Ich bin Markus und Arbeite bei einer Behörde die Unfälle aufklärt. Wir haben sehr oft Motorräder wo wir nach einem Unfall wissen müssen wie schnell das Krad zum Unfallzeitpunkt gewesen ist. Da diese Daten vom Hersteller nicht gespeichert werden ist mein Ansatz den digitalen Tachmeter zu gehen. Sehr oft sind diese beim Unfall abgerissen und sofort beim Aufprall plötzlich Stromlos. Nun ist meine Vermutung das irgendwo im Chip die Geschwindigkeit die im Display angezeigt werden soll abgelegt. Kann man also einen solchen Chip auslesen? Hier zum Beispiel MLX10407.
Aber ist es denn möglich diese Chips
auszulesen und was wird dafür benötigt?
Ich bezweifle sehr stark dass in diesem IC irgendeine Art
von Speicher enthalten ist der auszulesen wäre. Nicht mal
ein km-Stand. Kommt alles aus der ECU zur Anzeige.
Was soll an einem MLX10407 ausgelesen werden? Das ist ein Peripherie-Chip für einen Mikrocontroller der das Anzeigeinstrument ansteuert.
Den dazugehörenden Mikrocontroller könnte man eventuell auslesen (falls das Auslesen nicht gesperrt ist).
Für einen Unfall relevante Daten findet man da aber nicht, so was (EDR Daten) werden bei Kraftfahrzeugen normalerweise in der Airbag ECU gespeichert (also wohl eher nicht bei einem Motorrad vorhanden).
Welche Daten? Wie schon geschrieben, Unfall-relevante Daten wird es dort nicht geben. Die Bezeichnung der ICs kann man auf dem Bild nicht erkennen, der IC mit den vielen Pins ist aber vermutlich der Mikrocontroller, wahrscheinlich wird es auch noch einen externen EEPROM geben (eventuell einer der ICs mit 8 Pins).
Welche Daten? Wie schon geschrieben, Unfall-relevante Daten wird es dort
nicht geben. Die Bezeichnung der ICs kann man auf dem Bild nicht
erkennen, der IC mit den vielen Pins ist aber vermutlich der
Mikrocontroller, wahrscheinlich wird es auch noch einen externen EEPROM
geben (eventuell einer der ICs mit 8 Pins).
Momentanwerte sind vermutlich zu fast 100% nur im flüchtigen Speicher.
Es macht ja keinen Sinn sich den nicht-flüchtigen Speicher mit sinnlosen Werten kaputt zuschreiben.
Der Mikrocontroller ist ein 78K/0 (µPD78062) von NEC. Internen EEPROM hat der nicht, also wird man, wenn überhaupt, nur die Firmware (Code) auslesen können.
Für das Speichern z.B. des Kilometerstand wird es noch einen externen EEPROM geben. Aber auch dort wird man relativ sicher keine Geschwindigkeit das Motorrad finden.
Der Mikrocontroller ist ein 78K/0 (µPD78062) von NEC. Internen EEPROM
hat der nicht, also wird man, wenn überhaupt, nur die Firmware (Code)
auslesen können.
Für das Speichern z.B. des Kilometerstand wird es noch einen externen
EEPROM geben. Aber auch dort wird man relativ sicher keine
Geschwindigkeit das Motorrad finden.
Der Wert der Geschwindigkeit müsste jede Sekunde gespeichert werden.
Aber:
"Die Anzahl der möglichen Schreibvorgänge der einzelnen Speicherzellen ist allerdings begrenzt"
Der Wert der Geschwindigkeit müsste jede Sekunde gespeichert werden.
In welchem Zusammenhang? Falls es um einen Unfall geht: EDR Daten in der Airbag ECU werden ca. all 10 ms gespeichert (Start ein paar Sekunden vor dem eigentlichen Crash). Das ist aber hier für ein Motorrad nicht relevant.
LR56:
https://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/533334/ROHM/BR93L56RF-LE2.html
auf Seite 38 von 41 steht die Bezeichnung "L56"=2kbyte
Ein EEPROM (nicht Eprom, EE="electrically erasable") mit 2kByte Speicherplatz.
Dessen Inhalt bleibt auch ohne Betriebsspannung erhalten, wäre also später auslesbar. Aber in 2K kann man nicht viele Daten unterbringen.
Zum "Logometer" - Melexis sind Belgier, vielleicht dachte der Datenblattschreiber eher an die französische Bedeutung.
