Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Berufsbild Softwaretester / QA


von Peter H. (dragu59)


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Hallo liebes Forum,

seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Berufsbild des 
Software-Testers. Besonders interessiert mich hierbei, welche Abzweige 
man in diesem Berufsbild gehen kann und wie die Gehaltsentwicklung in 
den verschiedenen Bereichen ist.

Laut ISTQB startet man mit dem Foundationlevel, kann verschiedene 
Spezialisierungen erwerben (z.B. Last- und Performancetester, 
Testautomatisierung, ...) oder sich auf das advanced level 
konzentrieren. Dazu zählen Test Analyst, Technical Test Analyst oder 
auch Test Manager.

Gibt es hier Software-Tester in oben genannten Rollen?
Wie zukunftssicher ist der Job (vor dem Hintergrund KI)?
Wie realitätsnah ist ISTQB wirklich?
Wie sieht euer Arbeitsalltag aus?
Wie seid ihr zum Testen gekommen, wo wollt ihr noch hin?

Habe ich bei gleicher Ausgangslage (z.B. Studium Informatik) gleiche 
Gehaltsaussichten, wie wenn ich programmieren würde?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Meinungen und Antworten!

von Michael G. (mjgraf)


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Peter H. schrieb:
> Wie zukunftssicher ist der Job (vor dem Hintergrund KI)?

KI ist das eine, Verlagerung nach Osteuropa, Nordafrika, Indien das 
andere.

> Habe ich bei gleicher Ausgangslage (z.B. Studium Informatik) gleiche
> Gehaltsaussichten, wie wenn ich programmieren würde?

Wenn das Deine beiden Optionen sind: wahrscheinlich ja.

Aber dann brauchst Du ein Krisen-, KI- und Offshoring-festes 
Nischenthema (Rüstung? Public Sector mit besonderen Anforderungen an 
Daten- oder Geheimschutz?), sonst sind es keine guten Aussichten.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Peter H. schrieb:
> Habe ich bei gleicher Ausgangslage (z.B. Studium Informatik) gleiche
> Gehaltsaussichten, wie wenn ich programmieren würde?

Nein.

Bei uns war Softwaretester immer der mieseste Job.

Ist ja kein Wunder, das sind arbeitslose Gamer.

Entwicklung und programmieren erfordert Kreativität.

Software-Architekt wurde entsprechend gut bezahlt.

Aber am besten verdienen aber immer noch die Chefs.

Die wirklich hilfreichen Tests machen Softwaretester sowieso nicht. Dazu 
gehört entweder tiefer Einblick ins Programm (test coverage, jeder 
executionspfad, unit tests), ggf. selbst geschriebene Spezialsoftware um 
Ergebnisse (PDF, renderings, mathematische Ergebnisse, CNC Fräspfade, 
whatever) gegen die gewünschte Realität abzugleichen oder noch besser 
GUI automatisiert zu bedienen auch bei anderer Bildschirmplatzierung) 
und all das können Tester sowieso nicht. Die können nicht mal Anwendern 
auf die Finger schauen um zu sehen woran es real hapert mit realen 
Benutzern, 'Karl Klammer'.

KI hilft da wenig, die ist beim programmieren deutlich hilfreicher.

Wir haben 1 Person die den build Prozess und Auslieferung überwacht und 
das Testbed verwaltet damit jeder gemeldete Fehler nachweislich bei 
jeder Auslieferung getestet bleibt. Getestet hat der nie selber, Tests 
laufen automatisch und wurden oft genug von Programmieren gemacht die 
spezielle Testvorrichtungen geschaffen haben, unsere GUI ist z.B. voll 
remote bedienbar um gewisse Tests skripten zu können, es gibt auch auch 
Testprogramme die die GUI Graphik selbst untersuchen.

von Peter H. (dragu59)


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Vielen Dank für euer Feedback!
Reines manuelles Testen wird mich langfristig auch nicht 
zufriedenstellen, da relativ monoton und simple.

Besonders interessiert mich die Testautomatisierung (z.B. mit Python, 
Robot Framework). Mein Ziel ist es, hier langfristig Fuß zu fassen.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Peter H. schrieb:

> Laut ISTQB startet man mit dem Foundationlevel, kann verschiedene
> Spezialisierungen erwerben (z.B. Last- und Performancetester,
> Testautomatisierung, ...) oder sich auf das advanced level
> konzentrieren. Dazu zählen Test Analyst, Technical Test Analyst oder
> auch Test Manager.
ISTQB-Zertifizierungen spielen nur in Testbuden eine Rolle. In anderen 
Firmen kommst du auch so auf entspr. Positionen.

> Wie zukunftssicher ist der Job (vor dem Hintergrund KI)?
Verschwinden wird er nicht, sich nur ändern.

