HX711 / Wägezelle driftet

OP #7897609
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Ich habe mir so eine Wägezelle 1kg mit einem HX711 gekauft https://de.aliexpress.com/item/1005001537354199.html und beobachte, dass die Werte ziemlich driften. Woran kann das liegen?

bild2.jpg: Die X-Achse sind Sekunden und die Y-Achse sind die RAW-Werte vom HX711 minus eines Offsets, den ich am Anfang gemessen habe.

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# ESP32-S2     2025-06-24
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#  https://github.com/robert-hh/hx711
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from machine import Pin
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from hx711_gpio import *
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pin_OUT = Pin(40, Pin.IN, pull=Pin.PULL_DOWN)
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pin_SCK = Pin(39, Pin.OUT)
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hx711 = HX711(pin_SCK, pin_OUT, gain=128)
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hx711.tare(times=80)
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offset = hx711.read_average(times=80)
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while True:
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    raw = int(hx711.read_average(times=80) - offset)
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    print(f'{raw:16d}')
Angehängte Dateien:
OP #7897638
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Die angegebene Messzelle hat eine Vollbrücke.

Ich werde mal eine weitere Messreihe fahren, in der nur 1x / Minute gemessen wird und eine weitere Reihe, in der das hx711-Modul vor der Messung mit hx711.power_up() eingeschaltet wird und nach der Messung mit hx711.power_down() ausgeschaltet.

Ich werde dann wieder berichten.

#7897650
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L.S. schrieb:

Woran kann das liegen?

Daran, dass du mal wieder das billigste gekauft hast, was es gibt.

Eine Personenwaage mit dem Ding wird genullt direkt bevor man sie belastet, und zeigt den Wert an der nach 5 Sekunden steht.

Und es interessiert dabei keinen Chinesen ob du 5kg mehr oder weniger wiegst, eine Kalibrierung ist ja meist auch nicht vorgesehen.

ABER: du könntest wenigstens versuchen, die übelsten Fehler zu umgehen.

Oft ist der Widerstand auf der Platine die zum feedback des Spannungsregler führt so fehldimensioniert, dass gar nicht auf 3.3V geregelt wird sondern die Versorgungsspannung durchgereicht wird. Setz einen Widerstand ein, der sogar auf 3.6V regelt, und miss nach, ob deine Eingänge auch zwischen 1.5V und 3.6-1.5V liegen.

Zum anderen ist E- auf Messaufnehmerseite oft auf der Platine nicht mit GND des IC verbunden.

Achte drauf, dass sich die Platine nicht erwärmt. z.B. nur kurz einschalten oder nur wenig Strom in die Messbrücke fliessen lassen.

Und die Arduino-Library bietet nicht ohne Grund Mittelwertbildung über (10?) Messungen an. Nutzt du ja auch .

#7897676
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Dirk F. schrieb:

Gibt es denn einen vergleichbaren Chip der genauer misst ?

Mouser bietet den HX711 erst gar nicht an, nur teurere und die werden gekauft

https://www.mouser.de/c/semiconductors/data-converter-ics/analog-to-digital-converters-adc/?architecture=Sigma-Delta&resolution=24%20bit

Wobei es sicher auch bessere Wägebalken gibt.

Aber die dse-faq https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htmschreibt schon

24 bit delta sigma Wägemessung HX711 (Achtung: Der Chip misst temperaturabhängig und bei manchen Platinen ist GND nicht korrekt verbunden!) Verdrahtung in Personenwaagen https://honey-pi.de/4x-half-bridge-waegezellen/

#7897726
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Michael B. schrieb:

24 bit delta sigma Wägemessung HX711 (Achtung: Der Chip misst temperaturabhängig und bei manchen Platinen ist GND nicht korrekt verbunden!) Verdrahtung in Personenwaagen

Hm, der HX711 wird in diesem Forum wie eine heilige Kuh in Schutz genommen. Aber diese beiden Punkte von Michael sind absolut richtig.

Der HX711 ist extrem einfach handhabbar und daher für erste Berührungspunkte mit der Thematik sicher gut geeignet. Für ernsthafte Messungen eignet er sich leider nicht.