Wo könnte man in einem Fahrzeug speziell
im Motorrad die Geschwindigkeit finden?
Im Tank. An einer Tankstelle kann man Geschwindigkeit tanken, die dann während der Fahrt kontrolliert auf die Straße gegeben wird.
Wenn keine Geschwindigkeit mehr im Tank vorhanden ist, bleibt das Motorrad (logischerweise) stehen.
Mal im Ernst:
Trenn dich vom Gedanken, im Tacho dieses Kraftfahrzeuges irgendwelche relevanten Daten finden zu können.
Es gibt keinen Grund, regelmäßig die Geschwindigkeit zu protokollieren. Nichtflüchtiger Speicher hat eine begrenzte Lebensdauer und wird sicherlich nur zum Speichern von Produktions- und Kalibrierdaten einmalig beim Hersteller beschrieben.
Wieder mal jede Menge Internet Traffic generiert für nix.
Ausser für ein bisschen gequälte (Kopfschüttel-)Unterhaltung
und für ein paar Kröten für den Seitenbetreiber.
Gehört wohl - wie viele Threads hier - zu den Pseudo-Freitag-Threads.
Der Versuch des Threaderstellers erinnert an eine wüste, gerne in düsteren "Gothic"-Filmen ausgegrabene These aus dem 19. Jahrhundert, daß auf der Netzhaut eines Toten das letzte gesehene Bild und --im Falle eines Mordopfers-- auch der Mörder zu sehen wäre.
Aus der Auto-Technik:
Mit bissl Glück steht im Motorsteuergerät sowas wie "Sensor XY kein Wert/Kurzschluss/Unterbrechung" (wenn im Moment des Unfalls zerstört), dazu die Umgebungsbedingungen wie km-Stand, Datum und der letzte Messwert. Könnte dann per OBD in der entsprechenden Markenwerkstatt ausgelesen werden. Braucht dann aber vmtl die gesamte Technikumgebung, heißt ganzen Schrotthaufen mitnehmen... .
Nur mal so aus eigener Erfahrung : Gutachter errechnen auf Grund des Zerstörungsgrades etc. mit wieviel "Bums" es geknallt hat.
Dazu kommen noch die Verletzungsmuster usw. - d.h. damit gibt es eine
ungefähre Abschätzung der gefahrenen Geschwindigkeit wenn keine weiteren
Informationen vorliegen oder beschafft werden können.
Noch genauer und auf das "Km/h" genau wird es nicht werden.
Eine "massiv überhöhte Geschwindigkeit" kann damit rechtssicher nach gewiesen werden.
Oder man findet wirklich in dem Steuergerät / die Steuergeräte weitere Daten.
Der TO wird nach der Formulierung seiner Frage zu urteilen nur
sehr Laierhaft über diese Thematik informiert sein oder er versucht sich
"nebenbei" in das Thema einzuarbeiten.
Ohne Hintergrundwissen wäre eine Beauftragung eines speziellen Dienstleisters (die das auch leisten können) zielführender.
Als Behörde (welche ?), sollte dass durchaus möglich sein.
Eventuelle Folgekosten sollte diese "Behörde" auch verkraften können.
Ich habe die Vermutung, dass der TO beauftragt wurde dass zu leisten um
Folgekosten einzusparen und dabei hat er leider zu schnell "ja" gesagt
und sucht jetzt verzweifelt nach einen Lösungsansatz für sein Problem.
Damit es nicht schlimmer für den TO wird - versuch mit Deinen "Chef"
gemeinsam eine Lösung zu finden.
Und das riecht für euch nicht "fischig" das ein angeblicher Gutachter, der denke ich am ehesten Hilfe vom Hersteller bekommt weil dieser ja jeden Unfall auf den Kunden und nicht auf eventuelle Fahrzeugfehler abwälzen möchte, hier aufschlägt?
Für diejenigen, die nicht mal den ersten Beitrag des TO gelesen haben: Es geht um ein Motorrad, welches genau hat der TO nicht verraten.
Motorräder speichern in der Regel nichts zu einem Unfall (es gibt ein paar Ausnahmen, etwa einige Modelle von Kawasaki). Und auch die gefahrene Geschwindigkeit wird nicht gespeichert.
Bei Kraftfahrzeugen ist der Marktführer für EDR Daten Bosch CDR, das verwenden z.B. auch die Gutachter um an die Crash-Daten zu kommen.