Moin, wir planen einen kleinen Rave im Grünen und brauchen eine Möglichkeit, unsere Technik zu betreiben. Bisher hatten wir immer einen 3 kW Benzin-Generator dabei, allerdings hat der mittlerweile schon bessere Tage gesehen und uns gefällt es auch nicht wirklich, das Ding im Wald zu betreiben bei Waldbrand Stufe "Lass es". Wir haben zwar Leute vom Forst und von der Feuerwehr dabei, aber vielleicht ist es langsam an der Zeit, umzudenken.
Seit letztem Jahr haben wir einen Enyaq vorm Haus, der hat ja grundsätzlich ausreichend Energie an Bord, allerdings wird V2L vom Enyaq nicht nativ unterstützt, so dass man nicht direkt von der Lithium Batterie abgreifen kann. Für die Bordelektronik steht soweit ich das verstanden habe, eine 12V AGM Batterie zur Verfügung, mit etwa 600 Wh (50 Ah) an Kapazität (also einfach ne Autobatterie).
Die Lasten sind denke ich folgendermaßen am besten verteilt:
Die Kühlbox kommt an den Zigarettenanzünder in der Mittelkonsole.
Die LED Stripes und der kleine Inverter kommen an die 12V Steckdose im Kofferraum.
Der große Inverter kommt an den 12V Anschluss der Anhängerkupplung.
Die kleinen Geräte über die Zigarettenanzünder zu betreiben funktioniert soweit einwandfrei. Der große Inverter zieht unter Volllast an die 80 A - das brauchen wir nicht aber 35 A Peaks könnten schon auftreten - dafür sind die Zigarettenanzünder sicherlich nicht geeignet. Der am besten vergleichbare Fall ist da wohl ein Wohnwagen mit elektrischem Kühlschrank, deswegen gehe ich davon aus, dass ich die größten Ströme über den 13poligen Anschluss der Anhängerkupplung ziehen kann.
Die Kapazität der verbauten AGM Batterie reicht nicht aus, um alles über 12 Stunden oder mehr zu betreiben. Also muss sie nachgeladen werden, die Frage ist nun, wie. Ich hab mal bissl recherchiert und gelesen, dass die AGM Batterie von der Lithium Batterie geladen wird, wenn das Auto "an" ist. Was bedeutet "an"? Also nur Schlüssel im Fahrzeug oder muss jemand auf dem Fahrersitz sitzen? Wie hoch ist die Ladeleistung? Lädt das dann die ganze Zeit oder schaltet sich das Laden erst ein, wenn eine gewisse Spannung unterschritten wird?
Zum Testen habe ich seit etwa 4 Stunden die Kühlbox und zwei Scheinwerfer angeschlossen (also ca. 100W). Die Spannung betrug direkt nach dem Einstecken 11,65 V - also relativ leer. Ich hab dann jede Stunde mal gemessen und der Wert hat sich innerhalb der 4 Stunden kaum verändert, also +- 0,2 V. Ich sollte in der Zeit ja um die 400 Wh verbraucht haben. Wäre die Batterie nicht nebenbei geladen worden, wäre sie komplett platt, oder?? Also hat das Auto vermutlich nachgeladen, würde ich behaupten.
Hat jemand da Erfahrungen gemacht und kann davon berichten? Vergleichbar wären wie gesagt vor allem Wohnwägen mit eigener Bordelektrik oder längere Trips mit Kühlung im Auto. Bis dahin teste ich mal fleißig weiter und kühle mein Bier im Auto.
Das ist n alter Steinbruch, da hält es sich tatsächlich in Grenzen mit Viehzeug. Das mit der LKW Batterie wäre nur ne Variante mit nem Mini Verstärker, wir haben aber ne halbwegs gescheite Anlage und die saugt dir ne 100er Batterie genauso leer. Es muss nebenbei nachgeladen werden, so dass die Energie am Ende aus dem Lithium Akku kommt, sonst ist das Quatsch und wir stellen wieder nen Generator auf. Haben den immer auf Beton Gehwegplatten gestellt. Das geht schon. Mich nervt nur die Vorstellung, dass man mit nem 70 kWh Akku in nem 2,5t Schiff durch die Gegend fährt und die nicht nutzen kann.