> Wie realitätsnah ist ISTQB wirklich?
Die Realität ist dass Testbuden Dienstleister für Dritte sind, dafür 
müssen sie qualifiziertes Personal nachweisen, das machen sie indem sie 
ihre Leute in diese Zertifizierungen stecken. Die meisten Jobs dort sind 
lowend und machen äh sehr spezielle Leute. Die wenigen interessanten 
Jobs dort gibts naturgemäss kaum und kommst du als internen auch nur 
schwer ran.

> Wie sieht euer Arbeitsalltag aus?
Welches Essen schmeck am besten, ist eine ähnliche Frage.

> Wie seid ihr zum Testen gekommen, wo wollt ihr noch hin?
Da will man schnell wieder weg davon, weil nur nervig. Ausser man ist äh 
sehr speziell drauf und findet so einen Braindeadjob in einer Testbude 
toll. Der Rest ist da eher zufällig dazu gekommen als Entwickler immer 
mehr Testaufgaben übernommen,... will halt keiner machen, den 
adminstrativen nervigen Mist drumherum noch viel weniger. Einerseits ist 
das ein Vorteil von dir, wenn Firmen einen finden der das freiwillig 
machen will, sieht aber seltsam aus, wenn sich einer mit 
Hochschulabschluss auf so einen verhassten Job bewirbt. Die meisten 
Stellen beinhalten ja beides: Testen und Entwicklen, sind aber primär 
als Entwicklerstellen ausgeschrieben.
Über so eine Stelle steigst du irgendwo ein und übernimmst freiwillig 
immer mehr Testaufgaben und den administrativen Kram drumherum, dann 
lassen sie dich auch nicht mehr weg.

> Habe ich bei gleicher Ausgangslage (z.B. Studium Informatik) gleiche
> Gehaltsaussichten, wie wenn ich programmieren würde?
Teilweise verdienen die echt gut, kommt aber auf 1000 Faktoren an.
Die meisten die das machen landen dort zufällig oder sind speziell 
gepolt und landen dann in so einer Testbude für den monotonen Kram. Ich 
kenne Einen, der ist ISTQB-zertifiziert, arbeitet 100% remote im 
Homeoffice, macht nicht die monotone Drecksarbeit und kassiert um die 
80k, hat nicht mal ein Studium, ist aber eher die Ausnahme.

> Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Meinungen und Antworten!
Halte dich von reinen Testbuden fern, wäre Verschwendung deines 
Studiums.

: Bearbeitet durch User
von Peter H. (dragu59)


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Frank D. schrieb:
> Halte dich von reinen Testbuden fern, wäre Verschwendung deines
> Studiums.

Vielen Dank für deine Antwort und Sichtweise!

Frank D. schrieb:
> Die wenigen interessanten
> Jobs dort gibts naturgemäss
Was wären die interessanten Jobs in deinen Augen?


In einer reinen Teststelle und stumpf Tests machen möchte ich auf keinen 
Fall. Ich möchte den Schwerpunkt auf Testautomatisierung (da man hier 
auch viel programmieren kann) und auch DevOps setzen.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Peter H. schrieb:
> seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Berufsbild des
> Software-Testers.

Berufsbild? Es gibt keins. Die Bandbreite ist einfach zu groß.

An einem Ende gibt es Testaffen die nach Anweisung irgendwo auf ein 
Knöpfchen drücken, fest stellen dass irgendwas passiert oder nicht 
passiert und das in einer Testmanagement-Software abhaken. Am anderen 
Ende gibt es Leute die dir deine Software so dermaßen auseinander nehmen 
dass du nicht mehr weißt ob du Männlein, Weiblein oder Diverslein bist.

Mir ist letzter Typus immer lieber. Mit denen kann man sich 
unterhalten[1]. Mit den Testaffen nicht. Allerdings hasst die Mehrzahl 
der Programmiere Tester wie die Pest und wenn schon zieht sie Testaffen 
vor. Weil die stören die Ruhe und das Selbstbild des unfehlbaren 
Hotshot-Programmierers weniger.

> Besonders interessiert mich hierbei, welche Abzweige
> man in diesem Berufsbild gehen kann und wie die Gehaltsentwicklung in
> den verschiedenen Bereichen ist.

Was für Abzweige? Wenn das Gehalt steigen soll, dann geht man nach oben, 
nicht irgend welche Abzweigungen. Leitender Tester, Gruppenleiter, 
Abteilungsleiter Software-Testing, Leiter QA, Chief Quality Officer 
(CQO), Vice President of Quality. So was in der Richtung.

> Laut ISTQB

Zertifikations-Bullshit. Ja, wenn dein Arbeitgeber solche Scheine haben 
will, dann machst du sie halt. Besonders wenn er sie bezahlt. Aber einen 
Vice-President-of-Quality-Schein wirst du dort nicht bekommen

> Wie zukunftssicher ist der Job (vor dem Hintergrund KI)?

Die Clowns-Ebene wird vermutlich hart von KI getroffen werden. Alles was 
automatisiert werden kann wird automatisiert. Das läuft schon seit 
Jahren, schon vor KI. Dafür bracht man keine Glaskugel.

