Hallo zusammen, ich habe folgende Situation bzw. Aufgabe. In einem Prüfsystem für ein elektrisches Gerät muss ich eine Netzwerkverbindung herstellen. Da diese mit unterschiedlichen Schnittstellen ausgeführt sein können habe ich hierfür mehrere Feldbus-/Netzwerkschnittstellen am Prüfsystem-PC. - EtherCAT - ProfiNET - Modbus TCP - Ethernet IP - Ethernet 1. Zum Testobjekt möchte(darf) ich nur eine Leitung führen. Somit würde ich einen Switch benötigen der mit allen Protokollen klar kommt. Was ich aber schon des Öfteren gelesen habe (aber nicht bestätigt wurde) ist, das ich EtherCAT nicht mit anderen Protokollen "kombinieren" soll/kann. 2. Das Testobjekt wird mit Hochspannung ca. 6kV DC getestet. Spannungsfestigkeit zwischen L1+N und PE. Sollte es auf Grund eines Fehlers zum Überschlag auf die Netzwerkschnittstelle kommen ist diese mit sicherheit hin ggf. auch der PC dahinter. Da der Prüfablauf automatisch abläuft, kann ich die Netzwerkverbindung nicht jedes Mal ein und wieder ausstecken. Hier müsste ich also eine galvanische Trennung vorsehen, die die 6kV aushält. In etwa so: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/netzwerkisolator_steckadapter_-_2x_rj45-207366 Wäre es denkbar die Netzwerkleitungen der einzelnen Netzwerkadapter ggf. über einen "Relais-Umschalter" mit entspr. Spannungsfestigkeit zuzuschalten? Und während des HV-Tests die Relais offen zu lassen. Für Ideen und Vorschläge bin ich offen. Vielen Dank Benni
Benjamin schrieb: > Hier müsste ich also eine galvanische Trennung > vorsehen, die die 6kV aushält. Glasfaser, einfach auf beiden Seiten Medienkonverter dranhängen.
bei Würth gibt die Netzwerkübertrager mit 1,5kV und 4kV Isolationsspannung, entweder findest du bei einem anderem Hersteller welche mit 6kV oder verwendest ESD Schutzdioden mit niedriger Kapazität für LAN Anwendungen. Aber da ja an jedem Endgerät und am Router/switch ein Übertrager drin sein sollte dürfte sich die Isolationsfestigkeit addieren.
Hmmm schrieb: > Benjamin schrieb: >> Hier müsste ich also eine galvanische Trennung >> vorsehen, die die 6kV aushält. > > Glasfaser, einfach auf beiden Seiten Medienkonverter dranhängen. Genau. Glas ist ein hervorragender Isolator. Und es ist Standardtechnik, nichts spezielles. Leicht zu bekommen, in Erstfall auch leicht zu ersetzen. fchk
Der Medienkonverter auf DUT-Seite sollte idealerweise mit UTP-Kabel angeschlossen werden, das senkt das Risiko, dass er im Fehlerfall kaputtgeht.
Glasfaser hatte ich auch schon im Sinn. Aber dann müsste ich einen Medienkonverter am DUT anschließen und separat versorgen. Somit hätte wieder eine Komponente auf der "heißen" Seite. Akku-Betrieb fällt flach. Die sind immer dann leer, wenn man sie braucht. Der oben verlinkte Netzwerkisolator kann 8,5kV DC.
Benjamin schrieb: > Der oben verlinkte Netzwerkisolator kann 8,5kV DC. Als kurze Prüfspannung oder dauerhaft wäre eine ketzerische Frage.
Benjamin schrieb: > Akku-Betrieb fällt flach. > Die sind immer dann leer, wenn man sie braucht. Nur eine Frage der Disziplin. Grüße, Brt
ETH ist von Haus aus galvanisch getrennt. Es gibt einige wenige med.Isolatoren für ETH, die 6kV Prüfspannung aushalten.
Danke soweit mal. Lu schrieb: > Als kurze Prüfspannung oder dauerhaft wäre eine ketzerische Frage. Lt. Datenblatt vom EN-1005+ emo systems
1 | ELECTRICAL |
2 | Category Standards or Test Criteria Property |
3 | AC Dielectric Strength at 50 Hz, for 60 seconds 5.0 kV |
4 | DC Dielectric Strength for 60 seconds 8.5 kV |
Sollte also passen. Die Prüfdauer beträgt ja nur 5-10s. Bert schrieb: > Nur eine Frage der Disziplin. Wenn ich alleine an dem Prüfplatz arbeiten würde, könnte das ja noch funktionieren. Aber mit Mehreren? ... "Ich hab gedacht du lädts den Akku?" ... "Ach? Ich?" ... Weiß jemand noch was bzgl. der unterschiedlichen Protokolle? Vor allem mit dem "Gerücht", dass man EtherCAT nicht mit Anderen kombinierern soll?
Benjamin schrieb: > Wenn ich alleine an dem Prüfplatz arbeiten würde, könnte das ja noch > funktionieren. Aber mit Mehreren? Dann tritt man den unfähigen Deppen in den Arsch. Fertig. Benjamin schrieb: > Vor allem mit dem "Gerücht", dass man EtherCAT nicht > mit Anderen kombinierern soll? Echtzeitnutzung von Ethernet verträgt sich nicht mit anderem, unvorhersehbarem Traffic, der das Netzwerk belasten könnte.
Harald K. schrieb: > Dann tritt man den unfähigen Deppen in den Arsch. Fertig. Oh Gott, hätt' ich einen Muskelkater.
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