#7897727
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Ich finde die Drift völlig in Ordnung: 1800 counts bezogen auf 2^24 sind ca. 107ppm. Bei der typischen Anwendung (Küchenwaage) dauert eine Wägung selten länger als 60s und vor jeder Wägung wird der Nullpunkt kalibriert. Die Drift ist annähernd linear, so dass sich auf 60s eine Abweichung von 0.4 ppm, also 0.4mg bei 1kg Messbereich ergibt. Das ist für eine Küchenwaage mehr als ausreichend und vermutlich sind andere Fehler (Steigungsfehler, Linearität) deutlich größer. Der HX711 hat keine automatische Offsetkompensation ist für Dauermessungen auch nicht gedacht.

OP #7897784
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Harald A. schrieb:

Der HX711 ist extrem einfach handhabbar und daher für erste Berührungspunkte mit der Thematik sicher gut geeignet. Für ernsthafte Messungen eignet er sich leider nicht.

Was wäre denn ein besser geeigneter ADC, der einfach zu handhaben ist und für den es fertige Boards gibt?

Auf der Suche nach fertigen Boards finde ich z.B. ADS1220, ADS1232, CS1237, CS1238.

Für den ADS1220 gibt es eine Library für Micropython, für den ADS1232 finde ich nur Libs in C und Arduino (beides ist sicher nicht mein Ding), aber da könnte ich versuchen, etwas in Micropython zusammenzustricken. ist ja SPI.

Auch für CS1237 und CS1238 (1 bzw. 2 Kanäle) gibt es Libraries für Micropython (u.a von Roberthh, der auch eine Lib für den HX711 geschrieben hat).

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit diesen 4 ADCs, die CS123x scheinen typische China-ADCs zu sein (muss ja nicht schlecht sein), ADS12xx hat zumindest den guten TI-Ruf. Ich bin da bisher unbeleckt.

#7897820
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L.S. schrieb im Beitrag #7897784:.

Was wäre denn ein besser geeigneter ADC, der einfach zu handhaben ist und für den es fertige Boards gibt?

Und dann sollen sie ja auch noch eine fertige Lib haben… da könnte es tatsächlich eng werden. Ansonsten sind TI und Cirrus Logic allesamt sehr gute Anlaufpunkte. Zu den Produkten von Chipsea wie CS1237 kann ich nichts sagen.

OP #7897825
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Ich werde mal alle 3 kaufen und testen, die ADS12xx sehen interessant aus (TI-massig gute Datenblätter) und ein CS1237 kostet ja fast nix (das DB ist allerdings ein Graus, da werden z.B. in einem Bild Anschlüsse genannt, die es gar nicht gibt - CAP). Dann kann ich ja berichten.

#7897832
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Jörg K. schrieb:

Die billigen Dinger sind nicht wirklich temperaturkompensiert. Temperaturkompensation ist auch richtig teuer, da sie indiviuell durchgeführt werden muß.

Solange man dem Biegebalken nicht mit einem Gasbrenner auf die Pelle rückt, liegen alle vier DMS der Brücke auf dem selben Temperaturniveau. Die Verhältnisse der Widerstände zueinander ändern sich durch den Tk nicht.

#7897937
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Rainer W. schrieb:

Zum Tempern der Klebung oder zum Kalibrieren?

Die Messzelle allein bringt ja gar nichts, da müssen Daten gespeichert werden damit man eine Referenz hat und die sind dann im Endeffekt entweder in einem externen Speicher oder dem Mikrocontroller.

Wenn der Kleber nachgibt und die Messwerte verfälscht, da kann man auch nichts machen, da braucht man halt eine ordentliche Messzelle.

Den Temperaturdrift kann man aber auch zu Hause messen und eine Datenreihe anlegen. Wenn man den ganzen Aufwand nicht haben möchte, dann gibt man eben etwas mehr Geld aus. Hat ja nicht jeder eine Klimakammer bei sich rum zu stehen, nur für die eine Waage die man basteln möchte um den automatischen Katzenfütterungsautomaten aufbauen zu können.

(Firma: L-E-A) #7898052
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Rainer W. schrieb:

Solange man dem Biegebalken nicht mit einem Gasbrenner auf die Pelle rückt, liegen alle vier DMS der Brücke auf dem selben Temperaturniveau. Die Verhältnisse der Widerstände zueinander ändern sich durch den Tk nicht.