Die höheren Ebenen? Schwer zu sagen ohne Glaskugel. Das kommt drauf an 
wie weit KI integriert wird und wie viel Entscheidungs- und 
Handlungssspielraum man ihr geben wird (oder sie sich nimmt :)).

> Wie realitätsnah ist ISTQB wirklich?

Ich habe Firmen gesehen wo jeder Tester wenigstens den Foundaten-Level 
haben musste. Meist nur damit die Tester wenigstens eine einheitliche 
Sprache sprechen und nicht mit eigenem Kauderwelsch redeten.

Also kann man sagen der Foundaten-Level löst zumindest ein reales 
Problem, Terminologie.

Ich habe auch eine Firma gesehen wo das organisatorische Chaos beim 
Testen durch einen Test-Manager mit ISTQB-Scheinen aufgräumt wurde. Was 
dort dringend nötig war. Wichtig war aber mehr dass er erfahren und 
durchsetzungsfähig war. Die Scheine hätte er vermutlich nicht unbedingt 
gebraucht. Das war mehr Eintrittskarte und Dekoration.

> Habe ich bei gleicher Ausgangslage (z.B. Studium Informatik) gleiche
> Gehaltsaussichten, wie wenn ich programmieren würde?

Ach hättest du doch was anständiges studiert :)

__
[1] Heißer Tipp für Softwareentwickler: Redet mit euren Testern wenn es 
nicht nur Testaffen sind. Das sind die ersten Benutzer eurer Software 
und häufig der letzte Schutzwall zwischen euch und den Kunden. Ist hat 
ziemlich blöd wenn die Software beim Kunden dem Kunden in die Fresse 
fliegt. Dann nützt das ganze Hotshot-Programmierer, einsamer Held Getue 
gar nichts mehr.

von Nemopuk (nemopuk)


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Bei den Firmen wo ich bin und war (2 Konzerne und 2 Mittelständler) ist 
das Testen seit 30 Jahren eine Aufgabe, die stets halbherzig nebenbei 
passiert. Alle paar Jahre werden dafür neue Tools angeschafft und die 
Gründung einer eigenen QA Abteilung angekündigt - ist aber nie passiert. 
Am Ende mussten die Programmierer sich immer selbst bzw. gegenseitig 
testen.

Seit einem halben Jahr nervt unser GF damit, dass wir (also wieder die 
Programmierer) die Tests vollautomatisch mit KI machen sollen. Es dürfen 
aber keine Betriebsgeheinisse abfließen, und für ein eigenes KI System 
wird fast kein Geld bereit gestellt (ein 5000 Euro Abo pro Jahr wurde 
bereits abgelehnt). Und das muss natürlich nebenbei passieren, denn die 
KI soll ja sofort Personal sparen, nicht umgekehrt.

Langer Rede kurzer Sinn: Never ever will ich offiziell Tester werden. 
Das ist schmutzigste Arschkarte, die man im Unternehmen bekommen kann. 
Man wird nicht wertgesschätzt, bekommt kein Budget, hat nichts zu sagen 
(keine Macht), wird aber für jeden Fehler mit "Warum hat das denn keiner 
vorher getestet?" angemacht. Nein Danke.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Peter H. schrieb:
> seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Berufsbild des
> Software-Testers.

Es ist auch total sinnvoll sich mal so richtig ausführlich theoretisch 
mit irgendwelchen Berufsbildern auseinanderzusetzen.

Gott bewahre man würde jetzt schon im SW Bereich arbeiten und hätte 
wirklich Einblick in SW Tests.

Nein nein das wird am Studiertisch analysiert.

Was machst du eigentlich bisher? Gärtner?

Und nur mal so als Einblick: Wenn man ein paar Inder hat, denen es 
einmal zu oft in den Kinderwagen geschneit hat, und die auch weder 
Messer noch Gabel richtig halten können, und auch keinen Besen zum Hof 
kehren, exakt DIE werden dann halt SW-Tester.

So viel zum Ansehen deines Traumberufs.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Cyblord -. schrieb:
> Wenn man ein paar Inder hat, denen es
> einmal zu oft in den Kinderwagen geschneit hat, und die auch weder
> Messer noch Gabel richtig halten können, und auch keinen Besen zum Hof
> kehren

Sag mal, findest du solche Äußerungen OK, oder warst du da 
unzurechnungsfähig?

von Cyblord -. (cyblord)


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Nemopuk schrieb:

> Sag mal, findest du solche Äußerungen OK

Die richtige Frage wäre ob es der Wahrheit entspricht oder nicht. Und 
nicht ob es deine Gefühle verletzt.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Cyblord -. schrieb:
> Die richtige Frage wäre ob es der Wahrheit entspricht oder nicht

Nein wäre sie sie nicht. So etwas sagt man nicht, das gehört sich auch 
dann nicht, wenn es wahr wäre.

von Michael B. (laberkopp)


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Cyblord -. schrieb:
> exakt DIE werden dann halt SW-Tester.

