Ich bin der Maintainer und Haupt-Author von Open Logic. Da ich kürzlich über diesen Thread gestolpert bin erlaube ich mir ein kurzes Statement zu ein paar Aussagen abzugeben.
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Das referenzierte Crowdfunding ist inzwischen abgeschlossen und die damit finanzierte Build Runner Infrastruktur steht. Trotzdem bin ich weiter froh um Spenden um das Projekt weiterführen zu können, am einfachsten kann man das Projekt über "GitHub Sponsors" (siehe Readme im Repo) unterstützen.
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Antti L. schrieb:
https://www.gofundme.com/f/dedicated-github-runner-for-open-logic-fpga-standard-library
IMHO auch eine Gelegenheit über die Möglichkeiten einer solchen
FPGA-Entwicklungsmethodik zu diskutieren.
OLO basiert auf psi_common von PSI.
https://github.com/paulscherrerinstitute/psi_common
Author hat PSI verlassen und will jetzt mit den "verbesserten" code von
PSI geld verdienen. Naja vielleicht ist der OLO auch soviel besser als
psi code.
Die Unterstellung, dass ich mich aufgrund bestehenden Codes bereichern möchte weise ich ganz klar zurück.
Ich habe mehrere hundert Stunden Aufwand in das Open Logic Projekt hineingesteckt und wenn ich alle Spenden und Arbeitsstunden zusammenzähle maximal einen einstelligen Stundenlohn in Euro. Wenn die Motivation finanzieller Natur wäre, hätte ich die Zeit besser in meinen Hauptberuf investiert. Aktive Nutzer um eine Spende zu bitten ist aus meiner Sicht legitim und das werde ich auch weiter tun.
Das Projekt zielt darauf ab der FPGA Community die vertrauenswürdige Standard Bibliothek zur verfügung zu stellen, die ich immer selbst vermisst habe. Jeder ist frei Open Logic einzusetzen oder nicht - und von Entwicklern die es nicht einsetzen erwarte ich auch keine Spenden.
Ich habe auch nach meinem Weggang beim PSI contributions zu den PSI libraries gemacht. Den Entscheid Open Logic zu gründen habe ich gefällt, als ich entschieden habe die Library signifikant zu erweitern und zu überarbeiten. Dafür wollte ich freie Hand haben und mich nicht für jeden Schritt mit dem PSI absprechen. Und ja, Open Logic hat zu signifikanten veränderungen geführt, sowohl am Production Code selbst als auch an Test-Benches und der gesamten Infrastuktur.
- Coding Style
Ich bin mir bewusst, dass man es in Sachen Coding Style nie allen recht machen kann. Ich habe einen Style gesetzt und prüfe diesen auch mit dem Linter um Open Logic wartbar zu halten. Das heisst aber nicht, dass ich glaube dass das "der einzig richtige Stil" ist - so etwas gibt es meines erachtens nicht und jeder Nutzer soll seiner eigenen Guideline folgen.
Aus meiner Sicht sollte der interne Style für die Nutzung von Open Logic auch keine Rolle spielen. Wenn man Linux compiliert und nutzt bedeutetd das ja auch nicht das der betreffende Quellcode dem eigenen Stil entsprechen muss - das selbe gilt aus meiner Sicht generell für in einem Projekt eingesetzten 3rd Party Code.
- OSVVM vs. VUnit
Ich habe mich für VUnit entschieden da ich damit Erfahrung habe und effizient bin. Ich sehe aktuell auch keine signifikanten Probleme damit, würde heute OSVVM aber in Betracht ziehen. Trotzdem glaube ich, dass ich aktuell mehr Wert generieren kann wenn ich die Zeit in neue Features investiere als in die Umstellung des Verifikationsframeworks.
Wenn jemand zum Projekt beitragen möchte und die Umstellung auf OSVVM implementieren möchte, bin ich sehr offen dafür das zu diskutieren.