Das Problem ist m.E. die Ausdehnung des Biegebalkens aufgrund der Erwärmung.

So ganz bescheuert werden die Kollegen von HBM nicht sein... https://www.hbm.com/de/6725/temperaturkompensation-bei-dehnungsmessstreifen-messungen/

Siehe Abs. 1.1 Materialausdehnung („scheinbare Dehnung“)

Grüßle, Volker

#7898102
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Volker B. schrieb:

Das Problem ist m.E. die Ausdehnung des Biegebalkens aufgrund der Erwärmung.

Bei einem Biegebalken sind die DMS gewöhnlich auf gegenüberliegenden Seiten des Balkens angeordnet, so dass sich eine Längenänderung des Balkens in 1. Ordnung auf beide Brückenzweige gleich auswirkt. Nur eine Biegung, d.h. Dehnung der einen und Stauchung der anderen Seite des Balkens ändert das Ungleichgewicht der Brücke.

Aber natürlich wäre eine Aussage von /lagerschaden/ zu den Messbedingungen, unter denen er die Driftkurve aufgenommen hat, schon hilfreich. Eine zeitlich so gleichmäßige, einseitige Längenänderung würde schon einen gewissen Vorsatz bei dem Versuchsaufbau erfordern.

(Firma: L-E-A) #7898103
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Rainer W. schrieb:

Bei einem Biegebalken sind die DMS gewöhnlich auf gegenüberliegenden Seiten des Balkens angeordnet, so dass sich eine Längenänderung des Balkens in 1. Ordnung auf beide Brückenzweige gleich auswirkt. Nur eine Biegung, d.h. Dehnung der einen und Stauchung der anderen Seite des Balkens ändert das Ungleichgewicht der Brücke.

Wenn in dieser Welt nur alles so wunderbar symmetrisch und ideal wäre!

Auch sind die üblichen Kraftaufnehmer keine homogenen Balken sondern weisen Engstellen auf, die wie Gelenke wirken sollen -- und diese komplexe Geometrie ist leider in der realen Welt Fertigungstoleranzen unterworfen.

Ich würde deshalb eher HBM vertrauen als Deinen Hinweisen auf (ideale) Symmetrien.

Grüßle, Volker

#7898226
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Volker B. schrieb:

Auch sind die üblichen Kraftaufnehmer keine homogenen Balken sondern weisen Engstellen auf, die wie Gelenke wirken sollen

Und was hat das mit dem Temperaturgang zu tun? Ein DMS wird den Alu-Balken nicht verbiegen und Alu dehnt sich unter Temperatur ziemlich isotrop aus. Oder hast du schon einmal gesehen, dass sich so ein Biegebalken bei Erwärmung wie ein Bimetallstreifen verbiegt ;-)

OP #7898232
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Ich habe Neuigkeiten zum HX711.

Gestern Abend und heute habe ich mir den Effekt von Temperaturänderungen angesehen.

Erwärmt man die Vollbrücke im Alu-Block von 21 auf 35 °C mit dem Föhn, tut sich nur wenig, die Änderung der RAW-Werte um 300 RAW-Punkte entspricht weit weniger als 1 g (bei einer 1-kg-Wägezelle), das Rauschen macht nur wenig aus (ca 30-40 RAW-Punkte). Bild 4.

Die Erwärmung der HX711-Platine auf 35 °C macht dagegen schon was aus: das Rauschen steigt stark an, siehe Bild (etwa 40 bis etwa 70 Sekunden). Es sind zwar nur RAW-Werte von ca 200-900 ppm (vom Endwert 2^24), aber doch deutlich sichtbar. Bild 2.

Mein Fazit: Für den "Hausgebrauch" taugt das. Auch wenn eine Bienenstock-Waage im Sommer auf 35°C erhitzt wird ist das m.E. tauglich, notfalls baut man noch ein Thermo-Element ein und versorgt damit Kanal B des HX711 bzw. man nimmt einen der zahllosen digitalen Temperatursensoren.