Also (in einer mir bekannten Firma) werden die top bezahlte 
Softwareentwickler dank Kenntnissen in der englischen Sprache, und auch 
sonst kennen die laut ihrem CV alles, jede Programmiersprache, jedes 
Framework. Nur fragen darfst du sie nicht, auch nicht auf englisch.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Nemopuk schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Die richtige Frage wäre ob es der Wahrheit entspricht oder nicht
> Nein wäre sie sie nicht. So etwas sagt man nicht, das gehört sich auch
> dann nicht, wenn es wahr wäre.

Du musst hier keine kleinen Kinder erziehen, "sagt man nicht" hilft in 
der realen Welt nicht weiter.

Auch Dir ist klar, dass Cyblord hier ausschließlich provozierend 
unterwegs ist!

Zur Sache kann man heftig streiten, ich kenne eine größere Firma, die 
mit Test Auslagerung nach Indien eine Bauchlandung gedreht hat. Doof 
nur, als sie das gemerkt haben, war die erfahrene Gruppe in Franlfurt 
schon längst entlassen.

In meinem Umfeld erstellt ein Kollege Listen und hakt tagelang 
Funktionen ab bzw. dokumentiert Auffälligkeiten - und das mit jeder 
neuen Firmware wieder von vorne. Für mich nichts, er ist damit 
glücklich.

Was gerne übersehen wird, sind Benutzer. Ich habe mit unspezifischem 
Vorgehen "gib her, lass mal gucken" etliche Treffer gelandet, die der 
systematische Test übersehen hat.

Oben drauf kommt noch, vom Produkt abhängig, ein Betriebsversuch. Der 
ist aber in der Umsetzung problematisch, weil viele Benutzer nicht 
anständig beobachten können, wo es klemmt.

Was auch gerne übersehen / ignoriert wird, sind Meldungen aus dem Feld, 
die über die Servicetechniker kommen könnten.

von Cyblord -. (cyblord)


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Michael B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> exakt DIE werden dann halt SW-Tester.
>
> Also (in einer mir bekannten Firma) werden die top bezahlte
> Softwareentwickler dank Kenntnissen in der englischen Sprache, und auch
> sonst kennen die laut ihrem CV alles, jede Programmiersprache, jedes
> Framework. Nur fragen darfst du sie nicht, auch nicht auf englisch.

Und jeder ist "Senior", mit 10+ Jahren Erfahrung im Bereich "alles". 
Auch 22 jährige. Oh ich kenne es!

von Cyblord -. (cyblord)


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Nemopuk schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Die richtige Frage wäre ob es der Wahrheit entspricht oder nicht
>
> Nein wäre sie sie nicht. So etwas sagt man nicht, das gehört sich auch
> dann nicht, wenn es wahr wäre.

Heißt es nicht "Trinken was klar ist, reden was wahr ist, vögeln was da 
ist."?

von Bernd (bernd_mt-09)


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Cyblord -. schrieb:
> Und nur mal so als Einblick: Wenn man ein paar Inder hat, denen es
> einmal zu oft in den Kinderwagen geschneit hat, und die auch weder
> Messer noch Gabel richtig halten können, und auch keinen Besen zum Hof
> kehren, exakt DIE werden dann halt SW-Tester.

Das ist einfach nur menschenverachtend und dumm.

Cyblord -. schrieb:
> Die richtige Frage wäre ob es der Wahrheit entspricht oder nicht. Und
> nicht ob es deine Gefühle verletzt.

So so wäre es das? Die richtige Frage wäre eher woher du weißt das das 
die Wahrheit ist?

von Cyblord -. (cyblord)


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Bernd schrieb:
> So so wäre es das? Die richtige Frage wäre eher woher du weißt das das
> die Wahrheit ist?

Aus täglicher Erfahrung. Woher sonst?

von Bernd (bernd_mt-09)


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Cyblord -. schrieb:
> Bernd schrieb:
>> So so wäre es das? Die richtige Frage wäre eher woher du weißt das das
>> die Wahrheit ist?
>
> Aus täglicher Erfahrung. Woher sonst?

Weil du es dir so zurechtlegst und es so sehen willst

von Cyblord -. (cyblord)


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Bernd schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Bernd schrieb:
>>> So so wäre es das? Die richtige Frage wäre eher woher du weißt das das
>>> die Wahrheit ist?
>>
>> Aus täglicher Erfahrung. Woher sonst?
>
> Weil du es dir so zurechtlegst und es so sehen willst

Und das denkst du weil?

Weil nicht sein kann was nicht sein darf?
Weil die Wahrheit dich als Schneeflöckchen erschüttert und du gerne die 
Augen vor der Realität verschließen willst?

von Bernd (bernd_mt-09)


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Cyblord -. schrieb:
> Bernd schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> Bernd schrieb:
>>>> So so wäre es das? Die richtige Frage wäre eher woher du weißt das das
>>>> die Wahrheit ist?
>>>
>>> Aus täglicher Erfahrung. Woher sonst?
>>
>> Weil du es dir so zurechtlegst und es so sehen willst
>
> Und das denkst du weil?

