN61000, VDE...]
Bei 400V würde ich für R/X>5 ansetzen. Bei >110kV eher R/X < 0.2
Die Grössenordnung kann man auch selbst feststellen:
Wasserkocher o.ä. anschliessen und mittels Spannungsmesser feststellen,
wie weit die Spannung "nachgibt".
Das hatten wir mal in einem Thread, den ich natürlich nicht finde.
Ich sehe ca. 3 Volt Abfall bei ca. 10 Ampere, was 0,3 Ohm entspräche.
Was ist der Ziel der Simulation, bzw. von welcher Leistung reden wir
hier?
Watt oder kW?
Netzrückwirkung, Auslegung Filter, Lastverhalten, Auslegung der
Komponenten?
Für manche Simulationen ist der Wert der Netzimpedanz nicht so wichtig,
für andere schon.
Im Bereich Haushalt/kleines Gewerbe hängt die Netzimpedanz (zumindest der Realanteil) fast ausschließlich von der Installation nach dem Übergabepunkt ab.
Nach oben kann man sich mal die Anforderungen von elektronischen Durchlauferhitzern an das Netz ansehen.