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#7898805
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Volker B. schrieb:

Auch sind die üblichen Kraftaufnehmer keine homogenen Balken sondern weisen Engstellen auf, die wie Gelenke wirken sollen -- und diese komplexe Geometrie ist leider in der realen Welt Fertigungstoleranzen unterworfen. Ich würde deshalb eher HBM vertrauen als Deinen Hinweisen auf (ideale) Symmetrien. Grüßle, Volker

HBM gibt im allgemeinen nur eine Kennlinie für den Aufnehmer an. Die temperaturkompensation erfolgt über entsprechende Anordnung und Verschaltung der DMS auf dem Aufnehmer. Da wird nichts gerechnet. Eine (richtig verschaltete) Vollbrücke ist halt nicht temperaturempfindlich.

#7898866
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Re D. schrieb:

Die temperaturkompensation erfolgt über entsprechende Anordnung und Verschaltung der DMS auf dem Aufnehmer.

Was hat die mit der Anordnung der DMS zu tun? Entscheidend ist die Verschaltung der DMS als Vollbrücke und die Verwendung von DMS mit dem gleichen Temperaturkoeffizienten. Kein Mensch wird sinnvoll eine Messbrücke aus verschiedenen DMS aufbauen - eben genau aus diesem Grund.

#7898927
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Rainer W. schrieb:

Die temperaturkompensation erfolgt über entsprechende Anordnung und Verschaltung der DMS auf dem Aufnehmer.

Was hat die mit der Anordnung der DMS zu tun

Falsch aufgeklebt ergibt sich eben keine Temperaturkompensation.

Es werden ja absichtlich 4 Leitungen so geschickt orientiert aufgeklebt, damit die Brückenspannung nur durch Langenänderung entlang einer Achse beeinflusst wird, während Wärmeausdehnung die entlang beider Achsen erfolgt keine Auswirkungen hat.

Oft sind 2, manchmal auch alle 4 natürlich auf einem Träger zusammengefasst.

Beim Wägebalken ist wegen dem Loch die Wärmeleitfähigkeit zwischen Ober und Unterseite aber nicht so doll, da können schon Temperaturdifferenzen (siehe Kühlkörper) auftreten und sich auswirken.

#7898932
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Stephan S. schrieb:

Die DMS müssen thermisch gekoppelt sein!

Das wird der Biegebalken schon hin bekommen. Guck dir das Bild in der Produktbeschreibung an.

Michael B. schrieb:

Falsch aufgeklebt ergibt sich eben keine Temperaturkompensation.

Laberkopp - schreib dir die Gleichung von so einer Vollbrücke aus DMS einmal auf. Der Temperaturfaktor kann heraus gekürzt werden.

Beim Wägebalken ist wegen dem Loch die Wärmeleitfähigkeit zwischen Ober und Unterseite aber nicht so doll, ...

Dann rechne doch einmal nach, wieviel das Loch ausmacht. Da kannst du noch dazu lernen. Ober- und Unterseite sind neben dem Loch durch dicken Alu-Vierkant verbunden. Das ist für den Temperaturausgleich ein willkommener Weg. Durch das Loch findet der nicht statt, hast du schon richtig verstanden.

... da können schon Temperaturdifferenzen (siehe Kühlkörper) auftreten und sich auswirken.

Deshalb ist es wenig sinnvoll, einen Biegebalken mit DMS-Sensoren als Kühlkörper zu verwenden.

#7898935
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Michael B. schrieb:

Beim Wägebalken ist wegen dem Loch die Wärmeleitfähigkeit zwischen Ober und Unterseite aber nicht so doll, da können schon Temperaturdifferenzen (siehe Kühlkörper) auftreten und sich auswirken.

Schon wieder Gelaber vom Laberkopp: Nomen est omen!

Wägebalken: Da sind doch noch rechts und links dicke Alu-Blöcke, die Du elegant übersehen hast. Die sorgen schon dafür, dass die Temperatur oben und unten ausgeglichen ist.

Was anderes ist es bei den Waagen mit 4 Halbbrücken.