Das wären halt 250A auf der 12V Leitung. Kann mir kaum vorstellen, dass man das so macht. Ich vermute, dass der dann tatsächlich auf den Lithium Akku zugreift - dann aber von Werk aus verbaut und an die Bordelektronik angemeldet etc. Das ist ein geiles Extra.
Das gibts aber beim Enyaq nicht. Da gibts nur ein Family Paket mit ner 150W Schuko Steckdose im Kofferraum. Das kann ich mit dem Spielzeug im Bild auch.
Enyaq verkaufen, Hyundai oder sonst ein E-Auto kaufen, das V2L
kann.
True.
Ich hab den Enyaq über die Firma geleast. Ist gut 100eu günstiger als der Octavia 1.6 tfsi, den ich davor hatte. Das macht das Auto super wirtschaftlich für uns. Insofern haben wir den erstmal noch bis Juli 2028
Also, bei unserem Astra Electric wird die 12V Batterie geladen, sobald der "Motor an" ist, also bereit zum Fahren. Soweit ich das sehe,. läuft auch die Wärmepumpe/Klima über 12V, denn die geht auch nur bei Zündung an (ohne Bremse auf Start gedrückt). Also muss der DCDC Wandler einige kW können. Ich würde daher direkt an die 12V Batterie gehen, den Stromsensor im Stromkreis lassen, ordentlich absichern und das Auto einschalten. Dann Klima/Heizung auf OFF und dann wird das schon gehen. Der Astra hat sogar noch eine Ladekontrolllampe im Display die ausgeht, wenn der "Motor an" ist, also Ready leuchtet. Ich gehe davon aus, dass das beim Enyaq auch so ist. Wenn die Klima auch bei Motor aus aber Zündung an geht, dann hat der Wandler genug Power.
Direkt an die Batterie dran ist natürlich auch ne Variante. Ich hab mir das halt so vorgestellt, dass ich mitm Heck an den Pavillon ranfahre, die Anhängerkupplung ausfahre und da den Inverter dranhänge. Ich muss nochmal genau schauen, wieviel man über die Kupplung ziehen kann. Wenn das begrenzt ist, mach ich Klemmen an die Batterie.
Was muss man bei dir machen, dass der "an" bleibt? Schlüssel im Auto bestimmt. Fahrersitz Sensor ausgelöst?
Wie geschrieben, die Klimaanlage/Wärmepumpe zieht potenziell auch ein
paar kW, also kann der das ab.
Ob die über 12 V läuft? Ich weiß es nicht, aber glaube nicht daran. Die nötigen Kabelquerschnitte für hunderte Ampere wären 1. teuer und 2. schwer. Das will kein Autobauer.
Wie geschrieben, die Klimaanlage/Wärmepumpe zieht potenziell auch ein
paar kW, also kann der das ab.
Ob die über 12 V läuft? Ich weiß es nicht, aber glaube nicht daran. Die
nötigen Kabelquerschnitte für hunderte Ampere wären 1. teuer und 2.
schwer. Das will kein Autobauer.
Ja, ich bin da auch skeptisch. Ich bin auch nicht sicher, was genau bei Zündung an anders ist als bei Motor an. Jedenfalls kühlt die Automatik auch bei Zündung an, aber wahrscheinlich hast du recht. Das wären ziemlich dicke Kabel. Obwohl die HV Kabel auch nicht soo dick sind und die machen ja auch 250A. Und da lädt der Astra ja schon nur mit 100kW in der Spitze.
Wie geschrieben, die Klimaanlage/Wärmepumpe zieht potenziell auch ein
paar kW, also kann der das ab.
