Programmieradapter mit ATtiny44

#7910317
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Hallo!

Folgendes Problem: Ich habe für ein Schulprojekt ein Dutzend der von chin. Anbietern massenhaft vertriebenen Programmieradapter (GOOGLE "programmer avr attiny44") erworben. Controller ist der eben erwähnte ATtiny44. Das Gerät soll sich laut der Verkäufer wie ein UBStiny-Adapter verhalten. Und genau das tut er nicht. Wenn man für avrdude den Parameter "-c usbtiny" angibt und eine Operation auf dem Adapter ausführt, erhält man die Fehlermeldung

1
avrdude error: cannot find USBtiny device (0x1781/0xc9f)
2
avrdude error: unable to open programmer usbtiny on port usb

Und das auf allen Rechnern, die mir zur Verfügung stehen: Linux Mint 22.1 und Win 11 mit WinAVR.

Auf der Platine ist ein Jumper, wenn man den kurzschließt, kann man den Controller über den 6-poligen AVR-Stecker mit einem funktionierenden USBtiny programmieren oder auslesen. Das Auslesen hat ergeben, dass eine Firmware eines älteren Projektes installiert ist, das sich "fabisp" nennt:

https://fab.cba.mit.edu/content/archive/projects/fabisp/

Ein (zugegeben oberflächlicher) Vergleich der Schaltungen von fabisp und dem im Netz veröffentlichten Schaltplan des Chinaadapters (siehe Dateianhang) zeigten keine Unterschiede.

Dass es sich um ein Problem mit einer einzelnen der vielen vor mir liegenden Programmierplatinen handelt, kann ich ausschließen. Ich habe mehrere untersucht und alle zeigten das gleiche Verhalten. Zwei sind sogar über 2 Jahre alt, da ich sie seinerzeit gekauft und nie getestet hatte, stammen also aus einer anderen Serie bzw. Quelle.

Zur Vervollständigung noch die Rechner- und Softwarekonfiguration:

Heim: Linux Mint 22.1, avr-gcc, avrdude

Schule: Win 11, WinAvr

Ein "original" USBtiny funktioniert an allen Rechnern.

Würde mich über ein paar Hinweise von Leuten freuen, die diesen Chinakracher am Laufen haben. Zurückgeben lohnt sich nicht, die Versandkosten sind der Kaufpeis x Faktor 2.

Viele Grüße

Peter

Angehängte Dateien:
#7910331
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Peter R. schrieb:

Zurückgeben lohnt sich nicht, die Versandkosten sind der Kaufpeis x Faktor 2.

Da wird sich die Schule (oder du selbst) wohl gerade noch ein paar Programmer leisten können die auch wirklich funktionieren.

Die hier z.B. (da gibt's sogar noch einen Adapter dazu von 10-polig auf 6-polig):

https://www.ebay.de/itm/314870492115

Oder doch lieber tage- / wochenlang mit den nicht funktionierenden Teilen herumärgern und hier auf uc.net herumwinseln?

#7910335
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Wastl schrieb:

Da wird sich die Schule (oder du selbst) wohl gerade noch ein paar Programmer leisten können die auch wirklich funktionieren.

[...]

Es war mir klar, dass irgendjemand hier mit solchen ebenso oberschlauen wie sinnlosen Kommentaren zurückkommen wird. Nur dass so schnell ging, habe ich nicht auf dem sprichwörtlichen Radar gehabt.

Oder doch lieber tage- / wochenlang mit den nicht funktionierenden Teilen herumärgern und hier auf uc.net herumwinseln?

Was genau ist Dein Problem?

#7910338
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Harald K. schrieb:

Wenn der Controller, der in diesen Adapter gesteckt wird, noch nie programmiert war, enthält er natürlich nicht den Bootloader, der nötig ist, damit er sich über USB (via Bit-Banging) zu erkennen gibt.

Also wäre die Folge, dass ich den Adapter nicht für AVRs benutzen kann, die mit HEX-Files geflasht werden sollen, die aus in C geschriebenen Programmen generiert wurden und die daher keinen entsprechenden Bootloader enthalten?

#7910343
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Achim H. schrieb:

Peter R. schrieb:

Ein "original" USBtiny funktioniert an allen Rechnern.

Funktionieren die denn wenn die orginal Software gebrannt wird?

Die "Originalsoftware"? Das verstehe ich nicht. Ich kann mit dem "echten" USBtiny alle Controller mit allen möglichen HEX-Files flashen. Keinerlei Probleme.

Der Plan ist nicht ganz richtig? 2x D+

Ah, danke, muss ich nochmal darüber sehen.

Beitrag #7910589 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7910598
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Sigint 112 schrieb:

P.S.: Wieso gibt es diese blöden Ladekabel überhaupt?!

Billiger.

Ich hab' mir so einen einfachen USB-Kabeltester angeschafft und steck' da jedes Kabel rein, Ladekabel markiere ich an beiden Enden mit einem Strich von einem Lackstift.

In seltenen Fällen möchte man ein Gerät, das eine richtige USB-Schnittstelle hat, wirklich nur mit Strom versorgen; wenn man beispielsweise einen Arduino mit Programm drauf jemandem vorführen möchte, und dazu dessen PC als "Netzteil" missbrauchen will, ist es praktisch, wenn nicht der PC gleich anfängt zu rödeln um einen Devicetreiber zu installieren.

Aber, ich geb's zu, das ist eine schon an recht langen Haaren herbeigezerrte Anwendung.

(Firma: Gast) #7910606
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Moin..

Bei der Fehlersuche macht es Sinn methodisch vorzugehen. Wenn dabei Schritte übersprungen werden führt das schnell zu falschen Annahmen und so zu falschen Tipps. Wobei die Tipps nicht grundsätzlich falsch sein müssen, sondern nur in der konkreten Situation wenig angemessen sind.

Dieser Thread zeigt das mal wieder sehr deutlich.

Also: Bei der Fehlersuche, bitte nur im Schritttempo denken!

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