Und Lagerschaden hat das ja ausprobiert, dass die Erwärmung des Wägebalkens fast keinen Einfluss hat: 26.06.2025 12:45

#7898947
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Wir haben den HX711 auch schon mit Wägebalken von 100g und 1kg (Endwert) benutzt. Funktioniert i.a. ganz gut, wenn man mehrere Messungen macht und einen Mittelwert bildet.

Wir haben aber festgestellt, daß die Wägebalken (aus Fernost) nicht allzu robust sind. Bei Dauerbelastung oder hoher Belastung nah am Maximalwert verstellt sich der "Nullpunkt". Wenn man das aber berücksichtigt, dan funktioniert es ganz brauchbar für schmales Geld.

#7898991
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Rainer W. schrieb:

Michael B. schrieb:

Falsch aufgeklebt ergibt sich eben keine Temperaturkompensation.

Laberkopp - schreib dir die Gleichung von so einer Vollbrücke aus DMS einmal auf. Der Temperaturfaktor kann heraus gekürzt werden

Wie immer ein hirnloser Beitrag von Rainer. Wenn man die DMS in der Orientierung falsch aufklebt, wird das mit dem rauskürzen nichts.

Stephan S. schrieb:

Die sorgen schon dafür, dass die Temperatur oben und unten ausgeglichen ist.

Und Stefan zeigt auch gleich, dass er von Temperaturverteilung in Metallen keine Ahnung hat, sein genauestes Thermometer ist wohl https://www.hornbach.de/p/fensterthermometer-tfa/6382919/

Svensson schrieb:

Wir haben aber festgestellt, daß die Wägebalken (aus Fernost) nicht allzu robust sind. Bei Dauerbelastung oder hoher Belastung nah am Maximalwert verstellt sich der "Nullpunkt".

Was im Prinzip alle trifft, egal wie gut, nur der eine schlechter der andere besser.

Wenn man das aber berücksichtigt, dan funktioniert es ganz brauchbar für schmales Geld.

Man bekommt halt keine 24 bit Genauigkeit.

#7899045
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Michael B. schrieb:

Und Stefan zeigt auch gleich, dass er von Temperaturverteilung in Metallen keine Ahnung hat, sein genauestes Thermometer ist wohl https://www.hornbach.de/p/fensterthermometer-tfa/6382919/

Was der Labberkobb alles weiss, gestern hat er L.S. schon vorgeworfen, WIEDER MAL das billigste gekauft zu haben:

L.S. schrieb:

Michael B. schrieb: Daran, dass du mal wieder das billigste gekauft hast, was es gibt.

Mal wieder?

tz tz tz

#7899135
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Crazy Harry schrieb:

Dein Problem hab ich auch. Hab mir ein paar Sets 1 und 10kg mit HX711-Platine besorgt und damit rum gespielt. Die Messwerte sind sehr instabil. Hab dann einen Messbalken bekommen, der rund 200€ kostet und diesen angeschlossen: Gleiches Ergebnis. Der HX ist wohl Mist.

Bilde einen Median über eine Sekunde und gib den aus. Wenn du es genauer brauchst, musst du halt deutlich mehr investieren.

#7899164
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Crazy Harry schrieb:

Dein Problem hab ich auch. Hab mir ein paar Sets 1 und 10kg mit HX711-Platine besorgt und damit rum gespielt. Die Messwerte sind sehr instabil. Hab dann einen Messbalken bekommen, der rund 200€ kostet und diesen angeschlossen: Gleiches Ergebnis. Der HX ist wohl Mist.

L.S. schrieb:

Ich werde mal alle 3 kaufen und testen, die ADS12xx sehen interessant aus (TI-massig gute Datenblätter) und ein CS1237 kostet ja fast nix (das DB ist allerdings ein Graus, da werden z.B. in einem Bild Anschlüsse genannt, die es gar nicht gibt - CAP). Dann kann ich ja berichten.

Warten wir ab, ob L.S. über die anderen Messwandler berichtet.

#7899372
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L.S. schrieb:

Die Erwärmung der HX711-Platine auf 35 °C macht dagegen schon was aus: das Rauschen steigt stark an

Hast du eine Platine die geschirmt ist? Wie hast du die Platine erwärmt? Mit einem Fön?

Ich frage mich einfach ob die Leitungen oder die Platine elektromagnetische Störungen aus der Umgebung auffangen. Man könnte die Leitungen verdrillen.