Ich weis nicht wie das bei Skoda realisiert ist. Jedoch werden bei den Mercedeshybriden der Klimakompressor und der Lenkantrieb mit HV-Leitungen angeschlossen(orangene Kabel). Lediglich die "Kleinverbraucher" wie Sitz, Beleuchtung und Schiebedach laufen wie bei den reinen Verbrennern über 12V.
Kauf dir ne Powerstation, wie z.B. die Anker Solix F2000
https://www.ankersolix.com/de/products/a1780-f2000
Die hat 2048 Wh Speicherkapazität und liefert dir 2 KW Dauerleistung. Kannst du in 1h am Netz wieder aufblasen, oder auch mit bis zu 1 KW Solar, oder am Zigarettenanzünder, da tröpfelt es dann eher.
Je nach persönlichem Geschmack und Vorlieben, gibts dazu noch einen gleichgroßen Erweiterungsakku oder auch noch Exemplare mit noch mehr Bumms
Die hat 2048 Wh Speicherkapazität und liefert dir 2 KW Dauerleistung.
Hast Du mal nur ansatzweise nachgerechnet wie lange die Anker bei den angegebenen Verbrauchern durchhalten könnte bis die für eine Stunde ans Ladegerät muss?
Und bei der Lichtorgelei sollte man mit Milliarden angelockter
Stechviecher rechnen, also mal 'nen Mückengriller mit auf die Liste
setzen ...
Leute, das ist doch widerlich! Nicht nur, dass solche Dinger mit UV-Licht die Mücken extra anlocken, um sie dann töten zu können. Wer sowas im Freien aufstellt, der kann nicht alle Tassen im Schrank haben. Das ist doch echt abartig.
Sorry, dass ich das jetzt so energisch formuliere, aber ich habe schon öfter gelesen, dass Leute solche Mücken-Anlock-Und-Tötungsgeräte wie selbstverständlich abends im Freien anwenden. Ja ich weiß, dass (abends im Sommer) Auto fahren auch viele Insekten tötet. Und auch Straßenlaternen. Aber extra was aufstellen, um Tiere anzulocken und dann zu grillen, ist für meinen Geschmack schon ziemlich daneben. Ich jedenfalls hätte da ein schlechtes Gewissen. Und falls jetzt jemand fragt: ich bin Omnivor.
Wenn das Gerät wirklich das Fahrzeug dazu bringt, die Batterieschütze auf die DC-Ladeanschlüsse durchzuschalten, könnte das funktionieren.
Wenn der Enyaq nicht die Energieflussrichtung oder Mindest-Ladestrom oder ähnliches überwacht und gleich wieder abbricht.
Bei V2G beschränkt der Enyaq auf (insgesamt) 10.000kWh entnommene Energie und eine gewisse Zeitspanne. Danach ist kein V2G mehr möglich. Ich kann nicht einschätzen, ob der V2G-Modus separat ausgehandelt werden muss oder ob auch in dem Fall z.B. einfach direkt die Energie aus der Batterie zu den DC-Buchsen gezählt wird.
Wäre auf jeden Fall schön, wenn sich jemand fände, das auszuprobieren;)
Wenn das Gerät wirklich das Fahrzeug dazu bringt, die Batterieschütze
auf die DC-Ladeanschlüsse durchzuschalten, könnte das funktionieren.
Der Ladeelektronik anzukündigen, man wolle die Batterie laden, um sie
dann – entgegen der Ankündigung – zu entladen, ist ein Hack, der IMHO zu
einem Fehlerzustand führen sollte.
Auch wenn einige Teslas dies toleranter handhaben, heißt das noch lange
nicht, dass das auch für Autos anderer Hersteller gilt.
