MLCC für 100VDC Applikation

OP #7909302
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Hi,

Ich stehe vor dem Problem, dass ich 150VDC rated MLCC brauche, die Standardkomponenten aber entweder 100VDC oder gleich 200-250VDC gerated sind und daher massiv teurer. Nun frage ich mich, ob ich nicht einfach 2 Kapazitäten in Serie nehmen kann, aber da kommt das Balancing ins Spiel. Wie sind eure Erfahrungen mit Kapazitäten in Serie? Macht es Sinn wie im Anhang alle Mittelterminals mit einem Balancer zu versehen oder sollten jeweils 2 einen eigenen Balancer haben?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das ja eigentlich nur um den DC Offset zu kompensieren, im Endeffekt halten die Caps ja Vbus/2, solange die Spannung dynamisch schwankt, richtig? Was für balancing Widerstände braucht man da so, reichen die 2x470kOhm?

Edit: Sehe gerade im Bild ist ein Mittelstrang nicht verbunden, bitte ignorieren.

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#7909425
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Gerald B. schrieb:

Die 250V Spannungsfestigkeit haben noch einen anderen positiven Nebeneffekt: Das spannungsabhängige Derating ist nicht ganz so brutal.

Dennoch sollte man ungedingt die DC-Bias-Kurve beim Hersteller anschauen: Weil ich das mal nicht machte, habe ich hier X5R-MLCC, die bei 40% der Nennspannung (also wie bei 100V von 250V) nur noch 10% der Nennkapazität haben.

Braucht Bert wirklich MLCC? Warum?

Persönliche Seite #7916346
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Wenn dein Kondensator bei 100 V Nennspannung x kostet und bei 200 V 4x, dann ist das logisch, weil er auch die vierfache Energie speichern kann. Da (bei einer Serie von einem Hersteller) das Dielektrikum gleich ist, ist das Bauvolumen auch das Vierfache. Also ist der 200 V Typ entweder dicker, und/oder de Footprint größer. Da du auf der Platine nicht nur die Gehäusekontur als Fläche benötigst, sondern auch Platz drum herum für die Lötpads und die Bestückungsmaschine / Handlung, ist oft ein Kondensator mit doppelter Nennspannung auf der Platine viel kleiner, als vier Kondensatoren mit einfacher Nennspannung. Und rechne mal aus, ob die Kosten wirklich das vierfache sind, oder eher so das doppelte. Meist fährst du mit einem größeren Kondensator besser, als mit mehreren kleinen. Welche Maximalspannung hat dein Bus denn?

#7916408
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Bert S. schrieb:

Hi,

Ich stehe vor dem Problem, dass ich 150VDC rated MLCC brauche, die Standardkomponenten aber entweder 100VDC oder gleich 200-250VDC gerated sind und daher massiv teurer. Nun frage ich mich, ob ich nicht einfach 2 Kapazitäten in Serie nehmen kann, aber da kommt das Balancing ins Spiel. Wie sind eure Erfahrungen mit Kapazitäten in Serie? Macht es Sinn wie im Anhang alle Mittelterminals mit einem Balancer zu versehen oder sollten jeweils 2 einen eigenen Balancer haben?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das ja eigentlich nur um den DC Offset zu kompensieren, im Endeffekt halten die Caps ja Vbus/2, solange die Spannung dynamisch schwankt, richtig? Was für balancing Widerstände braucht man da so, reichen die 2x470kOhm?

Edit: Sehe gerade im Bild ist ein Mittelstrang nicht verbunden, bitte ignorieren.

Hallo, ich denke, dein Konzept ist nicht gerade optimal. Die MLCC werden wegen DC-Bias im Einsatz sowieso keine 10uF haben. Wenn es Abblock-C in deiner Schaltung sind, wäre es soweiso besser, eine Kombination von C zu nutzen. Also z.B. 4,7...10uF als Elko oder Tantal-C, dazu 100...220nF als MLCC und dann noch paar 10...22nF als MLCC. Die Elkos unterdrücken langsame Störungen, die MLCC die schnellen, bis in den GHz-Bereich. Weil jede Bauform irgend wo im Spektrum eine Schwäche hat, ist es eben auch sinnvoll, die MLCC zu kombinieren. Dazu kommt noch die Frage nach dem konkreten Layout und Lagenaufbau. Gruß Öletronika

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