Weil ich deine Beiträge lese und die keinen anderen Schluss zulassen.

> Weil nicht sein kann was nicht sein darf?
> Weil die Wahrheit dich als Schneeflöckchen erschüttert und du gerne die
> Augen vor der Realität verschließen willst?

Es geht nicht darum was ist, sein darf oder sein kann. Es geht darum das 
du Beiträge schreibst die einfach nur rassistisch sind.

von Cyblord -. (cyblord)


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Bernd schrieb:
> Es geht nicht darum was ist, sein darf oder sein kann. Es geht darum das
> du Beiträge schreibst die einfach nur rassistisch sind.

Flöckchen, falls unqualifizierte Inder eine eigene Rasse darstellen, 
dann ja.

: Bearbeitet durch User
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Der "Schönwetterflug" beim Testen ist ja auch nicht so die 
Herausforderung, die kann man gerne und "einfach" automatisieren. 
Einfach alles nehmen was "erlaubt" ist, und rein stopfen in seinen 
Software-Test-Automaten.

Alle Masken und Menuepunkte mit sinnvollen Daten füttern und abreiten. 
Sollwert und Istwert vergleichen, keine Abweichungen feststellen -> 
HURRA! "Die Software ist fehlerfrei" ;-)

Wenn da zu dem Zeitpunkt schon was knallt, dann hat die Software nur 
einen ziemlichen "Basis-Reifegrad". Ja nicht daneben treten, sonst wirds 
krachen. Tretmine-im-Reisfeld-Software bzw. Testing.

eine KI (oder ein unerfahrener oder unmotivierter Tester) kommt "von 
sich aus" nicht auf die Idee, dass es viele versteckte Besonderheiten 
gibt.

# Text sieht auf dem Bildschirm anders aus als auf dem Drucker 
(abweichende Font-Implementierung, unangemeldete 
Schriftarten-Ersetzung).

# Auf dem einen Browser passiert irgendwas (aber nur in einer speziellen 
version), auf dem anderen Browser passiert etwas abweichendes

# Addition und Multiplikation sollte zwar nach mathematischer Lehre 
kommutativ sein, aber leider waren Datentypen (Größe, Type-Casting) 
nicht zueinander passend, und die blöden Automatismen haben das bei 
ihren speisenden Datenvektoren nicht berücksichtigt. 30% von 100 EUR 
ergibt dann nicht dasselbe wie 3% von 1000 EUR.

Da gibt es noch jede Menge schräge Beispiele, wo eine Software scheinbar 
funktioniert, aber dann doch noch Fehler auftauchen, welche beim Test 
unentdeckt blieben.

: Bearbeitet durch User
von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Cyblord -. schrieb:
> Aus täglicher Erfahrung. Woher sonst?

Was muß das für ein merkwürdiger Laden sein, in dem eine absolute 
Spitzenkraft wie unser Cyblordchen täglich von Hohlbirnen umgeben ist.

Eigentlich sucht man sich doch Mitarbeiter, die sich in das Team 
einordnen...

von Cyblord -. (cyblord)


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Kara benimm dich.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Manfred P. schrieb:
> Was gerne übersehen wird, sind Benutzer. Ich habe mit unspezifischem
> Vorgehen "gib her, lass mal gucken" etliche Treffer gelandet, die der
> systematische Test übersehen hat.

Deswegen fangen wir immer so an, und führen die spezifizierten Tests 
erst danach aus.

von Nemopuk (nemopuk)


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Wegstaben V. schrieb:
> 30% von 100 EUR ergibt dann nicht dasselbe wie 3% von 1000 EUR.

Ein Klassiker dieser Art ist auch, Preise von Netto zu Brutto und wieder 
zurück umzurechnen. Eventuell sogar mehrfach. Dabei vergisst man schnell 
die Rundungsfehler, insbesondere wenn man mit Absicht auf 1 Cent rundet.

: Bearbeitet durch User
von Pandur S. (jetztnicht)


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Softwaretester alleine ist ein Knecht Job. Denn die Testmuster macht ein 
Anderer. Wie gut die dann auch sind. Besser ist einen Kunden/Anwender 
als Tester zu haben. Dann haben die Tests zumindest einen 
Realitaetsbezug.
Man sollte auch Programmieren koennen um ueberhaupt von einem 
Karriereziel reden zu koennen. Und man sollte Richtung Anwendungs 
Entwicklung gehen, Dabei das Fehlertestin auch machen koennen.

: Bearbeitet durch User
von Rudi R. (rudi_r)


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Ich finde das Testen von Software eine sehr interessante Tätigkeit. Sie 
ist objektiv betrachtet auch sehr wichtig. Ich kann jedoch nur abraten, 
den Softwaretester als Tätigkeit anzustreben.