Die Kapazität der verbauten AGM Batterie reicht nicht aus, um alles über
12 Stunden oder mehr zu betreiben. Also muss sie nachgeladen werden, die
Frage ist nun, wie. Ich hab mal bissl recherchiert und gelesen, dass die
AGM Batterie von der Lithium Batterie geladen wird, wenn das Auto "an"
ist. Was bedeutet "an"? Also nur Schlüssel im Fahrzeug oder muss jemand
auf dem Fahrersitz sitzen? Wie hoch ist die Ladeleistung? Lädt das dann
die ganze Zeit oder schaltet sich das Laden erst ein, wenn eine gewisse
Spannung unterschritten wird?
soweit ich weiß, wird die Batterie auch im abgeschlossenen Auto nachgeladen, wenn der Fahrakku über 50% Restkapazität hat. Aber eindeutige Infos dazu habe ich nicht. Die Frage ist eher: Wie schnell wird die Batterie wieder nachgeladen. Denn der Enyaq hat keinen Elektrostarter und damit auch keine hohe Last auf der 12V Batterie. Die ist nur für die Standbyverbräuche des Fahrzeugs und die aktiven Innenraummodule während der Fahrt.
Der Enyaq hat aber die Möglichkeit, Strom direkt aus dem Hochvoltakku zurückzuspeisen. 10000kWh kann man so aus dem Akku entnehmen. Allerdings braucht man dafür einen externen Wechselrichter, denn die MEB Plattform hat keinen Wechselrichter verbaut, der gibt dann direkt die 400V Gleichstrom ab. Ob es so eine Rückspeisefähige Wallbox als Stand Alone oder Inselmodul gibt? Keine Ahnung, ich denke, da wirst du vermutlich noch ne Weile warten müssen, da die ersten V2G Wallboxen (Zaptec Go 2 z.B.) trudeln langsam am Markt ein, zu erwarten, dass die Inselfähig sind, ist vermutlich zu viel des Guten. Evtl könnte man sie überlisten, indem man ein klaeines Balkonkraftwerk baut, was ertmal ein Inselnetz zur Verfügung stellt. Aber sinnvoll erscheint mir das alles nicht.
Andere Fahrzeuge (Hyundai Ioniq, der Kia Niro oder die Modelle von MG) können direkt V2L oder V2D. Da brauchst du dann nur einen Schuko Adapter für den TYP 2 Stecker. Evtl jemanden mit solch einem Wagen zur Party einladen. mit den dann zu entnehmenden 30-40kWh dürfte man lange Parties feiern können, bevor man zum nachladen fahren muss.
Ich weis nicht wie das bei Skoda realisiert ist. Jedoch werden bei den
Mercedeshybriden der Klimakompressor und der Lenkantrieb mit
HV-Leitungen angeschlossen(orangene Kabel). Lediglich die
"Kleinverbraucher" wie Sitz, Beleuchtung und Schiebedach laufen wie bei
den reinen Verbrennern über 12V.
Das ist bei MEB ähnlich. Die Aggregate hängen direkt an der HV Batterie. Das heisst: Vorklimatisieren geht nur bis hinunter zu 20% Restladestand. danach nicht mehr.
Schlüssel reicht, aber ich hab noch nicht getestet, wie lange der dann
im Stand an bleibt. Glaube, so wahnsinnig intelligent ist der Astra
nicht.
Entweder jemand sitzt auf dem Fahrersitz oder es ist der Gut eingesteckt. Dann sollte das Auto an bleiben. Aber nach einer gewissen Zeit (ich glaube 2h, (ich hab so selten Stau, dass ich das noch nicht ausprobieren musste / konnte) muss man dann mal wieder die Bremse betätigen (oder den Startknopf) um das Auto am Leben zu halten.
Wäre auf jeden Fall schön, wenn sich jemand fände, das auszuprobieren;)
Würde ich glatt machen.
Stellst Du das Equickment oder wer?
Wenn wir jemand finden, der das Auto stellt, wäre ein Test mit selbstgebasteltem Equipment im Raum Kassel oder Ingolstadt möglich. Wir kommunizieren dem Auto, dass wir eine Ladestation sind, es schließt die Port-Schütze. Es gibt sehr unterschiedliches Verhalten, je nach Hersteller. Das beste war glaub ich der MG, der spielte ohne Meckern und Timeout einfach mit.
https://openinverter.org/forum/viewtopic.php?p=70193#p70193