Hallo,
ich habe ein Hygrometer/Thermometer Modell 30.5019 von TFA-Dostmann aus dem Jahr 2012, das ich wegen seinem guten Display und der klaren Darstellung der Werte liebe.
Leider ist das Thermometer recht ungenau und zeigt etwa 1,5° zu viel an.
Ist da noch was zu machen? Temperaturfühler tauschen?
Und was ist wohl der Temperaturfühler? Das blaue unbedruckte Teil, das aussieht wie ein Kondensator oder der Metallzylinder, der aussieht wie ein Quarz ... oder gar keines von beiden?
Das weiße Teil mit den Streifen ist wohl der Feuchte-Fühler.
Das blaue unbedruckte Teil, das
aussieht wie ein Kondensator
Das ist ein NTC, also genau das, was du suchst.
Es gibt nur verschiedene NTCs mit verschiedenen Kennlinien und wenn der Rest dahinter ungenau ist, bringt es ein besserer/anderer NTC auch nicht.
NTCs haben bei 25°C genau 10kOhm, meine Idee wäre es, mit einem ~700R Widerstand in Reihe einen Offset von -1,5°C zu erzeugen, das müsste in dem Bereich, in dem sich die Raumtemperatur abspielt, genau genug sein.
Oder ein 1k-Spindeltrimmer in Reihe und dann versuchen, damit den Offset abzugleichen.
Danke Sebastian!
So irgendwie mit Widerstand-Parallel- oder Serienbeschaltung hatte ich mir das auch schon gedacht. Mit deinen Werte-Angaben bin ich schon mal ein gutes Stück weiter und werde gleich mal den Lötkolben heizen. :-)
Evtl. mal die Platine reinigen, Kriechströme können die Messung auch verfälschen. Allerdings gibt der Hersteller für dieses Gerät eine Meßgenauigkeit gar nicht erst an ...
Leider ist das Thermometer recht ungenau und zeigt etwa 1,5° zu viel an.
Ist da noch was zu machen? Temperaturfühler tauschen?
Und was ist wohl der Temperaturfühler? Das blaue unbedruckte Teil, das
aussieht wie ein Kondensator
Ja.
Aber nicht tauschen, sondern (NTC, Widerstand sinkt wenn es wärmer wird, zeigt bei dir zu viel an hat also zu niedrigen Widerstand) ein Widerstand in Reihe. Und noch besser wenn man bei 2 weiter auseinander liegenden Temperaturen (10 und 30 GradC) Messwerte hätte, den NTC mit einem zweiten NTC in Reihe zu versehen damit die Temperatur nicht nur an einem, sondern sogar an 2 Punkten passend angezeigt wird.
ABER: Diese billigen Thermometer zeigen unterschiedliche Temperatur an
a) bei nachlassender Batteriespannung
b) wenn die Auswerteelektronik einer schwankenden Temperatur ausgesetzt wird, selbst wenn der Temperatursensor immer dieselbe Temperatur sieht (also einen festen Widerstandswert hätte)
Daher ist das Pimpen von solchem Schrott meistens vergebliche Liebesmüh.
Naja, als Temperaturfühler sind solche bei Jubelelektronik häufig zu
finden, aber es gibt da schon noch zahlreiche andere Nennwerte.
Hat hier sogar ziemlich genau gepasst mit den 10kOhm.
Ich habe nun noch einen 1kOhm Poti in Reihe gelötet und nun konnte ich das passend hindrehen.
Mir ist klar, dass das einiges verzerrt, aber das Teil steht im Bad und muss nur zw. 19 und 25° einigermaßen genau anzeigen.
Abgesehen davon, dass ich schon glaube, dass Willi wesentlich präziser ist als das TFA-Teil, stellt sich mir dennoch die Frage, wie lange die letzte Eichung her ist. Entziffern kann ich den Stempel auf dem Bild leider nicht.
Ist das so? Warum sollten gerade nur die geeicht werden können, jedoch welche die für das Patientenwohl verantwortlich sind (z.B. in Dialysegeräten) nur kalibriert? Und letztere werden nur kalibriert!
Abgesehen davon, dass ich schon glaube, dass Willi wesentlich präziser
ist als das TFA-Teil, stellt sich mir dennoch die Frage, wie lange die
letzte Eichung her ist. Entziffern kann ich den Stempel auf dem Bild
leider nicht.
Dass das Thermometer älter ist, sieht man am Quecksilber. Der Verkauf von solchen Quecksilberthermometern ist seit 2014 verboten.
Der Eichstempel zeigt das Jahr 94. Die Eichung ist also seit 30 Jahren abgelaufen. Ich bezweifele aber, dass die Zeit am Glas oder Quecksilber genagt hat.
Du solltest mal anstatt des NTC einen 10k0 0.1% einlöten. Wenn der
Thermo dann 25°C anzeigt, stimmt wohl dein anderes Thermometer nicht.
Was das Teil nun anzeigt, passt zu den Werten der Aranet Geräte ... und die sind eigentlich hochwertig und genau. Toleranz wird bei denen mit ±0.3°C angegeben.
Genau. Geeicht werden können nur Fieberthermometer.
Ach ja? Dann ist das wohl ein Fieberthermometer für tiefe Hintern und
extrem hohes Fieber (bis 55°). :-)
Tatsächlich ist das Thermometer von Amarell und trägt einen Eichstempel.
"Eichen" können in D nur Eichämter, und die eichen nur
Fieberthermometer. Andere Thermometer können höchstens
von irgendwelchen Privatfirmem kalibriert werden,
"Eichen" können in D nur Eichämter, und die eichen nur
Fieberthermometer. Andere Thermometer können höchstens
von irgendwelchen Privatfirmem kalibriert werden,
Das gilt so allgemein nicht. Eichen dürfen in D auch staatlich anerkannte Prüfstelle. Dies betrifft mindestens Messgeräte aus dem Bereich der Versorgungswirtschaft (Abschnitt 7 MessEV).
Dies betrifft mindestens Messgeräte aus dem
Bereich der Versorgungswirtschaft (Abschnitt 7 MessEV).
Ja, das ist die einzige, zugelassene Ausnahme von der Regel. Wenn
die Eichämter alle Stromzähler überprüfen müssten, wären sie wohl
auch personell völlig überfordert.