Als SW-Entwickler kann man sich als Softwaretester genauso austoben und 
wird besser bezahlt. Die Entscheider wissen leider gar nicht, warum 
Softwaretest wichtig ist und bezahlen die Tester auch schlechter, sie 
haben keine Entscheidungsbefugnis und das Ansehen ist mau.

In meiner Firma musste ich mir gerade wieder anhören: "Das mit den 
JUnit-Tests sparen wir uns. Das wird aber keine Zeit dafür."

Ich scherze nicht!

1. Die Person spricht sei jeher von JUnit-Tests (als das Framework 
nenen) anstelle von Unit-Tests oder Modultests. Die Person weiß nicht, 
warum es JUnit heißt.

2. Die Aussage zeugt von hoher Ignoranz, trotz > 15 Jahre 
Berufserfahrung.


Außerdem gibt's noch ein großes Missverständnis. Wenn ich sage: 
"Softwaretest macht Spaß.", meine ich konkret: "Testautomatisierung 
macht Spaß.", also Tests ausdenken, implementieren, Fehler aufdecken. 
Wenn man die Techniken wie parametrisierte Testfälle beherrscht, ist das 
richtig wunderbar. In Kombination mit Softwareentwicklung, hat man dann 
auch sehr schnelles Feedback und keine seine gemachten Fehler 
korrigieren.

Hauptamtliche Tester jedoch, so meine Beobachtung, werden als Klickaffen 
bemühmt. Die dürfen dann das Softwareprodukt aufsetzen und irgendwelche 
manuellen Tests durchklicken.

Finger weg! Das hat mit ISTQB auch nichts zu tun. Dort lernt man 
vernünftige Sachen wie Grenzwerttests und Äquivalenzklassenanalyse. 
Damit hatten unsere Tester nie was am Hut, weil sie nur am Klicken 
waren. ISTQB liefert Methoden, um zu den richtigen Testfällen kommt, die 
man hinter automatisiert ausführen
lässt.

von Joachim B. (jar)


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Rudi R. schrieb:
> Ich finde

das Antworten auf vergammelte Threads stinkig.

Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

ich sehe keine Antwort

von Rudi R. (rudi_r)


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Peter H. schrieb:
> Vielen Dank für euer Feedback!
> Reines manuelles Testen wird mich langfristig auch nicht
> zufriedenstellen, da relativ monoton und simple.
>
> Besonders interessiert mich die Testautomatisierung (z.B. mit Python,
> Robot Framework). Mein Ziel ist es, hier langfristig Fuß zu fassen.

Dann werde normaler SW-Entwickler, weil wir bereits geschrieben, 
versteht die Entscheider unter einen Softwaretester was ganz anderes.

Ich muss aber auch sagen, dass ich ungern die SW-Tests für jemand 
anderes schreiben möchte. Ich bin der Auffassung, dass viel zu viele 
ihre Software falsch konstruieren und überall Seiteneffekte einbauen, 
die die Software untestbar oder schwer testbar machen.

Ich hatte mich im Sommer einer Sache angenommen. Da funktionierte etwas 
nicht, Kunde meckerte, der eigentliche Entwickler seit Jahren nicht mehr 
in der Firma. Es war sehr klar beschrieben in der Spec, es gab aber 
keine Testfälle. Es war ganz klassisch beschreibbar mit Eingabe und 
erwarteter Ausgabe, aber das konnte man nicht testen, weil die Fachlogik 
zwischen durch in der Datenbank nachschaute. Auch war alles darauf 
ausgerichtet, dass man etwas auf dem Bildschirm darstellt. 
(Kardinalfehler vieler Entwickler, dass die sich nicht gedanklich von 
ihrer Gui-Zeugs lösen können.)

Die Lösung war für mich ein Komplettumbau dieser Logik mit klarer 
Trennung von fachlicher Logik und den cross-cutting concerns. Meine 
Architekten-, Enwickler- und Testskills waren gefragt Heraus kamen ca. 
15 Unittest, die rasendschnell die Logik abprüften. Das hat sogar so 
viel Spaß gemacht, dass ich mich sonntags hinsetzte, vor meiner großen 
Fahrradtour nach Dänemark. Im Herbst ging das zum Kunden und der ist 
restlos zufrieden damit. Und das ist das beste, was passieren kann.

