Hi Ihr!
Mir ist bei der Planung eines Bastelprojektes ein Schaltkreis ueber den
Weg gelaufen den es leider nur als QFN-Package gibt. Mir draengt sich
jetzt die frage auf ob man sowas mit einem normalen Loetkolben
angeloetet bekommt oder ob man da spezielle Technik fuer braucht.
cu Tarzan
1. Mit dem Lötkolben etwas Lötzinn auf die Pads auftragen
2. Flussmittel, am besten Flussmittelgel auf die Pads auftragen
3. Bauteil platzieren und eventuell fixieren
4. Mit Heißluftpistole Bauteil von oben erhitzen
5. Lötzinn wird flüssig und Bauteil ist bestückt --> fertig
Aber achte darauf, dass du nicht zu viel erhitzt. Am besten den QFN als
erster bestücken, damit keine anderen Bauteile kaputt werden.
Heißluftpistole gibt's übrigens im Moment beim Möbelix um 9,90€ (1500W)
> Heißluftpistole gibt's übrigens im Moment beim Möbelix um 9,90€ (1500W)
In allen Märkten? Goil o.O
Kann man das Ding in Stufen verstellen oder im internet begutachten? Wer
weis ob die ned morgen schon vor mir liegt ;)
Ansonsten etwas Lötpaste auftragen, den Chip ungefähr ausrichten und
dann von UNTEN mit Heissluft aufwärmen. Klappt prima, dauert nur etwas
länger. Wenn du von oben draufbläst musst du immer aufpassen, dass der
IC nicht wegfliegt.
Wie fixiert ihr sowas denn?
Also die Heißluftpistole beim Möbelix kann man nicht in Stufen
einstellen, aber bei dem Preis kann man sich das auch nicht erwarten...
Mit dem Wegblasen hab ich noch keine Probleme feststellen können, da die
Heißluftpistole zwar einen heißen Luftstrom "rausbläst", aber dies nicht
mit einem Fön oder ähnlichem verglichen werden kann.
Du solltest die pads im design ein wenig länger machen, dann kannst du
es noch mit dem lötkolben löten (den äußeren teil der pads nutzen)
Ansonsten geht auch noch ein einfaches bügeleisen, platine drauf,
bauteil ausrichten, einschalten, warten, fertig.
Hi,
das mit dem Löten ist easy, solange du wenigstens das PAD und das
Beinchen des IC's mit dem Lötkolben erreicht. Mit der richtigen Spitze
(also etwas dünnem), Lötzinn und Flussmittel geht das.
1. Fixier das IC an mind. 2 Pkt. am besten Diagonal. (z.B. Pin 1 und 17)
32 31 30 . . .
1
2
3
4
.
.
.
9 10 ..... 16
2. Lötkolben und Zinn von Pin 9 nach Pin 16 rüber ziehen. Hier kommt es
eigentlich auf die Menge an. Sollte nicht zu viel sein ("Weniger ist
mehr!!!"). Kurzschlüsse darf zwischen den Pinnen entstehen.
3. Flussmittel evtl. noch einmal über die Pinreihe geben.
4. Lötkolben einfach noch einmal über die Reihe ziehen
5. Wenn es auch noch schöner aussehen sollte (für den Fall eines
schlechten Lötergebnis) dann nimm auch noch die Vorschläge der anderen
her -> Flussmittel drauf und Fön / Bügeleisen
Fertig!
Ich löte dir so IC's mit über 100 Pinnen in 3-5 min.
Das Geheimnis ist eigentlich nur: Flussmittel
Gruß
@rf-bug
netter Tipp. Ich kriege auch problemfrei TQFP48 etc. geloetet. Der Gag
an den QFNs ist ja das die leider keine Beinchen mehr haben, sondern nur
noch Kontaktflaechen an der Unterseite des Chips. Auf einigen Fotos
glaube ich zu erkennen das an der Seite auch noch Flaechen sind, aber
das ist wohl nicht bei jedem Chip so. Und ob man das mit nem Loetkolben
hinkriegt, und wenn ja wie das wollte ich eigentlich wissen. Aber die
Variante mit dem Heissluftgeraet werde ich mal probieren, wenn ich denn
irgendwann mal einen Si4701 von Silabs als Normalsterblicher bekommen
werde.
cu Tommi
Ich hab gerade n QFN-32 mit heißluft gelötet, das größte problem ist
wohl das plazieren ... sonst ists eigentlich ziemlich einfach, darf nur
nicht verkokeln ;)
Lötpaste hab ich hier nur das zeug aus dem Baumarkt, ich hab gehört,
dass ist nur zum verzinnen gut, weil das Lösungsmittel, Zinkchlorid oder
so, aggressiv sein soll, und das bekommt man bei ner bestückten platine
ja schelcht wieder runter.
hi,
@tarzanwiejane:
QFN -> Es gibt Gehäuse die wirklich ein wenig Kontaktfläche an den
Seiten haben, aber auch ohne. Das kommt auf die Herstellungstechnologie
des Halbleiterhersteller an.
Das sollte man sich vorher ansehen, vor einem Design und wenn dem so ist
das du Metall umlöaufend erkennen kannst, die Pads auf deiner
Leiterplatte etwas länger machen. Man kommt an diese in der Regel mit
Zinn & Flussmittel dran. Allerdings nur so zu kontaktieren ist die
schlechteste wahl.
Generell kann man aber zu den QFN sagen, das man diese nicht mehr mit
ausschlieslich einem Lötkolben gelötet bekommt.
Ich gehe da wie folgt vor (bei Leiterplatten mit LS-Lack):
- Pads verzinnen, also wie beim löten des IC (wie oben von mir
Beschrieben, halt ohne IC). Dabei sollte der Zinnauftrag soweit wie
möglich gleichmäßig sein.
- Flussmittel drüber
- mit einem Föhn der über 200°C liefert erwärmen. Danach hast du sauber
verzinnte Pads
- Flussmittel
- IC drauf und platzieren (kleiner Tip fürs Layout: 2 Leitungen an den
diagonalen des IC so verlegen, das man daran ausrichten kann)
- Föhnen
Fertig
Gruß
rf-bug
Hallo
Ich kämpfe in letzter Zeit immer öfter mit dieser Bauform.
Am liebsten sind mir die Schmartboards, da löten sich die einfacher als
inline Bauteile.Habe erst Heute wieder 10 Stück von Elv für Qfn 48
bekommen.
Die Schaltung z.B. für einen CC2431 bekommt man fast vollständig auf ein
Schmartboard.Lediglich die Lamda/4 Leitungun wären halt geroutet besser.
Bei Platinen ist es schwerer, da ist Heißluft das Mittel der Wahl.
Leider ist es ziemlich schwer nachher zu Beurteilen, ob ein Kontakt
hergestellt ist oder nicht.Das ist eigentlich das Hauptproblem mit Qfn.
Von der Optik her, wenn es denn dann funzt, finde ich die Bauform sehr
ansprechend. Besonders die schwierigen die keine seitlichen Pads haben.
LG
Michael
Hallo,
mit der Heißluftpistole geht es ganz gut, wenn man einige Dinge
beachtet. Bevor ich anfange zu Löten, teste ich mit kalter Luft ob die
Bauteile wegfliegen können. Danach befestige ich einen Temperatursensor
(NTC am Multimeter) auf der Platine. Danach fahre ich das Profil so gut
es geht. Für einen Chip ist es ganz ok, aber bei mehreren Bauteilen wird
es dann zu einer ganz schönen Eierei.
Für Testplatinen reicht eine einstellbare Heißluftpistole vollkommen
aus.