die Stimmung im Land ist schlecht. Die Industrie schwächelt, darunter vor allem die Automobilbranche. Man liest fast täglich von neuen Stellenstreichungen und Insolvenzen.
Obwohl ich als Hardwareentwickler schon bewusst ein Tätigkeitsfeld und Arbeitgeber gewählt habe, welcher noch einigermaßen stabil ist, mache ich mir Sorgen und Gedanken, welche Branchen in Zukunft noch in Deutschland von Relevanz sein werden.
Die Stimmung in der Automobilbranche ist ja schlecht, aber wie sieht es in anderen Branchen aus? Wie geht es gerade den Branchen:
Rüstung, Luft- und Raumfahrt, Greentech, Automatisierung/Sensorik, Medizintechnik, etc.? Was hat Zukunft? Was wird ins Ausland verlagert?
Bitte schreibt von euren Einblicken und Meinungen.
Danke.
Zero V. schrieb im Beitrag #7840003:
sst ein Tätigkeitsfeld und
Arbeitgeber gewählt habe, welcher noch einigermaßen stabil ist, mache
ich mir Sorgen und Gedanken, welche Branchen in Zukunft noch in
Deutschland von Relevanz sein werden.
Erneuerbare Energie, Kommunikation, Waffen und Asyl florieren.
Wobei die Baubranche komplett einknickt, obwohl man meinen könnte, es hinge mit erneuerbaren Energien zusammen.
In der Automobilbranche ist momentan Nokiastimmung, mal sehen ob sich das wieder gibt.
Jeder der etwas PRODUZIERT. Denn wir werden es brauchen wenn wir uns nichts aus dem Ausland mehr leisten können.
Du verdienst dann zwar nicht mehr so gut, aber was tut man nicht wenn man nationenverbunden ist.
All die Milliarden in die Rüstung zu stecken
zeigt wieder einmal, dass es entgegen der sonstigen Betrommelung
eben doch /keinen/ Ressourcenmangel gibt.
All die Milliarden in die Rüstung zu stecken
zeigt wieder einmal, dass es entgegen der sonstigen Betrommelung
eben doch /keinen/ Ressourcenmangel gibt.
Warum ? Beim Militär ist doch egal was vom Geld bei rauskommt, so lange es nicht benutzt wird kann es untaugliches Zeug sein, tofu drag.
Ob G36 oder Funkgerätedesaster, ob Raketen die absichtlich nicht treffen oder Puma oder PZH2000, wir haben Erfahrung im Geld versenken.
Wer in Rüstung investiert, sollte auch in Medizintechnik investieren.
Das eine zieht zumindest bei Benutzung das andere nach sich.
Stimmt.
Schon früher praktizierten Ärzte/Apotheker/iNNen
pfiffigerweise gleich neben dem Friedhof;
so sparte man Beförderungs-(bzw. 'Umlage')-kosten. SCNR
Um wieviel sind z.B. Rheinmetall-Aktien in 3 Jahren doch
gleich gestiegen?
Am meisten Zukunft scheint Hellseherei und Dummschwätzen zu haben.
Und Vertreter/iNNen solcher Provenienz ändern demnächst 'unser'
ach so tolles Grundgesetz, solange es in der von denen gewünschten
Richtung noch geht - und nehmen unsere (Kindes-)Kinder
in Zinsen-Abzahlungs-Haft.
Wir werden alle sterben.
Letzlich ist alles umsonst.
Angsthasen passiert auch nicht weniger als denen die keine Angst haben.
Ich denke ich mache heute abend den Kamin an und kuschel mich mit Frau und Hunden auf der Couch ein.
Ach ja, der Job.
Ist ein Job. Ein guter, aber nur ein Job.
Ich könnte alles machen.
Bei so vielen Idioten und Arbeitsscheuen werde ich immer oben auf schwimmen.
Man liest fast täglich von neuen
Stellenstreichungen und Insolvenzen.
Bist du aus Österreich?
aber wie sieht es
in anderen Branchen aus?
Hier im (IT-)Handwerk konstante Überlast seit mindestens 2 Jahren. Und wegen Selbstbeschäftigung mit Konzerngedöhns sinkt die Produktivität zwangsweise.
Die Automobilkrise ist hausgemacht. Zum einen hatten wir im Land jahrzehntelang eine indistrielle Monokultur, was immer gefährlich ist.Zum Anderen hat die Zeit such geändert, viele junge Menschen machen keinen Führerschein mehr (war früher undenbar), die Automobilindustrie hat nach langen Jahren der aktiven Verweigerung beschlossen,E-Autos zu bauen, aber nur teuer. Nun, die Leute kaufen dann eben lieber ein günstiges, bezahlbares Auto. Die Krise war schon vor vielen Jahren absehbar. Aber es gibt keinen Fluch, der verhindert, das Firmen sich nicht diversivizieren können. Es gibt neue Bereiche und man muß eben umlernen.
Ich arbeite an DC-Netzen und Komponenten dafür und da gibt es genug Arbeit.
Das Genörgel gibt es nebenbei bemerkt, seit ich vor über 35 Jahren in dem Geschäft angefangen habe. Was wir brauchen ist ne funktionierende Infrastruktur und gut ausgebildete Menschen und das wird hoffentlich jetzt in Angriff genommen. Die Regulierungswut muß weg. Wir sind im Herzen von Europa und unser Rechtsstaat und unsere Stabilität ist ein absoluter Standortvorteil.
Ich denke dass die Sondervermögen/Schulden der Wirtschaft gut helfen wird.
Was auch ein Aspekt ist, ist dass wir eigentlch ganz gut im Bau von Militärtechnik sind, auch wenn das viele Jahre ein Tabuthema war. Ganz ehrlich, wenn ich noch ein Tick jünger wäre, würde ich mich bei Rheinmetall bewerben, die machen schöne, ansprechende Sachen.
Nenn es partielle Monokultur. Welche es ist siehst du jetzt wenn du den größten Jammerern zuhörst.
Immer fettere Autos, und ja keine echte Innovationen, die könnten ja Risiken erhöhen und Profit kosten. Statt dessen sich um Regeln durch Betrug und vermeintliche Gesetzeslücken herumdrücken. Ich sage nur EA189
Sowohl Politik als auch Wirtschaft haben den Technologiesprung in Deutschland seit Jahrzehnten verschlafen, nicht nur im Automobilbereich. Stuttgart und Umgebung wird zum Detroit Deutschlands werden. KI, Software, Elektronik uvm. machen andere. Dieses Jahrhundert wird ein chinesisches werden.
Europa wird nur noch den dritten Platz hinter USA / China haben.
Die Investitionsquote der Unternehmen geht seit den Nullerjahren zurück, wärend die Gewinne stiegen. Irgendwann funktioniert das Modell nicht mehr. Die Chinesen sind trotz billiger Arbeitskräfte in der Automatisierung viel weiter. Da können wir 60 Stunden die Woche arbeiten und schaffen trotzdem weniger. Außerdem haben die tiefe Wertschöpfungsketten, also das Gegenteil von dem Outsourcing unserer BWLer.