Es wäre natürlich besser, wenn man es von Anfang mit Sinn und Verstand 
an die Sache herangehen würde. Kapieren nur viele Leute nicht. 
Intellektuelle Faulheit beobachte ich seit vielen Jahren. Die haben 
dreimal auf die heiße Herdplatte gefasst und es bewahrt sie nicht davor, 
es ein viertes mal zu tun. Die denken wirklich, die sparen Zeit, wenn 
sie auf die Testautomatisierung am Anfang verzichten. Die machen das 
Gegenteil dessen, was ich den Azubis erzähle.

von Rudi R. (rudi_r)


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Joachim B. schrieb:
> Rudi R. schrieb:
>> Ich finde
>
> das Antworten auf vergammelte Threads stinkig.
>
> Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
> für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.
>
> ich sehe keine Antwort


Dann lerne Lesen. Ist gehe auf den Fragesteller ein und ich korrigiere 
sein Bild vom Softwaretester. Er sollte Softwareentwickler werden. Eine 
sehr fundierte Antwort.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Rudi R. schrieb:
> Außerdem gibt's noch ein großes Missverständnis. Wenn ich sage:
> "Softwaretest macht Spaß.", meine ich konkret: "Testautomatisierung
> macht Spaß.", also Tests ausdenken, implementieren, Fehler aufdecken.

Ich sehe nicht, dass man manuell zu bedienende Software automatisiert 
testen  könnte, wenn man nur Display und Tastatur hat.

Auf einem PC mag es in seltenen Fällen anders sein: An einem System 
wurden Abstürze berichtet, wenn man Aktionen per Mausclick zügig und oft 
ausführt. Dafür hatte ich dann ein AutoIT-Script gestrickt, was 
stundenlang die manuelle Bedienung simulierte. Das war aber für genau 
diesen einen speziellen Fall gestrickt und hat mit automatisierten Tests 
wenig zu tun.

> Hauptamtliche Tester jedoch, so meine Beobachtung, werden als Klickaffen
> bemühmt. Die dürfen dann das Softwareprodukt aufsetzen und irgendwelche
> manuellen Tests durchklicken.

Genau ein solcher hatte das Büro neben mir, Tabellen geschrieben und 
tagelang abgehakt, nach der nächsten Änderung wieder. Ganz sicher nicht 
mein Ding, aber seine Erfolgsrate zeigt, dass man ihn braucht!

Ich hatte mit den Service-Kollegen vom Außendienst und Kunden zu tun und 
auch Systeme auf dem eigenen Tisch. Mehr als einmal habe ich meinem 
Nachbarn neue / zusätzliche Testszenarien aufgeben können, an die man 
bislang nicht gedacht hatte.

Nie vergessen habe ich die Vorstellung eines neuen Systems für die 
Außendienstler: Wir geben einem dieser das Gerät in die Hand, machen 
einen Bedienablauf und der Kollege erzeugt direkt einen Absturz. 
Benutzer eben, unbedarft und ohne Vorsatz, das wird kein systematischer 
Test jemals simulieren können.

von Chris K. (kathe)


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Manfred P. schrieb:
> Nie vergessen habe ich die Vorstellung eines neuen Systems für die
> Außendienstler: Wir geben einem dieser das Gerät in die Hand, machen
> einen Bedienablauf und der Kollege erzeugt direkt einen Absturz.
> Benutzer eben, unbedarft und ohne Vorsatz, das wird kein systematischer
> Test jemals simulieren können.

Works as designed. Designed for IT Specialist but not for Endusers. ;-)

von Rudi R. (rudi_r)


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Manfred P. schrieb:
> Rudi R. schrieb:
>> Außerdem gibt's noch ein großes Missverständnis. Wenn ich sage:
>> "Softwaretest macht Spaß.", meine ich konkret: "Testautomatisierung
>> macht Spaß.", also Tests ausdenken, implementieren, Fehler aufdecken.
>
> Ich sehe nicht, dass man manuell zu bedienende Software automatisiert
> testen  könnte, wenn man nur Display und Tastatur hat.

Es ist Aufgabe eines Architekten, dass die Geschäftslogik von der 
Oberfläche isoliert entwickelt ist. GUI-getriebene Entwicklung geht 
häufig schief. Das habe ich nun in über 15 Jahren Berufserfahrung 
miterlebt. Ist die Fachlogik isoliert, kann man da wunderbar 
automatisiert testen.

Nun befreit das aber nicht davon, dass die Oberfläche getestet werden 
muss. Da kann man manuell testen, aber dann mit wesentlich geringerem 
Aufwand, weil die Fachlogik dank Isolierung mit Modultest auf Herz und 
Nieren getestet wird. Die Integration in die GUI fällt in die Kategorie 
Integrationtest, weil es da um das Zusammenspiel zweier Subsysteme geht.

Und es gibt auch Möglichkeiten, mit Record-Replay, Mausklicks und 
Tastatureingaben aufzuzeichnen und immer wieder automatisiert 
auszuführen. Ich habe aber nicht erlebt, dass das irgendwie sinnvoll 
war:

1. Einstiegshürde ist viel zu hoch.
2. Oft lizenzpflichtig.
3. Pflegeaufwand ist viel zu hoch, denn eine GUI ändert sich eher als 
eine Schnittstelle zu einer Funktion, zu einem Modul. Und wenn es sich 
dort ändert, wird schon im Kompiliervorgang gemeckert, dass da etwas 
nichts passt. Die IDEs zeigen das sofort an. Tests werden schnell flaky.