Macht es einen Unterschied wenn man den kompletten Sensor in eine Blechbüchse legt und nur die Datenleitungen für den HX711 raus gehen lässt?

#7899520
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Mike J. schrieb:

Hast du eine Platine die geschirmt ist? Wie hast du die Platine erwärmt? Mit einem Fön?

Ich frage mich einfach ob die Leitungen oder die Platine elektromagnetische Störungen aus der Umgebung auffangen. Man könnte die Leitungen verdrillen.

siehe Beitrag "Re: HX711 / Wägezelle driftet"

Er hat die Wägezelle mit dem Föhn erwärmt: kaum Effekt. Wenn er den HX711 erwärmt, ging das Rauschen hoch. Der Föhn kann es also nicht sein.

Daß der HX711 Probleme macht, haben ja auch andere hier berichtet.

#7905372
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Stephan S. schrieb:

Er hat die Wägezelle mit dem Föhn erwärmt: kaum Effekt. Wenn er den HX711 erwärmt, ging das Rauschen hoch.

Naja, der Dehnmesstreifen wird von dem elektromagnetischen Feld des Föns nicht beeinflusst, speziell wenn die paarweisen Leitungen verdrillt sind. Der ADC auf dem Chip oder die Leiterzüge auf der Platine dann schon eher.

Wenn ich hier einen ADC hochohmig anschließe und daneben eine Bohrmaschine halte, nur 50-30cm entfernt, dann habe ich da ein ganz massives Rauschen drauf.

Messwerte sind ja gut, man muss aber auch wissen wie genau man zu diesen gelangt ist. Manch einer hat einen systematischen Fehler drin, den er einfach nicht beachtet hat ... das passiert halt, ist nicht schlimm. Man muss nur den anderen Leuten die Chance geben den Fehler zu entdecken.

Wenn ich Zeit habe, dann probiere ich das mit der China-Messzelle die ich mit bestellt habe. Ist aber nur eine 1kg Zelle mit einer grünen Platine. Wollte das auch mal probieren und kostet ja nur ~1€.

#7905517
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L.S. schrieb:

Ich habe mir so eine Wägezelle 1kg mit einem HX711 gekauft https://de.aliexpress.com/item/1005001537354199.html und beobachte, dass die Werte ziemlich driften. Woran kann das liegen?

Moin,

so schlecht wie viele hier den HX711 beschreiben, ist der nicht. Was erwartet Ihr von einem Stück PCB mit einer kleinen Schaltung drauf für 1.00€?

Zeig Deinen Aufbau und ich vermute sehr stark das Deine Verdrahtung fliegend ist und Du nur dieses PCB mit dem HX711 drauf nutzt.

In einem meiner ehemaligen Projekte habe ich auch diesen Chip genutzt. Ich war sehr enttäuscht von dem Stück PCB!

Datenblatt lesen und Schaltung verstehen und dann einen Versuchsaufbau gestartet.

Mein Tipp: Nutze nicht die interne Reference vom HX711. Spendiere Deiner Schaltung einen ext. Quarz. Datasheet: "If accurate output data rate is needed, crystal or external reference clock can be used." Dann ein paar Regeln im Layout beachten (keine ground loops usw.) und Du hast eine Verbesserung in Deinen Messungen. In der Software muss dann eine offset Berechnung mit berücksichtigt werden.

Den Rate Pin15 auf Masse oder gegen VDD. Per default habe ich den auf Masse gelegt.

Ich denke das wars. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Das war alles schon ein paar Jahre her.

Viel Spaß weiterhin

Gruß D.T.

#7908263
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Hallo,

bei Experimenten mit (Billig-)Wägezellen hatte ich vor Jahren mit dem PICOSTRAIN PS081 von acam Versuche zur Temperaturkompensation gefahren. Leider habe ich die Aufzeichnungen nicht mehr.

acam - PICOSTRAIN - PS08 (german version) https://www.youtube.com/watch?v=xYxJJbAJllk&t

Die Datenblätter gibt es aktuell bei www.digikey.de zum Begriff PICOSTRAIN auch zum Nachfolgechip.

Weiterhin viel Spaß

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