Für meine Softwareänderung im Sommer, die mir solchen Spaß machte, sagte 
ich auch: Den Integrationstest macht jemand anders. Und das tat auch 
jemand anders und es funktionierte. Aber das ist auch gut, wenn jemand 
anderes auch noch mal drüber schaut.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Rudi R. schrieb:
> Da kann man manuell testen,
Wenn man sein Handwerk versteht testet man das auch automatisiert.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Da kann man manuell testen,
> Wenn man sein Handwerk versteht testet man das auch automatisiert.

Wer sein Handwerk versteht, kennt die Grenzen von automatischen Tests.
Nicht jeder User verhält sich wie ein Automat.

von Rudi R. (rudi_r)


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Bradward B. schrieb:
>>> Da kann man manuell testen,
>> Wenn man sein Handwerk versteht testet man das auch automatisiert.
>
> Wer sein Handwerk versteht, kennt die Grenzen von automatischen Tests.
> Nicht jeder User verhält sich wie ein Automat.

Habe mich dazu ausführlich geäußert. Automatisierung findet natürlich 
irgendwo auch seine Grenzen. Die ganzen Testingstools wie Zephyr sind 
leider bei uns in der Firma gescheitert. Das wird dann aus Spieltrieb 
ausprobiert, oder der Kunde verlangt es, aber dann gibt es nur eine 
Person im Projekt, die sich damit auskennt.

Am besten umgeht man das alles, indem man die architektonisch das so 
hochzieht, dass die Fachlogik isoliert ist dass man diese testen kann.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Ich denke, das gibt es mindestens zwei Aspekte, die völlig 
unterschiedlich zu bewerten und zu ralisieren sind.

a) Die rein techninsche Funktionalität kann man m.E. früher oder später 
zu 100% automatisch bzw. von/mit KI testen lassen. Ob z.B. die Software 
für eine Motorsteuerung tut, was erwartet wird, kann man objektiv 
ermitteln ...

b) Eine ganz andere Nummer stellt nach meinen Erfahrungen die 
Funktionalität einer GUI bei stark dialog-orientierter Software dar. Oft 
hat man das Gefühl "Haben die jemals mit ihrer eigenen Software 
gearbeitet?". Das wird besonders in Stress-Situationen bzw. unter 
Leistungsdruck sichtbar.

Allerdings gibts natürlich auch verschiedene Herangehensweisen an ein 
und das selbe Problem, ich nenne nur "prozess-orientiert" oder 
"daten-orientiert" ... da werden wohl noch für längere Zeit Menschen 
benötigt.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> b) Eine ganz andere Nummer stellt nach meinen Erfahrungen die
> Funktionalität einer GUI bei stark dialog-orientierter Software dar. Oft
> hat man das Gefühl "Haben die jemals mit ihrer eigenen Software
> gearbeitet?". Das wird besonders in Stress-Situationen bzw. unter
> Leistungsdruck sichtbar.

Usability-Test, ja da kochen Emotionen hoch: 
https://youtu.be/ELYVpikRNEE?t=24

von Joachim B. (jar)


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Bradward B. schrieb:
> Wer sein Handwerk versteht, kennt die Grenzen von automatischen Tests.
> Nicht jeder User verhält sich wie ein Automat.

absolut, egal wie sicher wir Tasteneingaben am PC machen wollten, das 
Prüffeld fand immer Benutzer die komische Tastenkombinationen fanden die 
wir Entwickler nicht vorhersehen konnten.

Das Prüffeldpersonal fand illegale Tastenkombinationen eher als wir uns 
Tests dafür ausdenken konnten.

von Lu (oszi45)


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Joachim B. schrieb:
> Prüffeld fand immer Benutzer die komische Tastenkombinationen fanden die
> wir Entwickler nicht vorhersehen konnten.

Genau da ist der wunde Punkt der Beauftragung der Tests. Wenn die bloß 
beauftragen diese bestimmte Funktion zu prüfen, kommt solcher Mist 
raus. Da BWLer immer sparsam sind, kommt dann später erst das böse 
Erwachen. "Es sollte ja wenig kosten."

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Prüffeld fand immer Benutzer die komische Tastenkombinationen fanden die
>> wir Entwickler nicht vorhersehen konnten.
>
> Genau da ist der wunde Punkt der Beauftragung der Tests. Wenn die bloß
> beauftragen diese bestimmte Funktion zu prüfen, kommt solcher Mist
> raus.

Dieses Szenario öffnet auch einen Blick auf die Bedeutung der 
Systemarchitektur. Man kann keine Fheler vollständig aus dem dem system 
(testen), man kann aber ein System konzipieren das zu simple für 
"komplexere" Fehler ist.

Und man kann nichtspezifizierten (aka unerwünschte) Eingaben (beim 
Einlesen/Parsen) erkennen und (mit log und/oder mit log und 
Fehlermeldung oder ...) ignorieren.

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